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UND GELEHRTENGESCHICHTE.
Organ des Ex-libris-Vereins zu Berlin.
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GÓRLITZ.
1906.
Auftragsweiser Verlag von C. A. Starke, Königl. Hofl.
HARVARD
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LIBRARY
Zeitschri
für
Bibliothekzeichen — Bücherkunde
und Gelehrtengeschichte.
Organ des von Friedrich Warnecke begründeten Exlibris-Vereins
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zu Berlin.
XVI. Berlin. 1906. Ne 1.
Der jährliche Preis der ,,Exlibris-Zeitschrift“ beträgt 12 Mark, für Nichtmitglieder 15 Mark. — Anzeigen für
die ,,Exlibris-Zeitschrift* werden von C. A. Starke, Kgl. Hofl., Görlitz, Salomonstr. 39, entgegengenommen.
Die Mitglieder des Exlibris-Vereins
werden gebeten, Adressenänderungen
stets sofort unserem Schatzmeister,
Königl. Hoflieferant Georg Starke,
Görlitz, Salomonstrasse 39, mitteilen
zu wollen; für die durch Unterlassung
dieser Anzeige entstehenden Verluste
von Nummern der Zeitschrift Kann
der Verein nicht aufkommen.
Die nächsten Sitzungen des Vereins
finden statt:
Montag, den 9. April
7. Mai (Stiftungsfest)
» »
im Restaurant Ernst Voges, Nollen-
dorf-Platz 9, Berlin, abends 8 Uhr.
130.Sitzung des Exlibris-Vereins
vom 13. November 1905.
Vorsitzender: Herr Prof. Emil Doepler d J.
Der Vorsitzende, Herr Professor E. Doepler
d. J. legt die eingegangenen ausländischen
teilt
nunmehr auch eine italienische Exlibriszeitung,
Exlibriszeitungen vor und mit, dass
die „Revista Italiana di Ex-Libris* gegründet
worden ist.
Der Vorsitzende empfiehlt sodann noch
die Art und Weise, in welcher die „Werkstatt
der Kunst“ Originale und Plagiate neben-
einander abbildet, und hält dieses Verfahren
für das beste Mittel
gegen gewohnheitsinässige Nachempfinder. —
Er legt sodann noch einen prachtvollen, von
Oscar Graf radierten Akt für Wolfgang Gurlitt
vor und verteilt folgende Blätter von zwei
zur dauernden Abwehr
seiner Schülerinnen: Margarethe Wertheimer,
Paul Martha
Gerstung, alle in vorzüglicher Ausführung von
Else Gerstung, Hans und Frieda
Max Uth von Dora Gustav.
Herr Dr. Brendicke verteilt das selbst-
gezeichnete Exlibris unseres neuesten Mitgliedes
Albin Weber, Berlin, sowie das für die XI.
entworfene Blatt von
Ephraim, Paula Paderstein,
Karsten,
Realschule zu Berlin
Paul Wulfhorst, Berlin.
ein prachtvolles Exlibris von G. A. Closs-Stuttgart
Er legt sodann noch
für Fritz Hoffmeister und den neuesten Exlibris-
Versteigerungskatalog im Hötel Drout vor.
Herr Dr. Béringuier hat wieder eine
reiche Sammlung Neuerwerbungen mitgebracht,
unter diesen eine ganze Anzahl neuerstandener
Blätter.
Herr Georg Otto zeigt in Entwurf und
fertiger Ausführung eine Reihe neuer Schöpf-
ungen von seiner Hand, darunter Blätter für
J. und Stella Lemann, Carl von Behr, Baron
Camphausen, Freih. von Schilling, Ernst von
Braunschweig u. a. m.
Herr Regierungsassessor von Zur Westen
bei
Originalzeichnungen der Jugend
bemerkt, dass der Versteigerung von
nicht das
Original seines Exlibris von Fidus, sondern
nur ein Druck desselben versteigert worden
ist, (vgl. E. L. Z. XV. 4. S. 195).
Herr
gewöhnlich,
Dr. Waehmer legt wieder, wie
eine an Zahl und Güte über-
diesmal
nur Radierungen und alte Stiche, vor. Er
und weist beider
Originale nach, dass das Exlibris Lode (ca. 1850)
die fast genaue Übertragung eines Holzschnittes
raschende Anzahl Neuerwerbungen,
bemerkt durch Vorlage
aus Gullivers Reisen von Jon. Swift (A. Kröner,
Stuttgart o. J.) ist.
(ca. 1830), eine Göttin mit grossem Füllhorn
in Wolken
Kupferstiches von Beck in Braunschweig (die
Ein anonymes Exlibris
thronend, ist die Kopie eines
Kopie trägt den Stechernamen Wolff) aus
„Poëtische Schriften“ von J. W. Zachariae,
Band IV (ohne Verlegernamen und o. J).
to
Herr Paul Voigt legt sodann noch seine
neueste Radierung Gertrud Voigt vor, welche
in vorzüglicher Technik eine Reihe Bücher,
mit Namensband umschlungen, darunter eine
umrankte Lever darstellt.
Herr E.
Doepler nocheine hochinteressante Sammlung
Zum Schluss bringt Professor
von Festschriften, darunter eine Reihe der
Schüler des Kunst-Gewerbemuseums zur Vorlage.
In diesen Blättern hat sıch eine ganze Anzahl
heute hochangesehener Künstler verewigt, und
ihre Schülerarbeiten verraten nicht nur oft
ihre künftige Bedeutung, sondern können sich
gern ihren späteren Leistungen würdig zur
Seite stellen.
Der Schriftführer :
Carl G. F. Langenscheidt.
131.Sitzung desExlibris-Vereins
vom II. Dezember 1005.
Vorsitzender: Herr Prof. Emil Doepler d. J.
Der Herr E.
Doepler eröffnet General-
Vorsitzende Professor
d. J. die
versammlung und erteilt dem Schatzmeister
Herrn Hoflieferanten Georg Starke, Görlitz,
das Wort zum Jahresbericht.
Herr Starke führt Folgendes aus: Der
Verein entwickelte sich auch im letzten Jahre
Herr Graf
zu Leiningen-Westerburg hat allein bis
in hocherfreulicher Weise weiter.
jetzt 400 Mitglieder angemeldet. Leider hat uns
der Tod einige Mitglieder entrissen und zwar
die Herren Liquidator Koch, Reichsgerichtsrat
von Schwab, von Szepessi, Staatsrat a. D. von
Eisenhart, A. Saffroy und James Robert Brown.
Wir sind einigen Mitgliedern, welche sich durch
Schenkungen von Beilagen um die Ausstattung
der Vereinszeitschrift verdient gemacht haben,
Es soll an dieser Stelle
besonders den Herren Ed. L. Lorenz- Meyer,
besonders verpflichtet.
Hamburg, Doetsch-Benziger, Basel, und Max
Rosenheim, London, unser Dank ausgesprochen
werden.
Der Rest-Abschluss kann noch nicht vor-
gelegt werden, da Heft 4 noch nicht zur Ver-
sendung gekommen ist; doch ist ein Fehlbetrag
ausgeschlossen, und die auf der Bank be-
findlichen Wertpapiere brauchten nicht in An-
spruch genommen zu werden. Zu unserem
Bedauern ist die Zeitschrift des Klubs Basilea
in Basel, welche sich so grosse Verdienste um
unsere Sache erworben hat, eingegangen.*)
Die Rechnungsrevisoren stellen nunmehr
den Antrag auf Entlastung für die Jahre
1903/04. Es wird dem Antrage gemäss
beschlossen.
Herr Prof. Doeplerübergibt nunmehr den
Vorsitz Herrn Landgerichtsrat Dr. Beringuier,
welcher die Wahl des Vorstandes leitet. Der
alte Vorstand wird einstimmig wieder gewählt.
Es bleiben also
Herr Professor Emil Doepler d J., Vorsitzender,
Herr Carl G. F. Langenscheidt, Schriftführer,
Herr Georg Starke, Schatzmeister.
Zum Verweser der Vereinssammlung wird
Herr Dr. Waehmer, Berlin, Lindenstrasse
18/19, bestellt.
Die eben genannten Herren nehmen die
Wahl an und danken der Versammlung für
ihr Vertrauen.
Herr Langenscheidt legt die geordnete
Vereinssammlung vor und übergibt dieselbe
dem neuen Verweser Herrn Dr. Waehmer.
Herr Prof. E. Doepler d J. schliesst
nunmehr die Generalversammlung und eróffnet
die ordentliche Sitzung. Er teilt mit, dass
bereits früher-in geheimer Sitzung beschlossen
wurde, für unser Ehrenmitglied Herrn Grafen
K. E. zu Leiningen-Westerburg eine be-
sondere Ehrung gelegentlich des von ihm dem
Verein zugefúhrten vierhundertsten Mitgliedes zu
schaffen. Es geschah dies dadurch, dass dem
*) S. Notiz unter ,,Verschiedenes‘' dieser Nummer.
bekannten Künstler Herrn Hanns Bastanier
ein Gedenkblatt in Auftrag gegeben wurde.
Der Künstler löste seine Aufgabe in Form
einer Exlibris-Radierung. welche einen Schnitter
darstellt, der Ähren zu einer Garbe vereinigt
hat, um so den Sammeleifer und die Werbe-
tátigkeit des Herrn Grafen in sinniger Weise
zu veranschaulichen. Eine Unterschrift weist
auf den Grund des Entstehens des Blattes hin.
Herr Graf zu Leiningen-Westerburg
hatte nun kurz vorher das vierhundertste Mit-
glied angemeldet, ein Exemplar des Blattes
war ihm übersandt worden und bereits der
telegraphische Dank in die Hände des Vor-
sitzenden gelangt. Es war somit gelungen,
dem eifrigen Förderer unseres Vereins eine
kleine Aufmerksamkeit zu widmen und ihm
die Dankbarkeit des Vereins zu beweisen.*)
Der Vorsitzende legt sodann die erste
Nummer der „Revista Italiana“ vor, welche
sich ausser durch mangelhaften, schlecht ge-
druckten Inhalt noch dadurch auszeichnet,
dass die Titelzeichnung der Einfachheit wegen
das bekannte Porträt des Berliner Holz-
schneiders Herm Jahrmagt von Professor
E. Doepler d. J. (Gerlach & Schenk, Alle-
gorien und Embleme) durchgepaust verwendet.
Herr Graf zu Leiningen-Westerburg
sendet aus München ein Wettbewerbs-Aus-
schreiben der Typographischen Gesellschaft
München zur Erlangung von schönen typo-
graphischen Exlibrisentwürfen und eine Anzahl
Abdrücke seines neuesten Exlibris von Franz
Buschmeyer, einer sehr gelungenen Zeichnung
mit mittelalterlichem Motive, ein.
Herr Landgerichtsrat Dr. Béringuier,
Herr Dr.
Brauchitsch legen ihre neuen Eingänge
Waehmer und Her von
vor; letzterer hat alle Blätter mit passenden
Vorsatzpapieren unterlegt und damit pracht-
volle Wirkungen erzielt.
* Die Danksagung des llerrn Graten vgl. Exl.-Z. XV. 4
S. 195.
Herr Prof. Hildebrandt zeigt zwei seiner
neuen Blätter in inusterhafter Heraldik.
Herr Georg Wagner legt ein gut ge-
lungenes Blatt für Oscar Heinrich vor.
Herr Oscar Siegl aus Leitmeritz über-
weist der Vereinssammlung seine gute Ra-
dierung von Richard Teschner in Prag, welche
er auch im Tauschwege abgibt.
Zum Schluss des Abends wurde uns durch
die Liebenswürdigkeit der Herren Prof. Doepler
und Regierungs-Assessor von Zur Westen noch
ein ganz besonderer künstlerischer Genuss ge-
boten. Die Herren hatten aus ihren reichen
Schätzen eine Sammlung von Festkarten von
Künstlerhand mitgebracht, welche in solcher
Schönheit wohl selten das Auge des Lieb-
Herr von Zur Westen
Unter
diesen befanden sich Prachtstücke von Menzel,
habers erfreut hat.
legte hauptsächlich Berliner Blätter vor.
Burger, Hosemann, Scholz, Skarbina, Meyer- |
von fast
Be-
sonders reich waren Lithographien von wunder-
Pietsch,
allen bedeutenden Berliner Künstlern.
heim, sogar vom „alten“
barer Schönheit vertreten, welche eine Technik
aufweisen, die leider ganz verloren gegangen
zu sein scheint.
Nicht minder reich war die Sammlung
des Herrn Prof. Doepler, welche u. a. auch
eine grosse Anzahl Münchener Blätter z. B.
von Moritz v. Schwindt, Neureuther, Piloty u.a.
aufwies, die in Originalität und Ausführung
eine grosse Fülle von Anregung boten.
Der Umstand, dass einige beati possidentes
dem Verein ihre Kunstschätze in dieser Weise
zur Verfügung stellten, hat den Sitzungen
eınen neuen Reiz verliehen, der sich am
deutlichsten in der grossen Beteiligung an
unseren Zusammenkünften ausdrückt, und
hoffentlich dem Verein weitere Interessenten '
zuführen wird.
Der Schriftführer:
Carl G. F. Langenscheidt.
132.Sitzung desExlibris-Vereins
vom 8. Januar 1906.
Herr Prof. E. Doepler d J. eröffnet die
Sitzung und verliest einen Brief des Herrn
Grafen zu Leiningen-Westerburg in Múnchen.
In diesem Schreiben spricht derselbe seinen
Dank für das ihm gelegentlich der Zuführung
des 400. Mitgliedes vom Verein gestifteten
Exlibris aus.
Herr Prof. Doepler verteilt sodann zwei
seiner neuesten Exlibris, ein ausserordentlich
flott entworfenes Blatt für Elli (Hirsch) und
ein Musik-Exlibris für Hedwig Kirsch.
Herr Dr.
heraldisches
Brendicke verteilt ein neues
Blatt Rheude für
Friedr. Macco und übergiebt ein von Clemens
von Herm.
Kissel in Mainz ausgeführtes Exlibris des neu
gegründeten historischen Vereins zu Ingelheim.
Zu letzterem hat Herr Jung, Schriftführer des
obigen Vereins, eine ausführliche Erklärung
geschrieben.
Herr Prof. Hıldebrandt legt sodann
zwei neue heraldische Blätter für Theodor
Hildebrand urd Karl Nicola vor.
Herr Georg Wagner verteilt sein land-
schaftliches Exlibris für Oscar Heinrich.
Herr Georg Otto hat
heraldische landschaftliche
Entwürfe geschaffen, von welchen besonders
wieder einige
und allegorische
ein Blatt für George Fergusson durch besonders
glückliche Auffassung bemerkenswert ist.
Herr Amtsgerichtsrat Dr. Beringuier und
Dr. Waehmer haben,
eine grosse Anzahl, zum Teil kostbarer Neu-
Herr
E. Doepler zeigte zum Schluss eine wohl
wie üblich, wieder
erwerbungen mitgebracht. Professor
vollständige Sammlung der vorzüglichen Blätter
von Fischer-Coerlin in Berlin, welche zum Teil
noch wenig bekannt waren. (Vgl. Graf Leiningen-
Westerbures Exlibris-Werk S. 420).
Der Schriftführer:
Carl G. F. Langenscheidt.
Dem Exlibris-Verein sind als Mitglieder
ferner beigetreten:
Eingeführt durch Herrn K. E. Grafen zu
Leiningen- Westerburg:
Mathilde Ade,
München, Nymphenburgerstrasse 100.
Fräulein Kunstmalerin,
Frau Caecilie von Bose, Hamburg-
Winterhude, Marie-Luisenstrasse 39.
Frau Margit von Bottlik, Fehértemplom,
Ungarn.
Herr P. A. Bourcart,Gebweiler, Elsass.
Herr Siegbert Cohn, Berlin W. 35, Pots-
damerstrasse II.
Herr Dr. E bers, Sanatorium Ebers, Baden-
Baden.
Herr Erik Fischer, Organist, Kopen-
hagen, Sortedams Dossering 8g,
Dänemark.
Herr Wilhelm Freyer, Jena, St. Jakobs-
© strasse 35, IL
Mr. Percy Hipwell, London EÈ. C, St.
Dunstan’s Buildings, England.
Herr Denis Hoffmann, Architekt, Ham -
burg, Hohe Bleichen 8— 10, I.
Herr R. von Hoschek, Prag II, Bolzano-
strasse, Böhmen, Österreich.
Herr Anton Koch, München, Dachauer-
strasse 61, I.
Friedrich König, Buch- und Kunst-
händler, Oldenburg i. Grossherzogtum,
Herr
Huntestrasse 4.
Herr
Melchior, Major und Bataillons-
Kommandeur im O. bad. Inf.-Rgt. Kaiser
Friedrich III, Konstanz am Boden-
see, Bodanstrasse 20.
Herr
H. Meyer, Buchdruckerei, Halber-
F stadt.
Frau Gertrud Reinhold, Dresden-
Blasewitz, Alemannenallee ©.
Frau ToniSchiitte, Bremen, Parkallee 44a.
Frau Rechtsanwalt Dr. Schwarze, Halle
a. S., Wettinerstrasse 19.
Herr Viktor Singer, Hamburg, Bleichen-
brücke 16.
Herr Friedr. Berthold Sutter, stud. phil.
Heidelberg
et jur., g,
Schlossberg 17.
Herr Jaromir Topic, Buchhändler, Prag,
Ferdinandstrasse 9, Böhm., Osterreich.
Herr Auditór, Lund
Thorsten Uggla,
Schweden.
Herr Benno Wohlgemuth sr, Wien II,
obere Augartenstrasse 56, Osterreich.
Emgefihrt durch Herrn Georg Starke:
Herr Gustav Bormann, Bankvorsteher,
Görlitz, Theodor Kórnerstrasse 1.
Herr Dr. jur. Siegfried von Volkmann,
Regierungsassessor, Liegnitz, Dove-
strasse 20, I.
Eingeführt durch Herrn Dr. H. Brendicke:
Herr Theodor Bock, Hamburg, Deich-
strasse 20.
Herr Dr.G.Stephan, Borna, Bez. Leipzig,
Altenburgerstrasse 8.
Frau Hedwig Klasing, Leipzig, Kreuz-
strasse 3b.
Fräulein Sigrid Bergström, Stockholm,
Riksbankens Sedeltryckeri, Schweden.
Herr Emil Schuch, München 23, Gisela-
Strasse 25, IL.
Eingeführt durch Herrn Dr. C. Reuter:
Frau Geheime Medizinalrat Prof. Siemer-
ling, Kiel, Niemannsweg.
Eingeführt durch Herrin F. Schmöle:
Herr Leonhard Kalb, Frankfurta. NM.
Trutz 47.
Eingeführt durch Herrn Hugo Rasch:
Herr Major von Friedeburg, Freiburg
i. B., Wölflinstrasse 8.
Eingeführt durch Herrn W. von Zur Westen:
Herr Willy Lampe, Frankfurt a. M,
Friedrichstrasse 45.
Adressen-Ánderungen:
Herr Graf von Brühl, Generalmajor,
Münster i. W.
Herr Landesgerichtsrat Ed. Dillmann,
Sankt Pölten b. Wien, Hammer-
weg 10, Nieder-Österreich.
Herr Alfred Flechtheim, Düsseldorf,
Graf Adolfstrasse 60/62.
Herr F. Moritz, Berlin W., Bamberger-
strasse 32.
Frau Geheimrat Ilse Warnecke, geb. von
Landwúst, Berlin W. 62, Schillstrasse 1 5.
HerrFrank Roy Fraprie, 39 Addington
Road, Brookline, Mass, V. S. A.
Herr Marcel Moeder, Referendar, Strass-
burg, St. Urban 17.
Herr Hans Mitterer, Baumeister, Traun-
stein (Bayem), mittl. Hofgasse 11.
Herr Emil Jaensch, Buchhändler, Dresden-
Blasewitz, Schillerplatz 7, II.
Herr Walter von Zur Westen, Koónigl.
Regierungsrat, Berlin W. 35, Schöne-
berger Ufer 30 c. III.
Herr Hans Kainz, Beamter der K. K.
priv. allgemeinen Verkehrsbank, Wien,
IX., Elisabethpromenade 43.
Herr C.H.v. Lang-Puchhof, Hirsch-
berg i. Schl, Cavalierberg 1 a.
Herr Friedrich Behr, Leutnant a. D,
München, Nordendstrasse 5/0 r.
Herr Arthur Sjögren, Kunstmaler, Stock-
holm, Tomtebogatan 9, Schweden.
Herr Gustav Ritter von Emich, K.u. K.
Hofrat und Truchsess Sr. M, Buda-
pest VIII, Horànsky utcza 16, Ungarn.
Herr Julus Erxleben, Berlin W.
Friedrichstrasse 81.
H
Herr Johannes W. F. Reimers, Ham-
burg, Grosse Bäckerstrasse ıgb, II.
Herr PaulSünner,cand. med., ständige Adr.:
Kalk b. Köln; im Sommer: Kiel.
Herr Com. T. Ethofer, akademischer Maler,
Salzburg, Carolinenplatz 4, Österreich.
August von Eisenhart t.
Am 21. Dezember 1905 verschied zu
Miinchen unser Mitglied Herr Staatsrat a. D.
August von Eisenhart, der Nestor der
Exlibrissammler, der dem Verein seit dessen
Gründung angehört hat.
Mit ihm schied einerseits ein echt deutsch-
gesinnter Mann, andererseits für die Exlibris-
gemeinde eine besonders wichtige Persönlich-
keit; denn er, der seit etwa 1875 Exlibris
sammelte, legte mit Herrn Gottfried von Böhm-
München zusammen, wenn auch getrennt
' marschierend, den Grund zum Wiederaulleben
der alten Exlibrissitte. Wirkte der Letztere
durch seinen bekannten grösseren Exlibris-
Aufsatz im Organ des Münchener Altertums-
Vereins bahnbrechend für die Exlibriskunde
auf litterarischem Gebiet, so trug August von
Eisenhart hauptsächlich dadurch zur Ver-
allgemeinerung und Kenntnis des Exlibris-
gebrauchs bei, dass er Herrn Friedrich
Warnccke seine Sammlung und damit das
Hauptmaterial zum Warnecke'schen Handbuch
zur Verfügung stellte. Wer dieses besitzt,
wird in der letzten Reihe der „Zeitigen Be-
sitzer* bei der Mehrzahl und den besten
Blättern das den Namen Eisenhart bedeutende
„E“ finden. Damit hat der Verstorbene, der
seine Sammlung stets gern und bereitwillig
Besuchern zeigte, diese auch der Allgemein-
heit zugänglich gemacht und sich damit ein
grosses Verdienst erworben; denn, wenn auch
Hirth u. A. ab und zu einmal ein Bibliothek-
zeichen veröffentlichten, wusste man vor dem
von Eisenhart unterstützten Warnecke'schen
Handbuche in der grossen Welt so gut wie
nichts von dem vorhandenen reichen Schatze
an alten, interessanten Exlibris und von deren
Den
Riesen-Umfang, den das Exlibriswesen heute
Geschichte wie kunsthistorischem Werte.
erreicht hat, ahnte man damals, als Herr von
Eisenhart, angeregt durch seine Freude an
alten Kupferstichen, Exlibris zu sammeln be-
gann, nicht im Entferntesten; er selbst wohl
am wenigsten, und er war auch kein Freund
der Auswüchse, die das ganze Exlibrissammeln
heute mitunter, ganz wie andere Sammel-
Von den oft rätsel-
der
in anderen An-
gebiete, aufzuweisen hat.
haft- mystischen Schöpfungen Neuzeit
wollte der liebenswürdige,
schauungen aufgewachsene, alte Herr nicht
viel wissen und er beschränkte sich haupt-
sächlich auf das
An jedem
Ergänzen seiner alten
Sammlung. neuen Zugang von
Blättern früherer Jahrhunderte hatte er die
echte Freude eines ernsthaften, historisch und
Auf
Grund seiner Sammlung aber verbreitete er
kulturgeschichtlich gebildeten Sammlers.
direkt wie indirekt Nutzen und Anregung bei
Künstlern und Kunstfreunden, und so ist es
nicht zuviel behauptet, wenn man ihn den
geistigen Vater des heutigen ganzen Exlibris-
aufschwunges nennt. Mit feinem Verständnis
trug er die alten Holzschnitte und Kupfer-
stiche der alten geistlichen wie neuen geistigen
Bildungsstätten zusammen, ordneteseine Schätze
sachgemäss und versah die einzelnen Blätter
mit biographischen Notizen bezüglich der Be-
sitzer und Verfertiger, wodurch die Anhäufung
der Blätter aus dem Rahmen einer Bilder-
sammlung heraustrat und zu einer bedeutenden
Quelle eigenartigen Kunststudiums wurde, wie
sie trotz Bestehens einiger früherer kleiner
Exlibrissammlungen bis zu den Soer Jahren
des 19. Jahrhunderts nirgends in diesem Um-
Wenn
auch seine Kollektion später überholt wurde,
fange und innerem Wert existierte.
so war er bis zum genannten Zeitpunkt doch
der bedeutendste Hauptsammler, der eben
Mehrzahl
In den ersten Jahrgängen
den Grund zur aller späteren
Sammlungen legte.
sy]
O A ege Ge
findet
indem er be-
unserer Exlibris - Zeitschrift man den
Verblichenen praktisch tätig,
sonders schöne, alte Blätter und Unika seiner
Sammlung durch Abbildung und Besprechung
veröffentlichte; in den letzten Jahren hinderte
ihn leider sein wenig guter Gesundheitszustand
an dieser litterarischen Nutzbarmachung seiner
geliebten Blätter, was die Exlibris-Zeitschrift
und deren Leser sehr bedauerten. Mit Genug-
tuung wird es jeden wahren Exlibrissammler
erfüllen, zu hören, dass diese hochinteressante,
zuletzt etwa 11000 Stück (davon etwa 8000
deutsche) zählende Sammlung nicht der pietät-
durch
profane Versteigerung und einer Zerstreuung in
losen Auseinanderreissung nüchterne
alle Welt anheimfällt, sondern im Besitz der
Tochter, Frau Professor Dr. Oebbecke, bleibt,
die die Exlibrisschätze des verstorbenen Vaters
selbst liebgewonnen hat und als teures Ver-
hútet. Hat doch der Vater, der
sich noch in den letzten Tagen seines Lebens
mächtnis
mit seinen Exlibris - Lieblingen beschäftigte,
den Sinn für diese Kunstsparte bei der Tochter
und treuen Pflegerin selbst geweckt.
Aus
interessieren.
3. November 1826 als Sohn des kgl. Ober-
den Lebensdaten dürfte folgendes
August von Eisenhart war am
appellationsrates Ignaz Eisenhart und seiner
Frau Luise, geb. von Weininger, geboren.
Mit 18 Jahren bezog er die Universität und
studierte Rechtswissenschaft in München und
Heidelberg.
Note I
Assessor,
Den Staatskonkurs machte er mit
als Dritter im Königreich. 1857
1806
in das kgl. Kabinett berufen.
tätigkeit fällt in die Jahre 18069 — 1876, wo
wurde er zum Hilisarbeiter
Seine Haupt-
er als kgl. Kabinettchef eine ebenso einfluss-
reiche und wichtige, wie verantwortliche
Stellung einnahm. Diese hier näher zu
schildern, würde für den Rahmen unserer
Fachzeitschrift zu weit führen; es genügt zu
sagen, dass diese auch ausserhalb Bayerns
wohl bekannte und der Geschichte angehörende
~
Persónlichkeit sich in schwierigen Momenten
stets als deutschgesinnter Freund des
Deutschen Reiches wie Bayerns bewährte.
Kaiser Wilhelm II. hat ihm beim 25 jährigen
Reichsjubiläum eine hohe Ordensauszeichnung
verliehen und Fürst Otto von Bismarck hat seine
beruhendes Leiden (schmerzhafte Neuralgie)
hinderte ihn, die 2 ihm zugedachten Prä-
sidentenstellen in Passau und Speyer anzu-
nehmen. Trotz einer grossen Reihe in- und
ausländischer Auszeichnungen und seines hohen
Ansehens in allen Kreisen blieb von Eisen-
Exlibris Aug. von Eisenhart, von Prof. Ant. Seitz.
hohe nationale Wirksamkeit wiederholt an-
erkannt. 1875 zum Staatsrat i. o. D. ernannt,
wurde er nach unmittelbar vorhergegangenen
Gunstbeweisen von Seiten des Königs Ludwig II.
seiner Stellung als Kabinettchef enthoben.
Vom November 1875—1899 gehörte er als
Vorsitzender dem Kuratorium des Maximiliane-
ums an. Sein auf so aufreibender Stellung
hart stets der schlichte, keinerlei Einflüssen
zugängliche Charakter von abgeklärter Ruhe,
seinen Freunden der treue Freund und dabei
ein warmer Wohltáter Hilfsbedürftiger. Unter
seinen zahlreichen Intimen sind bekannte
Namen zu finden, so Viktor von Scheffel,
Otto von Vólderndorff, Graf Luxburg, Jakob
von Hefner-Alteneck u. A. Vermählt war
August von Eisenhart seit 1857 mit der
Tochter Luise des bekannten Mineralogen
und beliebten Dichters von Kobell, die, selbst
als Schriftstellerin tätig, ihm 1901 durch den
Tod entrissen wurde.
Da das Bibliothekzeichen dieses bedeutenden
Staatsmanns und Exlibrissammlers die ganze
Exlibrisgemeinde interessieren muss, sei es hier |
Es
in Künstlerkreisen wohlbekannten ver-
vorstehend wiedergegeben. rührt
dem
storbenen Professor Anton Seitz in München
1895 schuf. In der Mitte das
Porträt von Eisenharts aus der Zeit von etwa
her, der es
1868; oben ein deutscher Adler, wobei leider
dem Künstler der Fehler unterlief, einen
2 köpfigen, statt ıköpfigen Reichsadler, auch
mit falscher Krone, gezeichnet zu haben. Die
beiden (sogenannten Frauen-)Türme im Hinter-
von |
grund des Porträts und das Münchener Kindl `
weisen auf den langjährigen Wohnsitz des
Verstorbenen hin, und die Gruppe unten ist
eine freie Kopie nach dem unteren Teile des
Exlibris Ernst Adam Lewin von Trotta ge-
nannt Treyden. Das Blatt existiert in 2 Farb-
(schwarz und rotbraun), 3 Papier- und 2 Druck-
Varietáten, letztere: ohne und mit dem Spruch :
„Jnveni portum“.
„Ich fand den
Hafen“ nun völlig zur Tatsache wurde, ruft
Nachdem diese Devise:
dem Heimgegangenen auch die Schar der
Exlibrisfreunde ein herzliches Lebewohl
Rod: PA
München.
K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Redendes Exlibris Krazer
von e. 1580.
Ein in seiner Art erheiterndes Beispiel
für ein sogenanntes „redendes“ Wappen bildet
das hier nach meinem Exemplar auf der
Beilage abgebildete Bibliothekzeichen mit dem
zu! `
Hirschwappen und der abgekürzten Inschrift
des Besitzers: „R+- K+-T+“ = „Frater
Raphael Krazer Tegernseeensis“.*) Dieser
stammte aus Raittenbuch, erhielt 1570 die
Weihen im Benediktinerkloster Tegernsee unter
Abt Quirin II. Rest und wurde später Ad-
ministrator des Klosters St. Veit bei Neu-
markt.**)
Das Exlibris dürfte um oder nach 1580
Er starb am 19. Mai 1602.
zu setzen sein.
Während das Zimier nur das gegebene
- Schildbild, wie sehr üblich, wiederholt, zeigt
Schild selbst Teil
Wappens, den Hirsch, der auf dem ebenfalls
der den redenden des
als Basis üblichen heraldischen Dreiberg als
Standort stehend, sich harmlos und ungeniert
hinter dem Ohre „kratzt“ und damit auf den
Namen des Besitzers naiv anspielt.
Recht beachtenswert ist bei diesem Exlibris,
dass die Randleiste, die aus einzelnen Stücken
bestehend, um das Mittelstück herum gesetzt
ist, in damaliger Zeit, jedenfalls aus einer
Offizin
auseinanderliegende Druckereien Deutschlands
stammend, über verschiedene, weit
und der Schweiz zerstreut war; denn wir finden
sie genau ebenso wie auf dem Krazerschen
Exlibris oder nur wenig abweichend, ausser
in Druckwerken auch auf folgenden Exlibris,
die ich, ohne alle nennen zu wollen, nach
Exemplaren meiner Exlibris-Sammlung anführe:
1. Magister Balthasar Hupfauer, jur. utr.
e
2. Joh. Hartmann jr., aus Forchheim, 1581;
cons.,
3. Seb. Hartmann von Hartmannstain,
1637 (gleiches Muster, andere Zusammen-
stellung);
4. Auf dem einen grossen Exlibris des
Jacobus Christophorus Blarer von Wartensee,
Bischof von Basel 158. ;
*) Nach einem zweiten Exemplar, auf dem der Name mit
schwarzer Tinte und rotbemalten Anfangsbuchstaben einge-
schrieben war (1590).
**) vergl. Lindner, Abte und Mönche von Tegernsee, II.
S. 11 No. 594.
5. Auf dem einen mittleren Exlibris von |
Wilhelm Rink von Baldenstein, Bischof von |
Basel, 16...
Dies beweist, dass solche ornamentale
Holzschnitt-Muster, die nur zum Setzen von
Umrahmungen dienten, weit verbreitet waren,
gleich unseren heutigen von Schriftgiessereien
gelieferten Klischees und dekorativen Mustern
und Formen.
K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Exlibris Dornsperg.
Zu den besonderen Freuden des Sammlers
gehört es, wenn er die ganze Exlibris- Serie
ein und desselben Besitzers komplett oder
wenigstens
Sammlung besitzt.
Solch eine Reihe von Exlibris führte der,
m. W., mit seinen 4 Exlibris noch nicht ver-
öffentlichte Johann Caspar Dornsperg
(nur kurz erwähnt in meinem Exlibrisbuche
S. 200).
Abbildungen nach den 4 verschiedenen Exem-
Ich gebe hier Beschreibung und
plaren meiner Exlibrissammlung:
I.
Ende
vom Beginn des
1619,
gegebene Blatt, ein Holzschnitt,
üppig, die
folgenden Exlibris, dafür aber schöner und
16. Jahrhunderts (oder
i err)
ist das hier auf der Beilage wieder-
des gleich
jedenfalls vor
der zwar
minder wie anderen nach-
wirkungsvoller als diese ist. Der einfache
Lorbeerkranz bei
und Exlibris jener Zeit sehr beliebt — mit
— Wappendarstellungen
Schleifen ist nicht so überladen, wie die fol-
genden mit der Hier
nennt ihn die Unterschrift „Joannes Casparus
Doktor
Barockumrahmung.
Dornsperger, utriusque juris doctor“
beider Rechte.
2. Als der Herr Doktor geadelt wurde,
vor oder e. um 1628, liess er sich flugs ein
zum grösseren Teile in seiner |
Das älteste Exlibris, wohl noch vom `
i minder schön ausfiel.
neues Exlibris herstellen, das in Kupfer ge-
stochen, prunkhafter sein musste, dafür aber
Charakteristisch
dass der Neugeadelte sein bürgerliches Ex-
ist,
libris (1.) stets mit diesem adeligen überklebte!
Hier nennt er sich unter dem inhaltlich un-
verändert gebliebenen Wappen: Joannes Cas-
parus a Dornsperg“, wobei das a — „von“
hinzukam und das End-,,er“ von Dornsperger
Siehe Abbildung zu 4.) hier S. 11.
3.) Für kleinere Buchformate liess er sich
wegfiel.
ein kleines Blatt in Kupfer stechen, das nur
IOANNES CASPARVS A
DORNS PERG
das Wappen ohne Rahme mit der Unter-
schrift „Joannes Casparus a Dornsperg“ zeigt.
Siehe Abbildung hier vorstehend.
4.) Als dann der erst Geadelte noch zum
Freiherrn erhoben wurde, wohl im ı. Drittel
des 17. Jahrhunderts, benutzte er die Kupfer-
platte von 2.) und liess sowohl der Fahne
des Zimiers einen zweiten Zipfel hinzufügen
und legte über den bisherigen Dreiberg im
Schildfuss eine Krone (wohl nach der Wappen-
malerei des Diploms), als auch liess er hinter
der 1. Linie des 2. Exlibris „Joannes Casparus“
noch das „S. R. I. (<= Sacri Romani Imperii
des
heiligen römischen Reichs) Baro“
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Exlibris des Frater’s Raphael Krazer,
von Tegernsee, e. 1580.
Aus der Sammlung K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Druck von C. A. Starke, Königl. Hoflieferant, Görlitz. Beilage zur Exlibris-Zeitschrift Jahrgang 1906 No. 1.
einstechen, man möchte sagen: einpferchen, Das Wappen ist auch hier, wie so oft in
damit nur ja sein ganzer Titel zum Ausdruck | der Heraldik „redend“: Dornsperg, zusammen-
gebracht, andrerseits ein Stechen einer neuen | gesetzt aus Berg, Dreiberg, und Dornstrauch,
Platte erspart wurde. Siehe Abbildung hier | — der, was für den Heraldiker und Laien
|
|
unten. | beachtenswert ist, der alten heraldischen Regel
ENTER SPINAS:
CALCEATVS:
JOAN NES CASPARV S SR:IBARO
A: DORNSPERG,
Dass der Besitzer auf Stand und Würde folgend, so stilisiert ist, dass er gefällig und
viel gab, beweist auch der Umstand, dass ungezwungen die ganze Schildfläche ausfüllt;
während auf den 3 ersten Exlibris der Drei- ' in der Linken der Mannsfigur des Zimiers
berg unten den Dornstrauch trägt, der Drei- | kehrt der Dornzweig wieder; auch die Sprüche
berg nun beim 4., freiherrlichen Exlibris der über den Wappen — ,,Durate“ - harret
Krone unten weichen musste, aus der nun | aus, und „In spineis calceatus“ ` beschuht,
der Dornstrauch hervorwächst. angetan mit Dornen, spielen leicht auf Name
und Wappenbild an. Nach Rietstap, armorial
general, sind die Farben: Feld gold, Dorn-
strauch schwarz, Dreiberg grün; Kleid des
Mannes gold und schwarz; Fahne gold und
schwarz.
Über die Verfertiger der 4 Exlibris ist
nichts bekannt; jedenfalls sind es 3 ver-
schiedene Meister gewesen; 2.) und 3.) rühren
von einem Stecher her.
Dornsperg stammt aus Steyermark; der
Holzschnitt dürfte noch aus dem Ende des
16. Jahrhunderts (Anfang 17.?) sein, die
Stiche aus dem Anfang des 17.
Abt Urban Weber von Admont (1628
bis 1659) kaufte seinerzeit (Datum unbekannt)
die ganze Bibliothek dieses Dornsberg an.
In einer Urkunde vom 4. October 1619
zu Marburg kommt dieser Johann Caspar
Dornsperger als beider Rechte Doktor und
der rómisch-kaiserlichen Majestät Ferdinand,
Erzherzogs von Österreichs, Regimentsrat vor,
und nach gef. Mitteilung des steiermärkischen
Landesarchivs erwarb Johann Caspar von
Dornsperg, kaiserlicher Rat und Inner-Öster-
reichischer Regimentskanzler, 1628 die steier-
ische Landmannschaft; er hatte nebst seiner
Ehefrau Eva Katharina Besitz in Graz und
Mittelsteiermark, und seine Nachkommen lassen
sich bis zum Schlusse des 17. Jahrhunderts
nachweisen; Akten und Nachweise hierüber
enthalten die Gültbände und Landmannschafts-
Akten gen. Archivs.
K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Signum bibliothecae.
Von H. G. Ströhl*).
as Bibliothek -
zeichen (engl.:
Bookplate), zu-
meist kurzweg
„Exlibris“ ge-
nannt, das vor etwa einem
Vierteljahrbundert nach
einer längeren Pause wie-
der in Gebrauch gekom-
men war, bildet noch
(Vergl. im Text.)
immer ein sehr beliebtes Sammelobjekt ın
jenen Kreisen von Kunstliebhabern, die künst-
lerische Erzeugnisse auch dann zu schätzen
wissen, wenn solche sich bloss nach Zentimetern
und nicht nach Metern geniessen lassen.
Dass diese Exlibrissammlerei bei manchen
oft stark ans Komische streift und zu einem
*) Mit Zustimmung des Verfassers (und Zcichners unseres
Zeitschrift - Kopfes) und des Verlags abgedruckt aus der
Weihnachts- Nummer 1905 des ‚Deutschen Buch- und Stein-
druckers,'* E. Morgenstern, Berlin W. 57, Band 12, S. 193.
blossen „Sammelsport“ sich auswächst, der
Kreti und Pleti einheimst, ohne Rücksicht auf
gut und schlecht, wenn nur die Gesamtsumme
anwächst, hat nichts Überraschendes an sich;
denn diese Erscheinung ist auf allen Gebieten
des Sammelsportes bemerkbar und kann uns
Graphikern ja eigentlich doch nur willkommen
sein, denn je mehr die Sammelwelt in Be-
wezung sich befindet, desto mehr Aufträge
wird es geben, und ist auch der Ertrag,
entsprechend den Grössenverhältnissen der
Objekte, nur minimal, so summiert sich schliess-
lich die Geschichte doch. Auch die Zeichner
kommen nicht schlecht dabei weg, denn es
ist eine alte bekannte Tatsache, dass ein kleines
Bildchen verhältnismässig bei weitem mehr für
den Säckel abwirft, als eine grosse Schwarte, bei
der das scheinbar höhere Honorar durch die
nicht zu umgehenden Ausgaben für Matenal,
Modell und sonstige Behelfe stark geschmälert
wird.
nr
DVRATE.
IOANNES CASPARVS o
DORNSPERGER, V.L D.
Exlibris Dr. jur. Johann Caspar Dornsperger, um 1600.
Aus der Sammlung K. E Graf zu Leiningen-Westerburg.
Druck von C A. Starke, Königl. Hof. Görlitz. Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906, No. 1.
Je lánger also diese Sammelleidenschaft
floriert, desto lánger kann der Graphiker aus
ihr seinen Nutzen ziehen, nur schade, dass
eben nichts auf dieser Welt von ewiger Dauer ist.
Wie Graf zu Leiningen-Westerburg
in seinem Buche über „Deutsche und öster-
reichische Bibliothekzeichen“ (1901) anführt,
benützten bereits die alten Agypter um 1400
v. Chr, zur Zeit Amenophis III, in die
Papyruskästchen eingelegte Fayencetäfelchen
als Exlibris, und auch die Japaner sollen schon
im X. Jahrhundert den Gebrauch von Bücher-
besitzzeichen gekannt haben. Bei uns in
Europa lasssen sich derartige Zeichen erst viel
später, um die Mitte des XIV. Jahrhunderts.
nachweisen.
F. Warnecke bringt in seinem Werke
„Die deutschen Bücherzeichen‘‘ (1890) einige
solcher Besitzzeichen — eingemalte Wappen-
Ein-
geklebte Exlibris finden sich erst später vor.
schilde — aus Italien zum Abdrucke.
Eines der ältesten dieser Art, in Holz geschnitten
und koloriert, das aus dem letzten Viertel
des XV. Jahrhunderts stammen dürfte, zeigt
in verkleinertem Massstabe unsere Initiale.
Es ist das Exlibris des Karthäusermönches zu
Buxheim bei Memmingen in Bayern, Hilde-
Durch die Erfindung der Buchdruckerkunst
Gebrauch der
Exlibris sehr gefördert, und die kunstsinnige
Zeit des XVI. Jahrhunderts brachte sie zur
Die ersten Künstler, wie Dürer,
wurde selbstverständlich der
vollen Blüte.
Holbein, Cranach, Burgkmair, Virgil
; Solis, Amman und viele andere betätigten
sich auf diesem Gebiete der Kleinkunst. Wurden
brand Brandenburg aus Biberach in Wiirt- `
temberg. Im blauen Schilde erscheint ein weisser `
Stier mit schwarzem Nasenringe, nach heraldisch
links, dem Titelblatte des Buches zugekehrt,
eine Stellung des Wappentieres, über deren
Beweggrund (Heraldische Courtoisie) wir uns
bereits im Augusthefte vorigen Jahrganges*)
ausgesprochen haben. Auch in einem hübschen
Exlibris der ,Hewperger“ (Heuberger)**) aus
dem Ende des XV. Jahrhunderts erscheint
das Wappen nach heraldisch links gekehrt.
*) Heraldische Regeln für den Graphiker. Bd. XI. No. 10
und 11.
**) Das leider unbenannte Exlibris dürfte dem sehr wohl-
babenden Matthäus Heuberger, Bürger und Ratsherr zu
Wien, + 1516, (seine Familie staınmte aus Hall in Tirol) zu-
gehört haben.
schon mittelst des Holzschnittes hochwertige
Blätter hergestellt, so erreichte man mit dem
Zartheit und
Subtilitát so recht für diese kleinen Kunst-
Kupferstiche, der mit seiner
blätter geschaffen war, die höchste Stufe der
Vollkommenheit.
Mit der verfallenden Kunst sank natúrlich
auch der Wert der Exlibris, und die Zeit des
sogenannten Biedermeierstiles (1820—40), der
in unsern Tagen wieder modern geworden ist,
gab ihnen den Todesstoss. Sie gerieten in-
folgedessen auch mehr oder weniger in völlige
Vergessenheit, und erst in den sechziger Jahren
machte sich hie und da wieder ein Bibliothek-
zeichen bemerkbar. ls ist ein Verdienst des
Kölner Buch- und Kunsthändlers Heinrich
Lempertz d. Ae, der in seiner Publikation
„Bilderhefte zur Geschichte des Buchhandels“
(Köln, 1853—65) unter anderem auch auf die
Bibliothekzeichen zu sprechen koramt und eine
Anzahl derselben zum Abdrucke bringt.*)
Die Zahl der Exlibrisfreunde mehrte sich
nun von Jahr zu Jahr und mit ihnen auch
die Zahl der Künstler, die auf diesem Gebiete
189 1
wurde von dem leider zu frúh verstorbenen
ihre Tätigkeit entfalteten. Im Jahre
Friedrich Warnecke in Berlin ein Exlibris-
Verein gegründet, der eine eigene, reich
illustrierte Zeitschrift herausgibt und mit ihr
cewissermassen die Zentrale der deutschen
oO
Exlibriswelt bildet.
Der Berliner Gesellschaft
*) Heinrich Lempertz hatte ebenso bereits 1839 in
seinen ,,Beitrigen zur älteren Geschichte der Buchdruck- und
Holzschneidekunst‘‘ die verwandten Zwecken dienenden Buch-
druckersignete, die ebenfalls ein Objekt des Sammelsportes
bilden, an das Tageslicht gezogen.
folgten bald die Schweizer Exlibrissammler,
und im Jahre 1903 wurde auch in Wien eine
„Österreichische Exlibris-Gesellschaft“ ins Leben
gerufen, an deren Spitze Hofrat M. M. v.
Weittenhiller steht, ein feinsinniger Kenner
und Sammler auf diesem Gebiete der graphischen
Künste. Auch diese Gesellschaft gibt gleich
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Kunsttátigkeit und Liebhaberei zum Vorteile
beider.
Sammler auf deutschem Boden
Einer der gróssten und bekanntesten
ist derzeit
Grafzu Leiningen-Westerburg (München),
der bereits über 37000 alte und neue Exlibris
zusammengetragen hat. Graf Leiningen und
F. Warnecke haben sich um diesen Zweig der
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deın ‚Berliner Vereine ein eigenes Jahrbuch
für ihre Mitglieder heraus und ist eifrig bestrebt,
das auf österreichischem Boden noch etwas
schwache Interesse für Bibliothekzeichen zu
verstärken.
Die verschiedenen Reproduktionsverfahren,
unter-
welche die Neuzeit geschaflen hat,
stützen natürlich sehr wesentlich diese moderne
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eraphischen Kúnste viele Verdienste erworben.
Warnecke gab im Jahre 1890 ein Werk „Die
deutschen Bücherzeichen von ihrem Ursprunge
bis zur Gegenwart“ heraus, dem bald eine
Reihe von Publikationen folgte, so dass man
heute schon von einer eigenen, ziemlich reich-
haltigen Exlibris - Litteratur sprechen kann.
Auch in anderen Ländern, so namentlich in
England und Frankreich, in Italien, Holland,
Schweden und auch in Amerika ist man auf
diesem Sammelgebiete äusserst regsam, und der
Tauschverkehr die
ganze Erde.
Ein Exlibris,
kommen entsprechen soll, muss den Namen
der Sammler umspannt
das seinem Zwecke voll-
des Besitzers des Buches enthalten (vielleicht
auch noch Ort und Buchnummer), weil es
sonst gar nicht imstande wäre, seine Haupt-
aufgabe, die Sicherung des Besitzes, zu erfüllen.
Ein Wappenbild oder sonst ein Emblem
allein kann einer solchen Aufgabe wie leicht
begreiflich, nie ganz gerecht werden, weil
man namentlich heutzutage auf dem Gebiete
des Wappenwesens nicht mehr so zu Hause
ist, wie in alten Zeiten. Im XIV. und XV.
Jahrhundert hätte vielleicht das Wappenbild
allein genügt, um den Buchbesitzer kenntlich
wo die Zahl der
Wappen schon in’s Unendliche geht, wäre eine
zu machen, heute aber,
Bestimmung der Person nur nach dem Wappen
durchführbar,
man endlich nach langen Mühen die Familie
kaum mehr und selbst wenn
gefunden, wäre damit noch sehr wenig ge-
wonnen, weil ja die Mitglieder einer Familie
alle das gleiche Wappen führen, das Wappen
nur das Geschlecht, nicht aber die einzelne
Person festzustellen vermag. Das Exlibris ist
gleich dem Siegel ein bildliches Zuweisungs-
zeichen und muss wie dieses, um vollkommen
zu sein, den vollen Namen des Besitzers
ausweisen; alles übrige ist Nebensache, De-
koration.
geradezu überbieten, um der Aussenwelt soviel
als nur möglich unverständlich zu bleiben.
Blättert man in einer Sammlung moderner
Exlibris längere Zeit, so wird einem ganz wirr
im Kopfe von all dem Rätselhaften, das da
in guter und auch schlechter Manier vor-
getragen wird. Künstlerisch gut gezeichnete
Blätter mit — sagen wir halbwegs vernünftigem
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Bild 2.
Exlibris des Prälaten Bernhard Det), Probst von Klosterneuburg.
Inhalt — bilden selten die Mehrzahl. Das
meiste — und wir haben doch schon so
manche Exlibrissammlung gesehen — gehört
Dass speziell das Wappenbild auf diesem `
Gebiete eine grosse Rolle spielt, ist erklärlich, |
weil es an und für sich schon von Natur
aus ein Zugehörigkeitszeichen ist und eine
grosse dekorative Wirkung bietet. Ausser
dem Wappen findet sich auch die Allegorie,
das symbolische Emblem, sehr häufig in den Ex-
librisblättern vor, namentlich in unseren Tagen,
wo sich die Künstler der „modernen Richtung“
zur Gruppe der Papierkorb- und Ofenloch-
kandidaten.
Schund und was für missverstandenes Zeug
Es ist ganz unglaublich, welcher
da mitunter zutage gefördert wird.
Manche Exlibriskúnstler zeigen eine be-
sondere Vorliebe für das Nackte und bringen
sie Gott
geschaffen hat, zur Darstellung, zumeist bloss
Männlein und Weiblein, so wie
Aktstudien ohne Bezug auf die Bücherei und
deren Eigentümer. Würden die betreffenden
Blätter die „Exlibris“
tragen, käme keine Menschenseele darauf, wozu
nicht Bezeichnung
sollen.
die Bildchen eigentlich dienen
Unserer, vielleicht veralteten Ansicht nach soll
dies bei einem Bibliothekzeichen stets bemerk-
bar gemacht werden, dass es als Besitzzeichen
Bild 3.
Exlibris Philipp Strasser (Salisburgensia).
zu gelten hat. Aktstudien, Tierfiguren, Land-
schaften, Seestücke und dergleichen haben
doch sicherlich mit der Bücherei nichts zu
schaffen, und sind, allein angewandt für den
Zweck, den sie dienen sollen, zu ınhaltlos,
mit einem Wort — nicht „redend“ genug.
Um
Ansicht zu illustrieren, wie wir uns ein Exlibris
zu zeigen, gewissermassen unsere
seinem Inhalte nach aufgebaut denken, er-
16
—Bibliothekzeichen
lauben wir uns einige Beispiele von im
Gebrauche stehenden Bibliothekzeichen vor-
zuführen und danken gleichzeitig den be-
treffenden Besitzern für die liebenswürdige
Bereitwilligkeit, mit der sie uns die Klischees
zum Abdrucke überlassen haben.
Bild 7 Bibliothekzeichen des
Prämonstratenser-Chorherrenstiftes
ist das
Geras in Niederösterreich, gegründet von
Ulrich von Pernegg zwischen 1152 bis
1159. Das im Jahre 1895 gezeichnete Ex-
libris zeigt in der Mitte das vom römischen
Könige Ferdinand I. de dato Wien, am 22,
Juni 1542 verliehene Wappen, einen von Grün
und Rot geschachten Schild, umzogen von
der Legende: EX - LIBRIS - BIBLIOTH -
MONASTERII + GERVSENSIS +. Das
Wappenbild ruht auf einem, im Bezuge auf
das Hauptwappen der Prämonstratenser mit
französischen Lilien gemustertem Grunde.
rechten Eck erscheint das
Abtes Michael Wallner
(1713 — 1729), der sich grosse Verdienste um
die Bibliothek des Stiftes erworben hatte. Das
Wappen zeigt im roten Felde einen grünen
(Tinkturen des Stiftwappens),
beseitet von je einem silbernem Kreuze. Der
Balken ist mit drei silbernen sechsstrahligen
Sternen belegt. Im linken Eck ist das Wappen
des Abtes Ignaz Hörstelhofer (1797 —
1813) angebracht, der 1805 den schönen
Bibliotheksaal
schmücken liess.
Im oberen
Wappen des
Schrägbalken
erbaute und mit Fresken
Sein Wappen zeigt im blauen
Felde eine aufwärts fliegende weisse Taube
mit einem Blumenzweige im Schnabel.*)
Bild 2 bringt das im Jahre 1003 gezeichnete
Propstes
des jetzigen
des regulierten lateranensischen
Chorherreñstiftes Klosterneuburg
bei Wien, Bernhard Peitl, zur Anschau-
ung. Im spitzovalen Mittelfeld erscheint das
*) H. G. Ströhl, Die Wappen der Abte der Prámon-
stratenser-Stifte Geras und Pernegy, Wien, 1895.
Wappen des Stiftes mit dem persönlichen
Wappen des Herrn Prälaten zusammengestellt.
Das Wappen des Stiftes Klosterneuburg (ge-
gründet um 1107 vom Markgrafen Leopold
dem Heiligen) zeigt in Rot eine silberne
Sturzkrücke, welches Wappenbild zum ersten
Male in einem Rückensiegel des Propstes
Georg I. Muestinger (1418—1442)
erscheint. Das Pfaufedern besteckte
Helmkleinod ist erst viel später nachzuweisen
mit
und tritt zum ersten Male 1640 unter dem
Propste Bernhard Waiz (von Waiz), 1630 —
1643,
Wappen nimmt Bezug auf die erste Tätigkeit
im Wappen auf. Das persönliche
des Propstes im Stifte, der in seiner Jugend
Chorknabe im Stifte Der
goldenen Lyra im blauen Felde entspricht
gewesen war.
der von Gold und Blau quergeteilte Flug auf
dem Helme. Die Legende lautet: EX -
LIBRIS - BERNHARDI - PRAEPOSITI
CLAVSTRO N(eo)B(urg). In den vier Ecken
erscheint je eine Blüte der Holunderstrauches,
im Bezuge auf die Gründungslegende des
Stiftes, nach welcher das Stift an jener Stelle
erbaut wurde, wo man auf einem Holunder-
strauche den vom Wind entführten Schleier
der Markgräfin Agnes, Gemahlin Leopold des
Heiligen, wiederfand.
Bild 3 ist das für Herrn Philipp Strasser
in Salzburg 1900 entworfene Exlibris für
dessen Büchersammlung von Salisburgensien,
Das im spätgotischen Stile gehaltene Bibliothek-
zeichen giebt in der Mitte unter den Wappen-
schilden des Landes und der Stadt Salzburg
einen Ausblick auf die malerisch gelegene
alte Festung „Hohensalzburg,“ die 1077 von
dem Erzbischof Gebhard angelegt. 1495
von Leonhard von Keutschach erweitert
und von Paris Lodron und Max Gandolph
in ihrer jetzigen Gestalt hergestellt wurde.
Im unteren Schilde erscheinen die schwarzen
Schlüssel der Benediktinerabtei St. Peter
Salzburg über einer Salzkufe. Die aufgestellten
in
"wird.
Bücher stehen im Bezuge zur Bibliothek, dem
das Bildchen als Exlibris dienen soll.
Bild a, ein Exlibris, das ebenfalls Herrn
Philipp Strasser in Salzburg zugehört. enthält
eine etwas eigentümliche Komposition, die erst
durch den Inhalt der Bücher,
vorliegende Exlibris bestimmt war, verständlich
für die das
Der Eigentümer des Bibliothekzeichens
Bild 4.
Exlibris Philipp Strasser (Krönungsberichte).
sammelt nämlich bei gewissen weltgeschicht-
lichen oder sonstigen bedeutungsvollen Er-
eignissen die darüber erscheinenden Press-
produkte aus allen Weltteilen. So besitzt er
vom Todestage des Fürsten Otto Bismarck,
dem 31. Juli 1898, eine bedeutende Sammlung
von deutschen, österreichischen und aus-
ländischen Zeitungen aller Parteirichtungen
und Religionen, im ganzen 913 Stück, ferner
aus Österreich-Ungarn eine komplette Samm-
lung von Zeitungsnummern zum 50Ojáhrigen
Regierungs-Jubiläium Kaiser Franz Josefs und
bei Gelegenheit der Ermordung der Kaiserin
Elisabeth von Österreich.
18
während unten das mit der englischen Königs-
krone geschmückte Monogramm Eduard VII.
auf den Büchern ruht, die wieder an den
Stütze finden.
Neben der Tudorrose finden wir die Distel von
königlichen ‚„Badges“ ihre
Schottland und das Kleeblatt von Irland, sowie
TEORTAI
MEAING
RZAGE
—
NY a
= de
LI
Bild s.
Die im Jahre 1902 erfolgte Krönung König | das Ahornblatt von Kanada und das nicht
Eduard VII. von Grossbritannien und Irland
gab Veranlassung zur Entstehung einer eigenen
Sammlung von Zeitschriften, die, in Buchform
gebunden, mit dem vorliegenden Exlibris ver-
sehen wurden. Die im Hause des Sammlers
zusammenströmenden Berichte aus allen Welt-
teilen finden im oberen Teile des Bibliothek-
zeichens ihre
symbolisierende Darstellung,
offizielle Bagde von Indien, die Lotusblüte.*)
Wie man aus diesen paar Bildchen er-
sehen kann, lässt sich gar vieles innerhalb
einiger Quadratzentimeter zum Ausdrucke
bringen, und zwar so, dass es sowohl an den
*) H. G. Ströhl, Beiträge zur Geschichte der Badges.
Jahrbuch der k. k. Heraldischen Gesellschaft ‚‚Adler.‘‘ Wien,
1902.
Zweck der Sache wie an den Besitzer des
Zeichens erinnert, und dass ein halbwegs
gesunder Menschenverstand ohne besondere
Anstrengung und langes Kopfzerbrechen damit
zurechtkommen kann.
Den Beispielen
Meisters Ströhls füge ich hier drei weitere
Exlibris in Abbildung bei, um unsere Leser
vorstehend gegebenen
noch mehr mit diesem hervorragenden He-
raldiker und Verfasser verschiedener Wappen-
bücher bekannt zu machen. U. A.
von ihm die zuverlässigen Werke, „Deutsche
Wappenrolle* und ,,Heraidischer Atlas“ (Jul.
Hoffmann, Stuttgart) her, die eine Fülle von
künstlerisch gezeichnetem, historisch hoch-
interessantem, heraldischem Material enthalten.
rühren
Ströhl publizierte, als Erster, auch viel
Interessantes
Wappen.
und Neues über japanische
Das hier (S. 18) abgedruckte Exlibris des
Herrn Hubert Grafen de la Fontaine
et Harnoncourt- Unverzagt, zu Baden,
N.-Ö., siehe Bild 5, zeigt im Vierpass das alte
Wappen dieses französisch -luxemburgischen
Geschlechts, in Gold zwischen zwei gekreuzten
blauen Pilgerstäben eine rote Jakobsmuschel.
Interessant ist das Zimier des Wappens, ein
auf der Schulterteilung des Helms fussender
Löwe, eine Formation, die man z. B. auch
beim Zimier der Freiherren von Münsterol
(Montreux le chäteau) vorfindet. Legende:
„Hubertus Comes de la Fontaine et Har-
noncourt-Unverzagt.“ Das Wappen ist ohne
Benutzung von Contourstriclren mit der Feder
gezeichnet.
Bild 6 und 7 zeigen die, leider noch nicht
benützten und auch bisher noch nicht ver-
öffentlichten beiden Exlibris des Herrn Dr.
Camillo List, Kustos am k. und k. kunst-
historischen Hofmuseum zu Wien.
19
Bild 6 bringt Gegenstände aus den Spezial-
fächern
und Waffen, in einer Gruppe vereinigt zur
seines Besitzers, Edelmetallarbeiten
Darstellung. Legende: „Exlibris Dr. Camillo
List“
Bild 7 enthält eine nackte weibliche Figur,
die Schönheit, ein Goldgefáss in der Hand
und den Künstlerschild zur Seite, auf Büchern.
Legende: Die Gleiche wie bei 6.
Leider wurden diese 2 Bibliothekzeichen
bei der Ätzung in Zink derartig stark ver-
kleinert — 1/, der Naturgrósse, — dass nur
bei einem sehr sorgfältigen Drucke die einzelnen
Details sichtbar werden. Dieser Missgriff in
der Verkleinerung ist auch der Hauptgrund
gewesen, dass die beiden Klischees nicht zur |
Drucklegung als wirkliche Exlibris
kamen. |
Am meisten hat das Stilleben-Blatt (6), das |
seiner hübschen Gruppierung und feinen
zeichnerischen Ausführung wegen sehr an- `
sprechend ist, unter dieser zu starken Redu-
zierung an Deutlichkeit verloren.
K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. |
Neue Exlibris.
(Quartalsbericht; einschliesslich Februar 1906).
Mein Quartalszugang an deutschen, óster-
reichischen und schweizer Exlibris, ohne son-
stiges Ausland: 753 Stück. Gesammtzahl meiner
März 1906: 37045
Wegen Raummangels kann ich bei
Exlibrissammlung: I.
Stück.
Weitem nicht alle Neuheiten hier aufführen.
I. Von bereits bewährten Exlibris-
Künstlern:
Deutsches Reich: Bruno Héroux,
Leipzig*): a) Jorge Monsalvatje, b) abgeándert
in Monsalvatje; hervorragende Ra-
Joseph
derung, a) in Grün und Braundruck, b) in |
Braundruck; oben Burg Monsalwatsch (Grals-
burg), unten die Verführerinnen im Garten
des Klingsor, c) Eigenes neues Exlibris; kau-
Bilder besehend;
die ungewöhnliche Stellung zeigt hier den
erndes nacktes Mädchen,
Meister im richtigen Anordnen der Glieder.
Das Exlibris G. W. Sorgenfrey (s. Exlibris-
Zeitschrift XV. 4. S. 150)
verkleinert in Kupferätzung erschienen.
ist nun auch
Hanns Bastanier, Berlin**), der talent-
volle Bildhauer und Radierer, schuf 4 neue
a) Exlibris Dr.
Waehmer, dessen Grundgedanke der ist, dass
Exlibrisradierungen: Frau
die Rosen, die Blüten der Kunst (haupt-
sächlich Gotik) durch die Frau in dıe Häus-
*) Johannisallee ır (tauscht nicht; wenige
käuflich von ihm zu beziehen).
Exemplare |
**) Alt-Moabit 14; giebt nur wenige Exemplare des Exlibris
l
= Mk.
Hoffmeister (siehe c.) zu s, signirt zu 7
lichkeit (Spinnrad) übertragen werden; unten
Elısabeth (Anspielung auf den
Vornamen) mit Hallenser Türmen (Heimat);
Blatt
bei dem es dem Künstler
die heilige
gut erdachtes, gut gezeichnetes von
feiner Radierung,
v. Fidus. .
‚ trefflich gelang, den Reiz des Gegensatzes
zwischen dem alten dunklen Holz und dem
weichen, fleischigen Körper herauszubringen;
| b) „Franziska“ *), ein hochgelungenes Damen-
Exlibris von feinster Ausführung, geschicktem
Aufbau und stimmungsvoller Wirkung: Stein-
* Die Besitzerin will unbekannt bleiben; Exemplare zu
o Mk. (signiert 8 Mk.) von Herrn H. Bastanier. Berlin N.W.,
Alt-Moabit 14, 11 zu beziehen.
bank mit Vogel vor zwei Pappeln, vorn Rosen,
— das Ideal der Besitzerin ist Ruhe in der
schönen Natur bei Vogelsang und Rosenduft,
was sinnig und ohne jede Überfüllung aus-
gedrückt ist; Umrahmung aus Tuja und Flox;
c) Fritz Hoffmeister (s. Tauschverkehr) Braun-
und Gründruck; im Hintergrund als Bild aus
dem alten Hellas die leicht
Acropolis-Silhouette, darüber ein im Morgen-
angedeutete
himmel von der Sonne von unten bestrahlter,
mächtiger Zeuskopf; zwischen kleinen
Rosenstauden
Mottos: „Dem Reinen ist Alles rein“ nackter
vorn
als Versinnbildlichung des
Jüngling zu Füssen eines nackten Weibes auf
Steinpostament; der Jüngling will der Schön-
heit mit gepflückten Rosen huldigen; ein
edles Blatt mit trefflichen Beleuchtungseffekten
bezüglich Licht und Schatten. d) Mein eigenes
Exlibris gütige Widmung des Exlibris-
Vereins (s. Exlibris-Zeitschrift XV. 4.
S. 195 und XVI. 1. S. 3.), das (vielleicht?) in der
nächsten Nummer besprochen und abgebildet
werden soll.
Alois Kolb- Magdeburg: a) Exlibris Elisa-
beth Leuschner, Franz Schubert, Kopf zwischen
einer Geigerin und einer Singenden, hinten das
Meer; eine hervorragende Radierung; b) Ex-
librisradierung Walther Deneke, nackter Mann,
von bester Zeichnung, mit weiblichem Fi-
gürchen
Magdeburger Siegel
dem das
Auch in
Autotypie mit Tonplatte ausgeführt. Das
Exlibris Dr. M. Toeply ist inzwischen auch
in Lichtdruck, verkleinert, reproduziert worden.
auf einem Buch, aus
herabhängt.
Otto Dinger-Berlin*), eigenes Porträt-
Exlibris; eine ganz vorzügliche Radierung, die
den Künstler als ebenso guten Portritisten
wie Techniker zeigt.
Otto Protzen-Berlin: Exlibrisradierung
Thea Wolf, ausgezeichnetes, feinempfundenes
*) Liitzowstr. 82; tauscht keinenfalls! Giebt seine Exlibris-
radierung, Künstlerdruck, zu 10 Mk. ab.
21
Landschäftchen mit
Pappeln und Seeufer; Blumen unten als Um-
und stimmungsvolles
rahmung.
Heinrich Vogeler-Worpswede: 2 Ex-
Schütte (s. Tausch-
verkehr) — besonders zierlich — und Lieb-
librisradierungen Toni
traut Elfeldt (mit etwas zu grossem Wappen),
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ADOLF ERNST
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v O. Ubbelohde.
ı Klischeedruck auf Seide Hermann Gocht
und 1 Probe-Exlibris Wilhelma Schliemann für
die Breitkopfsche Fraktur der Rudhardschen
Giesserei in Offenbach a. M.
Fidus-(Höppener) Berlin: 2 Exlibris Siegbert
Cohn, das hier (S. 20) abgebildet ist (s. Tausch-
verkehr), und Hugo Bruckhaus-Duisburg.
Ludwig Kühn, Professor, Nürnberg:
gute Radierung mit Porträt des Besitzers und
Io Kinderchen.
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v. C. Schwalbach.
August Stoehr, Architekt, Würzburg:
Neue Exlibrisradierung Moritz von Weitten-
Ritter mit Schwert an Steinbank; hier (S. 21)
abgedruckt.
hiller, harfenspielender Mann, zwischen blumen- : Ferner: München: Arpad Schmidt-
umwundenen Säulen, ein klassisch-gutes Blatt. | hammer (s. Jugend!“): ı hübsches Exlibris
|
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v. C. Schwalbach.
Otto Ubbelohde- Gossfelden: Edel-
schönes, einfach gehaltenes Exlibris Adolf
Ettlinger (s. Tauschverkehr) mit Flötenspieler
und Zicklein. WilliEhringhausen: 8 gute,
Ernst, Jurist und Musikfreund (Tausch aus- | davon eines für einen Königlichen Prinzen
(Wappen). Mathilde Ade: 5, davon 3 hu-
geschlossen!); Mädchen mit Laute und junger
moristisch, 2 Steindrucke mit Golddruck ; bei
dem unseres neuen Mitglieds Herrn Percy
Hipwell (redend, mit Hip = Hagebutte) ver-
wandte die geschickte Künstlerin ihren Namen
„M. Ade“ zu dem einst der Abwehr bestimmt
gewesenen, heute so ehrenvollen und rühm-
lichen „Made in Germany.“ Carl Schwal-
bach*), Carl Marr-Schüler: 4, die ich hier | Guggenbichlerf2)
Exlibris zeichneten: Bernhard Halbreiter,
Otto Blúmel, Rudolf Sieck, Friedericke
von Koch, Maximilian Dasio (Radierung
W. Zeckendorf) Walter Caspari, Hedwig
von Rex, Ludwig Hohlwein, R. E. von
Max Unold, Hans
(2)
Fúr die súddeutsche
Hoerschelmann,
Zarth, Eat Uhlrıch Hermann
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v. C. Schwalbach.
(S. 22— 24) abbilde, da der Künstler ein eigen-
artiges Talent offenbart, das nicht zu den ge-
wöhnlichen zählt; in Schrift und Wesen erinnert
zwar das Henschelsche etwas an Willi Geiger,
die anderen aber zeigen eigene Ideen und
eine Begabung, die, wenn noch ferner aus-
gebildet, Gutes erwarten lässt. E. Lise Popp:
Ritleng
3 Steinzeichnungen. Georges
(Elsässer): 3 originelle Exlibris. Je ein neues
*, München,
3 andere zu je 60 Pig. käuflich.
Neureuterstrasse 23, ı| eigenes im Tausch;
Techniker-Zeitung und für den bayrischen
Techniker-Verband*) schuf Jakob Wein-
heimer-München zwei gute Exlibris, die
hier (S. 25) abgebildet sind, von denen das
runde auch als Verlagszeichen benützt wird; das
*) Der B. T. V. ist seit 1. 1. 06 eine Bezirksverwaltung des
D. T. V. (Sitz Berlin). Sein Organ ist eingegangen und durch
die Deutsche Techniker-Zeitung ersetzt worden. Das kleine
(Klischee-) Fahnenträgerblatt (Postkarte) wird zu 10 Die. nebst
Postvergütung verkauft; die Radierung zu 30 Pfg. vom: ,,Bay-
rischen Techniker-Verband, e. V.‘‘, München, Arnulfstr. 26,
Contorhaus.
grössere mit dem Fahnenträger ist Radierung
und hier verkleinert abgedruckt vom Klischee,
das auch auf Postkarten Verwendung findet.
Willi Geiger, Múnchen, derzeit in Rom,
Stuckschüler, zeichnete u. A. die 2 hier (S. 26 u.
27) wiedergegebenen Exlibris Ernst und Walther
Zimmermann (siehe Tauschverkehr); die Bilder-
Kisten auf dem Exlibris des Letzteren weisen
auf den Kunsthändler hin. Das von Ernst
Zimmermann erklärt sich etwa folgender-
massen: Ein komisches Intermezzo: An den
siegesbewusst dahinziehenden grotesken Humor-
v. J. Weinheimer.
bringer angebunden, zieht die „Kunst“ fröhlich
ihres Wegs; den beiden auf den Fersen
folgend, kommt die hämische „Kritik“ ge-
laufen. Durch heftige, beissende Federstiche
fügt sie der Kunst und ihrem Beschützer
Schmerz zu. Von Willi Geiger ist ein II. Band
seiner zahlreichen Exlibris in Vorbereitung.
Berlin: Paul Voigt: ı sehr sym-
pathisches, alt gehaltenes Exlibris in gotischem
Stile für einen Danziger Rheder mit Schiff
Bücherschrank und Danziger Wappen. Pro-
fessor Emil Doepler d J.: 2; ı bild-
hübsches mit sitzender, lesender Dame für
„Elli“ (Hirsch) und 1 mit Klavier für Hedwig
Kirsch. -— Von Doepler-Schülern: Elisabeth
Weinberger 3, Käthe Wolff 5, Dora
25 =
Gustav 2, Elsa Gerstung 4, Frieda
Opdenkotf 2, L. Reiner: Ese von
Oettingen; Dorothea. Stein; Ella
Ritter, Ac Krause je ik Georg Otto;
12, davon 8 heraldische von bestem Wappen-
Gustav Holstein 3; Otto
Vittali 1; Georg Wagner, dessen land-
stil, —
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v. J. Weinheimer.
schaftliches Exlibris Oskar Heinrich hier (S. 27)
abgedruckt ist. Ephraim Mose Lilien: 3.
Felix Willmann, Lilienschüler: Sein gut-
gezeichnetes Exlibris Gessert (s. Tauschverkehr
unter Willmann) hier (S. 28) wiedergegeben; die
in der Umrahmung sichtbaren Buchstaben sind
solche, wie sie der Drucker und Setzer gebraucht.
PaulTelemann: 1 vornehn-einfaches Exlibris
Paul Wallich in Gold und Schwarz, die 3
Künstlerschilde in Lorbeer und Rosen. Gustav
Stotz 2, Martin Thieleund A. Rauche-
negger je 1. — Georg Barloesius-
Charlottenburg: 1 neues, sowohl in Schwarz-,.
als auch in Blaudruck fúr den Hoftheater-
Intendanten Paul von Ebart mit den Theater-
26
von denen das húbsche Blatt des Hauses Wesen-
heim hier (S. 29) abgebildet ist; es zeigt den
Blick vom ehemaligen Besitz des Fräuleins von
Holstein + 1904, vom nunmehrigen Wittingschen
Eigentum bei Berchtesgaden mit Ansicht des
Untersbergs. EdmundSchaefer: 11 (davon
- _ e -
RAIMA TI SMM MINN.
gebäuden zu Koburg und Gotha nebst
Familienwappen in bester Stilisierung (ab-
Y. W.
gebildet in meinem Artikel ,,Exlibris von
Bühnenangehörigen“ in der Zeitschrift für
Bücherfreunde, März-No. IX. 12). Steg-
litzer Werkstatt-Steglitz — für künst-
lerische Drucksachen sehr empfehlenswert;
geleitet von Gustav Möckel: 6.
Dresden: Walther Witting, 2 rezende `
Geiger.
|
|
|
2 Holzschnitte) durchweg sehr gute; 2 davon
siehe hier (S. 29) die Abbildungen Frischen
und Schaller, einfache aber sehr ansprechende
Exlibris. |
Ferner schufen Exlibris: Professor Ludwig
Keller
wähnenswerte Exlibris dieser No.); Professor
(siehe auch unter „Besonders er-
UN)
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v. W. Geiger.
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BRETT: A UNE Gëf.
¿xlbris Oskar Jin
v. G. Wagner.
Eduard von Gebhardt- Düsseldorf; Georg
Poppe-Karlsruhe 2; C. Wagner-Leipzig
und Walther Tiemann- Leipzig (s. Tausch-
verkehr unter Poeschel) je 2, Charlotte
ar
d, ei
Y -Gelibri
2; Marie Ressel-Rothenburg o. T.* 3
Radierungen, 1 Holzschnitt; Hans Wilder-
Graf
Holzschnitt ;
mann-Kalk-Köln 2; Georgio
Buonaccorsi-Nürnberg 1
ZUM
v. F, Willmann.
G ether- Leipzig; Karl E eg - Bremen 1; Anna
Feldhusen 3; Ivo Puhonn y - Baden-
Baden 1; Franz Buschmeyer- Erfurt,
dessen Exlibris für mich ich hier (S. 30) ab-
bilde; Frau Mary Anne von der Medem-
Frankfurt a. M. 3; Klemens Kissel- Mainz
Ra-
dierung; Professor August Offterdinger-
Adolf Schinnerer-Tennenlohe Iı
*) Tauscht nicht; Einzelblätter: 1 zu 1,20 Mk., 2 zu
1 Mk., 1 zu 75 Pfg., 1 zu 70 Pfg. Die Exlibris sind für
Märchenbücher gedacht, jedoch noch namenlos. Die gut
radierten Blätter enthalten die Motive: Lesendes Mädchen
unter dem Vogel Phantasus; Kinder vor Bilderbuch, Rabe;
Kind, Glockenblumen. Buch; 2 Märchenvögel: Märchenburg,
Hanau, dessen sehr gefállig gezeichnetes Ex-
libris der Frau Emma Zimmermann, einer
Goetheverehrerin (tauscht nicht!), mit Goethes
Gartenhaus im Weimarer Park, hier S. 30 zu
sehen ist. Leo Schnug-Strassburg 2, Josef
Sattler-Strassburg 1; Ludwig Ortlieb-
Kaufbeuren 2 sehr hübsche; Erich Heermann
(Breslau)-Kramsach in Tirol 2, die ich hier (S. 3 ı
und 32) abdrucke; das Robert Heermannsche
weist auf den Ingenieur hin; beide Blätter
IBLIOTHEK DES HAVSES WESENHEIM”*
OBERSALZBERG ®*' BERCHTESGADEN.
8
v. W. Witting.
bei dem
mit dem Wickinger-Schiff wáre wohl der da-
beweisen zeichnerisches Können;
mals noch nicht existierende Künstlerschild
besser weggeblieben. Zwei zur Verfügung
gestellte gute Exlibris von der Hand unsres
allbeliebten Exlibriskünstlers Bernhard Wenig
Alois Mitterwieser
(1903) und Friedrich Koenig (dieses redend
1905) seien hier (S. 33) ebenfalls abgedruckt;
das erstere deutet auf den Archivar und dessen
Heimat hin (beide Exlibris s. Tauschverkehr).
Vorwiegend heraldische Exlibris entstanden
Künstlern Gustav Adolf Closs-
Stuttgart 3, Emil Doepler d. J.-Berlin 1,
Adolf M. Hildebrandt-Berlin 6, Georg
Otto- Berlin 8, Oskar Roick-Berlin 1,
Lorenz M. Rheude- Papiermihle Roda o
Clemens Kissel- Mainz 1.
Wien: Alfred Coss-
mann schuf zu seinen anderen Exlibris mit
(-Berchtesgaden)-Hanau:
von den
Österreich:
29
Musikgrössen eine neue Exlibrisradierung Karl
Andorfer, oben Schuberts Porträt unter einer
seiner schönsten Liedermelodien aus dem
Cyklus „die schöne Müllerin“; vor dem Bild
v. E. Schäfer,
frische Blumen, die Schubert so sehr liebte,
Handschriftfaksimile von ihm; unten
zwischen St. Peterskirche und Stefansdom das
mit
[ Martha o
odaller-
ZU: EIGEN:
v. E. Schäfer.
kleine Porträt Schwinds, des intimen Jugend-
freundes Schuberts*) ; ein ungemein feines Blatt
*) Nur mehr wenige Exemplare dieses Exlibris vom Künstler
Alfred Cossmann, Wien XIX. 2, Armbrustweg ı3, zu je
10 Kronen erhältlich.
von bester Anordnung, Zeichnung und Ra-
Ludwig Michalek: Exlibris-
Radierung für den Chemiker Dr. von Sonnen-
dierung.
v. F. Buschmeyer.
thal. Alexander Rothaug: 2 neue poëtisch-
edle. August Gross: 2. Max Reinitz
(-Wien)- Ofen-Pest (Schüler von Franz und
Ludwig Herterich)*); vortreffliche Stein-
zeichnung mit dem Florentiner Wappen-
Löwen mit Lilie und dem dortigen Stadthaus,
dem Bargello.
Eine graziöse, feine Radierung für den
deutschböhmischen Graphiker Konrad Willner,
v. Prof. A. Offterdinger.
(giebt nicht) lieferte Fernand Schultz-Wettel
in Berlin.
Von Georg Jilovsky-Prag, der schon
5 flottgezeichnete Exlibrıs schuf, bilde ich hier
(S. 34) dessen humoristisches Exlibris (imOriginal-
Exlibris mit Farben) Emmy Federer ab, das
*) Tauscht nicht; sein Exlibris — wenige Exemplare —
nur gegen Besseres von L. Graf, München 23, Herzogs-
strasse 1 II. erbáltlicb.
sein Können zeigt. Gustav Croy, Ingenieur-
Prag: 2, von dem ich sein Exlibris Heinrich
Veit (s. Tauschverkehr unter Schmidt-Schroeter)
hier (S. 35) abdrucke.
Blatt bringt die besondere Schwärmerei des
genannten Hamburger Lehrers für die nord-
Das gut gezeichnete
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E.HCERMANN.
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radierung Dr. Horaz Krasnopolski (s. Tausch-
verkehr). Ernst Fluss- Prag: 3.
Ungarn: Tibor von Bottlik- Feher-
vy, Dten-Pest: Ernst Barta s
Calman Y. H. de Rozsnyay 8; L von
templom:
Tatras:; Paul Taror 2; Cal Esanyi 3%
1414)
IAM:
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v. E. Heermann.
deutsche Haidelandschaft treffend zum Aus-
druck.
Von der Exlibrisradierung Oskar Siegl von
der Be-
sitzer*) ein Klischee anfertigen, das hier (S. 36)
abgedruckt ist (vgl. Exlibris-Zeitschrift XV. 3
S. 115). Emil Orlik (-Prag)-Berlin: Exlibris-
Richard Teschner - Prag liess
*) Oskar Siegl, Leitmeritz, Lippertg. 9, Bihmen, tauscht
die Radierung wie den Klischeedruck gegen Entsprechendes.
Geza Fekete; Arthur Lakatos, Exlibris
Görgy Singer, Rosenumrahmung mit einem
Nachtrag zu den 10 Geboten: „und begehre
nicht deines Nächsten Buch“ (in ungarischer
Sprache); Sandor Nagy. Ein humoristisches,
Exlibris
Dichter Dr. Jenó Kovacs zeichnete Mathilde
sehr nettes für den ungarischen
Ade- München, in Schwarz- mit Golddruck;
Kovacs, zu deutsch Schmied, beschlägt einen
Pegasus mit goldenen Hufeisen; Amor hält
den Zügel; hinten Tempel auf Berg.
Schweiz: Emil Anner- Brugg: Äusserst
feine Exlibrisradierung E. Thurnheer-Rohn,
redend Thurm (Thurn)-Ruine hinter Bäumen.
Jean Kauffmann- Luzern: gute Radierung
32
Dr. E. Moser. ‘Burghard Mangold- Basel
2 sehr gute.**) Emil Gerster- Basel, gut
gezeichnetes Wappenexlibris Ziegler im Pelikan
nach Art alter Wappenglasscheiben.
II. Als Exlibriskünstler sind hinzu-
getreten:
v. E. Heermann.
für den Pfarrer Jost Reinhart, Fensterdurch-
blick auf Stadt, Rudolf
Münger-Bern: Radierung
See und Berge.
ausgezeichnete
J. Treuthardt,*) Wappen in bester Stilisierung,
Bären.
Dammköhler - Schaffhausen:
2
getragen von Berner Philipp
Radierung
*) Bern, Laupenstr. 8, tauscht diese Radierung und sein
Stauffersches Kupferdruck-Exlibris nur gegen Radierungen.
Deutsches Reich: München:
Eduard Grützner:
eine Münchener Offiziersgesellschaft(Münchener
reizendes Exlibris für
Kindl auf einem Fass mit H. B.-Masskrug,
**) Von denen das deı Bibliothek des Basler Kunstvereins
(Mann stempelt ein Buch mit einem mit dem Künstlerwappen
versehenen Stempel) — bei dem Tausch ausgeschlossen ist —
zu ı Mk. vom genannten Verein erhältlich ist.
Buch und Rettichen; alles von Hopfenranken
umgeben; auch als Mitgliedskarte benútzt).
Max Feldbauer (s. „Jugend“; Plakate!),
Exlibris F. Schöllhorn mit grossartig gezeich-
neten schweren Zugpferden. Adolf Thomann
(-Zürich): 2 gute Holzschnitte,*) Mann mit
Ex libris Alois
Tfitterwieser
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v. B. Wenig.
Pferd, bezw. Centaur, Weib, Hund.
Schmidt (-Karlsruhe) 3 noch
sprechende
viel ver-
Holzschnitte und eine
gravierung (alpin).
Ernst Zimmermann (-München) Rom:
12; siehe Sonderartikel dieser Nummer. Gustav
Lehmann (-Braunschweig, — München) —
*) Abzüge zu je 3 Mk. in Krauses Kunstsalon, München,
Gabelsbergerstr.
33
Rom: 2 Exlibris von gewandter Zeichnung.
Berlin: Fernand Schultz- Wettl: zierliche,
feine Radierung Konrad Willner. Professor
Fritz Kallmorgen; 2; einfach aber sehr
gut, eines mit hoher Burg, eines mit Blumen-
vase und Büchern. Anna Lent: 1 klassisch-
schónes. Gerta Schroedter (Enkelin des
Malers Professor Schroedter, dessen 100jáhriger
Geburtstag júngst gefeiert wurde, sowie Nichte
des Malers und Direktors Anton von Werner
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und Professors Lessing), deren Exlibris der Frau
J. Gilmer (ihrer Grossmutter) hier (S. 37) wieder-
gegeben ist; das gutgezeichnete, durch seine
Einzelheiten intime Blatt stellt die Erkernische
auf Schloss Thalheim (alter Gemmingen’scher
Otto - Besitz) dar.
Stein- .
Otto Baurredi, 2 Rus”
derungen (s. Tauschverkehr unter Anton Koch‘
Hasen („Lampe“)
Walter Thamm, Kunstgewerbe-
schüler und Schüler E. Orliks: Holzschnitt,
3 Künstlerschilde mit Monogramm. Professor
Hermann Prell-Dresden: 2. MaxSpendig
Danzig: 2
W.
Radierungen (s.
Jakob
(-Dresden, nun)
Tauschverkehr unter Freyer).
| Happ- Frankfurt a. Main: Ebenso nette wie
. gute Radierung Willy Lampe, mit lesendem
bei
Glasmaler Rudolf Linne-
Studier-Lampe (also
doppelt „redend“).
mann - Frankfurt a. Main, dessen gutgezeich- |
netes Exlibris Leonhard Kalb (s. Tausch-
verkehr) hier (S. 38) abgebildet ist; unten dessen
Landhaus in Ortenberg im Vogelsberg. Denis
Hoffmann, Architekt, Hamburg (s. Tausch-
verkehr): Gute Steinzeichnung in modernem
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PL
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Geschmack. Frau Clara Jost-Rıchter-
und Frl. Meta Weber - Düsseldorf, je |
1 Radierung. Frl. Otty Kaysel- Ludwigs-
lust: mit dem japanischen Zeichen „Glück“
für eine japanische Bibliothek ihres Bruders.
Theodor S ch ü c k - Freiburg i. Br. (Ubbelohde-
Schüler): 2 recht gute Exlibris, davon 1 land- |
yA, =
schaftliche Radierung; das des Dr. B. Rein mit
| Goethes Totenmaske.
Ferner:
Múnchen: Lorenz Stumm 3, Max
Kleditzsch, Emma Kissling 2, Willy
Múller, Carl Arnold (s. Tauschverkehr
Lé
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-JILOVSKY-OS* Ps ie
Jilovsky.
unter Arnold), Franz Seraph Haindl,
Hermann Ebers, Terstegen, Fritz
Behalt 2
| Berlin: J. von Kulas, Erich Wein-
schenk, Architekt Fritz Weissenborn,
| Frl. Toni Meyer, K. Baschkies, Heros
Krause, Fritz d’Hargues, Architekt.
Reinhold Mehl, Baumeister, Gross-Lichter-
35
Freiburg i. Br. Willi Reinelt- Magdeburg.
felde, farbig, Bibliothekraum, umrahmt von | Hans Kappler-Stollberg. Otto Magde-
einem Aufbau von Bichern. A. Fahlberg-
Friedrichshagen. Kate Otto-Steglitz. Carl
Wilhelm Graf Hardenberg-
Dresden 2. Woldemar Leiteritz-Dresden 2.
Frl. Wilhelmine Berger- Halle. Bernhard
Albers - Düsseldorf. Cal Schmidt-
von
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-ex libris:
FEINA ET VEIT
fessel, Glasmaler, Dessau. Willibald Wein-
gartner-Zwickau Wilhelm Schlaeger-
Güstrow. Hans Schroeder- Lüneburg (aus
Schwaan-Mecklenburg) 14, mit zum Teil nieder-
verrät Talent.
sächsischen Landschäftchen;
phil.
Emil Loeschmann - Breslau,
Dr.
NN
ID
a
Y. E. poy.
Helmbrechts-Núrnberg 2 gute, davon
eines, Ernst Nister, mit der Burg in Núrnberg.
Hugo Krauss und Ferry Riegel- Nürnberg
(s. Tauschverkehr unter Hammer). E. Hein-
rich- Pforzheim. Georg Geyer- Wiesbaden
(s. Tauschverkehr unter Hexamer). Karl
Gruber, Architekt, und Otto Roth-
Karlsruhe; letzteres: Stadtsilhouette. Berr-
hard Fech- Würzburg. Friedrich Greiner-
|
naturhistorischer Zeichner der Universität:
2 gute Mediziner-Exlibris u. s. w.
Österreich: Wien: Raphael Kirch-
ner (eben in Paris), der bekannte Wiener
Postkartenzeichner, schuf ein allerliebstes Ex-
libris fúr Georges Goury-Nancy *), der es in
der bekannten Kunstanstalt Dr. E. Albert «
*) rue des Tiercelins 5; Besitzer tauscht nicht, giebt aber
dieses Exlibris za 8 Mk. ab.
Co., Múnchen, in Kupferdruck ausfúhren liess;
das reichlich internationale Blatt zeigt eine
liebliche, schönäugige Mädchengestalt mit Buch
in Landschaft,
rahmung; unten 2 Täubchen.
in feiner Biedermeier - Um-
Moritz Jung.
Holzschnitt. Karl Diemer, RosaSchwarz.
Comm. Theo Ethofer-Salzburg, von dem
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auch reizende Künstlerpostkarten her-
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virtuosin Margot van Leeuwen in Leiden mit
Harfenspielerin und holländischer Windmühlen-
und Wasserlandschaft, b) für Lydia Schmidt-
born-München, Sängerin und Alpinistin, mit
Gletscher und Lyra, c) Fr. Johanna Levin-
stein-Bonn, mit Rheinlandschaft und Lyra;
u Ss. w.
Ungarn: Ofen-Pest: Endre von
v. R. "Teschner.
rühren, 2 Exlibris von guter Zeichnung, von
denen hier (S. 38) ein namenloses abgebildet ist.
Otto von Bolschwing und Professor Hans
Berta Hassack-
Fickert-Wien
Blumen und
Brandstetter- Graz.
Linz, hübsches Exlibris Emil
(s. Tauschverkehr) mit Laute,
Büchern am Fenster, durch das man in die
Berge blick. Konrad Willner- Teplitz 3
sehr gut und ansprechend gezeichnete Musik-
Exlibris, a) für eine holländische Harfen-
| Frecskay, guter Landschafter, Juliette de
Vajda, ValerMende, Ferdinand (Nandor)
Honti, Josef Heim, Robert Nagel, F. O.
Beck, Eder; J. Sebestjen-
Kolozsvar; Cornel Span yik - Pressburg; Jeno
Dórre-Arad; Gaal 2; Jande de Nagy,
Joel Stern; Michaly K em - Ofen - Pest photo-
eraphierte sich ein Atelier-Interieur als Exlibris.
Karl Architekt,
erweist sich als túchtiger Radierer;
Julius
Schweiz: Hover,
Zúrich,
‚von seinen 2 Exlibrisradierungen ist besonders
das Otto Lang sche mit Büchern, Schwert
und altem Turm sehr sympathisch. Frl. M.
Sigg-Zürich und Frl. Marey Schider, je
eine Radierung. Albert Wagen- Basel, Ge-
werbeschullehrer, zeigt sich auf seinen 3 bild-
schönen Photolithographie-Exlibris Dr. Aug. |
Sulger, Heinr. Bendel und Rosy Christ als
|
E. Kupper, Architekt, Basel (vorher Karls-
ruhe 1. B.)
III. Aus Dilettantenkreisen:
München: Frau Fanny Fraas, geb.
Mordtmann; Botho Schmidt 4; Berlin:
Charles Bessler, Rittmeister d. L.; Martin
Faber. Gustav Bardenheuer, Kauf-
mann, der für die Zeitschrift „Niedersachsen“
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G.SCHROESTER,
v. Frl. G. Schroedter.
Zeichner von bestem Kónnen und Geschmack;
Landschaft, Figuren wie Ornament liegen ihm
gleich gut. Johann Jakob Egon Vischer-
Basel 2, Alfred Peter- Basel; Frl. Hedwig
Scherrer-St. Gallen 3; Wilhelm Balmer-
Seiler- Liestal: Heinrich Müller jr; stud,
Basel (Miinchen) 4; Paul Kasser- Bern 4,
u.a. Alfred Thomann - Zürich (-München):
s. oben unter II., Deutsches Reich, Miinchen.
zeichnet: Exlibris mit Dolmen und
Báumen. Quirin Brassart, Major, Spandau,
gut gezeichnete Batteriestube mit Geschiitz,
gutes
Kanonenrohren als Säulen, und Blick auf Köln
und den Rhein. Frau Mathilde Sutter-
Pforzheim 2 (s. Tauschverkehr unter Sutter).
Felix Klipstein-Giessen (s. Tauschverkehr):
Laubach).
Ra-
gewandter Holzschnitt (Haus in
Frl. Sofie Othberg- Eschweiler Aue,
—o
dierung. Adeline Freiin von Buttlar-
Dachau. Felix FreiherrvonBrusselle-
Frau. Dr. Bertha Strauss-
Elsa Freiin von
Hentingsheim.
Worms: 3 Steindrucke.
Falkenstein-Stuttgart. Carl Berkhan,
Stuttgart
Buchhändler, (s. Tauschverkehr):
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v. R. Linnemann.
Robert Meerwarth,
Oberprimaner, Karlsruhe: 2 Holzschnitte.
Karl Keller, Geheimer Hofrat, Karlsruhe 5.
Frau Gertrud Hofmann, geb. Pahl (Schúlerin
des Kunstgewerbe-Museums und der Steglitzer
3 gut gezeichnete.
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Werkstatt): 2 gut-einfache Exlibris. Frl.
Hildegard Geisberg - Chemnitz. Frau
Pfarrer Gertrud Schubring- Wundersleben-
Soemmerda, Reproduktion 2er von ihr ge-
schnittener wenn auch
Bares
guter Silhouetten ;
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TETHOFER
v. Com. Th. Ethofer.
Silhouettenzeichnungen schon wiederholt
vorkamen, ist das Verfahren des Silhouette-
schneidens, dessen Ergebnis wie schwarze Feder-
zeichnung wirkt, von dieser geschickten Dilet-
tantin für Exlibris zum ersten Mal angewandt.
Frau Olga Gilles - Dortmund benútzte für das
gut gezeichnete Exlibris ihres Gatten, eines
Redakteurs, eine originelle Idee: Eine Tele-
graphenstange mit Porzellan-Isolatoren und
Draht geht nach unten in eine geflügelte
Feder über, die „die Zeitung“ schreibt. Karl
Hübner, Leutnant, Germersheim. Dr.
Franz Westphal-Rostock. John Hübbe-
Hamburg 2. Frau Dr. W. Bitter- Hamburg
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v E. L. L. Meyer.
(in O. Schwindrazheimscher Manier). Frau
Geh. Med.-Rat Paula Siemerling- Kiel 2.
Von den Heraldikern
Dilettanten: Oberleutnant Bodo von Bose-
Vortrefflich und
Wappen - Exlibris
unter den
Altona: richtig
Eduard L.
Lorenz-M e y er, Handelsherr, Hamburg, 3, von
denen 2 hier (S. 39 u. 40) von dem über dem Di-
lettantismus stehenden begabten Handelsherrn,
Minister und Staats-Sekretär.
unserem Mitgliede, freundlichst gestiftet wurden;
stilisiertes
, alten
' trägt
Arthur Graf Posadowsky, `
das kleinere mit Gentiana und Schild, das
gróssere mit dem Meyerschen Familien-Voll-
wappen und dem schon früher von der Fa-
milie geführten schwarzen Gerichtsherren als
Schildhalter. Frl.
Augsburg: unter Kampfscene Wappen
Frieda von Hösslin,
mit
Lanzknecht nach Holbeinschem Basler Glas-
fenster. Hans Freiherr von Imhoff *)
Oberleutnant, Nürnberg, dessen gutstilisiertes,
sehr gut gezeichnetes Wappen-Exlibris Heinrich
Freiherr von Pechmann,*) und dessen eigenes,
gezeichnet von Maler Ernst Loesch, Nürnberg.
ebenfalls gut heraldisch, hier (S. 41, 42) ab-
gebildet sind.
IV. Besonders erwähnenswerte Ex-
libris:
Exlibris Julius Wagner- München, nach
dem schönen Blatt der Gutenbergfeier München
von Julius Diez-Múnchen; Krone mit ,a bed“
auf Buch, auf 2 Säulen.
Exlibris Paul Singer (s. Tauschverkehr),
Architekt, Gustav Stotz-
Berlin; über einem Bande mit einer Melodie
Mannheim, von
der Aufbau des nach dem Brande des Stutt-
carter Hoftheaters
o freigelegten Treppenbaus
des Stuttgarter alten Lusthauses.
Exlibris
Professor
Ascan Westermann, von
Ludwig der
der
Wappens
Keller- Düsseldorf,
das Problem Zusammenstellung eines
und eines jetztzeitlichen
Schildhalters vollkommen
indem er
glücklich löste,
einen badischen Infanteristen mit
Helm und Gewehr, aus unseren Tagen, sein
der Soldat
leicht auf
Familienwappen halten lässt;
sein Gewehr ebenso der
Schulter, wie die Schildfigur, ein sogenannter
wilder Mann, die Keule, und «dabei wendet
sich das Zimier, der wilde Mann wachsend,
scheinbar dem Schildhalter zu. Der strengste
Heraldiker wird gegen diese ganze moderne
die
von alter und neuer Zeit nichts einzuwenden
Auflassung und glückliche Vereinigung
*) S. Tauschverkehr.
haben; ist die Idee auch noch neu und un-
gewohnt, so birgt sie doch keine Unmöglich-
keit oder Unrichtigkeit und beweist, dass „es
geht‘‘, alte gute Heraldik und eine Figur aus
der Jetztzeit neben einander zu stellen und
zu verschmelzen; vgl. die Abbildung S. 42.
Exlibris des Professors Dr. Otto War-
burg-Berlin von Ephraim Mose Lilien-
40
»
phophallus links) bedeckten Urwaldboden;
rechts und links Lianen; hinten ein riesiger
Würgfeigenstamm, der Kautschuckbaum. In
der Hand und im Gewande der Monsunia
sind Anonaceenblüten und die das Ylang-
Ylang - Parfüm liefernden Canangeblúten zu
sehen; die herabfallenden Zweige sind solche
des Muskatnussbaums. Eine schöne und be- `
> Elt9arDUT-DON.
v. E. L. L. Meyer.
Berlin; mit Beziehungen auf Forschungen,
Arbeiten und Reisen (1880—1880)
Botanikers im Gebiet des asiatischen Monsuns;
Flora des malayischen Archipels, die
im Urwald edle Blumen
und Früchte der Waldbäume auf den von
Rohr),
(Rafflesia rechts) und Saprophyten (Amor-
dieses
die
Monsunia, streut
Kletterpalmen (spanisches Parasiten
ziehungsreiche, gut angeordnete Zeichnung.
Exlibris des Dr. Hanns Friedrich in
Frankenthal zeigt das Grafl’sche Schiller-
porträt.
Exlibris Albin Weber-Schöneberg (s.
Tauschverkehr), mit dem heiligen Christo-
phorus, der Christum trägt (bekannt ist der
Spruch:
3 a — 41 —
„Christophorus trug Christum, bei Kreuzlingen, Schweiz, liess sich von
Christus trug die Welt; | Adolf Sulzberger, Zürich, ein farbiges
Sag mir, wo hat Christophorus | Wappenexlibris nachzeichnen, dessen Inschrift
Die Füsse hingestellt ?); —
genauer und getreuer Faksimile - Cellulloid- `
|
schnitt von Albin Weber nach dem ältesten
ausser dem Namen noch lautet: ,,Erneuertes
Exlibris des Hans Jakob Ammann genannt
Thalwyler Schárer 1586--1058.“
eo TE. Frihet Imhoff.
V. Ausland:
In Spanien schuf als Einziger Jose
datierten Holzschnitt von 1423 vom Kloster
Buchsheim bei Memmingen — aus dem die
Hiltebrand Brandenburg-Exlibris stammen! —, | Triado in Barcelona mehrere neue, gute
handkoloriert ; von hohem kulturgeschichtlichem ` Exlibris. In Holland Carel J. A. Begeer
in Utrecht 2 und H. C. A. van Kampen
Interesse; die Ausfúhrung ist Handpressen-
druck auf Biittenpapier. in Amsterdam 1. In Schweden entstanden
Herr August F. Ammann- Seeburg ‚ seit und infolge der zahlreichen Anregungen
Herrn Hasse W. Tullberg
unseres Mitglieds, g
in Stockholm, eine grosse Anzahl neuer Ex-
libris.
Aus Norwegen kann ich infolge gütiger
Abgabe der Platte seitens des Besitzers Herrn
O. J. Larsen*) in Bergen, unseres Mitglieds,
dessen „In memoriam“-Exlibris, das dem An-
denken seiner 1905 verstorbenen Gattin, der
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v. E. Loesch.
Schriftstellerin Bolette C. Pavels Larsen, ge-
Die
treffliche Zeichnung und Radierung stammt
widmet ist, hier als Beilage bringen.
von Brvnjulf Larsson in Christiania, der
Druck von Giesecke und Devrient in Leipzig.
In England ist die Exlibrisproduktion
bedeutend zurückgegangen; als neu ist nur
Miss Mary Lawson, Stourbridge, die in der
Art G. W. Eves arbeitet, zu nennen. Als be-
*) Dessen eigenes Porträt-Exlibris von Olaf Rusti-Bergen
ich in Exl.-Z. XV. 4. S. 162—163 brachte. ,
deutenderes Blatt: Das fein gestochene Ex-
libris von „Helena“ Prinzessin Christian
zu Schleswig- Holstein, geb. kgl. Prinzessin von
Grossbritannien und Irland, von F.G. House-
London mit Ansicht von Windsor Park und
mit Klavier und Blumen.
Aus Amerika sind neue Exlibris zu
melden, von Edwin Davies French (derzeit
in Súdfrankreich), Sidney L. Smith - Boston,
T. Henry Foster- Ottumwa und dem
Buerheret |
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viel;
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san Se fermin
v. Prof. L. Keller,
Triptych- New-York, das nun von Kendall
Banning und Frl. Hedwig von Briesen
geleitet wird.
Anhang.
Da es sich darum handelt, einen allge-
mein noch nicht bekannten, aber sehr talent-
reichen jungen Künstler Ernst Zimmer-
mann,*) dem Exlibriskreis bekannt zu machen,
*) Seine Münchener Adresse für ev. Aufträge ist: Karls-
strasse 36. III.
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Memorien-Exlibris O. J. Larsen, Bergen,
zur Erinnerung an die Schriftstellerin Frau Bolette O, Parels Larsen,
von Brynjulf Larsson, Kristiania, 1905.
Beilage zur Exlibris-Zeitschrift 1906, No. 1.
Druck von Giesecke & Devrient, Leipzig.
habe ich ihn in der Menge der vorstehend | zunächst beim Vater und dann auf der Mún-
angeführten Exlibriskünstler nicht eingehender | chener Kunstgewerbeschule, auf der sein Haupt-
genannt, sondern widme ihm hier diese be- | fach das Modellieren unter Professor Pruska
sondere kurze Betrachtung. ı war. Dann bezog er die Münchner Akademie,
> 77? s RR: d =
d E JA P PEP? OED PPL AD PPP ES AN » Aro Se $
Konrad Dreber
Eerhbris 2
Als gelehriger Schüler tüchtiger Meister | zeichnete bei seinem Onkel, Professor M. Feuer-
verdient er, da er nun seine eigenen guten | stein und kam dann zum bekannten Professor
Wege geht, und, obwohl noch jung, schon recht | Rudolf von Seitz, der ihn besonders die alten
Tüchtiges leistet, entschiedene Beachtung. ı Meister kennen und lieben lehrte. Später
Geboren 1881 zu München als Sohn des | trat er in die Schule von Professor Wilhelm
Malers und sehr begabten Lehrers Professor
Ernst Zimmermann, lernte Ernst Zimmermann |
von Diez ein, dem er seine Malkenntnisse
in der Natur verdankt; figürliche und deko-
Es geen eem ~
ZEA Dfree “o> Tiron fo 5 >
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Beide: v. E. Zimmermann.
45
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LIBRIS
Dann, S ros
Beide: v. E
rative Studien gingen nebenher, und nunmehr
und
Das Porträt- und das figürlich-
dekorative Fach werden wohl seine Zukunft sein.
Angeregt durch zahlreiche Exlibris seines
Bekannten Willi Geiger begann auch Ernst
Zimmermann,
arbeitete er mehrere Monate in Rom
Terracina.
Bibliothekzeichen zu zeichnen,
und er schuf bisher 13 Exlibris, die zum
Teil Rudolf von Seitz’ guten Einfluss, zum
anderen Teil gutmodernen Charakter haben.
Anlehnungen sind erfreulicherweise nicht zu
bemerken; er hat seine eigene, aparte Manier
. Zimmermann.
und man kann von ihm noch manch nicht-
durchschnittliches, aussergewöhnlich Gutes er-
hoffen.
Von seinen Exlibris bilde ich hier 6 ab,
die keiner besonderen Erklärung bedürfen
(was heutzutage bekanntlich nicht immer der
Fall ist).
Konrad Dreher (S. 43) ist der berühmte
Münchner Hofschauspieler und Komiker, der mit
seinem Humor und seiner künstlerischen Schalk-
haftigkeit tatsächlich oft Blumen ins Leben
seiner Zuhörer streut. Walther Zimmermann,
- —
der Bruder des Zeichners (S. 44, s. Tausch-
verkehr) ist Kunsthándler in München, daher
Obwohl alle
ihren eigenen Reiz haben,
das Studieren eines Kunstblatts.
6 Exlibris
besonders auf das R. Heusersche mit Baum
ist
46
(S. 45, s. Tauschverkehr) hinzuweisen, das in
seiner Einfachheit so niedlich und wirkungsvoll ist.
München.
K. E. Graf zu Leiningen -Westerburg.
e TARA >
Gei E Geom os, GH
Ce te bres
Matte gt Ze SE
v E. Zimmermann.
Russische Nachrichten.
Die bald ein ganzes Jahr dauernden und
alle Volksschichten mit sich reissenden rus-
rischen Freiheitsbewegungen haben das Leben
aus seinen normalen Bahnen gebracht, und kann
darum von einer richtigen Tätigkeit — sei es
auf welchem Gebiete es wolle natürlich
keine Rede sein. Alles verbrüdert sich, um
einem einheitlichen Ziele zuzustreben und
alltägliche Interessen, ja sogar die Kunst und
Wissenschaften treten zeitweilig in den Hinter-
grund, um erst wieder nach erlangten freien
Bürgerrechten ihre Berufstätigkeit aufzunehmen.
Vieles ist der in Staub zusammensinkenden
alten Regierung schon abgezwungen, Vieles ist
in Aussicht gestellt worden, aber noch Vieles
muss durch manches Opfer errungen werden,
bis ,neues Leben aus den Ruinen blúhen
wird.“ Aus diesen Gründen geht hervor,
warum die bereits im Spätsommer bestätigte
Moskauer Exlibris-Gesellschaft bis jetzt noch
kein Lebenszeichen von sich gegeben hat.
Dieser Tage steht wieder eine Zusammen-
kunft der Vereinsgründer bevor, jedoch kann,
wie gesagt, von einer Aufnahme der Tätigkeit
Das Buch-
welches sich den ehernen Fesseln
vorläufig nicht die Rede sein.
gewerbe,
der Zensur entrissen hat, wird viel dazu bei-
tragen, dass das Wort auf dem Papier all-
seitige und wahrheitsgemässe Beleuchtung
finden wird und sobald diese Eroberung festen
Boden unter sich spüren wird, wird auch der
Forschungsdrang auf allen Gebieten frei auf-
atmen und erleichtert seine Lungen ausdehnen
können. Dann wird auch der Exlibrisforschung
mit all ihrem „Drum und Dran“ das ent-
sprechende Plätzchen in der Litteratur zu-
erteilt werden; denn bis hierzu konnte selbst
auf diesem unschuldigen Gebiete nicht frei
die Feder geführt werden; dann wird die von
der Moskauer Exlibris-Gesellschaft in Aussicht
genommene Zeitschrift mit den ausländischen
Schwesterschriften in aufrichtigen unbeschränk-
ten Meinungsaustausch treten können und Arm
in Arm mit ihnen ins Dunkel der Vergangen-
heit hinuntersteigen, um Alles das, was den
gemeinsamen Bestrebungen von Interesse, ans
Sonnenlicht zu befördern. Zur Illustration des
Gesagten sei hier folgendes Ereignis erwähnt,
welches seinen Anfang von einem Exlibris
genommen und einen strebsamen Mann, nach
grausamer Verurteilung zum zwangsmässigen
Aufenthalt in Sibirien, in den Tempel der
Wissenschaft geleitet hat. Ich meine den be-
kannten Naturforscher Grigori Karelin (* 1799
+ 1872), dessen eigenes Exlibris in dem Ex-
libriswerke des Unterzeichneten auf Seite 147
Beschreibung gefunden hat. Im Jahre 1817,
nach Beendigung des Kursus im I. Kadetten-
korps, trat Karelin als Artillerie- Fähnrich ın
47
die Kanzlei des seinerzeit ganz Russland be-
herrschenden Grafen Araktschejew, dessen
Wappen die Devise „Bes lesti predan“ trägt,
d. h. Um-
stellung einiger Buchstaben ergiebt sich ein
„Ohne Arglist ergeben.“ Durch
ganz anderer Sinn und zwar: der Teufel ist
der
Scherz hatte sich der heitere Karelin mit dem
Arglist ergeben.“ Diesen unschuldigen
Exlibris des Grafen Araktschejew erlaubt, was
zu den Ohren des Letzteren kam. Karelin
wurde sofort degradiert und per Etappe ins
Gouvernement Orenburg befördert, wo er sich
Die
vielen Kollektionen dieses sozusagen zufälligen
ganz den Naturwissenschaften widmete.
Gelehrten befinden sich gegenwärtig im Mu-
seum der Kaiserlichen Akademie der Wissen-
St. Das in Rede
stehende Exlibris des Grafen Araktschejew ist
schaften zu Petersburg.
in meinem Exlibriswerke auf Seite 55 abgebildet.
Die
Monate úberschauend, bleiben unsere Blicke
russische Exlibris-Littteratur der letzten
auf dem Anzeiger für Litteratur und Biblio-
Hofbuchhandlung Ges. M. O.
Wolff, St. Petersburg, haften; dieser Anzeiger
graphie ' der
ist augenblicklich das einzige russische Organ,
welches Exlibris behandelt.
Abbildung des Ex-
libris Angelica Picardis von Baruffi.
No. Seite
das Resultat des I.
No. 10. Seite 135:
Artikel über
russischen Exlibris-Preis-
Abbildungen der
prámiirten Exlibris von Depaldo und Belsen
(vergl. Exlibris-Zeitschrift XV Heft 3, Seite
137) und über die ersten Exlibris für Volks-
II. 151—152:
Ausschreibens, mit zwei
bibliotheken von Victor Russakoff.
No. 12. Seite 167— 169: Abbildung des
Exlibris Maxim Gorki von E. M. Lilien (vergl.
Exlibris-Zeitschrift) XV. 2. S. 54) und Artikel
„Ist für Volksbibliotheken - Exlibris
notwendig?“
Allegorie
No. 13. Seite 183—184: Abbildung des
Exlibris Alexander Englesi von J. Simakofl-
St. Petersburg und Artikel „Zum Exlibris von
J. Simakoft.“
No. 15. Seite 215: Abbildung des
Hupp'schen Universalexlibris, fúr Philosophie
und Theologie.
No. 16. Seite 231—232: Artikel „Rus-
von Victor Russakoff (Be-
sprechung meines Buches úber Exlibris; vergl.
Exlibris-Zeitschrift XV, Heft 3, Seite 136).
Das wäre alles; eine winzige friedliche
sische Exlibris“
Nussschale auf den schäumenden Strom-
schnellen der angebahnten russischen Freiheits-
bewegung!*)
Moskau, den 15. November 1905.
Udo Iwask-Issako.
Exlibris-Wettbewerb.
Die Typographische Gesellschaft
München geht schon längere Zeit mit dem
Plane um, für ihre stattlich herangewachsene
Bibliothek ein Exlibris anzuschaffen. Mit grosser
Freude wurde es darum begrüsst, dass sich Herr
Graf K. E. zu
ergangenes Ersuchen in entgegenkommender
Leiningen-Westerburg auf
\Veise bereit erklärte, in einer Versammlung
über das Exlibris, seine Geschichte und seine
Bedeutung zu sprechen und damit die Mit-
bekannt zu
glieder mit dem Stofle näher
machen. Der Vortrag, der sich eines sehr guten
Besuches erfreute, fand am 22. November v. ].
abends bei Gelegenheit einer Monatsversamm-
lung statt und war mit einer Ausstellung von
alten und neuen Exlibris verbunden, welche
aus den Sammlungen des geschätzten Herrn
Vortragenden und des Referenten stammten.
Durch die Auslage hervorragender neuer
Blätter, worunter solche von Greiner, Klinger,
Heroux u. a. zu nennen sind, sowie wert-
voller alter und besonders für Buchdrucker
interessanter Exlibris seitens des Herrn Grafen
*) Jüngst erfolgter Nachricht zufolge kommt Ende März
bereits No. 1 der russischen Exl.-Z. zum Druck.
gewann die Ausstellung ein besonderes Inter-
esse, das ihr denn auch nicht vorenthalten
blieb. Die Ausführungen des Herrn Vor-
tragenden gaben ein treffendes Bild der nun
über vier Jahrhunderte sich erstreckenden
Exlibrissitte, boten schätzbare Winke und
Ratschläge und bildeten so eine vorzügliche
Einleitung zu dem von der Gesellschaft ge-
planten Wettbewerbe zur Erlangung passender
Nach dem sehr beifällig
aufgenommenen Vortrage wurde die Veran-
staltung des Wettbewerbes beschlossen, die
Bedingungen hiefür festgesetzt und die Preise
Um die grosse Anzahl minder-
Exlibrisentwürfe,
bestimmt.
wertiger Bibliothekzeichen nicht zu vermehren,
soll nicht die zeichnerische Betätigung der
Mitglieder auf diesem Gebiete angeregt
werden, sondern es wird die Schaf-
fung eines schönen, typographischen
und so den Zwecken der Gesellschaft, För-
derung des Buchdrucks nach der künstlerischen
Seite wie Hebung des beruflichen Könnens und
Wissens, entsprechenden Exlibris angestrebt.
Darum müssen die Entwürfe nur mit typograph-
ischem Material, allenfalls mit Zuhilfenahme
des - Tonplattenschnittes, auszuführen sein,
wobei nicht mehr als drei Farben verwendet
werden dürfen. Der Termin für die. Ein-
sendung der Wettbewerbsarbeiten ist der
31. Januar 1900.
zahl Exemplare von Klimsch’s Jahrbuch der gra-
phischen Künste 1906 und verschiedene Geld-
Als Preise sind eine An-
beträge ausgesetzt. Das Preisrichteramt haben
neben einigen Herren aus der Gesellschaft
Herr Graf zu Leiningen-Westerburg und Herr
Kunstmaler und Graphiker Walter Ziegler zu
dürfte
das der erste derartige Wettbewerb, soweit es
übernehmen sich bereit erklärt. Es
sich um rein typographische Exlibris handelt,
sein und ist darum seinem Ergebnis mu In-
teresse entgegenzusehen.
München.
Franz Fleischmann.
Verschiedenes.
I. Warnecke gibt in seinem Exlibrishand-
buch (1890) S. 43 unter No. 277 ein Blatt
Christophorus Bruno an, das
Schäufelin (La zuteilt; das gleiche Blatt ist
in Hirth’s Formenschatz (1887) unter No. 97
er Hans
abgebildet und ist hier Hans Burgkmair zu-
geschrieben.
hat mir ein altes Werk von
1542 vorgelegen, das beweist, dass genannter
Nunmehr
schöner Holzschnitt gar kein Besitz- oder
Bibliothekzeichen war. Der prächtige holz-
schnittreiche Band ist betitelt: „Johannis
Boccatii Die gantz römisch histori auffs fleissigst
und kürtzst begriffen. Ein treffentliche schöne
Oration M. T. Ciceronis für M. Marcellum,
zum Rat der Stat Rom vnd zu Julio Cesari
gethon. Alles zusammenbracht und verteutscht
durch Christophorum Brunonem, von Hyrtz-
beider licentiaten, jetzund
der vnd Stat
München; getruckt zu Augspurg, bey Heinrich
Stayner, im M. D, XXXXIL Jar“.
Auf Seite 3 lautet die Ueberschrift
„Dem
weil, Rechten
Poeten, löblichen fürstlichen
der
Vorrede: Ersamen fürsichtigen vnd
weysen Herren Antonio Sánfftin, Burgern,
49
|
l
des |
inneren Rhats zu München, meinem günstigen `
Die Unterschrift auf
Seite 4: „Datum München 16. Maii Anno
Domini M. D. XLII E. L. W. (-Euer Lieb-
den Wohlgeboren) gehorsamer Christophorus
vnd gepietenden Herrn“.
Bruno, Poet allhier“.
Das 1. und letzte Blatt dieses Bandes bilden
Vers. Beide Wappen ‘sind von einer Rand-
leiste von Putten und Ornamenten umgeben,
die aus 4 Teilen bestehend, von anderem
Meister stammen; sie waren jedenfalls in der
Steinerschen Druckerei zu Augsburg vorrätig
und sind um das Mittelstiick, den Wappen-
holzstock, herumgesetzt.
Wir haben also hier den Urzweck dieser
beiden gleich gearteten
deutlich des
das vordere Wappenblatt ist Dedikationsblatt,
ganz Wappen
vor uns, den Buchschmucks;
das Wappen dessen, dem das Buch gewidmet
ist; das hintere Wappen ist das Autorenwappen,
das des Verfassers des Werkes, des Christo-
phorus Bruno, der das Buch dem Sänftl widmete.
Also kein Besitz- oder Eigentümer- oder Biblio-
thekzeichen. Die Maase bei der Warneckeschen
Angabe und den beiden Wappen dieses
Bruno’schen Werkes stimmen ganz genau über-
ein. Trifft man das Blatt aus dem Buche aus-
gelöst einzeln an, so kann es sehr wohl den
Eindruck eines Exlibris machen; auch ist ja
nicht ausgeschlossen, dass Bruno es einmal als
Exlibris verwendete. Sein Urzweck war aber
jedenfalls (als genaues Gegenstück zum Sänftl-
Dedikations-Wappen): Ein Autorenwappen und
kein Bibliothekzeichen. Einige der Text-
bilder sind „AS“ mit der Schaufel signiert -~
Hans Schäufelin.
IL. In
kationsfolge der deutschen Verlagsanstalt, Stutt-
der sehr empfehlenswerten Publi-
gart, „Alpine Gipfelführer“ befindet sich ein
einfacn hübsches „Universal-Exlibris“: „Ex-
- libris“, umrahmt von 2 Edelweiss-Sternen über
2 vom gleichen Zeichner und Holzschneider |
gefertigte Wappenblätter: Vorn das des „An-
tony Sänftl“ (Schild: geviert von Stern und
wachsender Mann
1542
hinten das Wappen des „Christophorus Bruno“
3 Seitenspitzen; Zimier:
mit Stern) und der Jahreszahl oben;
(Schild: Phönix über Flammen nebst Sonne;
Zimier: Phönix aus Flammen) und ebenfalls |
der Jahreszahl 1542 oben; unten ein lateinischer
leerer Schrifttafel, gezeichnet von Maler Leo
Kainradl in Esslingen.
III. Das neuste Universal-Exlibris der
o trefflichen Zeitschrift: „Die Musik“, V. Jahr-
gang, Verlag von Schuster & Löffler, Berlin
S. W. 11, — ein Rattenfänger von Hameln,
gezeichnet von Hans Lindloff- München —
sei hier (S. 50) abgebildet. Bekanntlich giebt der
Verlag alljährlich ein neues Universal- Exlibris
seinen Heften bel.
IV, Nachdem erst vor kurzem
Vergl. die Abbildungen
dieser Exlibris in den 4 letzten Jahrgängen.
hier von
Plagiat-Exlibris die Rede war — Exlibris-
— 50 bn
Zeitschrift XV. 4., S
einem Exlibris von Paul Voigt;
S. 1 dieser Nummer, — sind
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v. H. Lindloff.
Zeitschrift XV. 3., S. 137: Exlibris Victor
Schick, Plagiat von Ernst Floss- Prag nach
Willy Geiger; Exlibris-Zeitschrift XV. 3., S. 138:
Exlibris Ernst Schick, Plagiat von Ernst Floss-
Prag, auch nach Wili Geiger; und Exlibris-
festzustellen: 1) Exlibris Richard Sohr, Plagiat
von Ernst Floss- Prag, auch ohne Wissen des
Besitzers, das aus 2 deutschen Exlibris zu-
sammengesetzt ist: Ein Teufelchen oben, vom
Exlibris W. von Zur Westen von Käthe Schön-
. 1. 184: Exlibris Gräfin
Butler, Plagiat von Carl Krauss- Graz nach
vergl. auch
3 neue Plagiate
berger-Berlin, giesst — statt aus einer Giess-
kanne — aus einer Retorte über Bücher — diese
auch nach dem von Zur Westen’schen Ex-
libris — hinweg eine Flüssigkeit herab auf
einen Zu einem zusammengeklappten Buche
liegenden Zopfträger und Pedanten — dieses
Motiv nach dem Exlibris Carl Ernst Pöschel
von Walter Tiemann. Herr Sohr benutzt und
gibt das Exlibris nach der Plagiat-Feststellung
2) Exlibris des Grafen zu Stuben-
berg, Plagiat von oben gen. Carl Krauss-
nicht mehr.
Graz nach meinem Exlibris von Oskar Roick;
ausschliesslich der Wappeninhalte genaue Nach-
empfindung, nur in erheblich minder guter
Ausführung und mit einem heraldischen Haupt-
fehler „verbösert“. Signiert! 3) Weiteres Plagiat:
Exlibris des Verseczi- Casinos’, Siebenbürgen,
1906, Haus aus Büchern errichtet (nur noch
mit einem Rot-Ton versehen) genau, sogar in
den oberen Inschriftbuchstaben, kopiert nach
dem seiner Zeit in den „Liebhaberkünsten“
veröffentlichten Exlibris „F. Häusslin“ (redend),
gezeichnet 1896 von Oskar Schwindrazheim-
Es empfiehlt
Anleihen (um keinen schärferen, drastischeren
solche
Hamburg. — sich,
Ausdruck zu gebrauchen) alsbald nach Be-
Exlibris - Zeit-
zum Schutze unserer
kanntwerden hier in unserer
schrift festzunageln —
„Original“ - Künstler! —, um weitere Plagiate
möglichst zu verhindern. Gerichtliche Schritte
—, Schutz des geistigen Eigentums! --- wären
freilich das Richtigere.
V. Im
des deutschen Buchhandels“ 1906,
ist bei der Firma L. Angerer, chalkographische
Kunstanstalt, Berlin S. 42, Wasserthorstrasse 59
offiziellen „Adressbuch
(gegründet 1849) das eine Exlibris Toelle von
Professor Richard Müller- Dresden als Muster
in Heliogravüre gebracht. Gen. Kunstanstalt,
die auch die von früher her bekannten Ex-
libris von Tümpling (v. Chr. Bühler und
F. Homberg) und W. von Busch wv Marie
Stein) lieferte, ist Kunstliebhabern sehr zu em-
pfehlen, die ihre Exlibris in Kupferdruck, Stich,
Radierung und Photogravüre herstellen lassen
wollen, — Verfahren, die für Bibhothekzeichen
wärmstens anzuraten sind und die den Cliché-
druck (Zinkätzung) weit überragen.
VI. Am 16. November 1905 hielt Herr
Bauführer L. Krahmer in Landsberg a. Lech
einen — zahlreich besuchten — Vortrag über
Exlibris, der sehr eingehend von in- und aus-
ländischen Exlibris handelte. Vorgelegt waren
etwa 3100 Stück der Krähmer’schen Sammlung
1) alte Exlibris,
2) Techniker-Exlibris von und für Techniker,
(begonnen 1902); und zwar
3) bessere Blätter seiner Sammlung. Eine
Folge des Vortrags war die Anmeldung dreier
neuer Mitglieder. — Rühmende Besprechungen
standen im „Oberbayrischen General-Anzeiger“
No. 5.
Landsberg) und in der „Süddeutschen Tech-
5.
Igo Y. ı2. 5 (von Beneficiat Riehl-
nıker-Zeitung“ IV. No. 48 v. 25. 11. (von
Stadtbaumeister Donhauser-Landsberg).
VIL Am
auf Einladung der „Typographischen
22. November
(oos hielt ich
‘in dieser einen
Vor-
neuen
Gesellschaft München?
Vortrag über Bibliothekzeichen unter
legung mehrerer Hundert von alten,
besseren und Buchdrucker - Exlibris aus der
Sammlung des Herrn Franz Fleischmann und
der meinigen. Nach dem Vortrag wurde die
Veranstaltung eines Wettbewerbs zur Erlangung
eines zu setzenden Bibliothekzeichens für
die Gesellschaft beraten und beschlossen.
VII. Sprüche. llerr Professor Dr. Michael
M. Rabenlechner, Wien, schreibt in der
Jubiläums - Nummer der „Grazer Tagespost“,
Kb, ys Te Te OOO Ap Den bibliophilen
l'reunden sel verraten, dass sich unter diesen
Rosegger-Schätzen einer findet, der uns der
unbezahlbarste an Wert. Ein unaufgeschnittenes
reines Exemplar des ,,Waldschulmeisters" in
der I. Ausgabe — auf dem rótlichen Original-
umschlag von des Dichters eigener Hand die
Worte geschrieben: „das erste Exemplar der
ersten Ausgabe meines Waldschulmeisters“.
Wohin wird einmal dieses Exemplar geraten?!?
Unter die symbolische Zeichnung meines Ex-
libris aus dem kundigen Pinsel Professor
Hlavatys in Trest liess ich mir die Verse em-
gravieren:
Das Buch aus meiner Bücherei,
Sie zählt viel tausend Bände --
Gern wüsst ich, was dein Schicksal sei,
Gehts einst mit mir zu Ende!
O mogst du dich auf ktinftiger Bahn
In ernste Hand nur legen,
Auf dass du, wie du mir getan,
Auch Anderen wirst zum Segen‘.
In der gleichen Jubiläums - Nummer der
Grazer „Tagespost“ bringt Dr. Ernst Gnad ın
„Erinnerungen an Rudolf Baumbach‘ em be-
herzigenswertes Gelegenheitsgedicht
Baumbachs zum Abdruck, das folgender-
massen lautet:
„An die Borger“
(Aus einem Exemplar des Zlatorog):
Die ihr euch dies Büchlein borgt,
Seid für die Schonung recht besorgt,
Schreibet nicht mit kritischer Hand
Eure Glossen an den Rand.
Speiset auch nicht ohne Not
Auf dem Buch das Vesperbrot.
Butter, Schinken, Wurst und Speck
Machen leicht ein fettes Fleck.
Auch das Lampenöl ist fett,
Darum leset nicht im Bett.
Gar zur leicht ein Buch verbrennt
Und der Leser mit am End.
Ergo wird’s am Besten sein,
Wenn Ihr lasst das Bücherleih’n,
Wenn Ihr in die Handlung lauft
Und das Buch Euch selber kautt.
Wenn’s zu eigen euch gehört,
Dann beklext es ungestört!“
IX. Im November 1903 fand in Kreuz-
nach, vom dortigen Frauenbildungs - Verein
Ca
Rudolf
f
lo
und Exlibris-Aus-
stellung statt, die nach den Zeitungsverichten
eingerichtet, eine Buci-
ebenso überrascht wie interessiert hat, sodass
sie um einige Tage verlängert werden musste.
Die neueren Exlibriskünstler
waren gut ver-
treten. Sonderkollektionen waren u. a. da von
Br. Héroux, Aug. Stöhr, Gg. Otto, Franz Busch-
meyer; ferner mit Einzelblättern H. Volkert,
H. Thoma, A. M. Hildebrandt, E. Doepler
d. J, B. Wenig, Al. Balmer, R. Sturtzkopf,
G. A. Closs, O. Hupp u. s. w.
X. ImKunst-Verein Jena war eine
Orlik-Ausstellung, bei der auch 38 Exlibris
von Ihm vertreten waren;
ı5 Mk. für das Blatt.
XI. Das deutsche Buchgewerbe-
die Preise waren
Museum-Leipzig veranstaltete im De-
zember 1905 eine umfassende Kollektiv-
Ausstellung der graphischen Arbeiten von
Heinrich Vogeler - \Vorpswede in Original-
und
Illustrationen
entwürfen Nachbildungen. Neben fein-
fühligen und reizenden Buch-
schmuckarbeiten für den Insel-Verlag, Leipzig,
das
Worps-
und Eugen Dietrichs - Jena war auch
reichhaltige Exlibriswerk des
Meisters nahezu
und
beschränkte
weder
Wänden
Wohl
die Exlibris -Radierungen,
vollständig an den
in den Schaukästen vereinigt.
sich die Ausstellung auf
doch war diese
Gruppe dafür um so interessanter, als sie zahl-
reiche Probedrucke und Vorzugsdrucke auf
Japan mit der eigenen handschriftlichen Sig-
nierung des Künstlers aufwies. Das schöne
Exhbris 15
schiedenen Plattenzuständen ausgelegt, die einen
Valerie Brettauer war ın ver-
höchst lehrreichen und anziehenden Einblick
in die peinlich sorgfältige und fleissige Arbeits-
weise des Graphikers boten. Unter Rahmen
waren zu sehen die Exlibris Marie Vogeler,
Tony Schütte, Margaritha und Alfred Heymel,
Theodor Bienert, Margarete Herwig, C. von
Rose, Heinr. Vogeler - Barkenhoff (2 verschie-
Schotteck, Hackfeld, Georg,
dene), Marie
Adele und Luise Wolde, Jul. A. Grober, Ida
Perutz, Bertha Bienert, 1 anonymes (V. Singer),
Milli Becker, Valerie Brettauer, Liebtraut El-
feldt, Johann Baron Knoop, Hans Müller-
Brauel, Wilhelm Oelze, J. C. Pflüger, Hugo
von Reininghaus, Rud. Alex. Schroeder, Eduard
Vogeler. (Der Künstler tauscht bekanntlich
nicht.)
XII. Im ,elsassischen Kunsthaus“
zu Strassburg 1. E waren vom 10. 12. 1905
—
I. 2. 1906 3 Sattler-Exlibris aus-
gestellt: Ein eigenes, ein Warnecke’sches
und Exlibris Dr. G. A. Müller.
In einer Lithographie-Ausstellung
von Hugo Steiner (-Prag, -München, nun
Lehrer der Handwerker- und Kunstgewerbe-
schule) zu Barmen waren neben Illustrationen
auch Exlibris von Hugo Steiner ausgestellt.
XII. Im Januar wurden mir von 2 mittel-
deutschen Firmen die 2 Klinger - Exlibris
100 Mk.
angeboten (erfreulicherweise besass ich diese
Asenijeff und Vogel zu 125 bezw.
2 Exlibris jedoch schon); es würde mich
Interessieren, zu erfahren, ob auch nur einer
unserer Exlibris- Sammler solche Preise zahlt,
die bei
Meister Klinger's durch mich — für entschieden
ich aller hohen
— Wertschätzung
viel zu hoch halte.
XIV. Exlibrisauktion bei E. Paul et fils
16.— 18. Nov. 1905.
Sammlung des Prinzen C. P. D., Katalog von
3ı Exlibris-
französischer Exlibris
et Guillemin, Paris,
illustriert mit
Nos.
456 Nummern,
126
des 17. und 18. Jahrhunderts, darunter solche
abbildungen;
von Collin, Gaucher, Giffart, Gravelot, Janinet,
Monnier, Nicole, Ollivault, Picart u. a.; So
17;
18. Jahrhunderts, darunter solche von Choffard,
Dunker, Müller,
deutsche des 16.-- 18. Jahrhunderts, solche
italienische und 45 schweizer des und
Lips, Schellenberg, 117
von J. Ammann, Chodowiecki, Heumann,
Kihan, Klauber, Kriiger, Siebmacher, Wierinx
u. aj Aë belgische und holländische,
20 spanische, 26 englische, 13 ungarische,
polnische, russische und schwedische des 17.
und 18. Jahrhunderts.
An deutschen und österreichischen Exlibris
waren u. A. vertreten: die Exlibris Holzschuher,
Tübingen, Rem von Ketz, Bayern, Bozen, Eich-
státt, Imhoff, Klesel, Kress, Niederaltaich, Oedt,
Doemer, Volkamer, Weisenau, Augsburg St.
Anna, Chodowiecki, Cobres, Gottsched, Königs-
(bal Lehnemann, Mönchsroth, Raigern, Treu,
; abgebildet: Ohlen-
schlager, Knöringen, Imhoff, S. Myller, Poemer,
Woog, Danzig u. s. w.
Nürnberg St. Lorenz, 2 Uffenbach, Kirch-
maver, Pfinzing.
Bei der letzten Auktion ım Hotel Drouot
zu Paris wurden folgende Preise u. a. gezahlt-
Joh. Ey. v. Knöringen ív. J. Ammann): 22 fr.:
Melchior Klesel - Wien 1613: 32 fr., Pfinzing
v. A. Khol: 30 fr., Gräfin Marie Anna
Przehorsowsky, geb. Gräfin Palfy: 46 fr,
Gráfin Albany (Freundin Alfieris): So fr.!
Valori v. Fr. Boucher - Paris: 18 fr, — zum
grössten Teil „komische“ Preise!
XV.
Berlin, vom 27. November 1905 wurde wieder '
In der Auktion von Rudolf Lepke,
einmal ein Exemplar des Exlibris des Baron
Kottwitz, von Kupferstecher George Friedrich
Schmidt — „von grösster Seltenheit“— versteigert;
es erzielte den Preis von diesmal nur ı3 Mk.
XVI. Während ich jüngst vom Verschwinden
der ‚und folg.
Nr. XIX.) Exlibris-Zeitschrift berichten musste,
kann ich heute mitteilen, dass die schweizer
spanischen italienischen; s.
Exlibris-Zeitschrift wieder aufleben wird, —-
was nur zu begrüssen ist. Sie erscheint ab
1. April oder 1. Mai in früherem Gewande
unter der Schriftleitung des Herrn Pfarrers
L. Gerster, Kappelen bei Aarberg, Kanton
Bern, jährlich 6 Nummern, Preis ım Jahre
einschliesslich Einband-Decke für die Schweiz
1o fr, für's Ausland 12 fr. 5o c. Redaktionelle
Beiträge werden gern entgegengenommen.
Jn Ungarn bereitet sich auch ein un-
garischer Central - Verein für Exlibris und
künstlerische Schutzmarken vor.
XVII. Mitten in unruhigster Zeit ist die
russische „Moskauer Exlibris-Gesellschaft“
in’s Leben getreten, bezw. genehmigt worden.
Die Wahlen ergaben als Präsidenten Herrn
Alexander Meck - Moskau, Obuchow
Pereulok, Haus von Meck, an den allgemeine
von
Korrespondenzen zu richten sind — , als Vize-
Präsidenten und Schatzmeister Herrn Wladimir
Trutowsky (unser Mitglied) und als Sekretär
und Archivar Herrn Udo Iwask -Issako (unser
Mitglied), den Verfasser des russischen Exlibris-
hauptwerks*), - Moskau, Nikitsky Boulevard,
Waldthardt, Qu. 4,
Korrespondenz bezüglich der ıussischen Zeit-
schrift zu richten ist. — Eine Zeitschrift, „Nach-
der Exlibris - Gesellschaft‘,
soll jährlich je nach den vorhandenen Mitteln
Haus an den alle
richten Moskauer
periodisch 1—4 mal erscheinen.
ist Herr Iwask-Issako; Tauschverkehr ist vor-
erst Mangels vorhandener Exlibris noch nicht
Beitrag für die 40 sogen. wirklichen
Mitglieder (stimmberechtigt): 15 Rubel, für
(unbeschränkte Zahl): 5 Rubel
möglich.
die übrigen
jährlich.
XVII. Auch das Ausland ahmt nun die
alte und wieder aufgenommene deutsche Sitte
der Universal-Exlibris nach; im schön aus-
gestatteten Werke „Il Monastero di S. Benedetto
in Polirone, nella storia e nell arte“, Verlag
von Eredi Segna in Mantua, befindet sich ein
von Professor Rosolino Bellodi gezeichnetes
Blatt: Nackte Figur der Wahrheit
mit flatterndem Schleier, oben „Exlibris“, unten
hübsches
„Veritas“, alles umgeben von Rosenzweigen
mit Dornen.
Ein anderes ausländisches Universal-
Exlibris befindet
Chemist’s Diary, 1906, Verlag von Burroughs,
sich ın Wellcome’s
*) S. Exl.-2. XV. 4. S. 184 u. S. 40—48 dieser No.
Redakteur
Wellcome a. Co., London (Sydney, Capetown
und Mailand), das einen chinesischen Drachen
zeigt, dem die Inschrift (in leicht imitierter
chinesischer Schrift) beigegeben ist: „This book
belongs to . . .“ (Dies Buch gehört . . .) und
„If found, please return immediatly“ (Wenn
gefunden, bitte um umgehende Rückgabe).
XIX. Bezüglich deritalienischen Exlibris-
Zeitschrift (Burti- Genua) erfahre ich, dass
Nr.
dass
der 2. auch schon wieder
eingegangen, d. h. Nr.
nichts wieder erschienen ist; die Abonnenten
Da ich
diese nach
seit dieser 2
haben somit ihre Einzahlung verloren.
der Sache von vornherein nicht traute, gehörte
ich nicht zu den Subscribenten, doch konstatiere
ein dem
ich, zur Warnung anderer, dass
Herausgeber auf seine Bitten geliehenes Klischee
o trotz 2maliger Mahnung bis heute nicht zurück-
gegeben ist! Einem Gerüchte, dass Herr Comm,
Jacobo Gelli in Mailand diese Revista ange-
kauft habe und weiterführe, widerspricht dieser
Herr aufs Bestimmteste und er bat mich, dies
hier zum Ausdruck zu bringen. Herr Gelli
arbeitet dagegen selbst an 2 Monographieen
über italienische Exlibris mit etwa 250 Ab-
bildungen bezw. 1200, die im September und
Dezember erscheinen sollen.
XX. Der berühmte Maler Sir Laurence
Alma Tadema - London feierte am 8. Januar
1906 seinen 70. Geburtstag. Der Künstler
stammt aus Holland; er ist 1836 zu Dronryp
in Friesland geboren, lebt aber seit 35 Jahren
in London und ist englischer Bürger geworden.
Schon auf dem Gymnasium zu Leeuwarden
trieb er klassische Studien. Seine künstlerische
Ausbildung erhielt er auf der Antwerpener
Akademie, wo er durch Hendrik Leys seine
archaisierende Richtung erhielt. Er schuf
zahlreiche Bilder aus der fränkischen Geschichte
und dem ägyptischen, griechischen und römischen
Altertum. Vorzüglich behandelt er das stoffliche
Material des Marmors, der Bronze und antiker
und ist auch ein
Geräte, heworragender
Aquarellist. In Berlin bekam er
1874 die
grosse goldene Medaille und wurde zugleich
auswärtiges Mitglied der Akademie der Künste.
Da das Exlibris des 7ojährigen grossen
Künstlers unsere Leser interressieren wird, sei
es hier nach einem meiner Exemplare ab-
gebildet. Gezeichnet ist es von Alma Tadema’s
Mündel Mr. J. Elmsly Jnglis und
zeigt in
Umschrift das, sinnig eine Malstaffelei bildende
Monogramm A und T von Alma Tadema,
um das sich 5 allegorische Figürchen der
Malerei, Zeichnung, Ätzung, Skulptur und des
Kunststudiums vor Bauresten
gruppieren; feine Radierung in 2 Grössen, mit
zweierlei Künstlereinfällen, v. e. 1892; die auf
dem grossen Blatte befindliche hier weggelassenen
Remarque ist das Ebenbild des Kiinstlers und
klassischen
macht es gleichzeitig zum Porträt- Exlibris;
die feine Remarque auf dem kleineren Format
sitzende
Figuren (Mann und Mädchen) in klassischer
Gewandung mit Harfe und Tamburin.
XXI. amerikanischen Exlibris,
das Beziehungen zu Deutschland hat, sel hier
Erwähnung getan: Inschrift: „From the library
zeigt einen Hinweis auf Musik: 2
Eines
=
14
| of Professor Karl Heinrich Rau of
the University of Heidelberg, presented
to the University of Michigan by Mr. Philo
Parsons of Detroit Davor die Re-
produktion des J. W. Spenceley (Boston)-schen
sauberen Exlibrisstichs von 1904, Wappen von
1871“.
Michigan zwischen Tannenzweigen über leerer
Tafel, unter der Überschrift „Library of the
University of Michigan“; oben antike Lampe
und Buch, 1837 und „Artes veritas scientia“.
Der
Rau,
dessen Bibliothek wie so viele nach Amerika
Die genannte Universität ist Ann Arbor.
hier erwáhnte Professor Karl Heinrich
gewandert ist, war Nationalókonom, geboren
1792 zu Erlangen, y 1870 zu Heidelberg.
XXI. Zu den besten amerikanischen
Exlibriskünstlern E. D French, S. L.
Smith und J. W.
ebenbiirtiger Exlibrisstecher
Spenceley ist ein neuer
hinzugetreten:
J A. J. Wilcox in Boston, der unlängst das |
vorzüglich gestochene Exlibris der amerikanischen
antiquarischen Gesellschaft gefertigt hat und in
der Manier und Giite den oben
gleichkommt. Exlibris
Bibliothek-Innenraum die 2 Portrát-Medaillons
von Isaiah Thomas (Präsident der Gesellschaft
1812—31) und Stephen Salisbury (1854—84);
oben das Siegel der Antiquarischen Gesell-
Erwähnten
Dieses zeigt über
schaft: Tempel und Chronos.
XXII. Der „Kurier für Niederbayern“ in
Landshut brachte im Dezember 1903 folgen-
den (grausamen) Exlibriswitz: Bestrafte
Protzerei: Kommerzienrat: „Für mein drei-
jáhriges Töchterchen, das schon sehr viele
Bücher hat, möchte ich ein Exlibris; wollen
Sie mir das zeichnen?“ Maler: „Gewiss! Ich
werde Ihnen ein Äffchen, das Bücher zerreisst,
zeichnen.“
K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Exlibris-Litteratur.
I. Unser Mitglied Herr Faktor Albin
Weber-Berlin-Schöneberg veröffentlichte im
„Kunstgarten“ (C. Kulbe, Gross-Lichterfelde)
III., 7—8,
„Das Exlibris“, in den er in gedrängter Kürze
einen 3!/, seitigen Aufsatz über
aber übersichtlich und richtig das Notwendigste
über die Geschichte und das Wesen, das
Sammeln und die Litteratur unserer Bibliothek-
zeichen bringt. 4 Abbildungen von meinen
Tr 1589)
Exlibris von R. Sturtzkopf, W. Geiger, P. Voigt
und G. A. Closs sind beigegeben.
II. Das an guten und interessanten Illustra-
tionen reiche Heft XII. 4 (Januar 1906) des
„Deutschen Buch- und Steindruckers“
(Ernst Morgenstern, Berlin W. 57; Heft: 75 Pf.)
bringt in seinem Aufsatz: „Neuere deutsche
Buchkiinstler“, XXII., Fritz Arbeit- Berlin,
3 von diesem gezeichnete Exlibris Richard
Lüders (stilisierter Dr. Cl. Heiss
(Mann Buch) der „Musik“
(Klavier, Harfe) neben anderen guten Zeich-
Baum),
mit und das
nungen , dieses geschickten Buchschmuck-
künstlers.
III. „Essai sur les Exlibris alsaciens“
Moeder,
Elsass; librairie Clement
1905. 16 Seiten,
Nur in 40 Exemplaren.
von Referendar Marcel Strass-
burg i. Drioton,
Dijon, 4 Abbildungen.
Der Umstand, dass dieser Essai zuerst in
einem französischen Journal, dem ,,Jnvestigateur
illustre“ erschien, erklärt es, dass diese in
ihrer Hauptsache über deutschelsässische Ex-
libris und Namen handelnde Schrift in fran-
Die Ab-
beschränkten Raumes
zösischer Sprache abgefasst ist.
handlung will wegen
keine vollständige Liste bringen, sondern
plaudert mehr in erzählender Form von einer
Anzahl (e. 80 von e. 5—600) elsässischer
Exlibris, ohne alle nennen zu wollen; eine
grössere diesbezügliche Arbeit ist der Zukunft
vorbehalten. Die kleine Schrift erinnert in
ihrer Art an die kleine Stoeber’sche Broschüre
Bibliothekzeichen, die sie
etwas ergänzt. Die Abbildungen sind die
Exlibris: Hieronymus Gemusaeus, e. 1640 — 60
über elsiissische
(ist aber mehr ein schweizer Exlibris; Hier.
Gmues, 7 1708, der Exlibrisbesitzer, war
Pfarrer im Baselland, und Thurneyser, der
Stecher, war Baseler und lebte meist in Basel;
vel. Exlibris-Zeitschrift VIII. S. 59, No. XVIII.)
von J. J. Thurnevser, Johann Fischart (* 1550,
von Jost Ammann (ist aber von
Lukas Meier, Formenschneider in Núrnberg,
Schúler und Gehúlfe Jost Ammanns; vgl. Ex-
libris-Zeitschrift V. S. 37, No. 8), Dr. med.
Thomas Lauth von Chr. DEE
Professor J. L. Blessig, von Ferdinand Wachsmut
(17 — 4):
IV. Dritte Publikation der Oster,
reichischen Exlibris-Gesellschaft“, Wien,
Weihnachten 1905; 79 Seiten
Illustration. 10 Radierungs-,
3 sonstige Beilagen, sowie
Guerin
mit reicher
2
1 Portrát (Karl
Koch +) und 54 Textabbildungen machen
farbige und
dieses 111. Jahrbuch unserer Schwestergesell-
schaft
publikation, die sowohl die Zierde jeder Ex-
librisfachbibliothek
zu einer hochinteressanten Exlibris-
ausmacht, als auch von
allgemein künstlerischem Interesse ist. Obenan |
steht der Artikel „Seltene Exlibris aus der
Sammlung Sr. E. des Grafen Johann Wilczek-
Wien“ des Herrn Dr. Karl
Mandl. Dieser in den Exlibrisstoff gründlich
eingeweihte Sachverständige bringt eine hübsche
aus der Feder
Anzahl — 14 — bemerkenswerter, selten vor-
kommender österreichischer Bibliothekzeichen
von Klöstern, Geistlichen, Adeligen, Gelehrten
u. s. w. zur Abbildung und Besprechung und
bewährt sich hier als sorgfältiger Historiker.
Über alte Herzogenburger Exlibris schreibt
Frau Gräfin Ernestine Coudenhove und bildet
dazu 4 seltene Blätter dieses Klosters ab. Herr
Dr. Rudolf Neumann bespricht, mit einer Ab-
bildung, Eichstätter Exlibris.
sind noch die sehr guten Sonderaufsätze über
Hervorzuheben
österreichische jetztzeitliche Exlibriskünstler:
Über Ernst Krahl-Wien, von Eduard Dillmann,
über William Unger-Wien, von Gerhard Ram-
berg, und über Alois Kolb-Wien-Magdebureg,
von Oskar Leuschner, mit vielen Abbildungen.
Inhalt
Nekrolog Karl Koch, von Ed.
An sonstigem ist noch zu nennen:
Dillmann;
Exlibrisausstellung in Salzburg, von Philipp
Strasser; Exlibris Franz Schwab (v. Louis Uhl),
von Ed. Dillmann; österreichische Exlibris-
57
|
|
neuerscheinungen, von Ed. Dillmann, von
grosser Genauigkeit; Allerlei (Plagiat, Franks’
Exlibrissammlung, Kupferstich-Reinigung, Biblio-
_ graphie) von Ed. Dillmann; 2 historische Ex-
| des
libris und Exlibris von Graf Buonaccorsi, von
mir; Mitglieder-Verzeichnis (130); Tauschliste
(04).
Dillmann,
Der Redaktion, Herrn Landesgerichtsrat
kann für die Beischaffung des
Materials und die Anordnung des Ganzen
nur vollste Anerkennung ausgesprochen werden.
Diese 3 bisherigen Jahrbücher sind 3 prächtige,
unendlich preiswerte*) Publikationen, die ın
keiner Exlibris - Fachbibliothek richtiger Ex-
librissammler fehlen dürften, zumal der Text-
druck wie der der Bilder, und namentlich der
an und
reichen Materials Radierungs-
farbigen Beilagen tadellos ist.
V. Vor Jahresschluss erschien: „Biblio-
graphie des Exlibris“, von Emil Graf Budan,
in Venedig, Verlag von Karl W. Hiersemann,
Leipzig, 1900; 61
Preis 15 Mk.
Diese neuste Exlibris - Bibliographie,
Seiten, 34 Abbildungen,
die
387 Angaben von Exlibris-Büchern und -Ar-
tikeln enthält, erscheint in húbschem Gewande,
Einband mit
und
in blauem
Goldschnitt
stattung und Inhalt
Pergamentrücken,
Aus-
das Büchlein
sauberem Druck.
machen
dem Bibliophilen wie dem Exlibrissammler
und dem von Exlibrisliteratur wert, wenn auch
nicht verhehlt werden kann, dass der Preis, ım
Vergleich zu anderen Exlibris- Forschungs-
Werken ein viel zu hoher ist. Die Liste ent-
hält Exlibris - Litteratur-
Quellen, doch die überwiegende Mehrzahl aus
noch nicht alle
Europa und Amerika. Die Bilder sind etwas ab-
hängig gewesen von dem, was an Klischees zum
Abdruck (grossenteils) geliehen wurde, und
sie bieten in ihrer Auswahl nicht immer das
Allerbeste; einige „mindere“ Exlibriszeichner
*, Preis für Mitglieder nur 10 Kronen; ev. Anmeldungen
an Herrn Landesgerichtsrat Ed. Dillmann, St. Poelten, Nieder-
Osterreich.
hätten ruhig wegbleiben und durch Blätter
hervorragenderer Exlibris - Künstler ersetzt
werden können. Für eine ev. II. Auflage
empfiehlt es sich auch, bei den Bilderunter-
schriften den Zeichnernamen anzugeben, statt
den den
Besitzernamen, da dieser ja in
meisten Exlibris selbst zu lesen ist, während
das oft
dem Beschauer wichtiger erscheint und oft
wissenswertere Künstlermonogramm
ihm unbekannt ist. Die Abbildungen ver-
teilen sich, wie folgt: 5 französische alte,
ı spanisches altes, 3 schweizer alte, 24 neue
deutsche und schweizer Exlibris von Ed! Lor.
L. Meyer, R. Sturtzkopf, A. Frhr. v. Foelkersam,
B. Wenig, B. Schmidt (3), R. Münger, Horst,
Schulze, O. Voigt, L. Burger, Br. Heroux (3),
H. Nernst, H. Berthold, H. Hirzel, E. Gerster,
L. M. Rheude, A. Balmer, R. Grimm (2) u. A.
Die Titel der betreffenden Bücher u. s. w.
sind in den Originalsprachen angegeben; die
Verbindungssprache ist die französische; der
gleiche Verlag K. W. Hiersemann, Leipzig,
Königsstrasse 3, bietet auch im Gf. Budanschen
Buche das A. de Riquersche prächtige Exlibris-
werk von 1903 (64 Exlibris in Radierungen
und Klischeedruck) zu 20 Mk. an.
Nachschrift hiezu:
Etwa 2 Wochen, nachdem Vorstehendes
geschrieben war, erhielt ich von mehreren
Seiten eine ,,Drucksache“ zugesandt, über-
schrieben „Wichtig für alle ernsten Sammler":
am Rande stand: „Bitte um Weitergabe“, und
unterschrieben war das Ganze „Von einem
ernsthaften Sammler und Bibliophilen.“
Da der Verfasser und Versender — der
sich diesen anonymen Angriff gegen die Gf.
Budansche Exlibrisbibliographie durch Druck
und Porti etwas kosten liess — seinen Namen
vorsichtig verschwieg, sei auf den sachlichen
Inhalt dieses Sendschreibens hier gar nicht
erst weiter eingegangen; es sei nur bemerkt,
dass dieser Schütze besser und ins Schwarze
getroffen hätte, wenn er nicht anonym auf-
getreten, sondern mit offenem Visier, mit
seinem Namen für seine Niederschrift ein-
getreten ware.
Frwähnt sei, dass diese Drucksache teils
von Würzburg, teils von München aus versandt
wurde, — also wahrscheinlich nicht aus diesen
2 Versandtorten stammt?
Noch
daran gedacht, (oder damit gerechnet?) dass
eines: Hat der Anonymus nicht
er durch seinen unkontrolierbaren „Schuss aus
dem Hinterhalt“ andere ebenfalls ‚ernsthafte
den unschönen Verdacht der
Bei
bereits mehrere Anfragen von den verschie-
Sammler“ in
anonymen Offensive bringt? mir sind
densten Seiten mit Vermutungen eingelaufen,
die nach der Möglichkeit frugen, ob der oder
jener vielleicht als „Meuchelmörder“ in Be-
tracht käme, d. h. mehrere hochachtbare
Personen sind bereits verdächtigt worden, in
Falle
Anonymität gefröhnt zu haben!
diesem der unlauteren Maxime der
Vielleicht zwingt diese Erwägung den
Anonymus, — der vielleicht in Konkurrenz-
kreisen zu suchen ist? — ehrlich hervor-
zutreten ?
Nebenbei bemerkt, ist es fraglich, ob nicht
dieser Rtickenangriff dem Budanschen Büch-
lein famose Reklame gemacht, — der Namens-
verschweiger also das Gegenteil von dem er-
reicht hat, was er im stillen Kämmerlein
erhoffte? *)
VI. Die Librairie Sidot Freres in Nancy,
rue Raugraf 3, Frankreich, kündigt eben
mittels Prospekts an: „Essai de Repertoire
des Exlibris et Fers de Reliures des
Bibliophiles Lorrains“,von Cte. Antoine
* Das Buchhändler-Bürsen-Blatt 73, 60 v. 13. 3. 1906
bringt S. 2722 bereits ein ,‚Gesuch‘‘ des Verlegers, Herrn
K. W. Hiersemann-Leipzig, in dem er eine durch das anonyme
Schreiben bewirkte Beleidigung seiner Person, Herabwürdigung
seines Gescháftes und die Absicht, seine Firma zu schädigen,
feststellt und bittet, dass man ibm in der Ausfindigmachung des
Anonymus helfen möge. Das Faksimile der Adressschrift ist
beigefügt.
59
deMahuet und Edmond des Robert `
(unserem Mitglied). Ein Band von 380 Seiten
enthält die Beschreibung von über 1100 Ex-
‘libris und Super-Exlibris, mit biographischen
Notizen, Lothringens, der Grafschaft Bar und
der 3 Bistümer Metz, Toul und Verdun, 10.
bis 19. Jahrhundert; über 100 Text-Illustra-
3 von
Nur
tionen und 15 Beilagen, von denen
alten Original-Platten abgedruckt sind.
300 Exemplare; Preis: 30 francs.
VII. Wenn auch Herr Dr.
von Stradonitz bereits in seiner
St. Kekule
trefflichen
Abhandlung über Super-Exlibris in der Zeit-
schrift für Bücherfreunde VIII., 9, auf nach-
stehende Quelle kurz hinwies, so möchte ich,
da die Z. f. B.
unserer Leser ist, auch hier in unserer Exlibris-
nicht in der Hand jedes
Zeitschrift erwähnen, dass sich hunderte
von Super-Exlibris in getreuen Nach-
bildungen, jedes namenlose Wappenblatt mit
dem Namen des Buchbesitzers und Wappen-
herrn versehen, finden in: „Joannes Guigard,
Nouvel armorial du bibliophile, Guide
de l’amateur des
2 Bände, Verlag Emile Rondeau, Paris, passage
1890.
livres
des panoramas 35; Vertreten sind
vorherrschend französische Familien--und Super-
Exlibris; doch finden sich auch ab und zu
deutsche.
VIII. Die Edinburger
Publikation „Book of Bookplates“ er-
ursprüngliche
scheint in III. Umwandlung. Nachdem das
Interesse an modernen Exlibris in England
geschwunden war, hörte die ausschliessliche
Exlibrispublikation auf, und die Exlibris er-
schienen nur noch als Anhängsel der II. und
nunmehr II. Umwandlung; die letztere heisst
nun „The booklovers Magazine, Books
and Bookplates“; volume VI, part 1; Preis
(nun erhöht) der Einzelnummer
6, Monate
geben I Band,
20 sh.)
KI
3
erscheinende
sh. © p.;
Nummern
(Postfrei
Zeitschrift
alle 2
der 18 sh. kostet.
In der Art der neuen
ähnelt diese unserer deutschen Zeitschrift tür
Bücherfreunde; ihre Bildausstattung und der
Druck, auch der der farbigen Tafeln, sind sehr
gut. Die 1. No. umfasst: The signet library,
Edinburgh, v. W. K. Dickson; notes for a
Whistler Bibliographie, T. R. Way und
G. R. Dennis; Charles Asselinau, v. W. F.
dem Exlibris Asselinau’s
V.
Prideaux mit
(Storch auf Schildkröte, von Braquemont); —
the greatest latin psalter of Fust and Schöffer
armoriés“,
Textillustration von Har Nelson; a
of bookprices, A. W. Pollard;
Exlibris v. David H Becket; 1 Exlibris
M. L. A. Girardot, guter Farbendruck;
ı Exlibris
Herrn Ludwig Saeng - Darmstadt)
1459;
Theorv v.
>
V.
(namenlos, jedoch das
von
A. de
Riquer; Mr. Whistlers names, addresses and
vV.
birthplaces, v. S. D. Shallard; how to collect
books, v. J. H. Slater.
IX. Der „Connoisseur“ ein Londoner
Sammlerblatt, XIII., 53 (Carmelite street; Heft:
1 M. und 50 Pf. Porto) bringt S. 15—20 von
Mrs. L. Nevill Jackson einen „Das Sammeln
von Bibliothekzeichen“ betitelten Artikel mit
dem Hector Poemer (A. Dürer) - Exlibris und
13 anderen Abbildungen englischer (11 alter,
Wenn
von
>
neuerer) Exlibris. die Verfasserin
das H. Poemer - Blatt 1525
datierte Exlibris nennt, so irrt sie, denn selbst
das älteste
in englischen Exlibrisbüchern ist schon fest-
gestellt, dass das älteste datierte Exlibris das
von Hieronymus Ebner, von A. Dürer, von
1510 ist. Ihre anderen Angaben der ältesten
‚ datierten Exlibris stimmen auch nicht ganz.
Schweden: nicht 1575, sondern 1595;
Schweiz: nicht 1607, sondern 1502; Italien:
nicht 1623, sondern 1022; Amerika: nicht
1740, sondern 1679. Die kleine Abhandllung,
in der auch die Stile besprochen werden, ist
anderes als
Blatt S. re
Dass die Ver-
deutschen Exlibrisktinstlern
nichts
Das Porträt:
kein
für Laien bestimmt und
eine Plauderel.
halte ıch für Exlibris.
fasserin von der
Jetztzeit nur die 3 Worte „Voigt (ohne Vor-
name, der hier nötig wäre, da es mehrere
gibt; jedenfalls Paul) or Sattler“ bringt, be-
weist, dass sie sowohl die bedeutendste Exlibris-
kleinkunst der Welt, nämlich die deutsche,
gar nicht kennt, als auch nicht einmal die
hierin aufklärende bekannte Winter-Nummer
des englischen „Studio“, die Jemand, der über
Exlibris schreibt,
oder lesen müsste, insbesondere in England.
X. Ellis- London W., Bond
Street 29, England, gab den II. Katalog
der Franks - Dubletten englischer und
amerikanischer Exlibris No. 26309,
Hoare, bis No. 4917, Ryves; ohne Abbildung;
unbedingt vorher kennen
New
heraus;
Preis: 6 pence.
XI. In ,Brush and Pencil, illustrierte
Kunstzeitschrift New-York’s, August-No. 1905,
Vol. XVI. No. macht uns unser Mitglied
Miss Esther Griffin White
geschriebenen Artikel
of bookplates“
Exlibriszeichnern bekannt, mit Grace und May
Greenleef (4 Abbildungen), Gaar C. Williams
(6), Anna Hasselman,
E
2)
in ihrem gut-
„Indiana designers
neuen
mit amerikanischen
Helen und Margaret
Armstrong, Paul Keinker, Margaret Stull (je 1).
Fast alle 14 Exlibris sind flott und gutmodern
gezeichnet.
XII. Das „Triptych“ in New- York gab
wieder ein neues kleines Heftchen ,,Book-
plates“ heraus: 3 Seiten Text mit Hinweis
auf die verschiedenen Arten von Bibliothek-
und 10 Exlibris von Zeichnern des
» Triptych“ (Jay Chambers, W. M. Stone, Kendall
Banning) ;
H
zeichen
mit Land-
W.
„pictorial“ gehalten Bildchen
schaften, Schiffen, Figuren u. s. von an-
sprechender, hübscher Zeichnung, einfach und
Adresse: New-York Citv,
Erwähnt sind in diesem
Book-
plates, ro in colors, on Japan vellum, by
nicht überladen.
1 Madison Avenue.
Heftchen an Exlibrispublikationen :
the Triptych, von Kendall Banning; vorstehend
60
mit Ausnahme eines Wappens alle
gen. Heftchen: 50 cents. Women desig-
ners of bookplates, von W. M. Stone;
30 Exlibris 1 doll. 50c. Jav Chambers,
‚27 Exlibris, von W. M. Stone: `
I doll. 50 c. Exlibris werden im „Triptych“,
his bookplates
einschliesslich 500 Exemplaren aúf Vellum
Der
Verlag des Triptych steht neuerdings unter
(Pergamentpapier) zu doll. 20 gemacht.
der Leitung des Herrn Kendall Banning (un-
seres Mitglieds) und des Fräuleins Hedwig
von Briesen (Tochter von Arthur von Briesen,
des Präsidenten der „Legal Aid Society“, eines
der bekanntesten Deutsch-Amerikaner).
K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Gegen Anonymität.
Mitte Februar dieses Jahres erhielt ich von
Werkchen
Existenz
einem hiesigen Buchhändler ein
zur Ansicht übersandt, von dessen
ich schon vorher durch eine mit dem ganzen
Aufwand verlegerischer empfehlender Bered-
samheit ausgeschmückten Anzeige Kenntnis
Emile de Budan,
Bibliographie des Exlibris. Verlag von K. W.
erhalten hatte, , Comte
Hiersemann-Leipzig“.
Es scheint mir, höchste Zeit zu sein, gegen
eine,
neuerdings bedenklichen Umfang an-
nehmende Form im Publikationswesen Front
zu machen, die unter anderem, hauptsächlich
darin besteht, dass die Erscheinung eines
Werkes nur in nurnerierten Exemplaren, bei
ganz geringem Umfang der Auflage, womöglich
mit nach Ablauf eines bestimmten Zeitpunktes
eintretender Preiserhöhung angekündigt wird.
Natürlich kann das Experiment nur bei solchen
Werken Anwendung finden, die ihrem Inhalt
nach sich an einen mehr oder weniger engen
Selbstverständlich
dürfen nach Ansicht der betreffenden Verleger
Interessentenkreis wenden.
derartige Raritäten in keiner Fachbibliothek
[fehlen und sind berufen, eine wesentliche
Lücke der Fachlitteratur zu füllen.
Wenn vor der Herausgabe von umfang-
reichen, oder nur mit grossen Kosten herzu-
stellenden Spezial- Publikationen ein Verleger
61
sich durch Subskription eine gewisse Sicherheit |
für den Absatz schaffen will, wird jeder recht-
lich denkende Mensch das ganz in Ordnung
dabei der Autor
Fachkreisen, an die das Werk sich wendet,
finden; meist ist in den
so hinreichend bekannt, dass jeder von vorn
herein weiss, was er zu erwarten hat; anders
dagegen liegt die Sache, wenn von einem nanı-
haften Verleger eine dieser Methoden dazu
benutzt wird, irgend ein wertloses Machwerk,
in ein äusserlich kostbares Gewand gehüllt,
an den Mann zu bringen. Es ist das, gelinde
gesagt, eine bedenkliche Spekulation.
An-
mir ein Flugblatt,
Dass ich nicht allein mit dieser
schauung stehe, beweist
„Wichtig für alle ernsten Sammler“, das ich
einige Tage nach Empfang des „kostbaren
Werkes“ aus München zugesandt erhielt.
So sehr ich und mit mir einige Würzburger
Exlibrissammler und Bibliophilen den Inhalt
dieses ,,Flugblattes“ anerkennen, müssen wir
doch ganz entschieden dagegen Verwahrung
einlegen, dass derartige an und für sich voll-
ständig berechtigte Worte in einer Form in
die Öffentlichkeit gebracht werden, die absolut
keinen Schluss auf den Autor ziehen lässt.
Das anonyme Blatt „ohne Druckerangabe“!!
ist in raffinierter Weise an 2 Orten versandt
worden. Eine Quelle fliesst in Würzburg, —-
ich erhielt meine Exemplare aus München!
Wenn
Bibliophilen“, der „der Exlibrisforschung auf
es dem „ernsthaften Sammler“ und
den Grund geht“, wirklich darum zu tun ist,
gegen einen vorhandenen Misstand Front zu
machen, warum bekennt er nicht Farbe und
nennt seinen Namen? Warum benützt er die
verächtliche Form eines Anonymus? Entweder
er hat mit seiner Ansicht recht, dann werden
alle „ernsthaften Sammler“ ihm mit Vergnügen
ihre Zustimmung geben, für eine Namens-
verleugnung ist also absolut kein Grund vor-
handen; oder er greift eine Sache zu unrecht
an, dann ist die Situation des ,,Riicken-
schützen“ besonders verwerflich.
Der Mann begreift wohl garnicht, dass
er mit seinem Geschoss aus dem Hinterhalt
unserer Sache eher geschadet als genützt hat;
solange er nicht den Mut findet, sich offen
zu nennen und für sein Werk einzustehen,
müssen wir ibm die Berechtigung aberkennen,
sich als zu der Reihe ,,ernsthafter Sammler
und Bibliophilen“ gehörig zu bezeichnen.
Würzburg.
August Stohr.
Eingesandt!
Über Preisnotierungen: Ein An-
fänger im Exlibrissammeln bekam Ende 1905
einen Exlibriskatalog zugesandt, der ihn ver-
anlasste, einen Sachverständigen um Rat zu
fragen. Dieser klärte jenen auf, dass man
Exlibris zu den in diesem Katalog gen. Preisen
klugerweise nicht kaufe, da solche Notierungen
wiein diesem Katalog einfach auf Überschätzung
beruhen oder auf die Unkenntnis und das
mangelnde Verständnis (um nicht etwas Anderes
zu sagen!) sowie auf einen gespickten Geld-
beutel spekulieren. Das Sammeln alter Exlibris
auf dem Kaufwege ist bereits bedeutend
zurückgegangen, eben weil einige Antiquare
die eine Zeitlang grassierende Sammelleiden-
schaft ausnutzten und Preise stellten, die den
walıren Wert eines Blattes um das 3 und
4 fache überstiegen; aufgeklärt, gaben viele
Sammler diese sinnlose Geldverschwendung
und damit den Ankauf alter Exlibris einfach
auf und das mit Recht; denn was sagt ein
halbwegs Kundiger dazu, wenn ihm für das
Exlibris Fi- Ae
schweig-Oels, das weder schön 1 ]
hweig-Oels, das weder schön noch selten ist
des Herzogs von Braun-
(denn es kommt zu Hunderten und so ziemlich
in jeder Exlibrisoflerte vor!) 3—4 Mk. ab-
e io (en
verlangt werden? 40 Pfennige ware der rich- ' von Georges Goury. Exlibris Graf Brunetta
tige Wert, also vielleicht höchst-zuzahlender d’ Usseaux (von Aere, Paris). Graf K. E.
Preis: 1 Mk.! 2 griechische Exlibris, die in zu Leiningen - Westerburg, der bedeutendste
französischen Offerten oft zu 50, 60 c. vor- | Exlibrissammler der Welt. Mitteilungen.
Das
schon dem Papierkorb jedes Exlibrissammlers
kommen, sollen u. A. 5 und 3 Mk. kosten !
wohlbekannte Jöcherblatt, das auch sozusagen
in jeder Offerte paradiert und jedem der nicht
mehr vielen alter
Kauf-Sammler ein guter
Bekannter ist, ist mit 3,50 Mk. bewertet!
Vor-
Und
einige andere Preis-
Höchstwert wäre be dem häufigen
kommen dieses Ladenhüters 50 Pfennig!
so liessen sich noch
übertreibungen erwähnen, die komische
Schlüsse zulassen! Man kann nur alle kauf-
lustigen Exlibrissammler davor warnen, der-
artige exorbitante Forderungen zu er-
denn da kann sein durchaus
Geld
wegwerfen oder — praktischer z. B. durch
füllen; man
überflüssiges noch viel genussreicher
Wohltun!) los werden; ausserdem kann das
Sammeln von Exlibris nur mittels Mammon,
ohne Sinn und Verständnis, un-
möglich die richtige echte Sammelfreude und
Befriedigung erregen.
K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Redaktionelle Mitteilungen.
> ar e Inhalt der „Revista
CANO Italiana di Exlibris“ I. I
dee (Nov. 1005):
Entwickelung der Exlibris.
Ursprung und
Ein
charakteristisches Venetianer
Exlibris. Exlibris Hier. Spreti.
Exlibris Advokat D. Giussepe
Verschiedenes und Literatur; Tausch
(12 Adressen).
Stampa.
el 2. (Dez. 1905): Exlibris Enea Caprara
1086. Italienische Exlibrissammler: Jacopo
Gelli (c. Exlibris
Papstes Pius IX. (kein wirkliches Exlibris!),
10000 Exlibris).
des
des noms.
Tausch (6). Die Zeitschrift ist nach diesen
2 Nummern cingegangen.
e Inhalt der „Archives de la société
des collectionneurs d’Exlibris et de
reliures historiques“. Paris XII. Io.
(Octobre 1905): Exlibris de M. R. Laloy,
par M. Em. Théodore de Lille.
cation, par I. C. Wiggishoff. Les bibliophiles
Communi-
du Bas-Languedoc (Suite): Mr. de Bargeton
Durfort, Baumes, Baux, Becdelievre, Begault,
Bertram, Bornier, par Prosper Falgairolle.
Correspondance. Liste sommaire pour servir
à l'étude des Exlibris Lorrains. Questions.
Réponses. Bibliographie (Les Exlibris de
M. H. Nelson).
e Inhalt XI. ır.
rendu de la
Officiers
- Liste
sommaire pour servir A l’etude des Exlibris
Lorrains (Suite): Exlibris de P. L. I. Jacops
Une etiquette
Exlibris de
l’abbe Deschamps, par Vicomte de Gastine.
Biblio-
der
1905).
reunion du 23. novembre 1905.
„Archives“
(Novembre Compte
bibliophiles, par A. de Remacle.
d’Haillyv, par P. de Faucher.
conjugale, par A. de Roffray.
Demandes.
Questions. Réponses.
graphie.
XIL r2.
rendu de la
der
1905).
reunion du 26. novembre 1905.
de Champlagarde, par A. Fray - Fournier.
Officiers bibliophiles (Suite), par A. de Re-
Liste sommaire pour servir à l’etude
e Inhalt „Archives“
(Decembre Compte
I. Froment
macle.
des Exlibris Lorrains, (Suite):
Table heraldique classee methodiquement, par
Bibliographie.
pieces principales de Pécu. Index alphabetique
Table alphabétique des matiéres.
o Das Oktober-Heft des ,Journal
ofthe Exlibris-Society“ (1905, vol. AN,
part. 10) hat folgenden Inhalt: Notes of the
month. Dated plates, by Carnegy Johnson.
An uncommon
A des-
cription of the bp. of Dom Walter Mackev.
Bp. of Rev. G. R. I. Fletcher.
of legal bps., compiled by S. A. Grundy-
Letter. Burton bp.. Exchange.
bp., Mr. Jamcs Arrow of Clapham.
Newman (Surtees-Warner).
A rough list
List of Festoon- `
plates, compiled by J. F. Verster (Hill-Jago). `
eo Das November-Heft (1905, vol.
XV, part. ıı) enthält: Notes of the month.
Irish bps., in order of counties, compiled by
William Chamney (Blood-Westropp).
on a medical bp. A list of Chippendale bps.
Notes
not included in the cataloque of the Franks
An
bp. for the Brimfield library, Massachusetts.
Letter. Bp. of Mr. Ernest Hill.
list of legal bps., compiled by S. A. Grundy-
collection (Abell-Ayscough). interesting
Newman (Warren-Young).
e Das Dezember-Heft (1905, vol.
XV., part. 12) enthält: Notes of the ınonth.
Parmele bps. wanted. The bps. of Jesus
College,
Bp. identification. Irish bps, — Chippendale
bps. A list of Chippendale bps. not included
in the catalogue of the Franks collection,
compiled by Frederic Cattle (Bacon-Bristowe).
Baker plates not in the Franks collection.
List of Festoon plates, compiled
Verster (James-Knaresbro).
Bibliographie und Katalog. Verzeichnis der
in der „Revista“ publicierten spanischen Ex-
libris.
2 Tauschlisten.
Anfrage.
Kennt jemand aus dem Leserkreise ein
Exlibris
oder Parmele aus Flandern?
1773 de Joigny de
Wappen: Geviert 1 und 4: silberner gold-
6 mal
I. Adler,
2. Eberskopf zwischen
freiherrlichen Familie van
(Nach
Parmele >)
der alten
de
genann t
Ki
5.:
Zimicr:
>
bewehrter Adler in Rot; und
geteilt von Gold und Rot.
wachsend aus Krone;
Flügeln.
Devise: „Vertu pour guide honneur
-= pour but“. Dr. Geo. L. Parmele, 65. Prattstreet,
A rough `
Oxford, by J. Henderson Smith. `
by Lk
e „Revista Jberica de Exlibris“, `
II. No. 4: Verzeichnis der Artikel und der `
Abbildungen. Das Exlibris S. M. des Königs `
Pau
Alfonso .XIII.
Font de Rubinat.
(v.
A. de Riquer),
Exlibris
V.
der Condessa de
Vimieiro e de Diogo de Mello, v. A. Loureiro.
Exlibris Pere de Leiba, v. J. de Janer. Ex-
libris und Medicin, v. Dr.
Über Kinder-Exlibris, v.
Exlibris mit Drachen, v. R. Miquel y Planas.
Exlibris Marques de la Canada, v. Pau Font
de Rubinat. Moderne Exlibris, v. R. M. P.
La novela de un Exlibris, v. Carlos Boselli.
P. G. Munoz. |
R. Serra y Pages. `
Hartford, Conn., V. St. Amerika.
Die für Bücher-
freunde“
„Zeitschrift
enthält in ihren Heften 11 und
12 des IX. Jahrgangs 2 grössere Artikel
aus der Feder des Herrn Grafen K.
E. z. Leiningen-Westerburg über
„Neuere Exlibris-Litteratur“, bezw.
Exlibris
gen“, letztere Arbeit illustriert.
von Bühnenangehöri-
Zu beziehen,
soweit der Vorrat reicht, das Heft zu 4 Mk.
von Velhagen & Klasing, Leipzig.
Tauschverkehr.!)
Zum Austausch ihrer eigenen Bibliothekzeichen
gegen diejenigen von Mitgliedern des Exlibris-
Vereins sind bereit:
Herr K.E.Grafzuleiningen-Wester-
burg, München, Rambergstrasse 3,
tauscht eine Anzahl Dubletten von
heraldischen, Musik-, Damen- und Arzt-
Exlibris*) .
1) Für diese Rubrik übernehmen weder der Verein noch
die Redaktion und Expedition irgend welche Verantwortung.
*) Auf Wunsch der Betreffenden mitgeteilt von K. E. Graf
zu Leiningen-Westerburg.
Herr Max Arnold, Neustadt, Hzgthm. | Frau
Koburg (v. Maler C. Arnold-Múnchen).*)
Herr Carl Berkhan, Stuttgart, Schel-
lingstrasse 15 (tauscht seine Exlibris:
eigenes, Exlibris R. Wiedersheim
E. Bonz).*)
Otto Bertschi, Basel, Petersgasse
und
Herr
40, Schweiz 5 Exlibris v.
C. Roschet-Basel, 1
(tauscht T.
modern
Di
herald., l
1 Allegoric in Strichätzung, 1 in Auto- |
typie, ein und 2 farbig, I herald., ı land-
schaftl., alle 5 in diversen Ausführungen.
2
dee a
3 Exlibris v. Alfr. Peter-Basel, 2 ver-
schiedene mit Kindern vor Landschaft,
in diversen Ausführungen und 1 vier:
farb. Exlibris mit Basler Múnster; letz-
teres nur gegen Besseres. 3. 3 Ex-
libris v. F. Bovard-Lausanne, lesendes
Mädchen, sowie Dame mit Kind, im
Garten lesend, — und prächtiges 3 farb.
Exlibris Dame am Wasser im Park;
dieses nur ganz ausnahmsweise (auch
auf Japan).*)
Frau Caecile von Bose, Hamburg,
Winterhude, Marie - Luisenstrasse 39
(2 v. B. v. Bose, 2 v. Anna Feld- |
husen)*).
FrauBögh, Kopenhagen V., Lindevej 3,
Dänemark (v. Prof. C. Thomsen).*)
Herr P. Bourcart, Els.,
(tauscht Exlibris Alexander Bourcart v.
B. Mangold).*)
Frein Agnes von Buttlar, Fritzlar,
Adeline Buttlar-
Dachau und 2.) von Buttlar-Elberberg,
Holzschnitt
(Warnecke
Gebweiler 1
(1.) eigenes v. von
auf altem
No. 301);
künstlerische und moderne Exlibris, keine
Papier, 1870,
sammelt nur
heraldischen)*).
Herr Siegbert Cohn, Berlin W. 35, Pots-
damerstrasse 118b (neuer Fidus; nur
gegen Besseres, z. B. Vogeler-, Fidus-, |
Weiss-, Lechter-, Sattler-Exlibris).*)
Frieda Cramer, Kóln, Kardinals-
strasse 2 (v. E. Ziminermann-Rom).*)
Herr Karl Csanyi, Kustos des ungarischen
Landeskunstgewerbe-Museums, Ofen-
Pest IX., Üllöerstr. 33—37 (3 v.ihm).*)
Herr Günther Deneke, cand. phil.;
Leipzig, Pfaffendorferstrasse 24 I
(v. G. Stummer-Wien).*)
Herr Dr. Paul Ebers, Baden-Baden,
Sanatorium Dr. Ebers (v. Herm, Ebers-
München).*)
Frl. Alice Erdmann-Jesnitzer, Bremen,
bittet
längerer Reise Tauschangebote in
um Entschuldigung, wegen
der letzten Zeit unberücksichtigt gelassen
zu haben und wird erst im Sommer
erwidern.*)
Herr Dr. Rud. Erhard, prakt. Arzt, Stutt-
gart, Olgastr. 6 (v. Eberh. Schreiber).*)
Herr Carl Ettlinger, Redakteur, Mün-
chen-Laim, Villa Anna Maria (v. Arp.
Schmidthammer ` reagiert nur auf Bes-
seres; „Schund“ bleibt unverwidert).*)
Fräulein Else Falkenfeld,
walde a. Spree, Karlsstrasse 7 (v. Frl.
Fürsten-
Marta Flatauer-Königsberg i. Pr.).*)
Emil Wien XVIII ı,
Staudgasse ı (Neu! v. Bertha Hassack-
Herr Fickert,
Linz; nur gegen Musik-Exlibris).*)
Herr Wilhelm Freyer, Jena, St. Jakobs-
strasse 35 II (zweierlei Radierungen v.
Max Spendig-Danzig).*)
Herr Louis Graf, München 23, Herzogs-
strasse 1. II. (giebt das Exlibris M. Rei-
nitz, Maler, Lithogr. von diesem, das
dieser nicht tauscht, gegen — nur —
Besseres; nur 20 Exemplare).*)
Herr A. Grafe, Dresden, Ermelstrasse
17 II (v. Kleuckens).*)
Herr Dr. Moritz vonGrünebaum, Wien
IX. 1, Peregringasse 2 (tauscht s. Exlibris
von Dr. H. Przibram-Wien, 1900
2 Grössen; bittet bei Sendungen um
in
Herr
Herr
Herr
I. 3 Blätter
Il.
ITT.
IV.
gefl. Angabe des Namens und Orts des
behält
aber ev. Rücksendung einzelner Exlibris
Zeichners bezw. Datum;
ohne Antwort vor).*)
B. Halbreiter,
wegen grösserer Reisen
München, wünscht
nicht mehr
zu tauschen; Erwiderung erfolgt nicht
mehr.*)
Jos.
berg, Bucherstrasse 23 (I v.
Hammer, Ingenieur, Nürn-
Hugo
Krauss-Núrnberg, ı v.
Nürnberg, ı v. Carl
brechts-Nürnberg)*).
Oberarzt Dr. Has, Fritzlar:
Ferry Riegel-
Schmidt - Helm -
von Carl Horn,
1.) Wilhelm Has.
graphie; 2.) Agnes Has.
1903. Chromolitho-
1905. Künst-
lerische Autotypie nur in wenigen
OS
München. |
| Herr
sich |
Friulein Emilie Hexamer,
| Frau
Herr
Herr
Herr
' Herr
Exemplaren gegen Bestes — 3.) Wilhelm
Hom. 1902. Chromolithographie —
nur noch wenige Exemplare gegen |
Besseres. —
Dr. J. G. Wagner. 1830. Steindruck.
Seltenes heraldisches Blatt. Der Rest‘
der Auflage (noch 40 Stück) aus dem
Nachlass des Besitzers; nur gegen alte
Blätter.
Dr.
heraldischer Kupferstich, nach bestem
Vorbild
E. Uckermann. 1830;
am Wappenbrief von
rand. 1.) nur wenige alte Exemplare
gegen gute alte Blätter. 2.) geringe
Anzahl Neudrucke von der alten Platte
auf Büttenpapier. Nur gegen Stiche,
Radierungen p. p.
Bibliothek zum H Peter, Fritzlar, 1840.
Typographisch)*).
1525. |
Ohne Besitzernamen. 13/15 mit Platten- |
-3$ q oy
prachtiger `
Herr
Herr
Herr
Herr
| Herr
Frl. Emma Heck, Heiligenwald, Rhein- `
preussen mehr
Gutes! Sammelt in erster Linie Damen-
und Kinder-Exlibris).*)
(tauscht nur gegen
Herr
Herr
Robert Heuser, Köln, Neumarkt 8
(v. E. Zimmermann-Rom).*)
Bad Kreuz-
nach, Weinkaufstrasse 4 (v. Gg. Geyer-
Wiesbaden),*)
Stadtrat Gertrud Hofmann, Zittau
1. S. (2 Exlibris, von ihr.)*)
Architekt Ham-
8— Io (eig.
Julius Hoffmann,
burg, Hohe
Lithogr.).*)
Fritz
Bleichen
Hoffmeister, Stuttgart,
H.
Marienstrasse 17 (Radierung v.
Bastanier; nur gegen Bestes !).*)
R. v Hoschek, Prag II, Bolzano-
strasse, Böhmen (v. L. M. Rheude).*)
Dr. Max Höltzel, Stuttgart,
Stafflenbergstr. 24 (v. M. Kleditsch).*)
Leopold Hummer, München, nun:
Massmannplatz 4 ILr. (v. Franz Kobler).*)
Hans Freiherr v. Imhotf, Ober-
und Bat.-Adjutant, Nürn-
7 III (v. Ernst
Loesch-Nürnberg; sammelt nur heral-
leutnant
berg, Egidienberg
dische Exlibris Adeliger; andere Sen-
dungen bleiben unbeantwortet).*)
Leonh. Kalb, Frankfurt a. Main,
Trutz 47 (v. Rud. Linnemann-Frank-
furt).*)
Maria August Klipstein, stud. art.,
Giessen, Frankfurterstrasse 123 (Holz-
schnitt v. Felix Klipstein).*)
Anton Koch, München, Dachauer-
I (1 farb. Orig.-Lith. v.
Rud. Sieck und 2 Radierungen v. Otto
Strasse ÓI,
Bauriedl-Múnchen).*)
Fr. König, Buch- und Kunsthändler,
Oldenburg i. Gr,
(v. B. Wenig).*)
Ludwig Kozma,
Huntestrasse 4,
Architekt,
Vascrtér 22, Ungarn, (tauscht s. selbstgez.
Györ,
Exlibris, in Farb.-Varitäten, nur gegen
Gutes).*)
Frau Gabriele Krasnopolski,
t5 (
E. Orlik, nur gegen Gleichwertiges).*)
Prag,
Florenzgasse 2 Radierungen v.
Herr Willi Lampe, Frankfurt a Main,
Friedrichstrasse 45 (Radierung v. Jacob |
Happ; nur gegen Besseres).*)
Herr Dr. Otto Lang, Oberrichter, Zúrich V,
Hegibachstrasse 22 (Radierung v. Karl
Hover- Zürich; nur gegen Besseres;
Schund verbeten)*).
Herr O. J. Larsen, Bankfuldmaegtig, |
Bergen, Norwegen, 3 Harald Haar- `
Exlibris:
2 v. Gerhard Munthe, Kristiania; 4 v.
fagersgade, tauscht folgende
Joseph W. Simpson, Edinburgh; 1 Porträt-
Exlibris v. Olav Rusti, Bergen; Tv
60
| Herr
Brynjulf Larsson, Kristiania, Radierung: `
In memoriam, und I
Exlibris: In memoriam v.
letzteren zum Andenken an seine ver-
schiedene Gattin, die Schriftstellerin
Bolette C. Pavels Larsen, verfertigt, nur |
gegen Radierungen oder Exlibris von
Bittet bei
stets um Angabe des Künstlers*).
Schriftstellern.
Herr Otto Lehmann,
berg, Erzgebirge (v. H. Kappler).*)
Herr George J. Lind, Oporto, Rua do
Golgotha
G. W. Eve, London, nur wieder gegen
Radierung oder Stich (ev. Korrespondenz
englisch erbeten.
nicht erwidert).*)
Dr.
S.W., Spichernstrasse 23 II (v.
Minderwertiges wird
Herr Berlin
F. Will-
Franz Lindheimer,
mann).*)
Fräulein Paula Marx. Frankfurta. Main,
Feldstrasse 19 (v. M. Möbius)*).
Herr F. Menegoz, Pfarrer, Strassburg.
i. E., Kaiser Friedrichstrasse 27 (yv. L.
_ Schnug).*)
Porträt-
Olav |
Rusti, Bergen, verfertigt. — Die beiden
Sendungen
Oberlehrer, Stoll- |
Dr.
Franz-Ludwigstrasse 8 p. (v. B. Wenig;
Mitterwieser, Würzburg,
reagiert auf „Schund‘“ nicht mehr).*)
Dr. Schaff-
hausen, Frauengasse 20 (Radierung v.
Herr med. Ernst Moser,
Ph. Dammköhler (nur gegen Besseres)*).
Dr. med. Pablo G. Munoz, Madrid,
Alcala 49, Tripdo 12, Spanien (tauscht
Herr
die von ihm gez. 3 verschied. Exlibris
seiner Schwester Josefina).*)
Mele van Overbeck, Château de
Savanel, Néthen, Brabant, Belgien.*)
Herr Freiherr v. Pechmann, Ober-
leutnant, Núrnberg (v. Ob.-Lt. H.
Freih. v. Imhoff; sammelt nur heral-
dische Exlibris adeliger und lässt andere
Sendungen unbeantwortet).*)
Frl. Käthe Pöschel, Prome-
nadestr. 37 (v. W. Tiemann).*)
Leipzig,
Frl. Josefine Pöschel, Leipzig, Prome-
nadestrasse 37 (v. W. Tiemann).*)
Herr Adam Prager, nun Zúrich,
Plattenstrasse 46, Schweiz (3 eigene
Exlibris und zahlreiche Dubletten,
sammelt nur Besseres).*)
Herr Arnold Prúner, Ofen-Pest VII,
Kertesz utcza 32 (tauscht 3 Exlibris
a. v. ihm, 3farbig; b. v. L. Kozma,
121, Portugal (Radierung v, `
c. v. G. Fekete).*)
Mrs. Mary E. Rath-Merrill, 80 Winner
Avenue, Columbus, Ohio, V. St. A.
(tauscht ihren Wm. Foster-Stich gegen
Stich oder Radierung, und die W. F.
Hopson - Radierung der Ohio- Alcove-
Gift-Plate — abgebildet Exlibris-Zeit-
schrift XIV., S. 50,
Handel, gegen seltenere Exlibris).*)
— nur 500 im
Herr G. Reinhold, Dresden-Blase-
witz, Allemannenallee 6 (v. H. R. Heine-
mann-Dresden).*)
Herr Nils Rosen, Malmö, Rundelsgatan
19, Schweden (v. Lydia Skottsberg-
Stockholm).*)
Dr.
Germersheim,
Herr Rossbach, Oberstabsarzt,
(I Ltt. Karl
Hübner-dort; ı v. Heinr. Guggenbichler-
München).*)
Dr. H. Rugenstein,
Universitäts - Bibliothek das
Wappen - Exlibris, Un-
bekannt, des + Germanisten und Nibe-
lungenforschers Friedr. Zarncke (+ 1891;
Bibliothek in Amerika), sowie dessen
Exlibrisstich, Unbekannt,
Goethe-Bibliothek, gegen
Besseres).*)
Dr. Max Ludwigs-
hafen a. Rhein (r eig. und 1 Exlibris
Gusti Rau, beide v. O. Rau; „Schund“
verbeten).*)
v.
Herr Leipzig,
(tauscht
Radierung
V.
feinen von
seiner nur
Herr Rüdiger,
Herr
H. Veit v. G. Croy-Prag).*)
Frau Tony Schütte, Bremen, Park-
Allee 44a.
nur gegen Bestes.)*)
Carl
München, Neurcutherstr. 23 (tauscht
Herr Schwalbach, Kunstmaler,
A. Schmidt-Schröter, Ham- ,
burg, Brahmsallee 11 (giebt Exlibris `
07
(Radierung v. H. Vogeler; `
2 seiner Exlibris und gibt 3 andere von |
ihm gezeichnete zu je 50 Pf. ab).*)
Frau Dr. Schwarze, Halle a. S., Wettiner-
strasse IQ (v.
Halle).*)
Fräulein Else Schwind, Hanaua M,
Frl. Wilhelmine Berger-
Kinzigbrücke 16 (v. C. E. A. Begeer- `
Utrecht).*)
Herr W. J. Stollreither, Baden- `
Baden, Sofienstrasse 16 (v. J. Pu-
honny).*)
Herr Fr. B. Sutter, Heidelberg,
Schlossberg den Universitäts-
17 (in
Ferien: Pforzheim, Adlerapotheke)
|
|
(1 Klischeedruck und 1 Zweifarben-
druck v. Fr. Mathilde Sutter-Pforzheim).*)
Herr
Paul Sinner, cand. med. ständige
Adresse: Kalk bei Kóln, im Sommer-
semester: Kiel (Exlibris v. H. Wilder-
mann, nur gegen Besseres)*).
Herr Jar. Topic, Buchhändler, Prag V.,
Ferdinandstr. 9 (2 v. V. Oliva und
M. Svabinsky).*)
Herr J. Treuthardt, Bern, Laupen-
strasse 8, Schweiz R.
Münger und ı Kupferdruck v. Staufer,
(Radierung v.
nur gegen Radierungen).*)
Universitäts-Bibliothek Tübingen
(tauscht 3 Exlibris Dr. K. W. Geiger
von Prof. Speyer, Prof. F. H. Rentsch
v Herm. Genter, G. Zúndel v. H.Genter)*).
Herr Albin Weber, Berlin-Schóneberg,
Exlibris
Faksimile-
Ebersstrasse 57 (tauscht sein
„Der
Celluloidschnitt, nach dem in der Kar-
heil. Christophorus“,
thause zu Buchsheim bei Memmingen
aufgefundenen ersten datierten Holz-
schnitt mit der Jahreszahl 1423, hand-
koloriert, gegen Stich, Radierung oder
Dasselbe
Tonplatte
Künstlersteinzeichnung. in
Schwarzdruck mit gegen
Besseres) *).
Felix Willmann,
Berlin N. 4., Invalidenstr.
sein Exlibris Gessert).*)
Herr
Kunstmaler,
(gibt
sm
/
Fräulein Dorothea Wolbrandt, Krefeld,
Steckendorferstr. 73 (gesetzt in der
Handw. und Kunstgew.-Schule Krefeld)*).
Herr Walter Zimmermann, München,
Karlsstrasse 36 III (1 v. W. Geiger,
ı v. E. Zimmermann).*)
Herr Friedrich Behr, Leutnant a. D., sammelt
nur mehr alte Exlibris, übernimmt also
keine Verpflichtung mehr, Sendungen
mit modernen Blättern zu erwidern.
Eberlein,
Stefanienstrasse go (Radier. v. O. Leiter
Frau Major Karlsruhe,
nur gegen Radierung).
Fräulen Marv Flücki ger, Bern, ist bis
Oktober verreist und kann den Tausch-
verkehr erst dann wieder beginnen.
Fehn,
l’echtmeisters - Tochter,
Fräulein Christine Universitäts-
München,
Nordendstrasse 22 f, II. Stock (1 grosse
Radier. v. Radierer Mayr, München, je
ı Blatt vom Kunstmaler C. V. H. de
Rozsnyay, Budapest, und Telemann,
Berlin.
Herr Fritz Hoffmeister, Hofkunsthändler,
Stuttgart, Marienstrasse 12, tauscht
jetzt seine Exlibris von 1. Carl Geist
G. A. Closs,
3-Farbendruck; 3.
Stuttgart, Klischee; 2.
Stuttgart, Hanns
Bastanier, Berlin, Originalradierung, je
gegen Gleichwertiges.
Frau Hedwig Klasing, Leipzig, Kreuz-
strasse 3 b, tauscht ihr selbstgezeichnetes,
in Strichätzung hergestelltes Exlibris.
Frl. GerdaLieven, Riga, Nicolaistrasse 19
(v. Siegfried Bielenstein-Riga).
Frl. Dascha Meyer, Dorpat, Lievland
(v. Kunstmaler Kunz Meyer, München,
Vervielfältigung ist Autotypie).
Herr A. C. Mylius, Kaufmann,
burg 17 Abteistrasse 12 1 Exl. von
Karl Wolbrandt-Krefeld, Klischee und
Kupferätzung, Abbildung in der Exlibris-
Ham-
Zeitschrift. Tauscht allgemein. Sammelt
auch Holzschnitte, Hamburgensien,
Familiengeschichten, bemalte Familien-
wappen.
Frau Gehcime Medizinalrat Prof. Siemer-
ling, Kiel, Niemannsweg (tauscht ihr
elgenes Exlibris und das ihres Mannes,
beide von ihr selbst gezeichnet).
68 —
| Herr Georg Starke, Königl. Hofl., Görlitz,
| Doppeladler 3 Grössen, Distelmotiv v.
| Professor Ad. M. Hildebrandt, Epheu-
| blatt 3 Varietäten v. Hans Hildebrandt,
auch Dubletten.
Fräulein Ingeborg Udden, Stockholm,
Grefturegatan 72 (v. ihr).
Herr Torsten Uggla, Auditór, Lund,
Schweden. 2 Exlibris von: 1. Jöns
Martensson - Lund, Klischee 1903;
2. Arthur Sjögren-Stockholm, Klischee
in drei Farben 1905. Tauscht allgemein.
Nicht mehr zu tauschen wünscht und
lässt Tauschsendungen unerwidert:
Clara Albert, Obermais-
Meran, Villa von Weinhart, Tyrol.
Wilhelm Starke,
Schweidnitz.
Fräulein
‚, Herr Referendar,
Weitere Anmeldungen für diese Rubrik
werden von der Redaktion oder von Herrn K.
LE. Graf zu Leiningen- Westerburg, München,
Y . - PER
Rambergstrasse 3, gern enigegengenommen und
| gelangen kostenlos zum Abdruck.
Inhalt.
130. Sitzung des Exlibris- Vereins. —
131. Sitzung des Exlibris-Vereins. — 132. Sitzung
des Exlibris-Vereins. — Neue Mitglieder. —
Adressen-Anderungen. — August von Eisenhart +.
(Mit Abbildung.) — Redendes Exlibris Krazer von
| e. 1580. (Mit Beilage) — Exlibris Dornsperg.
(Mit Beilage und 2 Abbildungen.) — Signum
bibliothecae. (Mit 7 Abbildungen.) — Neue Ex-
libris. (Mit Beilage und 38 Abbildungen) —
Russische Nachrichten. — Exlibris- Wettbewerb.
— Verschiedenes. (Mit 2 Abbildungen.) — Exlibris-
Litteratur. — Gegen Anonymität. — Eingesandt.
— Redaktionellle Mitteilungen. -- Anfrage. —
Tauschverkehr. — l
Mit 3 Beilagen.
es = -_ = -—
Verantwortlicher Herausgeber: Dr. Hans Brendicke, Berlin W. 30, Winterfeldtstrasse 24.
Selbst-Verlag des ,Exlibris-Vereins'"* zu Berlin.
Druck und auftragsweiser Verlag von C. A. Starke, Kónigl. Hofl., Görlitz, Salomonstr. 39, a. d. Berlinerstr.
DA
Zeitschrift
fúr
Bibliothekzeichen — Bücherkunde
und Gelehrtengeschichte.
Organ desvon Friedrich Warnecke begründeten Exlibris-Vereins
zu Berlin.
Berlin, 1906.
n
XVI.
Der jährliche Preis der „Exlibris-Zeitschrift“ beträgt 12 Mark, für Nichtmitglieder 15 Mark. — Anzeigen für
die „Exlibris-Zeitschrift‘‘ werden von C. A. Starke, Kgl. Hofl., Görlitz, Salomonstr. 39, entgegengenommen.
133.SitzungdesExlibris-Vereins | an und für sich ja nichts seltenes sind und
vom 12. Januar 1906.
In Abwesenheit des Herrn Professors
Doepler übernimmt Herr Professor Hilde-
brandt den stellvertretenden Vorsitz; den
gleichfalls abwesenden Schriftführer vertritt
Dr. Waehmer.
Herr Professor Hildebrandt legt ein
neues von ihm gezeichnetes Exlibris A. Amman
im Original und in der photographischen
Verkleinerung vor, ferner ein für denselben
Besteller angefertigtes Lesezeichen. Dieses
zeigt oben über in Renaissancestil gehaltenen
Rankenwerk das Ammannsche Wappen, ın der
Mitte die Inschrift „Inter folia fructus“ und
unten das Monogramm des Besitzers mit der
Überschrift „Lesezeichen von Aug. F. Ammann.“
Es wird von den anwesenden Mitgliedern
bemerkt, dass Lesezeichen von Künstlerhand
gerade in den letzten Jahren wieder zahlreich
auftauchen. Aber solche Zeichen mit dem
Namen des Bibliothekbesitzers und in einer
ausschliesslich für ihn bestimmten Komposition,
können doch als eine wenig bekannte und
freudig zu begrüssende Neuerung gelten*).
Derselbe Künstler legt ferner eine Anzahl
seiner neuesten Arbeiten auf dem Gebiete des
Exlibris in verschiedenen Reproduktionsarten
bei
steller die Vereinigung zweier nach Zeit und
Stil
langt war, erregt durch die glückliche Lösung
vor. Eine derselben, welcher vom Be-
ganz verchiedener Wappenschilde ver-
dieser schwierigen Aufgabe besondere Auf-
merksamkeit.
Herr Regierungsrat von Zur Westen
erfreut die Anwesenden durch Herumzeigen
eines äusserst seltenen Buches, der Erstaus-
*) Vgl. unter ‚‚Verschiedenes‘‘ dieser No.
Hinkel
nach
gabe von Brentanos „Gockel,
Gackeleia“ mit Steindrucken selbst-
gefertigten Zeichnungen Brentanos, Frankfurt
1838 bei Schmerber.
Dr. Waehmer hat einige neuerworbene
auf Pergament gemalte Wappenblátter des
16. und 17. Jahrhunderts — offenbar aus
Missalien stammend — mitgebracht, deren
Deutung und Bestimmung zu übernehmen Herr
Professor Hildebrandt bereitwilligst zusagt.
Eine von Herrn Dr. Brendicke ein-
gesandte Einladungskarte zu einer graphischen
Kunstausstellung in Zürich entfesselt einen
lebhaften Streit über Eigenart und Aufnahme
der modernen Typen von Eckmann, Behrens,
Über die Enstehungs-
geschichte dieser Typenzeichnungen machen
Sattler und Barlósius.
Herr Voigt, Abteilungsvorsteher in der Reichs-
druckerei, und Herr Regierungsrat von Zur
Westen interessante Angaben.
Es kommt dann zur Sprache, dass z. Z.
im hiesigen Kaiser- Friedrich - Hause unter
anderem eine Ausstellung des „Kunstgewerbes
stattfindet,
welche eine kleine Anzahl ärztlicher Exlibris
in der Geschichte der Medizin“
— alter und moderner — enthält. Dieser
Sonderausstellung im Sommer soll cine Schwarz-
weissausstellung folgen, welche eine grössere
Zahl ärztlicher Exlibris bringen wird.
Der Schriftführer:
i. V.
Dr. Waelmer.
134. Sitzung des Exlibris-Vereins
vom 12. Februar 19060.
Der Vorsitzende, Herr Prof. E. Doepler
d. J., verliest ein Schreiben des Herrn Grafen
K. E. zu Leiningen-Westerburg in Múnchen,
in welchem dieser mitteilt, dass in der eng-
Herr Dr,
Brendicke, dann dieser Herr und Herr Prof.
Emil
schliesslich
lischen Exlıbris-Zeitschrift einmal
dann nur der letztere und
Doepler,
keiner von den beiden Herren
und :
als Honorary Vice-Präsident geführt wurde.
Keinem der Herren ist jemals in dieser An-
gelegenheit irgend eine Anfrage oder Mit-
teilung des englischen Vereins zugegangen.
Die Versammlung beschliesst, der Angelegenheit
keinerlei Wert beizumessen und ist der Ansicht,
die englische
dass Ehrenmitgliedschaft des
Herrn Grafen Leiningen-Westerburg durch
diese Ungehörigkeit in keiner Weise betroffen
wird. Der Vorstand ist aber ausserordentlich
angenehm berührt durch die dem solidarischen
Gefühl des Herrn Grafen entspringenden Vor-
schläge desselben, seine eigene Ehrenmitglied
schaft niederzulegen, glaubt aber nicht, dass
eine Veranlassung zum Einschreiten vorliegt.
Der Vorsitzende legt sodann ein von ihm
gezeichnetes heraldisches Blatt für das Ritter-
gut Rüben im Besitze des Herrn Brandstetter,
Leipzig, vor.
Im Auftrage des Herrn Grafen zu
Leiningen-Westerburg wird an die
ständig in den Sitzungen anwesenden Mit-
glieder die dem Herrn Grafen gelegentlich
der Werbung des vierhundertsten Mitgliedes
gestiftete prachtvolle zweifarbig gedruckte Ra-
dierung von Hanns Bastanier verteilt.
Einem Antrage entsprechend beschliesst
die Versammlung, diese Radierung mit der
Genehmigung des Besitzers als Beilage in
Original-Radierung einer der nächsten Num-
mern unserer Zeitschrift beizufügen.
Herr Grafzu Leiningen-Wester-
burg sandte zur Vorlage zwei Plagiate*) ein,
in Graz
welche sich ein Herr Carl Kraus
geleistet hat. Dieser Herr verwandte in ab-
solut „naturgetreuer“ Weise nur in erheblich
schlechterer Ausführung die beiden Blätter
des Herrn Grafen von Oscar Roick und Paul
Voigt zu zwei Exlibris für Graf zu Stuben-
berg und Anna Gräfin zu Buttler. Auf Ein-
sind beide Blätter nunmehr
spruch unter-
drückt worden.
*, Vgl. unter ‚‚Verschiedenes‘‘ dieser No.
Herr Landgerichtsrat Dr. Beringuier
bringt sodann wieder eine reiche Sammlung
neuer Eingänge zur Vorlage.
Herr Paul Voigt legt zwei neue Blätter
vor, das erste namenlose für Leutnant A. Müller
stellt einen Ritter am Waldessaume Wache
haltend vor, das zweite für Willy Klamitter zeigt
eine Bibliothek mit Aussicht auf das Meer.
Herr Regierungsrat von Zur Westen
legt einige interessante Werke vor, darunter
„Der Nibelunge Lied, 1840,
Bendemann, Hübner, Stilke etc., Dichter des
illustriert von
deutschen Volkes, 1846, illustriert von Menzel,
Hosemann u. a, Rob. Reinick, Lieder eines
Malers, mit Randzeichnungen seiner Freunde.
1838, einige gute Blätter von Oeser, dem
schliesslich ein
Mes
Torts, Amsterdam 1775, mit dem berühmten
Zeichenlehrer Goethes, und
besonders kostbares Werk: Nouveaux
Titelblatte gezeichnet von C. P. Marillier,
gestochen von E. De Ghendt, welches auch
von Knight und Victor Ottmann als Exlibris
benutzt worden ist.
Herr Dr. Waehmer zeigt einige pracht-
Titelblatt für
die Oeuvres complets de Mozart von Breit-
volle Musiktitel, darunter das
kopf und Härtel, sowie verschiedene Barock-
und Rokoko-Titel.
Herr C. Langenscheidt legt zuletzt
noch einen längeren Artikel des Herm Grafen
Leiningen-Westerburg aus der „Zeitschrift für
Bücherfreunde“ vor, in welchem die meisten
der
letzten Zeit ausführlich besprochen werden. Die
Neuerscheinungen der Exlibrislitteratur
längere Zeit ruhende schweizerische Exlibris-
Zeitung soll von jetzt an wieder erscheinen.
Der Schriftführer:
Carl G. F. Langenscheidt.
135.Sitzung des Exlibris-Vereins
vom 9. April 1906.
Der Vorsitzende, Herr Prof. E. Doepler
d. J. eröffnet die Sitzung und legt die neuesten
Nummern der französischen und englischen
Exlibriszeitschriften vor.
Herr Langenscheidt überreicht sodann
im Auftrage des Herrn Grafen zu Leiningen-
Westerburg in München einen Artikel der
Allgemeinen Zeitung in München, welch
letztere die unnötige Schärfe der Post bei
Beifügung von handschriftlichen Notizen zu
Exlibrissendungen geisselt und Abstellung dieses
Übelstandes verlangt.
Herr Dr. Brendicke übergibt ein Ex-
libris E. L. Goldmann, Karlsbad, gezeichnet
von Felix Maltz, Charlottenburg, für die Vereins-
sammlung.
Herr Lanugerichtsrat Dr. Beringuier
und Herr Dr.
neuesten Erwerbungen, letzterer unter diesen
Anzahl
Warenzeichen aus dem 18. Jahrhundert.
Wachmer zeigen ihre
eine hochinteressanter gestochener
Herr Dr. Brendicke legt zum Schluss
das Exlibris Victor Weinwurm vor, gezeichnet
von E. Fluss in Prag.*) Herr Professor Doepler
bemerkt hierzu, dass in diesem Falle wiederum
ein eclatantes Plagiat vorliegt. Die Figur
eines nackten Mannes mit Schwert und Fackel
Stuck
ist absolut genau einem von Franz
gezeichneten Blatte in den „Allegorien und
Emblemen“ von Gerlach und Schenk (Blatt
No. 55a) entnommen.
Der Schriftführer:
Carl G. F. Langenscheidt.
Dem Exlibris-Verein sind als Mitglieder
ferner beigetreten:
Eingeführt durch Herrn K. E. Grafen zu
Leiningen- Westerburg:
Herr James H. Fincken, Philadelphia,
Pa., 804 Walnutstreet, V. St. Amerika.
Frau A. Hüttner, Rittergut Pırk, sächs.
Vogtland.
Emmy Wandsbeck
b. Hamburg, Claudiusstrasse 47.
Frau Stürken,
*) Vgl. unter , Verschiedenes'* dieser Nummer.
Herr Richard Steudel, Direktor, Mann-
heim, Meerfeldstrasse 4a.
Georg Rody,
Carnap bei Altenessen.
Herr Pfarrer und Rektor,
Frl. Ross Koch, Nürnberg, Lorenzer-
platz 19.
Herr E. P. Ricsenfeld, Architekt,
München, Kaiserstrasse 27, I.
Herr Georg Edmund Singer, Verleger,
Ofen-Pcst VI, Andrassystrasse 122.
Miss Anne C. Justice, New-York, 78
Madison Avenue II, V. St. A.
Herr Hans Hohneck, kaufm. Beamter der
a
Kel. Sachs. Porzellan- Manufaktur und
Leutnant d R, Dresden A. Schloss-
strasse 30.
Zingeführt durch Herrn Major Mootz:
Herr Elfeldt,
Bismarckstrasse 45.
Fabrikbesitzer 3remen
3
(Sammelt nicht!)
Fingeführt durch Zenn Dr. II. Brendicke:
wi
Herr Arthur August, Berlin S. so,
Schinkestrasse 10, I.
Herr Victor Weinwurm, Prag, Marien- `
gasse 10.
Eingefünrt durch Herrn Fritz Amberger:
Herr W. Rüb, Zúrich I, Sihlhofstrasse 12,
(tauscht nicht).
Eıingeführt durch Herrn E. Doepler:
Herr Martin Kortmann, Maler, Berlin
W. 15, Pariserstrasse 6, Gartenhaus IV S.
Lingeftihrt durch Herrn Carl G. F. Langenscheidt:
Bibliothek des Cistercienserstifts
(Pater Robert
Stams, Tirol.
Stams
Eingeführt durch Herrn Georg Starke:
Herr Paul Goldstein, Berlin, Speverer-
strasse 20 I.
Adressen-Anderungen:
Herr Dr. phil. Georg Burchard, Heidel-
berg, Klosestrasse 10 (ab 1. Aug. 00).
Reisch) Post
N
Herr Mor. von Grünewald, Hamburg,
Papenhuderstrasse 33, p. Adr.: Herrn
A. Schulz.
Herr Louis Graf, ab 1. Juni: München,
Hohenzollernstrasse 46, II.
Herr Emil Schuch, Praktikant am kgl. bayr.
Sonthofen
im Allgäu, Haus No. 190.
Hüttenwerk Sonthofen,
Herr Viktor Singer, Hamburg-Elbe,
Königsstrasse 36 II, Vorderhaus.
Cl.
Fellnerstrasse 7, IT.
Paul
Holstenstrasse 35, II.
Herr H. L. Mason jr, Pittsburg Pa.
431 Wood Street, V. St. A.
Elsa Baesecke,
8
Frankreich.
Frau Cramer, Frankfurt a. Main,
Herr Súnner, cand. med, Kiel,
Frl. étudiante en lettres,
rue Voltaire, Grenoble, Isere,
Herr Emanuel Grab, K. K. Kommerzialrat,
Prag, Pflastergasse 2.
Herr Dr. Rechts-
anwalt, Hamburg, Heilwigstrasse I2.
Martin Wassermann,
Herr Wolfgang Mecklenburg, vorm.
Richterscher Verlag, Berlin W. 30,
17:
Frl. MarietaWohlschläger, München,
Motzstrasse
Barerstrasse 20.
Herr George May Elwood, Rochester
NA Box 124 V. St. A.
Herr Com. T. Ethofer, akademischer Maler,
Salzburg, 4 Karolinenplatz, Osterreich.
Herr Philipp Rudolf Graf zu Ingelheim,
Echter genannt von und zu Mespelbrunn,
Herr auf Schloss Mespelbrunn i. Spessart,
im k. b. 4. Chevaul.-Rgt.
„König“, Augsburg, Kaiserplatz 8/o.
F. Mouths, Essen-Ruhr, Hohen-
14.
Siegl,
Leutnant
zollernstrasse
Oskar
Zeidlerstrasse 2.
Herr Teplitz, Böhmen,
Herr R. v. Frevmann, St. Petersburg,
Sapiorny 10, Russland.
Herr Architekt Rich. Sturtzkopf, Köln,
Neue Mastrichterstrasse 7, II.
Frl. Frieda Bruck, Berlin W. ı5, Fasanen-
strasse 61, Hochparterre.
Brunner und Neubronner.
Vor kurzem kam ich in den Besitz von
2 hier abgebildeten namenlosen Exlibris, die
zweifellos bedeutende Ähnlichkeit besitzen.
Für die Zeit ihrer Entstehung glaubte ich
die II. Hälfte des 16. Jahrhunderts ansetzen zu
dürfen. Das eine Blatt (S. 74), ein kräftiger Holz-
schnitt im Formate 72 : 97 mm, zeigt in ovalem
Rahmen mit 4 Eckverzierungen ein Wappen:
Im Schilde einen Brunnenstock auf einem Drei-
berg stehend, der von 3 Wasserstrahlen be-
netzt wird. Der gekrönte Stechhelm trägt
als Zimier einen wachsenden Löwen.
Das andere Blatt (S. 75), ebenfalls ein flotter
Holzschnitt mit alter Handbemalung im Format
75:96 mm, zeigt in rechteckiger Linienfassung
einen Ovalralımen mit Eckverzierungen, welcher
durch ein Wappen und ein darüber ange-
brachtes flatterndes Spruchband mit den
Buchstaben: DVG.S. VVG. ausgefüllt wird.
Das erstere trägt im rotweiss quer geteilten
Schild einen mit einem Löwen gekrönten
Brunnenstock, der aus einem sechseckigen
Bassin aufragend in dieses aus 2 Löwen-
Auf
rotweissen flatternden Binde
köpfen Wasser abgibt. dem mit ciner
geschmückten
Stechhelm ragt ebenfalls als Zimier ein wach-
sender roter Löwe.
Der
neben der gewandten Ausführung des Holz-
besondere Reiz des Exlibris liegt
schnittes in der Bemalung: Auf blauem Grunde
hebt sich das in den oben angegebenen Farben
gehaltene Wappen vorzüglich ab. Das Spruch-
band mit den rätselhaften Buchstaben, wohl
den Anfangsbuchstaben eines Wahlspruchs,
dessen Lösung mir und anderen nicht gelang,
ist gelbrot gefärbt, ebenso mit roten Schat-
tierungen der ovale Rahmen. Das füllende
SI
|
|
|
Gre
Blattwerk neben den 4 Eckvoluten ist grün
getönt. Ein gleiches Exemplar dieses Blattes
befindet sich übrigens auch ın der Sammlung
Rosenheim-London.
Dass die seinerzeitigen Besitzer einen Namen
etwa wie „Brunner“ geführt haben dürften,
war bei dem ‚redenden“ Charakter dieser 2
Wappenschilde natürlich sehr naheliegend.
Nachforschungen im alten Siebmacher brachten
mir in I 218 für das letzt beschriebene Blatt
die Gewissheit, dass dasselbe einem Gliede
der
angehören müsse.
württembergischen Familie Neubronner
Eine Korrespondenz mit unserem Mitgliede,
Herrn Max Rosenheim in London. führte zu
der interersanten Entdeckung, dass in dessen
reicher Sammlung sich ein weiteres Holzschnitt-
Exlibris befindet,
Unterschrift „Daniel Neuprunner“ nähere Nach-
die Exlibris-
Besitzers gestattete; Dank dem liebenswürdigen
welches durch die genaue
forschungen über Person des
Entgegenkommen des eben genannten Herrn
bin ich in der Lage, das wichtige Blatt hier
(S. 70) reproduzieren zu können.
lebte in
der alten Reichsstadt Ulm, woselbst ein Zweig
blüht. Durch
des Herrn
Professor C. F. Müller, Stadtarchivar in Ulm,
erfuhr ich über die Familie folgendes:
Die Familie der „Neuprunner“
des Geschlechts heute noch
die freundlichen Bemühungen
„Der Ulmer Kaufherr Lorenz Neuprunner
erhielt 1500 von König Ferdinand I. einen
Daniel
in eine
Wappenbrief; mit seinen Söhnen
und Tobias sich der
ältere und eine jüngere Linie.
teilte Stamm
Daniels Sohn
die
und
Johann Eitel Neuprunner erwarb 1601
bei
wurde 1606 von Kaiser Rudolf II. geadelt
Herrschaft Eisenburg Memmingen
mit der Erlaubnis, sich Neubronner von Eisen-
burg zu nennen und sein Wappen mit dem
Eisenburgischen zu mehren. Rietstap in seinem
Armorial general II 307 führt dieses Wappen
„im Siebmacher IV 36 als
auf, das auch
„verbessertes“ Wappen der Neuoronner an-
gegeben ist.
Die jüngere Tobiassche Linie, welche den
Namen Neubronnerheutenoch führt, wurde 1691
in das Ulmer Patriziat aufgenommen und erhielt
1709 durch Kaiser Leopold I. den Reichsadel.
der Familien-
Eine Teilungsurkunde
angehörigen des gestorbenen „Lorenz Neu-
machers gepurt fünfzehnhundert und Im Sechs
und siebenzigsten Jare“ ausgestellt.
Riestap, armorial general, sagt: ,,Neu-
bronner, Wiirttemberg, geadelt vom heil. Rém.
Reich 11. XII. 1569“.
dort
Das Wappen wird
wie beschrieben: „In Rot ein
folgt
Brunnen in Silber in Form einer Säule, die
aus einem Bassin aufsteigt. Dieses ist hexa-
Madlena
prunner und der gestorbenen
Schleglin seiner Hausfrau“ nennt
eheligen
als Söhne Daniel, Marx, Martin und Tobias.
bei Unter-
welches die auch
Daniel bediente sich der
zeichnung eines Siegels,
auf seinem Exlibris im linken Wappenschilde
dargestellte „Hausmarke“ trägt, während seine
Brüder mit dem Familienwappen siegelten.
Die Urkunde wurde am „Samstag nach der
haillig-dreyn Khünigtag nach Christy unsers
lieben Herrn Ainigen Erlösers und Sellig-
gonal und 2 Wasserstrahlen fallen aus der
Säule hinein. Diese endet oben in einen
gekrönten Löwen. Auf dem gekrönten Helm
ragt als Zimier ein gekrónter Lówe, der in
seinen Pratzen einen Palmzweig hält. Die
Helmdecken sind silbern und golden“.
Nach den oben angeführten Mitteilungen
Professor Müllers erhielt die Familie ihr Wappen
bereits 1500.
Das Wappen auf dem namenlosen Exlibris
sowohl wie auf den Siegeln der Brüder Marx
und Martin zeigt gegenúber diesem eben be- | die Sóhne auch 1576 noch mit dem einfachen
schriebenen, von der Familie auch heute noch
geführten, in verschiedenen Punkten Ab-
weichungen: Die Löwen der Säule und der
Helmzier sind unbekrönt und der Helm hat
an Stelle einer Krone eine rot-silberne Binde
Auch hält der Löwe
keinen Palmzweig in den Pranken.
mit fliegenden Enden,
und nicht mit dem verbesserten Wappen
siegelten.
Wenn, wie Professor Müller sagt, die
Wappenverleihung durch König Ferdinand I.
erfolgt ist, kann übrigens Rietstaps Angabe
1569 unmöglich stimmen, da Ferdinand I.
bereits am 25. Juli 1564 gestorben ist.
Vermutlich sind die verschiedenen Ver-
besserungen erst bei der durch König Fer-
dinand I. geschehenen Wappenverleihung zu
dem von der Familie schon vorher geführten
Wappen hinzugekommen.
Ich glaube daher, nicht fehl zu gehen,
ich das namenlose Exlibris als
wenn dem
Vater Lorenz Neuprunner gehörig bezeichne
und seine Entstehung vor das Jahr
datiere.
1500
Merkwürdig bleibt immerhin, dass
Das Exlibris Daniel
nach der Nobilitierung entstanden sein; augen-
Neuprunner dürfte
scheinlich war der Besitzer auf dieselbe be-
sonders stolz, und liesse sich so der Reichs-
adler, welcher das Wappen Neuprunner und
die Hausmarke mit seinen Fängen hält, auf dem
übrigens sehr eleganten Blatte ganz gut er-
klären.
Für das IJ. namenlose Blatt fand sich in
der umfangreichen Sammlung unseres Ehren-
Karl Emich
Leiningen-Westerburg ein aufklärendes Exlibris.
mitglieds Herrn Grafen zu
Es ist ein schön gezeichnetes Wappen in
Holzschnitt ausgeführt, vom Besitzer durch
einen Tintenstrich rechteckig eingerahmt und
mit der Bezeichnung: „Wilhelmus Pronner. M.“
oben, dem Wahlspruch: „Noli altum sapere“
unten versehen worden.
Eine andere Hand hat dann den weiteren
Namen „Wolfgangus Christophory Pronner“
hinzugefügt. Ausser diesen beiden, welche
ich mit No. 1 und 2 bezeichnen will, sind
mir von der Familie Pronner noch folgende
Exlibris bekannt geworden:
3. Ein dem abgebildeten (No. 1) fast
ganz gleiches Blatt mit den Änderungen, dass
der
3 Löwenköpfen ausgiesst und die Schattierung
Brunnenstock seine Wasserstrahlen aus
76
der Helmdecke um den Helm einfache Schraf-
fierung aufweist. (Sammlung Graf Leiningen.)
Mit diesem Exlibris war Blatt ı einmal
vom Besitzer überklebt worden, wie deutliche
Spuren von dessen Zeichnung auf der Rück-
seite des Exemplars aus der gräfl. Leiningen-
' schen, und Reste von veralteter Klebmasse
Danie? Miner
auf der ganzen Vorderseite des Exemplars
$
' aus meiner Sammlung erkennen lassen. Blatt 1
ist demnach etwas älter als No. 3.
4. Wappen in gross Folio, oben in den
Ecken der 2 Engel, unten
2 Fruchtgehänge; hier abgebildet auf der Beilage.
5. Das gleiche Blatt,
anderen Holzschneider hergestellt.
Im Stadtarchiv München erfuhr ich durch
die gefälligen Bemühungen des Herrn kel,
Archivrats von Destouches, dass ein Wolfgang
Umrahmung
nur von einem
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Exlibris Pronner von Aichpichl, München, 15..
Druck von C A. Starke, Kónigl. Hofl., Górlitz.
Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906 No. 2.
Pronner im Jahre 1557 dem inneren Rat der
Stadt angehörte und als „Himmelstrager“ bei
U. L. Frau beim ,Umbgang Corporis Christi“
(Fronleichnamsprozession) jenes Jahres auf-
geführt ist, ferner dass er im gleichen Jahre
In
den Ratsprotokollen der Jahre 1565 — 1571
als „Wähler im inneren Rat“ fungierte.
wird Wolfgang Pronner ebenfalls als Mitglied
des Rats der Stadt
genannt.
inneren München
Über Wilhelmus Pronner konnte ich keine
Mitteilungen erhalten; ich möchte annehmen,
dass er der Vater unseres Wolfgang gewesen
ist, denn die Art der Zeichnung des Wappens
lässt eine Datierung in die Zeit 1540—50
wohl zu. Nach Angaben O. T. von Hefners,
der altbaverische kleine Adel, 1867, haben
wir ın dem oben beschriebenen Wappen das
Stammwappen der Pronner von Aichpichl zu
Mühlfelden ,
Patriziergeschlechtes, das um
eines angesehenen Münchener
1670 erlosch,
vor uns. Gewöhnlich führte die Familie ein
quadriertes Wappen, welches im ı. und 4. Feld
die Zeichen der Höhenkirchner von Aichpichl,
?
in Silber 2 rote Wecken, im 2. und 3. die-
jenigen der Pronner: einen blauen Röhren-
Die Helm-
zwischen
brunnen im goldenen Feld besitzt.
zier bildet
2 Büffelhörnern.
ein wachsender Löwe
Mit diesem Wappen gibt es, so viel mir
bekannt geworden, 2 Exlibris, von denen das
eine im Warnecke unter No. 1027 aufgeführt
ist (Grösse 64 : 94), das zweite ähnliche, nur
in der Zeichnung grössere (115: 153) sich
Hof- Staats-
bibliothek in Múnchen und des Herrn Grafen
Nach
Hefners Angaben war der fürstliche Leib-
in der Sammlung der und
K. E. zu Leiningen-Westerburg befindet.
“I
medicus zu Múnchen Dr. Pantaleon Pronner |
der Ahnherr dieses Geschlechts, seinen
Söhnen
Wolf Bürgermeister zu München geworden.
von
ist Hieronymus Landschaftskanzler,
i
t
‘i
Der erstere ist in Band VII Seite 330 der
Mon.
Cancellarius fratrum Bavarorum
Boic. erwähnt. „Hier. Pronner Lic. et
- æ
1554
DI
Das Ratsprotokoll der Stadt München von
1598 führt „fürstlichen Bibliothekar
Wolf Bronner“ auf.
einen
Das Ratsprotokoll von 1032 nennt den
Wolf Jacob Pronner von Prandthausen als
Derselbe befand
sich 1632 unter den 42 Münchener Geiseln,
Mitglied des inneren Rates.
welche bei der Schwedeninvasion unter König
Gustav Adolf aus München fortgeführt wurden.
Des Hieronymus Sohn, Dr. Johann Pantalcon,
war Chorherr bei Uns. lieb. Frau in München.
Anton Mayers „Domkirche zu Unserer lieben
Frau“ (München 1568) bringt auf Seite 389 die
Der
ganze Passus lautet: „Gegenüber den Pfeiler,
der Tulbeck
Altar steht, sehen wir die ganze Gestalt eines
Chorherrn der Stiftskirche zu U. L. Frau, der
bereits Gruft und Toten-
stein bereiten less, das war Herr Johann
Inschrift des Grabsteins dieses Mannes.
an welchem oder Neuhauser
sich bei Lebzeiten
Pantaleon Pronner in Múhlfelden, ein Patriziers-
Er
2. April 1565 und alsbald Summus Custos.
Am Mai 1606 Alters
dieses Amt nieder und starb als Senior des
Stifts,
war,
sohn Münchens. wurde Chorherr am
22 legte er halber
dessen Kanonikus er volle 53 Jahre
16. Mai 1618“.
Grabsteins lautet:
am Die Inschrift des
„Anno dni MDC XVIII die XIII mensis
Maiy obiit Revds. et nobilis vir D. Joannes
Banthaleon Pronner Patritius Monacen. Cano-
nicus hujus Ecclesiae qui in vivis monumentum
hoc sibi fieri fecit".
Vielleicht war Pantaleon der Besitzer der
letztgenannten beiden Exlibris.
Würzburg.
August Stoehr.
Neue Exlibris.
(Quartalsbericht, einschliesslich April 1006.)
Deutsches Reich: Bruno Héroux-
o Leipzig,*) — dem Dr. Paul Kühn, ein strenger
| Kritiker, jüngst in „Welt und Haus“ V. 22,
Mein Quartalszugang an deutschen, öster- | S. 551—555, sowie Dr. V. S. im Leipziger
reichischen und schweizer Exlibris der Jetztzeit, | Tageblatt v. 7. VI. os äusserst anerkennende
LARIOS
EX-LIKRIS
FRIEDRICH
KAVFFMANN
v. Gg. Tobler-Miinchen,
ohne sonstiges Ausland: 468 Stiick. Gesamt-
zahl meiner Exlibrissammlung am 25. IV. 1906: |
37772 Stuck.
Wegen Raummangels kann nicht alles
Neue aufgeführt werden.
I. Von bereits bewährten Exlibris-
künstlern:
. bestimmt:
Artikel widmeten, schuf ein neues eigenes
Exlibris, Steinzeichnung, zur Handkolorierung
Tod und Leben, dargestellt durch
` ein Gerippe bezw. eine üppige weibliche, nackte
Gestalt vor einer Malstaffelei.
Tauscht nicht. (Mehrzahl: käuflich).
+) Jobannisalle 11.
ve g
AE
=e
FI
+.
d ERE
SR FE HERRN: A EEA Ceol
Mei | WERE ES VON HUD TALK IE OER
Trotz Dee We ES
ADOS IN "SM
ie Fie E s
= de A
Exlibris K, E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Radierung von Hanns Bastanier - Berlin.
Druck von Giesecke & Devrient, Leipzig. Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906 No. 2.
Hanns Bastanier- Berlin: Das von ihm
radierte, mir vom Exlibris-Verein gútigst ge-
widmete Bibliothekzeichen, ist hier auf der
Beilage von der Originalplatte von der rühmlich
bekannten typographischen Anstalt Giesecke
und Devrient in Leipzig tadellos abgedruckt;
die Widmung auf dem Blatte erklärt den
ora”
SCHNEII
79
schrift werden vom gleichen Meister auch Proben
seiner Exlibriskleinkunst (andere Blätter) bringen.
Heinrich Vogeler-Worpswede radierte |
für Frau Martha Vogeler ein hervorragendes
Exlibris,
grunde reizende, stimmungsvolle Landschaft
Blumenvase mit Blüten, im Hinter-
mitSchlösschen, in Blumenumrahmung; anonym,
v. H. Zarth-Miinchen.
Grund der
bedarf keiner Erklärung.
Entstehung; der Ahrensammler
Eine ebenso sinnige,
hoch-
liebenswürdigst erdachte und mich
erfreuende Ehrung, wie eine ganz hervor-
ragende Leistung Bastaniers, dem das Bronce-
relief mit seiner Steinumrahmung in Zeichnung,
Ton und Plastik trefflich gelang. Die öster-
reichische wie die französische Exlibris-Zeit-
unten Band zur handschriftlichen Einzeichnung
' des Namens.
Jakob Weinheimer- München, sehr gute
grosse Radierung Emil Löwenstein, Löwe auf
Stein-Kapitell (s. Tauschliste unter Löwenstein).
Ferner schufen neue Exlibris:
München: Karl Bauer, der bekannte
Porträt-Steinzeichner, 3 mit Porträts, davon
= BO
ı mit dem Kopf des Dichters Stefan George
und ı mit dem sinnenden Nietzsche; Julius
Diez 3 sehr gute Exlibris, davon 2 humo-
Otto: Blamels 1 Otela Gräfin
farbiges mit Noten fir
ristisch.
Kraszewska, 1
Schloss Trylesin in Lithauen.
EXUBRIS
&BDEM
SA
3 eigenartige schr gute, I eigenes humoristisches,
ı für den ungarischen Dichter Jeno Kovacs `
(Pegasus, von einem Schmied — Kovacs
heisst Schmied —- beschlagen\ und 1 der
verstorbenen Frau de Rozsnyav. geb. Prielle.
Georg Tobler
Exlibris
(Schweizer). dessen gutes
Kaufimann mit seiner stimmungs-
Mathilde Ade |
vollen typischen Schwarzwaldmühle hier (S. 78)
abgedruckt ist. LisePopp: 13 Steinzeichnungen.
Hans Zarth:2, die ich hier (S. 79, 80) abbilde:
Das originelle Schneiders’sche*) ist das eines
Juristen; Idee: Einer, der selbst das Gericht
anrief und zu leicht befunden, von der Zunge
Zarth-Miinchen,
der Waage — Schwert der Gerechtigkeit —
unrettbar geteilt wird; das andere Bisey’sche**),
weist auf den Elsásser (Buchinschrift) und Buch-
hándler hin; es ist gut erdacht und húbsch ge-
*) Tauscht nicht: ist im Tausch vom Zeichner H. Zarth.
München, Nymphenburgerstr. 217, IV. zu erhalten. ,,Schund*'
bon. verbeten.
**) Mülhausen i. Els.; tauscht.
zeichnet, wie überhaupt Herrn Zarths Exlibris
ihm immer gut gelingen. Fritz Klee (aus Würz-
burg), Architekt und Zeichner; von dessen 25
neuen Exlibris (Steinzeichnungen) bilde ich hier 2
als Proben seiner Manier ab; Zirkel und Mún-
chener Kindl deuten auf den Münchener Archi-
tekten hin, ebenso beim anderen der burgähn-
liche Aufbau; seine anderen meist flott und
it
no
v. ibm-Miinchen.
PAY LY)
gut gezeichneten Exlibris zeigen ein hübsches
Stádtebild, figürlichen Schmuck, ein Goethe- |
Denkmal, humoristische Motive, Tiere u. s. w.
Ulf Seidl (s. Tauschverkehr unter Krinner).
Meinhard Jacob y - Grunewald bei Berlin, |
der früher schon in Berlin, München und
Paris mehrere Exlibris schuf: Das hier (S. 82)
abgebildete aparte Exlibris Gertrud)
Wilhelm) D(ieck), Zahnarzt, daher der Quer-
schnitt eines Zahnes: das Gesicht im Inneren
stellt den traurigen Patienten vor.
und `
Dr.
-Düsseldorf zeichnete ein bildhübsches Exlibris
g ææ. -
Benno Hiddemann (Kunstmaler)
. ZEIT- EILT-
-TEILTHEILT
FRITZ KLEE
v. thm-Miinchen.
für den Universitäts-Sängerverein zu St. Pauli
in Leipzig*); Lichtdruck, im den die Farben
*) Das Blatt wird nur von Herrn Dr. Raymund Schmidt,
Leipzig, Inselstr. 10, in wenigen Exemplaren gegen nur Gutes
getauscht.
on
hu
der Rosen hinein-
SE
als Vertreter der Alten Herren, die das Ver-
des Couleurbandes und
koloriert sind; Wappenheiliger Paulus
bindungshaus gebaut und dafür sorgen, dass
die Aktiven, wenn die Laute ruht, auch ein
gutes Buch im Heim vorfinden; daher unten
ein junger Student mit Laute und Büchern;
oben zwischen 2 Schlägern die dem Wappen
entnommene gefliigelte Lyra; die Rosen:
euirlanden rechts, oben und links deuten auf
das Bannerlied „Noch sind die Tage der
Rosen“; ein ungemein reizvolles Blatt von
bester Zeichnung und Komposition.
v M. Jacoby-Grunewald.
Walther Witting - Dresden *) litho-
graphierte für sich und seine Frau das auf
der Beilage abgebildete sinnige Musik- Exlibris,
dessen einfach-anmutige Zeichnung die Har-
tiefen Stimmen,
monie zwischen hohen und
bezw. zwischen Mann und Frau, musikalisch
wie menschlich, versinnbildlicht; Original-
lithographie, Pinselzeichnung auf Stein.
Fritz Schumacher- Dresden, Professor,
Otto Westphal-
Dresden (s. Tauschliste unter Schlotke).
2 neue Damen-Exlibris.
Gustav
Stotz (-Berlin)-Stuttgart: 2, davon 1 Musik-
Exlibris (s. Tauschliste unter Diefenthäler).
*. Dresden, Schubertstr. 25 1, gibt das Blatt nur gegen
Lithographie oder Radierung, sonst Einsendung von
ı Mark.
gegen
Auguste Kichler- Darmstadt *), deren eigenes
neues humoristisches Exlibris hier abgedruckt
ist; der Bienentleiss der Malerin ist von den
Maiglöckchen des Geburtsmonats umgeben.
OscarSchwindrazheim- Hamburg: land-
schaftliches Exlibris Conrad (s. Tauschliste)
mit hessischen Heimatanklängen. PaulLesch-
horn - Strassburg: gute Radierung Anna
Hellwig **) mit Schneelandschaft St. Amarin im
Elsass, in gutmoderner Blumenumrahmung. Das
jüngste Josef S a ttler'sche Exlibris Hugo Haug
zeigt das alte Kaufhaus in Strassburg mit dem
um 1840 abgebrochenen Krahn. Frau Gertrud
SIE xlibristag
Auguste Kichler.
v. ihr-Darmstadt.
Musik - Exlibris
Trummler ***) mit Lyra und Stadtansicht. Hugo
Helene Albrecht-
Danzig 3; Matthieu Molitor- (Leipzig-)Rom
Hofmann - Zittau, gutes
Schimke- Hanau 1:
ı sehr gutes mit italienischer Bucht.
Von Ernst Zim mermann- München - Rom,
—- vgl. Sonderartikel zu „Neue Exlibris“ in XVI. 1
— bilde ich hier (S. 83) das sehr gut gezeichnete
Exlibris Fritz Martini -Augsburg mit dem Kauf-
herrn ab, bei dem die Kunst den Handel überwiegt.
Von Heraldikern:
Adolf M. Hildeban dt- Berlin, Professor,
4 sehr gute, aus denen besonders das August F.
*) Waldstr. 28; tauscht.
**. Beide tauschen nicht.
xa». Zittau, Frauentorstrasse 15. 11.; tauscht,
ww. 1906.
NOTEN vow WALTHER
uno ONAWIT TING
Ammannsche Wappenblatt hervorragt. Gustav
Adolf Closs-Stuttgart 2 neuein seiner bekannten,
so sympathischen Manier, ein alter Artillerie-
kampf und ein alter Gelehrter in seinem Gemach
beim Studium; die beiden von Closs gezeichneten
Exlibris des Vereins ,,St. Michael“ und des Herrn
von Kohlhagen-Bamberg sind von den gef. ge-
liehenen Klischees hier (S. 84. 85) abgedruckt;
das erstere zeigt den heiligen Michael mit deut-
— GA
in der Mitte das Familienwappen, in der vorderen
Vedute das Basler Münster mit Pfalz Wohnort),
in der hinteren die Burg Stolzenfels am Rhein
(Heimat); unten die Wappen von Basel, der sog.
Baselstab, und der Rheinprovinz, nebst Hinweisen
auf den früheren Apothekerberuf des Besitzers.
Emil
Heinrich Schimpke - Tannenberg
Österreich: Moser, Professor,
Graz: 2;
ı sehr gutes heraldisches Walter Vogt- Roda;
xR
, F /immermann-Múrchen.
schem Schild, umgeben von den Schilden der
Stiftungsmitglieder des Vereins „St. Michael",
von bester heraldischer Zeichnung; das letztere,
ein Kapelleninnenraum mit Stamm- und Ahnen-
M.
Rheude-Papiermühle-Roda: 4 in korrekter
wappen, von hoher Stimmung. Lorenz
Wappenzeichnung, von denen dasansprechende
Exlibris unseres Mitglieds Herrn R. Doetsch-
Benziger in Basel hier (S. 80) abgedruckt ist
(auch hergestellt in vorzüglicher Stahlgravüre):
Dr. H.
Wien,
Georg mit dem Drachen: B. Hnátek- Prag 1;
( Plagiat Stuck;
Przibram- Wien TI:
feine Radierunz Eduard Dillmann, St.
Ernst Krahl-
Ernst Fluss-Prag 1 nach
s. „ Verschiedenes" dieser Nummer).
Von Konrad Willner, Teplitz, bilde ich
hier S. 871 das Exlibris der bekannten Konzert-
und Oratorien-Sängerin, auch Alpinistin Lydia
Schmidtborn ab, das in gefilliger Form die ver-
schiedenen Beziehungen zum Ausdruck bringt:
der Gletscher ist der Aletschgetscher im Berner
Oberland.
Ungarn: Ofen-Pest: Ludwig Kozma,
dessen Exlibris unseres Mitglieds Herrn Arnold
84
Herzen sich gefunden; Allegorie des Lebens und
_ der Liebe. Emö Barta 2; Jenö von Kovacs
2; Karl Csanyi 3; Aladar Hazai 3; Alex-
ander Nagy- Veszprem 2.
A
ooo AX LIBRIS >
v. G, A, Closs-Stuttgart.
Prüner hier (S. 87) abgedruckt ist; Thema:
Durchschnittsroman; der Mann mit Lampe sucht
auf dem mit Dornen und hie und da mit Rosen
versehenen Lebenspfad sein Ideal; das aus einer
Rose entspringende Mädchen strebt auch nach
dem Ziele. bis sich beider Wege treffen und die
II. Als Exlibriskünstler sind neu
_ hinzugetreten:
Frau
Caecilie Graf-Pfaff, gute Radierung; Lilli
Kreutzberg, guter Holzschnitt; Dr. Rudolf
Treumann (Maler), 2
Deutsches Reich: München:
Farbenholzschnitte.
Berlin: Felix Engel zeichnete ein
flottes Reitsport-Exlibris, das Carl Zander,
dort, radierte. C. G. Mispagel*), 1 Ra-
dierung.
Dresden: Ferdinando Malfer: 2 Ra-
"derungen Kronprinz Georg von Sachsen, mit
vw...
Schloss Meissen und Burg Wettin, und Pastor
Otto Vogel, mit Kirche und Vogel. Wilhelm
Claudius, Professor: 4 gute.
Fedor Flinzer, Professor,
Eckerer, Stuttgart, ı
Leipzig: 1.
Radierung. Alex-
*) Berlin W. 30, Barbarossastr. 46, verkauft seine Exlibris-
Radierung (A.Geipel) zu 3 Mk.
ander Kanoldt- Karlsruhe: ı guter Holz-
schnitt. Hanns Beyer-Preusser, Magde-
burg, ı Steindruck.
Ferner stammen neue Bibliothekzeichen
von den neuen Exlibriszeichnern:
München: Hermann Ebers, Zügel-
Br,
N; 2 E = Kl Nav
A. Closs-Stuttgart.
Schüler, gutes Exlibris Dr. Karl Baron Hirsch,
mit Hirschwappen und Hinweisen auf Brauerei,
Flösserei und Jagd; sowie das hier (S.87) wieder-
gegebene Exlibris seines Bruders (s. Tausch-
liste). Frau Olga Gilles*) (Dortmund),
*) Theresienstr. 75 IIl. Gart.-Geb., Schulatelier, München
tauscht.
Schülerin von Ferdinand Nockher*)-München,
zeichnete die hier (S. 58) abgebildeten Exlibris
Gilles und Aigner ; ersteres für den Redakteur der
rheinisch-westfälischen Zeitung in Dortmund mit
Neue Nachrichten
origineller Idee: fliegen
durch den Telegraphen in die Feder des
Redakteurs, der dann die Zeitung schreibt:
SS
letzteres ein einfaches und gutgezeichnetes
Blatt für einen bayerischen (Edelweiss Arzt
(Medizinflasche), ein sehr passendes „signum
bibliothecae doctoris medicinae“.
Berlin: Karl Oehne: Schön gezeichnetes
mit Seelandschaft
Exlibris Elisab. Schneider
*, Tüchtiger Lehrer der Münchener bekannten graphischen
Schule von Johann Brockhott.
Fritz Arbeit*),
Doeplerschüler, dessen beide gutgezeichnete Ex-
libris Heiss, Porträt, und Lüders hier (S. 88) ab-
gedruckt sind. Willy Dressler, Emil Lettre,
Getrud Andrews,
Hans Flato; Margarethe von Wernsdorff,
Gross-Lichterfelde, W.Schroeder-Tegel:je 1.
und Melodie nebst Lyra.
Kunstgewerbeschülerin,
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M. Rheude-Roda.
C. Münch und Luise
gute,
Stuttgart:
Sehr gefállige Exlibris -
zeichnungen; Willy Planck, Karl Fuchs,
Kunstgewerbler.
Wagner:
Dresden: Freiherr
von Schlip-
penbach 3 sehr gute Exlibris, 1 mit vor-
*) Für Exlibris-Zeichnungen zu empfehlen ; Berlin W. 35,
Liitzowerstrasse 83.
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v. L. Kozma-Ofen-Pest.
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v. H. Ebers-München.
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Fr. Olga Gilles-Dortmund-München.
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v. Fr. Arbeit-Berlin.
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trefflicher Flusslandschaft, 1 mit einem Schreib-
raum und I stimmungsvolle farbige Stein-
zeichnung, italienische Seepartie mit Felsen
und Bäumen.
gutgezeichnete.
mentale. Frau Sofie Rudert-Fikentscher 5;
Gertrud Schäfer: Elisabeth Schónleber;
William Hagelien,
Erna Bercht 5 durchweg
Siegfried Meinhold 2 orna-
früher Architekt nun
Sänger.
o
4
MARGARETHE DORÉN
S EXUBRIS E?
v. G. Dorén-Hamburg.
Albert Andresen und Kurt Springer,
Lithograph, Leipzig, dieser 3, davon ein technisch
sehr guter Kopf nur in Licht und Schatten.
89
5 von denen (Fr. Steibing) in Farben
besonderes Talent verrát; Glaskelch mit Rose.
Agnes Meyerhof (3), Dr. Otto Schulz e
Architekt, und Heinz Wetzel, alle 3 Frank-
turt a. Main.
I
Ein sehr guter Exlibriszeichner ist Gustav
Dorén- Hamburg, von dessen 8 Exlibris ich
- hier (S. 89) das von Margarethe Dorén wieder-
gebe. Geborener Schwede, ist er nach kunst-
gewerblichen Studien in Kopenhagen, Hamburg,
Köln, Düsseldorf 1883
Hamburg, wo er ein stark frequentiertes Atelier
und Paris seit in
für dekorative Malerei, Kunstgewerbe und
v. A. Meyrhofer-Davos.
Raumkunst hat: seine Exlibris sind teils Sil-
| houeten, teils- farbige Zeichnungen; ein Blatt,
K. Nevian- Leipzig, 2 stark dilettantische. `
EI
Gertrud Caspari-Chemnitz, 3:
Kinder-Exlibris dieser Nummer).
mann - Gross - Deuben 1.
(s.
Max Salz-
Dietrich
Leipheimer- Darmstadt 4, die ausgenommen
Hans
I mit verfehlter Heraldik, sehr gut gezeichnet `
sind (1 Ornament, ı Landschaft, ı mit Maske
und flottem Ornament).
Erwin Heinrich (Pforzheim)
Artikel `
Willi O rt- Nürnberg. `
-Karlsruhe, |
Berghaus (redend, Haus auf Berg), ist besonders
ansprechend.
Felix Weckeiser- Hamburg. Ludwig ten
Hompel, Kunstgewerbler, Düsseldorf.
Österreich: Rudolf Junk, vortrefflich
wirkender farbiger Holzschnitt Dr. H. Roet-
tinger, (5 Holzstöcke), Stadtinneres ohne und
Adalbert
Professor, interessantes
den Schriftsteller J. J. David,
Hans Pellar,
Lithographie in Gold und Grün Olga Saar.
Kamilli: 3,
mit Blatt- und Blumenumrahmung.
Franz Seligmann,
Exlibris
Mann mit Fackel vor Sphinx
für
Paula Mizzie Klimesch -
— go —
Klosterneuburg; Eduard Bertel-Salzburg; | Schweiz: H. Hinriksen und Fritz
Josef Mareh- Prag, je 1. | Widmann-Zürich; Edmund Rudin, Lehrer,
Ungarn: Ofen-Pest: Arpad Basch ` Arlesheim; Carl von Salis, Schweizer, Genua,
sehr gutes, mit Schneebergen, Eismeer und | je 1. Artur Meyrhofer, Architekt, (Zürich-)
v. A. Meyerhofer-Davos.
Bruno Abos, Victor Olgay, C. Bicserdy, | studierte und zeichnerisch Autodidakt ist; von
Eisbáren, fúr den Redakteur Dr. Agai Bela; | Davos, der in Stuttgart, Bremen und Dresden
György Bohuska, Michael Bodoz, C. | seinen bisherigen 5 gutmodernen, geschickt
Servei, Elek Fahcs, alle je t. Julius | gezeichneten Exlibris bilde ich hier die beiden
Bauer-Vogel-Versecz 2. | Kunze'schen (s. Tauschverkehr) ab.
III. Aus Dilettantenkreisen:
Irmgard von Selle-Charlottenburg,
Martha von Kameke-Friedenau, Radierung,
Bodo
Major Walter von Eberhardt-Spandau, mit `
Oberleutnant von Bose- Altona,
Blick auf das Forum zu Rom, Major Quirin
Brassart-Spandau, Batteriestube mit Blick auf `
Koln,
stein,
Leutnant Alexander von Branden- `
Neuulm (s. Tauschliste), mit Burg |
Brandenstein bei Elm, Marie Stern, Frankfurt
Musik - Exlibris,
Dölker, Primaner, Stuttgart, talentverheissendes
|
a. Main, Radierung; Franz |
|
Exlibris mit Schwarzwaldhaus und Stechpalme.
Hans Arnthal, Rechtskandidat, Riel.
Arthur von Lenz- Wien, eigenes, sowie
das für Irma Hoffmeister-Wien, welche beide
Exlibris, gleich dem John Schuberth’schen in |
Ritter
Fahne vor Burg, aus der Gartenlaube 1900
Stockholm, ein gleiches Motiv, und |
aufweisen; Hauptmann Printz-Wien; Natalie `
v. Goldschmidt- Wien; Walter Schiller- |
Wien, Primaner, 3.
IV. Ausland: |
Nevile R.
2 gute Radierungen,
England: Wilkinson,
Graham Johnston,
gute heraldische Exlibris; Miss Mary Lawson.
Amerika: John W. Spencelev 2, |
William Edgar 10,
Elwood 2, James H. Fincken 2.
K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Fisher Marguerite
Einige Exlibris von Helene
Moller.
Den Zeltschrift
ich 3 wohl noch weniger bekannte Exlibri>
Lesern unserer möchte
mit einigen Begleitworten vor Augen führen.
Man mag wohl erkennen, dass die 3 hier
abgebildeten Exlibris von einer Dame
Se”
zeichnet sind; zwar nicht Berufskúnstlerin
schuf sie gleichwohl in gefälliger, künstlerischer
Form und ohne ihre zarten Schöpfungen zu
überladen,
Blätter,
dienen; dazu gehört insbesondere,
wie das heute so oft geschieht,
welche recht wohl ihrem Zwecke
dass em
Exlibris auch den Namen des Besitzers in
deutlicher und leserlicher Schrift enthält.
Wenn Manchem vielleicht die Inschrift des
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einen Exlibris: „Dr. Alfred Möller“ etwas zu
wuchtig erscheinen mag, so mag hier bemerkt
die Bücher eines Gelehrten in
sein, dass
viele Hände wandern und deshalb ein deut-
liches Besitzzeichen brauchen; leider werden
in gänzlicher Verkennung solchen Zwecks oft
die unglaublichsten Schriftvoroben angewandt,
wenn sie nur „stlvoll® sind; womöglich „er-
findet“ jeder Künstler ein neues Alphabet.
Der auf diesem Exlibris zur Darstellung
gebrachte Pilz wurde von dem Besitzer dieses
Blattes, Prof. Dr. Möller-Eberswalde (kgl.
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x weii OCH wc) |
Ar Exli bris des |
q Karl ¡7 ‘ Wilke,
dE, d Liga ah!
P erc Nae A E: o A
o, ote en
(is i SS Sr moe
ı und 2: v. Frau Prof. H. Möller, Eberswalde.
Forstakademie) in Brasilien eingehend unter-
sucht und ist eine grosse botanische Merk-
wúrdigkeit.
Fucksien sind die Lieblingsblumen des
Besitzers und werden von ihm mit Vorliebe
gepflegt. Die Koniferenzapfen weisen auf die
forstliche Beschäftigung des in Fachkreisen
wohlbekannten Mykologen hin. Das Exlibris
hat die Zeichnerin für ihren Gemahl im Jahre
1900 gefertigt, ein weiteres, das einer Er-
klärung kaum bedarf, 1898 für den Rechts-
anwalt Karl Wilke in Berlin. Für ihren
eigenen Gebrauch hat Frau Helene Möller,
geb. Soenke, ebenfalls ein Exlibris gezeichnet.
Das Frankfurter Stadtwappen weist auf ihren
Geburtsort hin, die Maiblumen (symbolisch
gebraucht für den Geburtsmonat der Besitzerin)
sind ihre Lieblingsblumen und bilden mit den
breiten Blättern einen wirksamen Gegensatz
zu den feinen Umrissen der Hängebirke.
Leider konnte hier in der Zeitschrift das
Wappen nicht in Farben wiedergegeben werden.
Frau Professor H. Möller in Eberswalde
tauscht die Blätter ihres Gemahles und ihr
eigenes und bittet um Tauschangebote.
Dr. Wilhelm Graf zu Leiningen-
Westerburg.
Kinder-Exlibris.
Die Anwendung von Kinder-Exlibris ist
bei uns noch ziemlich selten; am häufigsten
trifft man sie wohl noch, soweit meine Be-
obachtungen reichen, in England und Amerika.
Das mag darin seinen Grund haben, dass
man in England mehr Bücher kauft, als ın
anderen Ländern. Man sollte jedoch den
Kinder-Exlibris viel mehr Beachtung schenken,
als dies bisher geschehen ist; denn der ,er-
zieherische Wert“ der Kinder-Exlibris ist sehr
hoch zu schätzen.
93
Die Kinder erfassen den Zweck eines
Exlibris sehr schnell. Zunächst wissen sie,
dass die Bücher durch ein Exlibris als ihr
Eigentum kenntlich gemacht werden; bei wert-
ee
» Dies Bueh gehoort
‘ Werner Ublich. |
Ser treed
v. Frl. Gertr. Caspar,
losen Sachen wäre dies nicht nötig; aber
Bücher sind wertvoll und müssen ausserdem
gut gehalten werden. Sind die Bücher der
Kinder erst mit Exlibris versehen, so ist das
nächste, dass sie auch nummeriert und ge-
ordnet aufgestellt werden. Jedes neue Buch,
das das Kind mit „seinem“ Exlibris schmücken
Die Liebe
für Bücher wird beizeiten geweckt und das
kann, wird mit Freuden begrüsst.
Kind spielend zur Ordnung erzogen.
Zn
v. Frl. Gertr. Caspari.
Wie
beobachtet habe, wird auch durch die Kinder-
ich bei meinem eigenen Knaben
Exlibris der Sinn für Familiengeschichte ge-
hoben, der leider in unserer schnell-lebenden
Zeit zu viel vernachlässigt wird. Das
Kind sieht das Exlibris des Vaters, des Gross-
vaters; seine eigenen Bücher tragen auch ein
viel
94
Exlibris; das Kind sucht den Zusammenhang
zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zu-
kunft und findet ihn, da es etwas Greifbares
hat; es lernt das Alte, Ererbte würdigen und
_ schätzen, dagegen empfindet es, dass es für
| zialität besonders
das eigene Besitztum schon jetzt einer zu-
künftigen Generation verantwortlich ist.
Wenn das Kind Interesse an den Exlibris
gefunden hat, ist auch bald ein gewisses Kunst-
wer sein Exlibris
interesse da. Es weiss,
- entworfen hat und es wird bald unter väter-
licher Anleitung die Namen anderer namhafter
Exlibris-Zeichner und vielleicht gar ihre Eigen-
arten kennen lernen. Natürlich muss darauf
| geachtet werden, dass der für Kinder-Exlibris
- gewählte Stoff auch für Kinder verständlich
ist. Wir geben heute zwei Kinder-Exlibris
wieder, die von Fräulein Gertrud Caspari
Dresden-Bühlau*) entworfen sind. Fräulein
| Gertrud Caspari, die durch ihre im Voigt-
länderschen Verlage erschienenen Kinderfriese
(Entenliese, Geburtstagskuchen, Gesangverein)
berühmt geworden ist, scheint für diese Spe-
Ihre
Buntdruck
berufen zu sein.
bisherigen, für lithographischen
berechneten Blätter sind:
I. Werner Uhlich, Knabe auf Rasenhügel,
im Buche lesend,
2. Lotte Uhlich, Mädchen, zwei Enten
aus einem Buch vorlesend,
3. Mädchen mit Buch und Katze,
von denen hier I. und 2. abgebildet sind.
Chemnitz. William Uhlich.
Alberto Martini,
27 Jahre alt, in Treviso im Venezianischen
geboren, ist ein talentvoller Künstler, der zu
den schönsten Hoffnungen berechtigt. Mit
grossem Fleisse und seltener Ausdauer, hat
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so M.
Bautzenerstrasse 26. Preis der farbigen Zeichnung je
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Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906, No. 2.
Aus der Universitäts-Bibliothek Upsala.
Exlibris Wolfgang Gwárlich, lic. jur, von e. 1530.
Druck von C. A. Starke, Königl. Hofl., Görlitz.
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Gees u a E
AS
er äusserst fein ausgeführte künstlerische Ar-
beiten, auf dem Gebiete der Buch-Illustration
geschaffen.
Der modernen Realistik ist er völlig fremd
geblieben; er lehnt sich mit Vorliebe der
Schule alter Meister an.
Satire und Heiterkeit charakterisieren seine
Werke, dennoch findet
Darstellungen bei ihm.
man auch, ernste
Seine erste Serie von 14 Zeichnungen,
unter dem Titel „La corte dei miracoli“ war
in Venedig, später in Rom ausgestellt.
„Il poema del lavoro“, hiervon 2 Serien.
waren in Turin, Rom, Berlin, Venedig,
St. Louis, (im vorigen Jahre) und in London
ausgestellt und fanden namentlich in letzterer
Stadt grossen Beifall.
Ausserdem Illustrationen zu der „Divina
Commedia“.
Seine beste Kraft legte er in 130 Zeich-
nungen zur „Secchia rapita“; darauf ver-
wendete er jahrelange Arbeit; sie befinden
sich noch gegenwärtig in der Galleria d'arte
moderna in Rom. — Seine letzte Arbeit sind
der Buchschmuck und die Zeichnungen zu einer
eben bei Lombardo in Mailand erschienenen
italienischen Übersetzung, der Comödien des
Terewhius.
Auch einige Exlibris stammen von Martini
und zwar für:
Arthuro Calautti,
Vittorio Pica,
Antonini (Verleger),
G. Rovetta (Schriftsteller),
A. Fogazzaro e
Sein eigenes und noch einige Andere,
die jedoch meist noch nicht gedruckt wurden.
Valerie Brettauer.
Verschiedenes.
I. Das hier auf der Beilage abgebildete Ex-
libris Gwärlich, deutschen Ursprungs, befindet
juris. “
l
sich in einer Inkunabelder Universitäts-Bibliothek
Der handschriftliche
Vermerk lautet: „Wolfgang Gwärlich licentiat(us)
Nach gef. Auskunft des Herrn G. R.
H- A; Seyler
Namens, die eine
zu Uppsala in Schweden.
giebt es 2 Familien dieses
in Augsburg (vgl. Augs-
burger Hochzeitsbuch, S. 12, not. 26) mit
Silber, —
die andere
schwarzem Einhorn in die hier
also nicht in Betracht kommt;
in Österreich, aus der Hieronymus und
Jakob Landsassen daselbst waren; nach Heyer
ist deren Schild „quadriert‘“; sonst ist nichts
beiden Brüder
12. April 1532 in Regensburg die Bestätigung
angegeben; die erhielten
des rittermässigen Adels und Wappens durch
Kaiser Karl V. Quadriert ist ja der Schild
des Exlibris-Wappens; ob es sich aber hier
handelt,
konnte noch nicht festgestellt werden, mangels
um diese österreichische Familie
jeglicher Angabe der 4 Felder des ,,quadrierten“
Vielleicht sucht eines
Mitglieder
ich auf die Zeit von etwa
(gevierten) Wappens.
unserer Österreichischen weiter.
Das Blatt taxiere
1530. Uber den Meister dieses interessanten
Holzschnittes lässt sich leider auch nichts
Genaues sagen.
II. Die „Zeitschrift für Bücherfreunde‘“ brachte
im IX. Jahrgang, Heft 11 einen Artikel von
Dr. Leopold Hirschberg ın Berlin über den
trefflichen Dichter, Zeichner und Komponisten
Franz Grafen Pocci in München und Ammer-
land, kgl. bayrischen Ceremonienmeister,
Hofmusikintendanten und Oberstkammerer
ES en HLE 1807, 7:7, Var 1870),
den vielen reizvollen Abbildungen dieser Mono-
Da unter
graphie die vom Genannten selbst radierten
Bibliothekzeichen fehlen, seien sie hier —
zumal allgemein nicht bekannt — nach
meinen Exemplaren wiedergegeben.
1. Albertine Gräfin Pocci, geb. Gräfin
Marschall auf Burgholzhausen; Gattin des
Künstlers; mit dem Poccischen Wappen
(Säule, Halbmond, Ahren) und dem dem
Grafen Franz
Das
früher Jugend dar; e.
gehörenden Hund
stellt die Besitzerin in
1800.
2. August Graf Marschall auf Burgholz-
x é
EE
lesende Kind
a
hausen, Schwager des Künstlers; mit dem
Wappen (2 Schafscheeren) und der Jahres-
zahl 1859. Das Kind stellt den Grafen Friedrich
Pocci, Franzens Sohn, dar.
Beide (sehr seltene) Exlibris zeigen die
Manier ces und
feine grossen Zeichners
seiner Zeit.
die
In dem von gen. Firma ausgegebenen Muster-
heft ist
Fraktur hinzugefügt, gut dazu passen.
auch ein Probe-Exlibris ab-
gebildet: ,,Wilhelmina Schliemann“ (fingirter
Name), das ein Anwendungsbeispiel aus der
neuen Probe der Breitkopf-Fraktur und auch
von Heinrich Vogeler gezeichnet ist; Blumen-
vase vor Büschen.
V. Da ich stets zu vermitteln suche, dass
bessere Exlibris-Sammlungen nicht dem grau-
samen Loose nüchterner Versteigerung und
v. Franz Graf Poca.
HI.
weise
Eine eigenartige neue Herstellungs-
Exlibris schuf Herr Hoflieferant
Heinrich Hinzmann - Hannover, (kl. Wall-
von
strasse 2, I; tauscht), der Exlibris mit der
Der
mit weisser Tinte beigefügt,
sog. Oeser-Folie druckte. Name ist
handschriftlich
Ornament und Mädchenkopf auf der Buch-
bindervergolderpresse auf heissem Wege auf
dünnes Lederpapier gedruckt (grün, hellblau,
lila, hellbraun, dunkelbraun, rosa, rot).
IV. Die rühmlich bekannte Rudhardsche
Giesserei der Gebrüder Klingspor in Offen-
bach a. M. gab eine neue „Breitkopf-Fraktur“-
Schrift heraus, die dem Originalschnitt von
Johann Gottlieb Immanuel Breitkopf (1719
bis 1794) nachgebildet ist und sie vervoll-
ständigt; zur gutlesbaren gefälligen Schrift hat
Heinrich Vogeler-Worpswede Buchschmuck-
ornamente und Vignetten im Charakter der
v. Franz Graf Pocci.
pietátloser Zerstreuung anheimfallen, ist es
mir im Februar gelungen, eine, 452 alte
Exlibris zählende, süddeutsche Exlibris-
Sammlung, die aufgegeben wurde, unserem
Mitgliede Herrn Dr. Georg Burchard in
der
vereinigte.
sie mit seiner
Die
genannte enthielt viel Gutes und Erstklassiges.
Karlsruhe zuzuführen,
eigenen Sammlung erst-
VI. Zwei neue Universal-Exlibris sind
in den 2 Verlagswerken von Bard, Mar-
quardt € Co. Berlin W.; 1. In Henkel:
„Mein Lied“, gezeichnet von F i d us (Hóppner),
nacktes Mädchen in der Blüte einer Wasser-
pflanze vor einem grossen Blatt der letzteren
„Dies Buch gehört“; Gold-
druck, 1905. 2. In Oskar Bie’s „Der Tanz“
knieend; oben
gezeichnet von Karl Walter; 2 Hellebardiere
der Rokokozeit halten an einem Torgitter mit
einem 3-Lilien- Wappen Wacht. Golddruck, 1905.
VII. Exlibris-Spruch: Das Exlibris des
Münchener Malers Fritz Scholl, gezeichnet
1905
hat folgenden Spruch: ,So du etwas borgest,
von ihm, eine Teufelsfratze zeigend,
gieb es zurück bey Zeyten, auf dass du nit
des 7 7 + werdest, der den Menschen nach-
stellet und uebler Laun ist allerwegen“.
VIII Unsere Leser wird es interessieren,
zu erfahren, dass unser berühmter Heraldiker
und Exlibris- Meister Otto Hupp- Schleiss-
heim bei Gelegenheit der Feier des Geburts-
tags Sr. K. H. des Prinzregenten Luitpold
von Bayern am 12. 111. 1906 von Letzterem
zum kgl. Professor ernannt wurde. Hupp,
der bekannte Zeichner des weitverbreiteten
Münchner u. A. bei
Reichstagsgebäudes
Kalenders, war der
Auschmückung des in
Berlin, des Nationalmuseums ın München und
jüngst erst bei der der Kaisergräber iın Speyrer
Dom beteiligt.
IX. Herr Landesgerichtsrat Eduard Dill-
mann hat leider
die Redaktion
reichischen Exlibris- Gesellschaft
Arbeitsüberlastune
CH
wegen
der Publikationen der öster-
niedergelegt
und nur die Stelle des Vice-Präsidenten bei-
behalten.
X. Wenn auch Lesezeichen (-- Buch- oder
Merkzeichen) keinenfalls mit Bibliothekzeichen
verwechselt werden dürfen, so sei hier doch
ein solches kurz erwähnt, da es durch Bei-
gabe des Wappens und Namens des Buch-
besitzers einen Eigentumsvermerk trägt, somit
auch gleichzeitig Bibliothek- oder Besitzzeichen
Es Mitglied,
August F. Ammann, Schloss Seeburg b.
ist. gehört unserem Herrn
Kreuzlingen, Schweiz, und
von Herrn Professor Ad. M. Hildebrandt-
Berlin 1906 gezeichnet: Längliches Format;
auf einem Aufbau von Obst- und Blitter-
geschmiickten Ornamenten, oben der Am-
mannsche Wappenschild, in der Mitte der
für Bücher gut passende, auf Exlibris wieder-
holt angewandte Spruch „Inter folia fructus“,
ist sehr gefällig `
|
unten „Lesezeichen von Aug. F. Ammann“
nebst Monogramm „A. F. A.“ Der Besitzer
lässt von diesen Lesezeichen je I in jedes
Diese Sitte der
Verbindung von Lese- und Bibliothekzeichen
Buch seiner Bibliothek legen.
mit ihrer künstlerischen Ausführung ist durch-
aus empfehlenswert.
XI. Zu den in XVI. 1. S. 50--51 (unter
IV.) genannten Plagiaten von Exlibris ist
ein neues zu nennen: Das Exlibris Victor
Weinwurm in Prag, gezeichnet von dem
Architekt und Maler Ernst Fluss- Prag.
Das gen. Blatt zeigt vorn einen Genius der
Vernichtung mit Schwert und Totenkopf neben
sich, welch Ersterer einen hinten befindlichen,
schlecht gezeichneten Stoss Bücher anzúndet.
Alles auf einem grossen Folianten mit latei-
Der Teufel
und Totenschädel, genau in derselben Stellung
nischem Spruch. samt Schwert
und Gruppierung (!.), ist „entnommen“ aus
Bilde „Geschichte“
Gerlach und Schenk’s „Allegorien und Em-
dem Franz Stuck’s aus
bleme“, Tafel 55a!
XII. Preise. Im Katalog XXXI. von Franz
Meyers Kunsthandlung in Dresden sind fol-
sende Exlibris bzw. Wappen angeboten:
No. 110: Wappen (-Exlibris) des Hans
Sebald Bcham, v. ihm. klarer Abdruck, 80 Mk.!
187: Wappen (-Exlibris) Hektor Poemer v.
A. Dürer, 45 Mk.
201: Wappen der Löffelholz v. A. Dürer
15 Mk.
205: Wappen des Maurus v. A. Dürer
6 Mk.
206: Wappen Staiber v. A. Dúrer 12 Mk.
XIII. Unser bekannter Graphiker, Herr
hatte März
1906 gelegentlich der Vollendung seines 100.
Bruno Héroux- Leipzig im
Blattes im Leipziger Kunstverein eine Sonder-
ausstellung seiner graphischen Arbeiten ver:
Über-
Hierbei waren
anstaltet, die einen sehr interessanten
blick über sein Schallen gab.
auch 42 Heroux'sche Exlibris — wohl
sein ganzes bisheriges Exlibriswerk -— mit aus-
gestellt und zwar durchgängig ın signierten
auserlesenen Künstler- bzw. Vorzugsdrucken,
von denen viele „Einfälle“ am Rande trugen.
Die Exlibris
Blättern in Rahmen; vertreten waren die ver-
waren gleich den anderen
schiedensten Herstellungsverfahren: Holzschnitt,
Radierung, Stichradierung, Lithographie, nach-
Schriftsteller rühmlichst bekannt und gewann auf
geschnittene Ätzung, Aquatinta. Sein I. Blatt
datiert vom 16. Februar 1900, sodass er bis
zum 100. nur 6 Jahre brauchte; eine respektable
Leistung! Ehrende und sehr günstige Besprech-
ungen standen über Héroux's-Werk bei Ge-
legenheit dieser Ausstellung in den „Leipziger
„Neusten Nachrichten" v: 27: HL ot, 7; Ber
lage, von G. Wustmann, im „Leipziger Tage-
blatt“ v. 19. III. op, Abend-Ausgabe, Haupt-
blatt, von Dr. G. B., in der Leipziger Zeitung
v. 26. III. 06, von Dr. Ludwig Weber und
in den Chemnitzer
18. EM. DO
Zu gleicher Zeit,
Neusten Nachrichten v.
März 1900, waren in
der Kunsthalle P. H. Beyer & Sohn, Leipzig. `
umfassende Ausstellungen der graphischen
Arbeiten von Willi Geiger- München-Rom,
und Julius Nitsche-Leipzig, bei denen sich
zahlreiche Exlibris dieser beiden Künstler
befanden.
XIV. An weiteren Exlibris - Ausstel -
lungen sind geplant: Eine solche im Passauer
Kunst-Verein (Sommer 1900, eine Ausstellung
alpiner Exlibris in München und eine in Ofen-
Pest (Mai 1906) von Seiten der Liga des
Kinder - Schutz - Vereins zu Wohlthätigkeits-
zwecken.
XV. Ein bekannter
chemaliges Mitglied
Exlibrisbesitzer und
unseres Exlibris-Vereins
ist jüngst zur grossen Armee abberufen worden:
Der
Anton Reisner Freiherr von Lichten-
stern in München,
kgl. bayrische Generalleutnant
der am 30. März 1848
geboren, am 9. April 1000 verstarb.
Inhaber des eisernen Kreuzes, als Militär-
Karl,
Er war |
die Schiessausbildung der deutschen Infanterie
einen nicht zu unterschätzenden Einfluss, der in
der neusten Schiessvorschrift erkennbar hervor-
tritt. Sein vom verstorbenen Hof-Graveur
Max Gube- München radiertes Bibliothek-
zeichen (a. Schwarzdruck, b. Gründruck) ist
hier nach meinem Exemplar abgebildet; man
E
GB:
we)
Karl Anton Keis ner Brbhrr
von Sithblenstern
v. M. Gube-München.
sicht, dass es nach bestem alten Vorbild des
15. Jahrhunderts ausgeführt ist. Das Wappen
redend:
Max Gube hat auch
für Freifrau Lili von Lichtenstern, geb. Freiin
ist in seinen beiden Hauptteilen
Reis und lichter Stern.
von Ehrenfels, die Wittwe des Obengenannten,
ein Exlibris in 2 Grössen radiert: Eule mit
Palette und Pinseln nebst Lorbeerzweig (Rot-,
Braun- und Gründruck).
XVI. Em. Pauletfilset Guillemin,
Paris, gaben wieder einen Katalog der Ex-
librissammlung „E. P.“ heraus, die Exlibris des
17. und 18. Jahrhunderts enthält
Q. 10. April 1906
311 Einzel-Nummern, 37 zu je 10—15 Stück,
15 Exlibris-Bücher- und -Schriften; 14 Ab-
bildungen von
und am
und versteigert wurde.
selteneren französischen Ex-
libris.
XVII. Wieder kam eine grosse englische
die des y
Mai
umfasst
Exlibrissammlung zur Auktion,
Mr. Julian Marshall-London ;
1900.
245 Seiten mit 1059 Nummern,
23.— 31.
Der umfangreiche Katalog
deren jede
eine Reihe von einzelnen Exlibris (von 10
bis zu 178 Stück) enthält; auch 53 Bücher
u. a. kamen zur Versteigerung, alias Ver-
schleuderung.
XVIII. Im Nachtrag zur Mitteilung in
Exlibris-Zeitschrift XVI. 1. S. 53, No. XVI
bezüglich der Schweizer Exlibris-Zeitschrift |
melde ich, dass diese nach jüngst mir zu-
9
9
darin 6 Exlibris-Abbildungen Pankok, Mercv,
O. E, E. O, L. M., Dr. Neumann.
Ebenda VIII. S. 449: Exlibris
po
2.
/°
Gustav Schmoll von Eısenwerth von Karl
Schmoll von Eisenwerth-München.
3. Ebenda, VIII. 12. S. 726: 1 Ex-
libris v. Willi v. Beckerath-München.
4. Ebenda IX. Abbildungen der
2 Exlibris-Radierungen a) anonym, Paar auf
I.:
Bank unter Baum (Victor Singer), b) Ida
Perutz, beide von Heinrich Vogeler-Worpswede.
pæ
Dekorative Kunst (Bruckmann-
D:
München) IX. 1: Im Sonderartikel über Alois
Kolb - Magdeburg dessen Exlibris Werner,
Hannah Kolb, Dr. R. v. Töply, H. v. Hof-
mannsthal, R. Troplowitz abgebildet.
6. Die Kunst (München), VI. o. S.
410: Anonymes Exlibris, gezeichnet von Franz
gegangener Mitteilung nun unter dem Titel |
für Exlibris-
Sammler und Bücherfreunde, jährlich vier-
„Buchkunst“ Zeitschrift
mal erscheint, für die Schweiz 12,50 fros.
und für das Ausland 15 frcs.
Porto) kostet. Bestellungen auf Abonnements
und Inserate sind zu richten an Fritz Am- `
Silhof-
den Drucker und Verleger der
berger vorın. David Búrkli, Zúrich,
strasse 12,
Zeitschrift;
in Kappelen (K. Bern), Schweiz.
K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Exlibris-Litteratur 1905.5
(Vgl. Exlibris-Zeitschrift V. S. 125, VII.
68, VIII. 63, X. 17, XI. 28, XII. 39, XII.
42, XIV. 95, XV. 51)**).
I. Deutsche Kunst und Deko-
ration (Koch-Darmstadt) VIII. 6. S. 371;
Artikel v. Dr. H. W. Singer über E. Orlik,
*) Ergänzungen stets willkommen !
**) Weiteres siehe unter „Litteratur“ jeder Nummer.
(einschliesslich |
Wilhelm Voigt-Dachau.
7. Moderne Kunst (Berlin) XX. 2:
Exlibris Georg Poensgen von Eduard von
Gebhardt-Dússeldorf.
8. Monatshefte für graphische
Redakteur ist Pfarrer L. Gerster `
Kunstgewerbe (Flemming - Glogau) III.
H. Vogeler-Heft, S. 116: Exlibris Valerie
fa e
/ D
Brettauer.
o. Uber Land und Meer 95, 3:
Exlibrisradierung (Reproduktion) Marie
Vogeler v. H. Vogeler.
10. Jugend (München), 1905, No. 10,
SG 186: Humoristisches Exlibris Franz Kossuth
A Arpad Schmid-
hammer.
cemeinsame
Ru Armee“)
vV.
11, Weltspiegel (Berlin) 1905, No.
>
36 v. 4. Mai: 2 spanische Exlibris Gustavo
Gili v. Jose Triado, und Jose Marti Monso
E. Verela.
12. Die Modenwelt XAXX. (Berlin)
13 v. I. April 1005;
v.
4
Hinweise auf Exlibris
| und Exlibrissammeln.
13. Frauen-Rundschau, (Berlin)
VI. 17, 2!/, Seiten über Exlibris der Firma
, Stolle- Harzburg und Fr. Mechtild Busch-
mannn-Czapek-Múnchen, mit 10 Bilden (8
bezw. 2).
14. Sonntagsblatt für Deutsch-
lands Frauen (Berlin) 1904— 5, Heft 32,
S. 593: Exlibris Sr. M. Schiff „Berlin“,
Martha Fechner-Berlin.
v.
15. Deutsche Gaue (Verein Heimat
Kaufbeuren) V. 10. S. 256. Neue Biblio-
thekzeichen mit 6 Abbildungen der Exlibris `
Böck, Guggemos, R. Wiebel, Luschka, Dimmler,
Frank.
I OO
|
22. Ebenda, No. 34 v. IO. 2. 1905,
S. 1412: Erwáhnung dreier Exlibris O. Gmelin,
M. Waldbauer und C. Berkhan.
23. Ebenda, No. 66 v. 20. 3. 1905,
S. 2732: Bericht v.
Vortrag des Buchhändlers Oscar Leuschner-
E. Dillmann über den
Wien über Alois Kolb und seine Exlibris, in
- der österreichischen Exlibris-Gesellschaft Wien.
16. Ebenda VI 4, S. 71: Neue
Bibliothekzeichen, mit 8 Abbildungen der `
Exlibris Wagner, Ludw. Stóttner, Seilbeck,
Burger, Schmid, Görler, Fronhofer. Seite 76:
Anregung und Vorschláge zu Wappen und
Exlibris mit Preisen.
17. Neue Blátter aus Leipziger
Státten fúr Kunst und Gewerbe
(Breitkopf & Hartel, Leipzig) II. 1. S. 2—6:
Rúhmender Artikel Dr. Ludwig Weber's úber
„Leipziger Exlibris v. Bruno Heroux“ mit den
Exlibris-Abbildungen C. Seffner, R. Giesecke,
R. Volkner und Bibliophilen-Abend.
18. Deutscher Buch- und Stein-
„Eine Werk-
Stolle und der
Fr. Gille; mit
g Abbildungen von Exlibris H. Nernstscher
Zeichnung.
drucker, 1905, S. 318—322:
stätte für Atelier
Zeichner Heinrich Nernst, v.
Exlibris ;
19. Deutscher Herold (Berlin),
XXXVI. 2 „Heraldik auf Exlibris“ v. K. E.
Graf zu Leiningen-Westerburg-München, mit
22 Exlibris-Abbildungen auf 5 Tafeln.
20. Ebenda, XAAVI. 7. S: 130, 137;
2 Exlibris Haak v. Martin Kortmann-Berlin.
21. Buchhändler-Börsen-Blatt
(Leipzig) No. 1905, S. 9082:
Rühmende Besprechung des — meiner An-
24 v. 30. I.
sicht nach nicht rúhmenswerten — Exlibris-
büchelchens von Edw. Almack „Bookplates“,
durch H. Bruno Conrad.
24. Ebenda, No. 132. v. 9. 6. 1905:
auch: Frankfurter Nachrichten v.
| 31. 5. 5 und General-Anzeiger für
Frankfurt a. M. v. 10.6. 5, und Kleine
Presse, Frankfurt a. M. v. 30. 5. 5., und
Frankfurter Neuste NachricÁten
v. 31. 5. 5.: Sámtlich: Kleine Berichte über
die Schulz-Euler'sche Exlibris-Ausstellung im
Frankfurter Kunst-Verein.
25. Buchhändler-Börsen-Blatt,
No 141 v. 21. 6. 5: Angabe von 2 Buch-
hindler-Exlibris, W. Giers v. M. Molitor
und H. Staadz v. W. Schulte vom Brühl.
26. Ebenda, No. 150 v. I. 7. 5. An-
. gabe von 3 Buchhdndler-Exlibris.
27. Ebenda, No. 157 v. 10. 7. 3.
Angabe von 7 Buchhändler-Exlibris.
28. Ebenda, No. 202, vom 31. 8. 5;
No. 258 v. 6. 11.5; No. 266 v. 15. II. 5.:
Angabe von 8 Buchhándler-Exlibris.
29. Zeitschrift
freunde, (Berlin), Jahrgang 1905 brachte
wiederholt Exlibris.
für Bücher-
30. Deutsche Alpen-Zeitung
(München): V. 8. Alpines Exlibris Franz
Kröner v. H. Zarth.
31. Münchner Zeitung No. 45 v.
23. 2. 1905: „Neue Münchner Exlibris“, —
H. Volkert, R. Schiestl, J. Diez und W. Geiger
— v. Richard Braungart-München.
32. Die Propyläen (München) der
MünchenerZeitung, ll. 46 v. 10. 3. 5:
Bericht über die vom Akademischen Verein
für bildende Kunst ausgestellten Exlibris von
| Willi Geiger-München.
SE IO!
Münchner Neueste Nach-
33:
richten, No. 104 v. 3. 3. 5: Bericht úber
das vorstehende (32) Thema.
34. Ebenda, No. 229 v. 16. 5. 5:
Erwähnung der Exlibris Michael Bernays,
Leopold Ranke, Du Bois Raymond, Ernst
Curtius, Hinschius, Friedr. Zarncke, Wilh.
Scherer, Rud. Hildebrand, Bechstein, Matth.
Lexis, sämtlich in Bibliotheken dieser Ver-
storbenen nun in amerikanischen Bibliotheken;
im Artikel über die Bibliothek Mich. Bernays’,
v. Heinrich Hunz, Heidelberg.
Tägliche Rundschau (Berlin)
No. 125 v. 15. 3. 5.: Über das Exlibris der
Bibliothek des Kreuzers „Berlin“.
36. Börsen-Zeitung
No. 138 v. 22. 3. 5.: Empfehlung der Exlibris
des Ateliers Stolle-Harzburg.
33:
12
Berliner
37. Leipziger Tageblatt v. 7. ©
5: Rühmende Erwähnung Bruno Heroux'scher `
Exlibris Sonder-
ausstellung des Leipziger Künstlervereins.
38. Nach-
richten v. 4. 8. 5, 185 v. O.
17. 8. 5.: „Exlibris-Kunst
im Leipziger Kunstverein;
Danziger Neuste
No. 181
8. 5. und 192 v.
in Danzig“ v. „Fr. Dt.“ Mitglied der Re-
daktion“.
39. Rheinischer Kurier v. 15.
I. 5. und
40. Wiesbadener Tageblatt v.
13. 1. 5.: Kurze Berichte über die Exlibris-
Wander-Ausstellung.
41. Mainzer Tageblatt No. 175
V. I, 7. 5.: „Berühmte Bücherdiebe“ v. Egon
Nosca.
42. Kreuznacher Zeitung No. 265
V. 20. 1I. 5.: und
43. General-Anzeiger, Kreuznacher
Tageblatt No. 273 v. Il. 5.:
über die Kreuznacher Exlibris-Ausstellung.
+4.
No. 297 v.
2 1. Berichte
Neues Tageblatt,
Bericht
Stuttgart,
25. Il. 5: über
die .
G. A. Closs-Exlibrisausstellung bei Fritz Hoff-
meister-Stuttgart.
45. Kunstwelt (Lechner und Sohn,
Wien) Heft 1: Exlibris Jos. Wünsch v. Heinr.
Comploj-Wien.
16. Der Salon, österreichisches Adels-
blatt, (Wien), XIII. No. 19 v. I. 7. 5. Bericht
über die Salzburger Exlibris- Ausstellung.
47. Tagespost (Linz) No. 148 v.
I. 7. 5»
48. Tagespost
und
(Graz) No. 178 v.
29. 6. 5., und
49.Salzburger Chronik No. 138, und
ao Salzburger Tageblatt No. 138,
und 140, und
51. Salzburger Volksblatt No.
139, 141, 217 und
52. Salzburger Zeitung No. 141
v. 21. ©, 5. und POS v. 22.7.5
53. Fremdenliste für Bad
Reichenhall, 1905 No. 105. Alle:
Berichte über die von Herrn Ph. Strasser-
Salzburg eingerichtete Exlibris-Ausstellung im
dortigen Künstlerhaus.
54-
23 58
Reichenberger
Bericht
Ausstellung des Herrn Dr. Rudolf Neumann
dort
Februar 1905; moderne Kunst.
Zeitung v.
22., über die neuste Exlibris-
im nordböhmischen Gewerbemuseum,
55 WienerAbendpost, Beilage zur
Wiener Zeitung, No. 78 v. 5. 4. 5. „Neuere
Münchner Exlibriszeichner*, v. Richard Braun-
gart-München,
50. Wiener Deutsches Tageblatt
No. 312, v. IL. II. 5. Münchner Brief, v.
Richard Braungart- München, darin Be-
sprechung Albert Welt’scher und Alois
Kolb'scner Exlibris.
5% Deutsche Arbeit (Prag), IV.
10, S. 630: Gedicht der Frau Professor
Hedda Sauer-Prag zu „Ein Exlibris von
Vogeler“.
35. Stockholms Dagblad, No. 130.
B. v. 14. 3. 5.: „Om Exlibris“; kurze Be-
sprechung der Exlibris-Brochüre des Herrn
Hasse W. Tullberg-Stockholm, o Ab-
bildungen, darunter Georg Barloesius’ eigenes
mit
St.-Lukas-Exlibris (sonst noch 5 schwedische,
1 norwegisches, 1 englisches, 1 amerikanisches
Exlibris).
39. Notes sur l Estampe heral-
dique en Allemagne et en Suisse, par L.
Bouly de Lesdain; bibliothèque de la revue
héraldique; Paris (8 rue Daumier); enthält
A. I7 deutsche und schweizer heraldische
Exlibris der Jetzzeit.
K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
u.
Litteratur.
I. Im „Journal für Buchdruckerkunst“,
Ferd. Schlotke, Jahr-
gang, No. 45, erschien jüngst ein sachgemässer
Artikel des Schriftstellers Herrn Otto Schlotke,
Gross - Lichterfelde, „Moderne Ex-
libris“, s Exlibris (mit
Namen) abgedruckt sind, die in Typensatz
Gross-Lichterfelde, 72.
über
in dem fingierten
mit vorhandenen Ornamenten hergestellt sind;
im Texte behandelt der Verfasser auch diese
„gesetzten“ Exlibris Mit
seiner Zustimmung drucke hier einige
eingehender.
ich
Sätze ab, die für Exlibrisbesteller von Interesse
sein dürften, da hier die Erfahrung des Fach-
mannes mitspricht:
„Wenn der Besteller die Lieferung auf `
gummiertem Papier verlangt, so suche man
Es ist für den Buch-
drucker wenig praktisch und umständlich, —
ihm dies auszureden.
aber auch der Besteller wird wenig Freude
daran haben. Werden die Bibliothekzeichen
nicht sehr sorgfältig aufbewahrt, so rollen sie
sich, kleben aneinander und verlieren das
Es ist
zu Fall
immer besser, sie
mit Klebstoff
gute Ansehen.
werden von Fall ver-
102
|
|
l
|
|
|
|
sehen und aufgeklebt. Will man gummierte
Papiere verwenden, von denen ja einige sich
wenig rollen, so ist wieder der Umstand zu
bedenken, dass die Auswahl in diesem Papier
verhältnismässig klein ist und man im allge-
meinen für Bibliothekzeichen ein getontes Pa-
pier wählen wird, weil dieses schon von dem
Unter
keinen Umständen darf man gestrichenes Kunst-
weissen Papier des Buches absticht.
druckpapier für ein Exlibris nehmen, denn
erstens kleben und halten diese Papiere schlecht
und zweitens werden sie im Buch leicht un-
ansehnlich, weil die Reibung im Deckel zu
N N DI
gross ist.
If. Die „Zeitschrift für Bucherfreunde“,
X. Aprıl 1906, bringt in ihrem Artikel
„Die Bibliophilen“, Sir Robert Peel, von
Otto Ab-
bildungen der Wappen-Exlibris von Sir Robert
Peel, Baronet, und Sir Robert Peel d J.
— Arthur Wellesley Viscount Peel --, beide
I,
von Schleinitz-London, 2
aus dem 19. Jahrhundert, zur Abbildung, sowie
im Artikel „Ein Bucheinband Tycho-
brahes 2
Exlibris
Porträt bzw. Wappen, vom Ende des 16. Jahr-
sehr gut reproduzierte Super-
dieses berühmten Astronomen, mit
hunderts.
III. Die „Zeitschrift für Bücherfreunde“
enthält in IX. 11 bzw. in IX. ı2*) 2 Artikel
aus meiner Feder: „Neuere Exlibris-
Litteratur“, die das Wichtigste auf diesem
Gebiete aus den letzten Jahren berichtet, —
sowie: „Exlibris von Bühnenange-
hörigen‘“, dieser Artikel mit 12 Abbildungen
der Bibliothekzeichen Carl Fischer (c. 1810).
Aenny und Rob. Volkner v. Bruno Héroux,
Konrad Dreher v. Ernst Zimmermann, Georg
Altmann v. Benno Berneis, Franz Herterich
Wilhelm Müller, Alois Hofmann v. Rudolf
Hofmann, Ludwig Heller v. Ferdinand Goetz,
v.
*) Beide Hefte werden, soweit Vorrat reicht, von der
Z. 14. B. bzw. Velhagen & Klasing, Leipzig, zu je 4 Mk. ab-
vegeben.
Wolfgang Quinke v. Bernhard Wenig, Paul
von Ebart v. Georg Barloesius, Josef Kainz
v. Max Hübener, Hugo Thimig v. William
Unger, Henry Irving; angegeben sind ein-
schlägige Exlibris aus dem Deutschen Reich,
Österreich - Ungarn, Frankreich, Schweden,
England und Amerika.
Artikels
sind 3 neue hierhergehörige Exlibris hinzu-
Seit Drucklegung des letzteren
gekommen, 1. das von Bertha Morena,
Hofopernsángerin, München, auf Stein ge-
zeichnet von Frau Mary Ann von der
Medem in Frankfurt a. Main: Flöte-
blasendes Knäbchen auf Waldwiese mit zu-
hórenden Vögeln, Frosch und Schnecke, in
der Melodie; Violin-
schlüssel; 2. das von Hans Merkl, Bühnen-
Umrahmung unten
sänger, gezeichnet von Fritz Klee- München:
Maske mit Lorbeerkranz, welch Erstere nach
oben in eine Lyra ausláuft; charakteristische
das für Otto Kienscherf,
Regisseur am Stadttheater Köln,
Steinzeichnung; 3.
1900 von
Hans Dietrich Leipheimer, Darmstadt; grosse
Theatermaske mit Räucherpfanne und mo-
derner Ornamentik darum.
IV. Die „Deutsche Kunst und Deko-
ration“, Alexander Koch, Darmstadt,*) bringt im
Juni-Heft 1906, IX. 9, 20Abbildungen von ihrem
Exlibriswettbewerb, die die 20 besten bzw.
preisgekrönten und lobend erwähnten aus 275
eingereichten Entwürfen darstellen. Der Text
dazu stammt aus meiner Feder.
V. Soeben erschien bei A. Pichlers Witwe
und Sohn, Wien**) ein Vortrag des Herrn
Oskar Leuschner- Wien, unseres Mitglieds:
„Die graphischen Künste“; 32
Auf diese treffliche kleine Arbeit,
Seiten.
die vom
Standpunkte des Sammlers aus verfasst wurde,
möchte ich nicht unterlassen, unsere Sammler
und Kunstfreunde
aufmerksam zu machen.
Das gewaltige Thema ist selbstredend nur in
*) Preis des Heftes: 2 Mk so Pf.
_ . **) Preis: 1 Krone 50 Heller: direkt von da oder durch
jede Buchhandlung zu beziehen.
x
seinen Hauptgrundzügen behandelt, da der
Stoff auf etwa 1!/
ją Stunden Vortragszeit zu-
sammenzupressen war; denn sonst liessen sich
hierüber Bände schreiben. Dass der Ver-
fasser das weite Gebiet voll beherrscht, zeigt
dieser Vortrag und diese kleine Schrift, die,
eben in ihrer summarischen Kürze, einen
vorzüglichen allgemeinen Überblick gibt, denman
zureigenen Belehrung mit Freuden und Interesse
liest. Trotzdem die beim Vortrag vorgeführten
Bilder hier mangeln, erfährt man doch recht
viel Neues, an dem so Mancher bisher achtlos
vorübergegangen ist, obwohl er sich viel-
leicht schon für graphische Kunst interessiert
hat. Die folgenden herausgegriffenen Stich-
worte werden zeigen, was Alles hier besprochen
Hoch- und Flach-, Lettern- und Illustra-
tionsdruck, Codex argenteus in Upsala, Holz-
ist:
schnitt, Donatdrucke, Biblia pauperum, Guten-
berg, alte Beispiele, Inkunabeln (Wiegendrucke),
Patrice, Matrice, Galvanos, Naturselbstdruck,
Letterngiessmaschine, Schriftgiesserei, Linotype,
Papier und dessen Maschinen, Gutenbergs
Holz- und dann die eiserne Handdruckpresse,
Schnellpressen, Stereotypie, Rotationsmaschinen,
Buchbinderei, Heftmaschine, Schnellpräge- und
Holzschnitt,
Schneidemaschinen, moderner
photographische Verfahren, Zinkhochätzung,
Autotypie (Raster), Spitzertypie, Drei- und
Mehrfarbendruck, Steindruck, Senefelder,
Solnhofen, Lichtdruck, Kupfer- und Stahlstich,
Radierung. All denen, die Exlibris nicht wie
Briefmarken und Liebig-Bilderchen sammeln,
Alles,
unter die Worte „Graphische Kunst“ fällt, ist
sondern mit warmem Sinn für was
die Anschaffung der kleinen, billigen und doch
wertvollen Schrift sehr zu empfehlen, die als
Hilfsbuch in einer Exlibris-Fachbibliothek recht
willkommen ist.
VI. Als Neuerscheinungen der Exlibris-
Litteratur sind angezeigt:
1. „Das Exlibriswerk Max Bucherer’s-
Basel“, bei Carl Fr. Schulz, Frankfurt a. Main,
Rossmarkt 1; Abdrúcke von den Original-
holzstöcken, zum Teil mehrfarbig; Preis 15 Mk.
2. „Brbliotheunes et Exlibris
de Bibliophiles Belges, aux I7z.. 18. et
10. siècles“, von Ben. Linnig; Verlag von
H. Daragon, Paris IX., rue Duperré 30; 150
Seiten, 55 Biblivphilen, zahlreiche Abbildungen;
525 39
(15 Exempl.), 40 fres. (10 Exempl.).
H. Tausin,
bibliographie des Exlibris, II. edition;
Exemplare zu 20 (500 Exempl.),
3. Im gleichen Verlage:
15 fres.
4. „Les Dessinateursbelges d’Ex-
libris“, von Sander Pierron-Lüttich; Verlag
Xavier Havermans-Brüssel, rue des Comédiens
12; 64 Seiten mit hervorragenderen Beispielen
belgischer Künstler; 200 Exemplare; Preis
3 fr. 50 c. Besprechung des preis- und em-
pfehlenswerten Hefts folgt in nächster Nummer.
VII. „Müveszet“, eine ungarische Kunst-
zeitschrift in Ofen-Pest, V. 2 (1006) bringt auf
S. 146 51 zum Teil unsichere Adressen tausch-
bereiter Exlibrissammler, darunter 11 deutsche.
VIII. Einen Exlibris-Artikel „Über un-
garische Exlibris“ (3'/, Seiten) schrieb unser
Mitglied Herr Ofen-
Pest in „Magyar Ev-
K önv ve“ (ungarisches Buchdrucker-Jahrbuch)
1900, S. 143 ff, der mit 11 Exlibris-Abbil-
Arnold Prüner in
Nvomdaszok
dungen von Lajos Kozma, Sandor Nagy (2),
Arnold Prúner,
Pal Javor, Janos Stein illustriert ist
Kalman Rozsnyav (4), Geza
Fekete,
(käuflich nicht mehr zu haben). Der in
ungarischer Sprache geschriebene Text scheint
nur über ungarische Exlibris zu handeln; an
modernen ungarischen Exlibriszeichnern liest
die
Namen Laszlo Hegedüs, Lajos Mark, Henrik
man ausser den oben genannten noch
Pap, Geza Farago, Geza Udvary.
IX. Im Januarheft 1906 von „Modern
Müveszet“, Ofen-Pest, I. 3
1905) ist ein dreiseitiger Artikel von Unge-
(für Dezember
nannt „Magyar Könvojegver (Exlibris:
(Oil —
mit 1 Exlibris-Abbildung Palika Udvary, ge-
zeichnet von C. V. H. de Rozsnyay, in dem
Khnopff, Klimt,
Nelson, Nicholson, Craig auch Willi Geiger-
ausser Beardsley, Moser,
München mehrmals genannt ist; ferner an
Ungarn: Cserna, Frecskay, Gyula Hembach,
Hein, Knopp, Lakatos, Linek, Mark, Muhics
Vilmos Nagv, Karoly Palka, Janos Stein,
Mosonyi Pfeiffer, Tony Szirmay, Imre Sirmay,
Ernö Barta.
X. Im „Schweizer Archiv für Heraldik“,
1905, Heft 4 S. 154—155 sind 4
schweizer Exlibris abgcbildet und besprochen,
Zürich,
die aus der Kantonsbibliothek zu Lausanne
stammen, und in der die, diese Exlibris be-
handelnden Publikationen des Herrn Bibliothek-
Ex-
libris des Landammans Aug. Pidou (1754 bis
1821), Waadtländischer Staatsmann, Stich von
direktors Louis Dupruz vorkommen: I.
Seraphino Giovannini in Rom; Form eines
römischen Altars mit den Q Musen (Gerster
No. 1798); 2. Exlibris Joh. Bapt. Plantin,
Pastor und waadtländischer Historiker (1024
bis 1700), redendes Wappen, datiert 1048,
Holzschnitt (nicht bei Gerster); 3. Freiherr
Friedrich von Gingins-Lasarraz, bedeutender
(1790—1863,
Gerster No. 923); 4. Edw. Gibbon, englischer
(1737—1794).
Lausanne lebte und welcher Stadt er einen Teil
waadtkindischer Historiker
Geschichtsschreiber der in
seiner Bibliothek vererbte (nicht bei Gerster).
XI.
Mitteilung, dass die „Révista Araldico“ des
„Collegio Araldico di (Rom, Via
ab und zu
Sammlern von Exlibris-Litteratur die
Roma“
Monterone 69), IV. Jahrgang,
italienische Exlibris abbildet und kurz bespricht.
XII. „La Lettura“, VI. 4 (Mailand, via
Solferino 28; Heft: 75 c.) enthält aus der
Feder Battistelli
Artikel mit 23 Abbildungen alter italienischer
Exlibris; 7 1/, Seiten.
von Luigi
XIII. Der „Studio“, London, Vol. 34,
hat S. 138 2 Exlibris-Abbildungen
[9O3,
einen Exlibris- `
Paolina Picardis von Alfredo Baruffi-Bologna
und S. 30 Exlibris Hans Volkert-Múnchen,
von diesem; Vol. 36, S. 90 und 93: 17 Ex-
libris-Abbildungen aus dem Studio-Exlibris-
Wettbewerb B. XI., einfache gute Exlibris
mit Monogrammen und modernem ornamen-
talem Schmuck.
XIV. Im reizenden Werke „Kate Green-
away“ von M. H. Spielmann und G. S.
Layard, London, A. und Ch. Black,
sind folgende Exlibris der berühmten Kinder-
10905,
zeichnerin abgebildet:
1. Titelblatt und S. 7: Exlibris der Lady
Victoria Alexandra Mary Cecil Herbert:
2. S. 20: Miss Hannah Jane Locker-
Lampson 1898;
3. S. 54: Miss Maud Locker- Lampson;
4. S. 72: Godfrey Locker-Lampson;
5. S. 88: Frederik Locker-Lampson ;
6. S. 226—227: Vera Evelyn Samuel.
Ausser vorgenannten giebt es (nach meiner
Sammlung) noch 7. Sarah Nickson und 8. Miss
Hie Dag whey “Seg: O
zeigen die zierlichen kinderfigúrchen,
Dorothy Locker-Lampson.
und 7.
wie wir sie aus den in den Soer Jahren auch
in Deutschland stark verbreiteten Greenaway-
schen Kinderbúchern kennen; 3. und 8. nur
Namen mit Blumenschmuck. Das reizvollste von
allen Exlibris der liebenswürdigen, leider ver-
storbenen Künstlerin ist No. 6, das in den zar-
testen Farben Rosa, Hellgrün und Weiss aus-
geführt, ein, einen Rosenkranz emporhaltendes
kleines Mädchen mit hoher Taille und der
bekannten grossen Grecnaway-Haube zeigt und
cines der lieblichsten Exlibris der Welt ist,
das ich kenne.
XV. Miss Anne C. Justice, unser Mit-
glied, in New-York-City (785 Madison Avenue)
arbeitet zur Zeit an einem neuen Buche
über Exlibris der ganzen Welt. das ungefähr
Der Band
und
zu Weihnachten erscheinen wird.
wird e. 450 bis 550 Seiten umfassen
4 oder 5 Dollars kosten.
105
XVI.
„Revista Iberica de Exlibris“, von der es
Die spanische Exlibris - Zeitschrift
bereits hiess, dass sie mit dem II. Jahrgang
schlósse, ist — erfreulicherweise! -- wieder
erstanden und soeben (im Mai) mit No, ı
des IIT. Jahrgangs in gewohnter Güte er-
schienen (nunmehr Eigentum des Herrn Jose
Triado in Barcelona). Für die bisherigen und
für ev. neue Abonnenten gebe ich hier die
Bestellungs-Adresse wiederholt an: „Revista
de Exlibris, R. 330, 32
Barcelona, Cataluna, Spanien“. Preis 12 fres. oder
Iberica Mallorca
10 Mark (am besten in Banknoten zu senden).
Im jüngsten Heft sind alte und neue spanische,
sowie einige mexikanische Exlibris behandelt
und abgebildet (s. redaktionelle Mitteilungen
nächster Nummer); ferner ist das Exlibriswerk
Jose Triados, des sehr guten spanischen Ex-
libris-Kúnstlers, cin Band von 72 Seiten mit
seinen Exlibris zu 16 frcs. (oben gen. gleiche
Adresse; voraussichtlich auch im Kommissions-
verlag von Karl W. Hiersemann, Leipzig) an-
gekündigt.
interessiert besonders uns
Die Abbildung des in Leder
geschnittenen Einbands der Adresse, die das
Eine Beilage
Deutsche:
spanische Dragoner-Regiment Numancia seinem
hohen Chef, unserem Kaiser, widmete und
überreichte, und die auf einem Grund stilisierter
Eichenbliitter den deutschen Reichsadler mit
Kaiserkrone über dem spanischen Königs-
wappen in gutem und richtigein Entwurf zeigt.
XVII. Soeben wird das IV. Heft der so
reizenden Exlibris, gezeichnet von dem be-
E.
Fischer (früher Fargo) nun: Wellsville, New-
liebten amerikanischen Exlibriskúnstler W.
York, V. St. A., angezeigt; 12 Künstlerdrucke,
nummeriert. auf Japan; 5 davon handkoloriert.
Nur 109 Exemplare; keines der Exlibris ist
bisher veröffentlicht. Preis 2 dollars 50 cents.
Adresse: Die obige. Enthält auch ein Universal-
Exlibris, in das des Käufers Name eingefügt wird.
K. E. Graf zu Leiningen- Westerburg.
Bücherzeichen,
Abbildung
das seiner Angabe
Warnecke, die deutschen
gibt auf S.
eines Universal-Exlibris,
12 die verkleinerte
nach einem 1489 in Nürnberg erschienenen
Werk, welches von „töttlichen Zeichen“ handelt.
entnommen ist. Diese Bezeichnung des Buches
ist zwar nicht unrichtig, enbehrt aber der er-
wünschten Genauigkeit, vermutlich weil sie auf
undeutlicher Mitteilung des ehemaligen Besitzers
J. von Hefner-Alteneck beruht. Das Buch war
ein Vorläufer jener Schriften, die heut etwa den
Titel „Hausarzt“ oder „Buch vom gesunden
und kranken Menschen“ führen, und sein
Titel lautet: „Versehung, Leib, Sel, Er und
Gutt“ (Leib, Scel, Ehr und Gut). Es ist
„gedruckt in der erentreichen Stat Nürenberg
in dem (14) 80 Jare“ und enthält auf der
Rückseite des letzten Blattes das zum Aus-
füllen bestimmte Exlibris in der von Warnecke
128.
liegende Exemplar befindet sich
angegebenen Grösse 82: Das uns vor-
im Besitz
der kostbaren Sammlung alter Drucke, welche
das Kunstgewerbemuseum in Berlin als „Samm-
lung Grisebach‘“ verwahrt. Sein erster Besitzer
war Sixtus Zinsshartz, Prediger („praedicator“)
in Kempten.
Gross-Lichterfelde.
Dr. Klemm.
Tausehverkehr.')
Zum Austausch ihrer eigenen Bibliothekzerchen
gegen diejenigen von Mitgliedern des Exlibris-
Vereins sind bereit:
Herr Arthur August, Berlin S. 50,
Schinkestrasse 10 (v. Frl. G. Andrews-
Berlin).*)
Herr Walter Kurt Behrendt, Braun-
schweig, Reichsbank, Gartenhaus 3,
ı Für diese Rubrik
die Redaktion und Expedition ırgend welche Verantwortung.
übernehmen weder der Verein noch
7 Auf Wunsch der Betretfenden mitgeteilt von K. E. Graf
zu Leiningen-Westerbury.
100
bittet um Entschuldigung, dass er wegen
längerer Studienreise Tauschsendungen
nicht erwiderte, bittet bei ev. Übersehen
einer Sendung um Mahnung und tauscht
künftig prompt: 1. Zinkdruck, v. P
Dahlen, Fr. Hein-Schüler, 2. ı Musik-
Exlibris, von diesem, für Miss Burroughs,
3. ı Zinkdruck und 4. I Dreifarben-
druck, beides eigene Zeichnung, 4. nur
gegen farbige Lithographie oder sonst
Besseres.)*)
Herr Franz Bieringer, Buchhändler,
Passau, (v. A. Balmer-Miinchen).*)
Herr G. Biesey, Buchhändler, Mühl-
hausen 1 Els,, Schwarzwaldplatz 13
(v. H. Zarth-München).*)
Herr Alexander von Brandenstein,
Leutnant Ulanen-Regt. 19, Neuulm,
Donaustrasse 23 (v. ihm).*)
Herr Conrad, Lehrer, Bonames bei
Frankfurt a. M. (v. O. Schwindrazheim-
Hamburg).*)
Frl. Marie Diefentháler, Stuttgart,
Reinsburgstrasse 51b. (Musik - Exlibris
v. G. Stotz-Berlin-Stuttgart).*)
Dr. Paul Ebers,
Baden-Baden
Herr Sanatorium Ebers,
(v. Herm. Ebers-
München).*)
Herr Erich Fischer, Organist, Kopen-
hagen, Sortedams Dossering 89 (1. Ei-
genes Exlibris, v. Paul Fischer; 2. Ex-
libris Paul Fischer, v. diesem).*)
Herr Frank R. Fraprie, 39 Addington
Road, V. St.
Amerika (6 eigene; v. F. E. Gramm-
New-York, v J. A.
Campbell-München, 1 v. R. Martine
Reay-New-York; ferner 1 Exlibris Gaus,
Albany. v. F. E. Gramm-New-York,
2 Exlibris E, P. B. Phillips-Liverpool,
1 Exlibris
Maisie Phillips-Edinburg v. J. W. Simpson;
1 J. A. Campbell-Múnchen v. L. Hohl-
Brookline, Mass.,
A verschiedene
v J. W. Simpson-Edinburg;
wein-München. Sein eigenes dreifarbiges
v. Campbell (Pierrot) ist nur noch in
wenigen Exemplaren da; Platte zerstört;
nur gegen Besseres).*)
Frau Olga Gilles (Dortmund-) München,
Theresienstrasse 75, III. Garten-Geb,,
(Ferd. Nockher-Schülerin; tauscht ihr
Exlibris Heinrich Gilles Exlibris
Dr. Aigner).*)
Frau Meta Grossmann, Gross-Röhrs-
dorf, Sachsen (v. Frl. C. Bercht-
Dresden).*)
Frl. Emma Heck, Heiligenwald, Rhein-
und
preussen (v. G. Holstein; bittet ın erster
Linie um Damen- und Kinder-Exlibris).*)
Herr
brücke 84 I. (v. ihm).*)
E. A. Hirsch, Amtsrichter, Giessen
(v. M. Jacoby-Grunewald).*)
6 Telfold
Herr
Herr Percy Hipwell, Avenue,
107
August Hendel, Breslau I, Schuh- `
Streatham, London S.-W., England :
(farb. Lith. v. Mathilde Ade-München;
nur gegen Besseres).*)
Frau Gertrud Hofmann, Zittau, Goethe-
strasse 18 (2 neue v. ihr).*)
Frau Kauffmann, Mannheim.*)
Herr Walter Keller, Werlagsbuchhindler, |
Stuttgart, Blumenstrasse 30 B. (v.
Willi Planck-Stuttgart).*)
Frl. Auguste Kichler, Malerin, Darm-
stadt, Waldstrasse 28 (v. jr."
FrauB.Kinscherf, Kreuznach, Luisen-
strasse 17 (tauscht das v. ihr gez. Ex-
libris B. und G. Kinscherf).*)
Herr Fritz Klee, Architekt München,
Elisabethstrasse 12, IV (2 eigene,
v. ihm).*)
Frl. Rosi Koch, Nürnberg, Lorenzer-
platz 19 (v. Willi Ort-Nürnberg).”)
HerrvonKohlhagen, Bamberg (tauscht `
seine Exlibris von G. A. Closs und
O. Roick nur gegen. heraldische oder
nichtheraldische-wirklich kúnstlerische).*)
Herr Paul
München, Schnorrstrasse
(v. Ulf Seidl-München).*)
Herr Michael Kun, Ofen- Pest VI, Csángó-
strasse 3a. I. em. 23, Ungarn (Photogr.
v. ihm).*)
Herr Karl Kunze, Architekt, Dresden N.
Konigsbruckerstrasse 72 (2 Exlibris v.
A. Meverhofer-Davos).*)
Krinner, Rechtspraktikant,
O: IMI
Fr. Rosa Liebler, Stuttgart, Mohl-
strasse O (v. Eckerer),*)
Herr Emil Loewenstein, Architekt,
München, Waltherstr. 30 I. (tauscht
ab Anfang Juli s. Radierung v. J. Wein-
heimer-Múnchen; nur gegen Bestes!).*;
Frl. Agnes Meverhof, Malerin Frank-
lurt a. M. Homburgerstrasse 36 eig.
Lith.).*} |
Frl. Lili Ott, Hanau a. Main, Markt g
(v. Dr. E. Haagn-Hanau).*)
Frl. Edith Raila, München, Wilhelm-
strasse 25 p. (Lith. v. Lise Popp-
München).*)
Herr O. Retowski, Staatsrat, Konservator
der kais. Eremitage, St. Petersburg,
Schpalernaja 34, Qu. 72, Russland (v.
A. Freih. Foelkersam).*)
Herr E. P. Riesenfeld, Architekt, Karls-
ruhe 1. B, Gottesauerstrasse 10 (I v.
Vv.
Karl Gruber- Karlsruhe und 1 Holz-
schnitt v. Alexander Kanoldt - Karls-
ruhe).*)
Herr R. Georg Rings, Berlin-Schöne-
berg, Hauptstrasse 97 (v. Arth. Byrns-
New- York).*)
Herr Georg Rody, Pfarrer, Rektor, Carnap
bei Alten-Essen (v. ihm).*)
Herr Dr. H. Roettinger, Hofofficial der
Wien VII, Burggasse 70
(Orig.-Holzschnitt v. Rud. Junk-Wien;
tauscht nur gegen Radierungen, Original-
Albertina,
Lithographien und Orig.-Holzschnitte;
behält sich jedoch unbegründete Rück-
Blätter
vor; sendet nicht aus eigener Initiative:
sendung nicht konvenierender
sammelt keine Klischeedrucke mehr).*)
Ofen-Pest,
Esküter 5 (v. Jos. Bato).*)
Herr Nikolaus Sandor,
Herr Otto Schlotke, Schriftsteller, Gross-
Lichterfelde bei Beilin, Chaussee-
strasse 42 (v. ©. Westphal-Dresden).*)
Frl. Martha
Klosterneuburg bel Wien (1 eg,
Schnürer, Martinsstrasse 106,
v. Mizzie Klimesch-Klosterneuburg und
t ihres Vaters v. Emma l.oewenstamm-
Wien).*)
Herr Ernst Schmersahl, Buchhändler, nun:
Paris V, rue Gracieuse 1 ‚Kopie nach
Fr. Stuck).*)
Herr Dr.
Inselstrasse IO (tauscht das Exlibris des
Raym. Schmidt, Leipzig,
Universitäts-Sänger-Vereins St. Pauli, —
nur durch ihn erhältlich! —. gez. v.
Dr. Benno Hiddemann-Düsseldorf, ın
nur wenigen Exemplaren nur gegen
Gutes. Farbiger Lichtdruck. Sammelt
nur noch wirklich Künstlerisches und
lässt künftig Minderwertiges unbeant-
wortet).*)
Herr Hans Schroeder, Maler, Lüneburg,
Wilschenbrucherweg 18 (tauscht 15 v.
ihm gez.).*)
Oskar Siegl,
strasse 2, Teplitz. Böhmen (tauscht
I. Radier. v. R.
Herr Bahnbeainter, Zeidler-
Teschner, 2. davon
Vorzugsdruck auf Bútten. 3. dasselbe in
Autotypie. 4. grosse Radier. v. A. Kolb.
5. dasselbe, in Kupferätzung. 6. Klischee,
v F. G. Krombholz).*)
Herr Karl
Sievert, Leipzig- Sellerh.,
Wurzenerstrasse
Leipzig).*)
Edm. Gg. Singer, Ofen-Pest VI,
Andrassvstrasse 122 (v.
Lakatos).*)
123 (yv. K. Springer-
Arth. von
LOS- ==
Herr Paul Singer, Architekt, Mannheim,
Meerfeldstrasse 4a. (v. G. Stotz-Berlin).*)
Herr Viktor Singer, Hamburg, Königs-
strasse 36 II. Vorderhaus (tauscht seine
H. Vogeler-Radierung nur gegen Aller-
bestes und einen Klischeedruck nach
Maltz gegen gute dekorative Blätter; 1 Ex-
für Plakat-
französ. graph.
Blätter oder künstlerische Plakate).*)
libris, farbige Radierung,
litteratur, nur gegen
Herr Kurt Springer, Lithograph, Leipzig,
Sternwartenstrasse 32 III. (gibt sein v.
ihm gez. Exlibris, Lithogr., zu 30 Pf. ab).*)
Herr K. Straub,
Loristrasse (v. L. Hohlwein-Miinchen).*)
Assessor, München,
Frl. Luise Stroebel, Ansbach, Karolinen-
strasse 34 (Lith. v. Lise Popp-Múnchen).*)
Herr Dr. LórincSzemler,Ofen-PestVI,
Sziv-utca 13. II. 18.*)
Herr Torsten Auditór, Lund,
Schweden (2 v. Jöns Märtenssen, Lund,
Klischee 1903, und Arth. Sjögren, Stock-
holm, Klischee in 3 Farben 1905; tauscht
Uggla,
allgemein).*)
Waldheim i. S.
(Radier. v. F. Malfer-Dresden; nur gegen
Herr Otto Vogel, Pastor,
Besseres).*)
Herr Artur Weikard, Mainz,
strasse 3I
Schuster-
(gez. v. Felix Engel-Berlin,
rad. v. Carl Zander-Berlin; nur gegen
Gleichwertiges).*)
Frl. Käthe Wolff, Berlin, Hohenstaufen-
strasse 45 (tauscht ihre 2 Exlibris Elsa
Wolff und Priors Field School).*)
Herr Hans Zarth, Kunstmaler, München,
Nymphenburgerstrasse 217, IV (tauscht
das v. ihm gez. Exlibris des Kriegs-
gerichtsrats O. Schneider — der nicht
giebt).*)
Herr C. Ergang, Magdeburg, Spiel-
gartenstrasse 2, v. P. Dobe-Berlin, gegen
nur künstlerisch gute; lässt „Schund“
unbeantwortet.
Herr A. Schmidt-Schroeter, Ham-
burg, Brahmsallee 11, 1. Eigenes
Exlibris, gez. von Gustav Croy, Prag
(2 Gróssen) 1901; 2. Exlibris Heinrich
Veit, gez. von Gustav Croy, Prag 1905;
3. Exlibris Orig.
Lithographie von A. Mohrbutter (nur
Alice Pontoppidan,
wenige Exemplare).
Dr, SW. 68,
Lindenstrasse 18/19, sein Exlibris (Ra-
Herr Waehmer, Berlin
dierung von F. Stassen) und das seiner
Gattin (Radierung
gegen gleichwertige Radierungen.
Hohneck,
Beamter der Kónigl. Sächsischen Por-
von H. Bastanier)
Herr
Hans kaufmännischer
zellan-Manufaktur und Leutnant d R.,
Dresden A., Schlossstrasse 30; 1. von
Georg Hohneck, 2. von O. Roick, nur
gegen gute und gróssere Klischeedrucke,
event. mehrere Blátter gegen Radierungen.
Albert Kahlbrandt, Graveur
Ziseleur, Altona-Elbe, Bachstr. 81,
1 Lithographie, 1 Zinkätzung (von ihm).
Herr
und
Herr Martin
Maler, Berlin W. 15, Pariserstrasse 6,
Kortmann, Zeichner und
Gartenhaus IV — nach eigenen Ent-
würfen.
Frau Margit v. Bottlik,
Ungarn: ausser den in voriger Nummer
+ Exlibris
neue, von Tibor v. Bottlik gezeichnete
Fehertemplon,
genannten noch folgende
Klischeedrucke: 1 von Dezsö v. Bottlik:
ı von Dr. Ignaz Feldman und ı von
Josef Hajdú.
Herr D Pesl, Rechtspraktikant, München,
Lessingstrasse 9/0, tauscht folgende Ex-
libris: 1. Gravüre von Leopold Roth-
aug, 2 Grössen (abgebildet Exlibris-
Zeitschrift 1903 S. 82) nur gegen ab-
solut Gleichwertiges.
2. Dasselbe in Lichtdruck auf Karton.
3. Exlibris in Farben, vom Kunstmaler
Franz Marc, gegen Gleichwertiges. 4. Ex-
libris „Venus von Milo“ von Franz Marc.
5. Exlibris des Kunstmalers Franz Marc
6. Exlibris des Schrift-
stellers Karl Marc, von Franz Marc gez.
von ıhm gez.
7. Exlibris nach Al. Zick gez. v. Kunst-
8. Exlibris „Knubels“
Pesl.
maler Max Pesl.
gez. von Kunstmaler Max
(Nr. 4—0 abgebildet in Exlıbris - Zeitschrift
1904 S. 13/4):
Nicht zu tauschen wünscht und lässt
Tauschsendungen unerwidert:
Herr W. Rob, Zúrich I.
Wegen Krankheit des Redakteurs wird
der redaktionelle Teil mit der
nächsten Nummer zusammen erscheinen.
erst
Inhalt.
133., 134. und 135. Sitzung des Exlibris - Vereins.
— Neue Mitglieder. Adressen-Änderungen. —
Brunner und Neubronner. (Mit Beilage und 3 Ab-
bildungen.) — Neue Exlibris. (Mit 2 Beilagen und
2] Abbildungen.) — Eigene Exlibris von Helene
Möller. (Mit 3 Abbildungen.) — Kinder-Exlibris.
(Mit 2 Abbildungen.) - Alberto Martini. — Ver-
(Mit 1 Beilage und 3 Abbildungen.) —
Exlibris-Litteratur 1905. --
verkehr. --
schiedenes.
Litteratur. — Tausch-
Mit 4 Beilagen.
Verantwortlicher Herausgeber: Dr. Hans Brendicke Berlin W. 30, Winterfeldistrasse 24
Selbst-Verlag des „Exlibris-Vereins‘
zu Berlin.
Druck und auftragsweiser Verlag von C. A Starke, Kónigl. Hofl., Görlitz, Salomonstr. 30, a. d. Berlinerstr.
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Zeitschrift
für
Bibliothekzeichen — Bücherkunde
und Gelehrtengeschichte.
Organ des von Friedrich Warnecke begründeten Exlibris-Vereins
zu Berlin.
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XVI | Berlin, I See We 3.
Der jährliche Preis der „Exlibris-Zeitschrift‘ beträgt 12 Mark, für Nichtmitglieder 15 Mark. — Anzeigen für
die „Exlibris-Zeitschrift‘‘ werden von C. A.Starke, Kgl. Hofl., Görlitz, Salomonstr. 39, entgegengenommen.
Die Mitglieder des Exlibris-Vereins Dem Exlibris-Verein sind als Mitglieder
werden gebeten, Adressenänderungen o bd
stets sofort unserem Schatzmeister, Eingeführt DER Herrn K. E. Grafen zu
Königl. Hoflieferant Georg Starke, dd NILE
Górlitz, Salomonstrasse 39, mitteilen
zu wollen; fiir die durch Unterlassung
dieser Anzeige entstehenden Verluste
von Nummern der Zeitschrift kann
der Verein nicht aufkommen.
Frau A.Fähndrich, geb. Freiin von Nordeck-
Rabenau, Friedelhausen, Post Lollar,
(Hessen).
Frl. Rose Eisner, Kunstmalerin, Haim-
hausen, Post Lohof bei Miinchen.
Herr I. Scháublin-Charpentier, Basel,
Kirchenstrasse 6, (Schweiz).
Die náchsten Sitzungen des Vereins Frau Lyda Epstein, Berlin, Klopstock-
finden statt:
Montag, den 8. Oktober
Si „ 12. November
im Restaurant Ernst Voges, Nollen-
dorf-Platz 9, Berlin, abends 8 Uhr.
strasse 5I.
Herr Carl Rinck, Buchdruckerei-Faktor,
Schöneberg - Berlin W., Bahn-
strasse 43 |. Aufg. ITI.
Fler LE auf “der Beide, Swe Pe
dahrens Dahme, Amsterdam, Prinsen-
gracht 267, Holland.
E
—
Herr H. Pflüger, Oberleutnant im Regiment
„Kronprinz“, Ch emnitz,Weststrasse 17.
Herr Sp. Heiltger, Rechsanwalt a. D.,
Köln, Brabanterstrasse 13, II.
Dr. R. Leonhard,
Ainmüllerstrasse 13, IT.
Eingeftihit durch Herrn J. E. Zahn:
Valentine Kirby, 1455 Emerson St,
Denver, Colo., V. St. Amerika.
Herr München,
Mr.
Eingeführt durch Herrn August Stoehr:
Herr Ernst Rau, und Malz-
fabrikant, Nürnberg, Königstorgraben 1.
Eingeführt durch Herrn L. Rheude:
Herr W. F. Bayersdörffer, Kassierer der
Kaufmann
First National-Bank, in Shreveport,
Louisiana, V. St. A.
Eingeführt durch Herrn Georg Starke:
Herr Otto Kabisch,
Berlin W. 35, Körnerstrasse 14.
Ober-Postassistent,
Herr Paul V. Graupe, Bonn, Colmanstr. 2.
Adressen-Änderungen:
Herr Leo Lipp mann, Assessor, ab 1. October:
Hamburg, Isestrasse 143.
Herr Kaufmann Arthur Boes, Hamburg,
Hamm, Mittelstrasse 20.
Herr A. Prager, Culmanstrasse 8, Zúrich
(Schweiz).
Freiin Brigitte Hiller bis
15. Oktober Burg Ditzingen, Ober-
von etwa
amt Leonberg, Württemberg, und nach-
her Stuttgart, Eugenstrasse 7.
Herr Julius Nathansohn, Magistrats-
Baurat, Breslau XVIII, Kaiser
Wilhelmstrasse 167, 1.
Frl. Marie Flückiger nunmehr: Frau
Dr. M. Bühler-Flückiger, Villa
Madrisa, Bern, Schwarztorstrasse 38,
Schweiz.
Herr Ivan Frh. von Weissenbach, Ver-
waltungspraktikant, Nagyatäd, (So-
mogy) Ungarn.
112
msg IAH UU mm m
Herr F. Schmöle,
Rheinstrasse 22.
Frankfurt a. Main,
Miss Burta Brittan, Irnitoale, Alameda
County, California, V. St. A.
Frau Marie Stern, (München), ab Ende
September Berlin W., Taubenstrasse
44—45.
Verstorben:
Herr Elemer Schelling, Fehertemplom
in Ungarn.
Exlibris Schenk, von e. 1530.
Ein ebenso charakteristisches Beispiel fúr
schöne heraldische Zeichnung, wie für ein
(versteckt-) redendes Wappen und ein pas-
sendes Exlibris bietet das hier nach meinem
abgebildete,
eines Schenken geschmückte Bibliothekzeichen,
Exemplar mit der Weinkanne
dessen Meister leider nicht bekannt ist, der aber
jedenfalls zu den besten seiner Zeit gehört hat.
Das Wappen, etwa von 1530, ist*) das des alt-
- Geschlechts „Schenk“,
Albrechts von Bayern
1560, nur mit Schild, so
bayrischen und
kommt in Herzog
Wappenbuch von
vor; in einem alten Manuskript des Herrn
G. R. G. A. Seyler, Hefners Hofwappenbuch
des Herzogs Ferdinand, ist dieses Wappen eben-
so vertreten, aber mit Spangenhelm, dem dama-
ligen Zeichen der Erhebung in den Adelsstand.
Die Kanne im Schilde, wie der Becher
der Maid des Zimiers weisen redend auf den
Namen „Schenk“ — hier nicht: Amt — hin;
ob die Pfeile auf die treffende Macht des
Weines hindeuten sollen, oder nur gewisser-
zum Schild-
entscheiden;
jedenfalls stellt das Wappen auch eine flott
massen dekorative Beigaben
ausfüllen sind, ist nicht zu
und stilistisch gutgezeichnete heraldische Alle-
gorie vor, die dem, der dieses Wappen ,,auf-
riss“ und zeichnete, alle Ehre macht.
*) Nach gefl. Auskunft des Herrn G. R. G. A. Seyler,
Druck von C. A. Starke, Königl. Hofi., Görlitz.
AN
d'UNO
N
Y $
Exlibris Schenk, Altbayern, e. 1530,
wahrscheinlich von Hans Burgkmaier- Augsburg.
Aus der Sammlung K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906, No. 8.
A A
Das Blatt ist bereits (verkleinert) einmal
abgebildet worden: In Hirths ,,Formenschatz“,
1883, No. 41: „Un-
bekannter Meister (Burgkmaier?); Wappen
hierbei ist bemerkt:
mit den Emblemen der Liebe und des Weins;
Zeit c. 1515 — 1530.“
Ob der berühmte Augsburger Meister Hans
Burgkmaier (+ 1531), der Meister des „Weiss-
des schönen Holz- `
kunigs“, der Zeichner
113 —
schnitts ist, lásst sich leider nicht fest beweisen;
die Möglichkeit ist jedoch nicht von der Hand
zu weisen. Der mir als Autoritát geltende
Herr Dr. Heinrich Roettinger in Wien schrieb
mir: „Dass das Blatt ein Werk Hans Burg-
maiers, des Vaters, ist, steht für mich ausser
Zweifel. Entstanden wird es wohl in den
zwanziger Jahren des 16. Jahrhunderts sein.“
K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Exlibris Pronner.
Da es immer ganz interessant ist,
Ze
Wiels (ue
wenn
NT 7. NT.
August Stóhr in voriger Nummer genannten
von einer Person oder Familie sámtliche vor- ¡ Exlibris Pronner von Aichpichl ab, die dort
handenen alten Bibliothekzeichen bekannt
werden, so bilde ich hier die 3 in meiner
nicht zur Reproduktion kamen.
Das grosse Exlibris mit den Engeln in
Sammlung befindlichen, im Artikel des Herrn | den oberen Ecken, I, und das kleine Wappen-
blatt, 11, sind Holzschnitte; das Exlibris mit
Schrifttafel, III,
Kupferstich; No. I ist in der Gruppierung
dem der Beilage der Exlibris-Zeitschrift XVI. 2,
S. 76—77 gleichgeartet, etwas weniger
Wappen über leerer ist
gut
und von einem anderen Holzschneider ge-
fertigt, aber auch etwas älter; No. II zeigt
die Schildvermehrung durch die Rauten der
No. III hat
die handschriftlichen Eintragungen „Wilhelmus
Höhenkirchner von Aichpichl;
Pronner M.“ (== Magister) und „Wolfgangus
Christophor. Pronner“ nebst dem Spruch „Noli
altum sapere“ (== Wolle nichts zu Hohes
wissen). No. I ist in voriger Nummer S. 76
unter 5 erwähnt, No. II S. 75—70 unten
Alle
3 Exlibris gehörten der Münchener Patrizier-
bzw. oben, No. III S. 77 vorn unten.
familie Pronner von Aichpichl, die 1670 er-
loschen ist; die beiden Holzschnitte entstammen
dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts, der
Kupferstich, vielleicht von einem der Stecher
Custos- München, dem Anfang des 17. Jahr-
hunderts. Bei allen dreien ıst Wappen und
Schildbild ein ,,redendes“, der ,,Bronnen“.
K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Neue Exlibris.
(Quartalsbericht einschliesslich Juni 1006).
Mein Quartalszugang an deutschen, óster-
reichischen, ungarischen und schweizer Exlibris
der Jetztzeit, ohne sonstiges Ausland und ohne
alte: 388 Stück.
Sammlung am 22. Juli 1900:
Gesamtzahl meiner Exlibris-
38334 Stück.
Wegen Raum- und Zeitmangels muss ich
mich aufs Kürzeste fassen.*)
I. Von bereits bewährten Exlibris-
Künstlern:
Deutsches Reich: Nach einer Original-
studie, Federzeichnung von Max Klinger-
*) Einige sehr gute Blätter kann ich auf Wunsch der Be-
sitzer diesesmal gar nicht nennen.
114
ne EE, Ver aaas
; aus;
Leipzig von 1885: Exlibris D. Bischoff;
Tafel 41 im grossen 1897 bei Hanfstángl
erschienenen Klinger-Werk; 1906 in Kupfer-
druck; Kopf.
Héroux-Leipzig:*) a) eigenes, Steindruck;
liegender weiblicher Bruno
für einige bestimmte moderne Werke; Weib,
von Schlange umwunden; b) namenloses,
Buch,
c) Gertrud Dumstrey-Freytag, Sinnbild auf
nacktes Mädchen auf Radierung;
Vereinsleben und Frauenbewegung, daher 5
sich die Hände reichende weibliche Figuren;
Hundeliebhaberin ,
Radierung; d: Richard und Finy Doetsch-
daher unten 2 Hunde;
Benziger; Wersunkensein in die Schónheit und
Grösse der alpinen Natur; Mädchen am Felsen
vor Berggruppe; unten Ehewappen, daneben
(Gatte)- und Drucker (Gattin)-
Embleme; Radierung; e) Helene Behrsing,
Alle 5 Blätter
hervorragendeLeistungen des beliebten Künstlers.
Apotheker
Steindruck, Mädchen im Schilf.
Alois Kolb-Magdeburg: Radierung Oskar
Siegl,**) nackter Mann über Handschuh, mit
Siegel (redend); der Handschuh deutet auf
des Besitzers Friedensliebe hin: hinweg über
jeden Fehdehandschuh; sowie Exlibris Hermann
und Frau auf offenem Buch,
Epp, Mann
Radierung; 2 sehr gute Blätter.
Hans Volkert-München: 2 feine Ra-
dierungen, davon I namenlos, 1 für Frau
Alice Faehndrich (s. Tauschliste); beide Blätter
technisch sehr gut und von liebevoll aus-
geführter Klcinarbeit. Theodor Gengnagel-
München***): gute Radierung
H. Poeschel, nacktes Mädchen auf blumiger
Neue sehr
Wiese vor Birken.
*) Johannisallee 11, der auch eine entzückende Radierung
Tafelkarte für das Cantatefestmahl am Sonntag den 13. Mai
1900 schuf; Speisentriigerin, hinten römisches Gastmahl. Héroux
stellte viel auf den Dresdner Gewerbe- und Kunstausstellungen
ebenso auch im Salon zu Paris. Exlibris Dumstrey-
Freytag käuflich von J. Heroux für 8 Mk., Remarque für
rs Mk., Exlibris FIeroux, Remarque zu 7 Mk., Exlibris Behrsing,
Remarque zu o Mk.
**) Teplitz; auch klemer in Kupferätzung (s. Tauschliste).
"yn Darmstadt, Beckstr. 4; tauscht nicht; gibt das Blatt
zu 2,50 Mk. ab.
Exlibris Pronner von Aichpichl, München 15 ..
Aus der Sammlung K. E. Graf zu Leiningen -Westerburg.
Exlibris Pronner von Aichpichl, München 16...
Aus der Sammlung K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Druck von C. A. Starke, Kónigl. Hofl., Górlitz. Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906, No. 3.
Franz Stassen-Berlin, 2 Original - Ra-
dierungem Minna Blanckertz (s. Tauschliste) und
Dr.K.W a eh mer, mit trefflicher Figurenzeichnung.
Ferdinando Malfer-Dresden: 2 eigene,
1 gute HRadierung mit Burg und ı kleiner
guter EX olzschnitt.
Maria Weinland-Frankfurt a. M.: 7 Ra-
dier&ungen. Adolf Schinnerer- Tennenlohe:
4 Radierungen. Giorgio Graf Buonaccorsi-
Nümberg : 2 kräftige Holzschnitte Lilli
Kreut z D erg- München: guter farbiger Holz-
schnitt. IR. E. von Hörschelmann-München:
2 einfach-gute Holzschnitte.
Thom a — Karlsruhe: 3 neue Algraphien in
verschiedenen
bleiben).
Ferner schufen Exlibris:
München: Julius Diez (1), Otto Blümel
(2) F. Marquis de Bayros (3), Prof.
Friedrich von Thiersch(1), Hans Zarth(1),
dessen Exlibris Bertha Zarth*) hier abgebildet ist
(s. Beilage), Willi Geiger (München-Rom, 10),
Gustav Lehmann (Braunschweig-München-
Terracina, (1), Carl Horn (1), Mathilde Ade
(1), Lise Popp (1), Fr. Mary Anne von
der Meden (München-Frankfurt a. M., 3),
Carl Schwalbach (2), von Berlepsch-
Valendas (Planegg, 3 ornamentale).
Fritz Scholl- Dachau**) fertigte in dem
ihm patentierten Scholl-Druckverfahren(Wirkung
wie Holzschnitt, aber viel billiger; Reiberdruck)
ein gutes Exlibris Anna Schickaneder, Blumen-
korb mit Biene.
Berlin: Professor Emil Doepler d J.,
2 trefíliche, davon eines siehe unter „Be-
sonders Erwähnenswerte). Paul Voigt (1 reizen-
des), Elisabeth Weinberger (1 mit Toten-
tanz aus der Berliner Marienkirche).
Ferdinand Morawe (I eigenartiges sehr gutes).
Professor Hans
Grössen (sollen ungenannt
Christian
*) Dieses Exlibris tauscht J. Carl Zarth, Düsseldorf,
Rethelstr. 6ı.
**) Schhleissheimerstr. 26 11 gibt das Exlibris Schickaneder
zu z Mk. ab.
115
Martin Thiele,
Weissenborn (je 1).
Felix Willmann, Fritz
Hans Haslinger-Karlsruhe (1), Albert
Kahlbrandt-Altona (2), Paul Stölting-
Dresden (2 sehr charakteristische). Frl. A. Chr.
Wilder-
mann*)-Kalk-Röln (4 gute). Carl Wol-
brandt- (ı) und Peter Wolbrandt (4)
Krefeld (gutmoderne Blätter). Lili Wille-
Hildesheim (3). Leo Schnug- Strassburg (1).
Hansing- Bremen (2). Hans
Hans Schroeder- Lüneburg (3). Maximilian
Liebenwein - Burghausen (2). Marcus
Behmer-Florenz (2).
Von Heraldikern: Prof. Ad.M. Hilde-
brandt-Berlin (1). Lorenz M. Rheude-
Papiermühle Roda (8 sehr gut heraldische, von
denen hier (S. 1 10) das Regnatsche — s. Tausch-
liste -— abgebildet; Familienwappen, oben die
Schilde von Berching-Oberpfalz und Múnchen).
Oscar Roick- Berlin (2). Hinz-
mann- Hannover, "71 dessen Exlibris Verein
Heinrich
der Mecklenburger in Hannover (tauscht nicht!)
ich hier (S. 117) abdrucke ; plattdeutsche Inschrift,
Bild Fritz Reuters;
Linden und Mecklenburg; an der beachtens-
Wappen von Hannover,
werten Bücher-Regel hängt das Vereinszeichen
als Siegel.
Österreich: Ein ganz wundervolles Ex-
libris schuf Alfred Cossmann- Wien ***) für
die Bibliothek des Deutsch-Ordens
nicht!). Das
(143: 228 mm) ist eine ganz hervorragende,
in Wien
(tauscht sehr grosse Blatt
feine, hochkünstlerische Radierung und zeigt
Hauptbild
Rosenwunder der heiligen Elisabeth von Moritz
im in romanischem Bogen das
von Schwind auf der Wartburg; oben ist die
*) Hat durch cine Sonderausstellung seiner Zeichnungen
und Plastiken in Köln allgemeines Interesse erregt und ist neben
wenigen rheinischen Künstlern zur Kölner Kunstausstellung
aufgefordert wurden.
**) Tauscht das abgebildete Exlibris;
Wallstr. 2. I.
***) Wien XIX. 2, Armbrustg. 13, gibt einige wenige
signierte Sonderdrucke auf Japan zu 20 Mk. ab.
Kl.
Hannover,
=>, Fit =
Ansicht des alten, 1274 gegründeten D. O.-
Schlosses der Marienburg in Ostpreussen von der
Nogatseite mit Hoch-, Mittelschloss und Remter
(nach neuer Aufnahme).
Siegeln gearbeiteten Wappen: Mitte Hochmeister
des deutschen Ordens, vorn Ballei Österreich,
Ferdinand Krombholz-Teplitz (2 sehr gute).
Von Heraldikern: Hugo Gerard Ströhl-
_ Mödling (1), Ernst Krahl- Wien (3).
Oben die nach alten |
Ungarn: Ofen-Pest: Ernö Barta (4),
Jenö Kovacs (7), Julius Eder (3), Carl
Csanyi (1), Ludwig Kozma (2), Karl
DÉI "mee
DAMM
4
j
|
$
=
|
A
E
i
=
d
E
|
v. L, M. Rheude.
hinten Ballei an der Etsch und im Gebirge,
Tirol; unten der Deutschordensschild. Toni
Ethofer-Salzburg; Prof. Hayo T. Olt-
manns - Máhrisch - Ostrau; Wilma von
Friedrich-Graz; August Gross und Anna
Neumann- Wien (je 1); Emma Schlangen-
hausen- Wien (2); Prof. Hugo Steiner-
Prag in Barmen, Georg Jilovsky-Prag (je 1).
Reichl (1) Helman Mosonyi-Pfeiffer (2),
Tibor von Bottlik in Fehertemplom (5).
Schweiz: Albert Wagen- Basel, sehr
gut Exlibris des Verbands
schweizer Konsumvereine mit Figuren und
schweizer Berglandschaft. Burkhard Mangold-
Basel, 2 gute Damen-Exlibris.
Basel.
gezeichnetes
E. Hemann-
C. Monnet-Bern, originelles Exlibris
Druck von C A. Starke, Königl. Hofl., Görlitz.
EXUBRISGER IAA ZAR IH
Exlibris Bertha Zarth
von Hans Zarth-München, 1906.
Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906, No. 3.
J. Villa mit der Darstellung der Denk-
Pflanzenzelle der Nerven im Gehirn; Lorenz
M. Rheude-Papiermühle, Roda, S.-A., zeich-
nete ein heraldisch tadelloses, farbiges Exlibris
Wilhelm Rueb-Zürich (tauscht nicht!).
\ e “a A 5 d y ur
= an Sé?
Ber Mats
Geh 28
ie: ss
Obermeier 6 gutmoderne. O. Jucker (3).
Margarete Mühlhausen (aus Dresden),
v. Debschütz-Schülerin (1). C. Arnold (3).
Emmy Berger (1). Valerie Heller (aus
Kaiserslautern), (2). Rose Eisner uud Max
A
Se E AN
e A X H ve D
LO LA Y
ERS A
; yO Ka rh,
WERT
; er dit Sank befinukt
ES inhwet rikf oder verliif
A: Ehet dak Utbetera oder
| den Wirt fo offen
A Hannover, 1 Hug.1905
e Dorftand.
A N => PEO
ÍH IIN ZIAN: DO > AG f7 Dës
v. H. Hinzmann.
II. Als Exlibriskünstler sind neu
hinzugekommen:
Deutsches Reich: Múnchen: Otto
Kopp 1 Holzschnitt; Hubert Wilm (10)
(s. Sonderartikel Otto
dieser Nummer).
Hermann-New-York, beide Haimhausen
bei München (je 1). Otto Rückert (-Würz-
burg) 18 Signete und Exlibris, alle in Linoleum-
schnitt bzw. Schablone, nette kleine Blättchen
— auch für Briefköpfe verwendbar — von
gutdekorativer Wirkung. Sepp Ferstl 5 eben-
solche Signete und Exlibris in Linoleumschnitt
von gleicher Art. Stuttgart: Felix Hollen-
118 —
mit teils Landschaft teils Wappen korrekter
Zeichnung. Willy Planck, der viel illustriert:
Exlibris Walter Keller,*) das hier abgebildet
berg: 4 ganz entzückende Landschafts- | ist und Talent verrät. Adolf Höcker,
radierungen von hoher Vollendung. Prof. | Lithograph (1). Ernst Fuchs, Hoftheater-
Robert von Haug, Direktor der Kunst- | maler (2). Otto Ubbelohde-Gossfelden, **)
wundervolle Radierung Ad. Heydweiler **)
mit nackter weiblicher Figur in Landschaft
mit weiter Perspektive. Prof. M. Beck-
Gran-Nürnberg I heraldisches und I allego-
risches reizendes (Fr. Dr. Elisab. Tausch) mit
2 Knäbchen mit Büchern.
Berlin: Hermann Struck 4 Radierungen,
2 Klischeedrucke, die alle Talent und Können
verraten. Georg Struck, hübsches Land-
schafts-Exlibris, das hier (S. 119) wiedergegeben
ist. Dr. Otto Schulze-Kolbitz 2 sehr gute Ex-
libris Lili Georg Lucas 2,
dessen reizendes alpines Exlibris Elise Lucas
„Beim Mariandl auf der Zwieselalm bei Tölz“
hier (S. 120) abgedruckt ist. Frau Ilse Schütz-
Schur, Ernst Strach, Cand. arch. (je 1).
Jacob H ap p -Frankfurt a. M.: Originelles Ex-
libris Willy Lampe***), Frankfurt a. M., Friedrich-
strasse 45, blaugrauer Kupferdruck auf rotem
„Lampe“, An-
und Leo Baer.
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Vic | AH NEN IN ”
- ER rue | uy
A
A spielung auf des Besitzers Namen — liest bei
einer Studier-,,Lampe“ Wilhelm Busch; nette
Zeichnung, guter Lichteffekt. Ich füge hier
KE Abschrift des Begleit-Zettels bei, der besagt,
„Wie mein Exlibris entstand,
Widmung von Wilhelm Busch.
A
7]
dl
Wenn man aus Goethe's Vaterstadt,
Y. W;. Planck:
Dazu den Namen Lampe hat,
Exlibris Fritz Hoffmeister,*)
charakteristisches, vorzüglich gezeichnetes Blatt
So wird man unverdientermassen
Verglichen oft mit jenem Hasen,
Dem Reinecke, der Bösewicht,
Einst ausgelöscht das Lebenslicht.
Schafft man sich später 'mal als Mann,
Weils Mode, ein „Ex libris“ an,
akademie:
mit einem württembergischen Jäger von 1870
auf Vorposten (bestimmt für die historische
Abteilung der Hoffmeisterschen Bibliothek).
C. Adolf Stattmann 5 Farben-Steindrucke
*\ Stuttgart, Blumenstr. 36. B.; tauscht.
**) Tauschen beide nicht!
***) Siehe Beilage, vom Besitzer freundlichst übereignet.
*) Stuttgart, Marienstr. 12; tauscht das seltene Blatt, |
Pigment-Kohle-Druck, nur in Ausnahmefällen gegen nur ganz
Gutes. i
mpe
Jac Happ gezeichner Kupferdruck O Falsing. Berin SW.
GM La
Exlibris Willy Lampe, Frankfurt a. M, 1906
von Jakob Happ-dort.
Kupfe ‘ . á
Wee von O. Felsing, Berlin. Beiiage zur Exlibris-Zeitschrift. Jahrgang 1906, No. 3.
Leipzig des jungen Künstlers. Hans Christian-
Rotenburg o. T., Glasmaler, gutgezeichnetes
Exlibris Scheibenberger mit korrekten Wappen
und Stadtansicht, Hellmut Eichrodt-
Karlsruhe 3, darunter ein sehr gutes redendes
Exlibris Otto Glück - Karlsruhe»
Johann Br.,
Geiger.
Gallion, Freiburg i. Georg
v. G. Lucas-Berlin.
Hohneck-Dresden, Felix Schulze-Leipzig,
Gertrud Hoffmann -Zittau (je 1). Elisabeth
Stern - Bremen (3), Karl Fincke- Königs-
berg i. Pr, Gadso Weiland-Arnis a. d
Schlei.
Das auf S. 122 folgende Exlibris der Frau
Lotte Schwarze, Halle a.S., (Wettinerstr.19, T),
Lithographie von Frl. Wilhelmine Berger-Halle
(Dilettantin), wurde von der Besitzerin freund-
120
lichst der Exlibris - Zeitschrift
gestiftet.
Von Heraldikern: Martin Kortmann-
Berlin (s. Tauschliste),*) dessen 2 eigene Exlibris
ich hier (S. 123) abdrucke; das gróssere weist
auf Kortmanns Arbeiten auf heraldischem Ge-
biete hin und stellt ausser dem Künstler-
schild 4 Helme — Topf-, Kübel-, Stech-
und Visierhelm -— als Repräsentanten vierer
Stile nebst dazupassenden Ornamenten dar;
das kleinere, in gotisierender Form enthält
oben den Schild unseres Exlibris-Vereins, dessen
Mitglied der Zeichner ist. Beide Blätter sind
Alfred Pellon-
Auflage der
entschieden gut gezeichnet.
Metz (1).
Österreich: Wien: Prof. Karl Moll;
Dr. phil. Rudolf Junk, Germanist und akade-
Maler vom MHagenbund, originell-
einfach-gutes Exlibris Franz Weber (s. Tausch-
liste); Rudolf Schmidt; Irma Herz, ein-
facher Holzschnitt.
Das in der Exlibris - Zeitschrift XVI. 1.S. 35
erwähnte allerliebste Exlibris Georges Gour y**),
von Raphael Kirchner-Wien-Paris, kann ich
hier (S. 124) nach freundlichem Angebot des
Klischees den Lesern in Reproduktion vor-
mischer
fúhren. Das Original ist Kupferdruck.
Ungarn: Ofen-Pest: Arpad Basch,
Radierung Gustav Ritter von Emich, nacktes
Weib mit Büchern; Josef Bato, Imre Benes
(je 1), Emil Sarkadi (2), Carl Lotz (Porträt-
Exlibris Cornelia Lotz; Vater und Tochter),
Gyulay Bernat, Valer Mende, M. Bokor,
Franz Haba-Fehertemplom; Richard Geiger-
Porträt - Exlibris,
farbiger Steindruck Dr. Bela Lang (s. Tausch-
liste).
Dr.
bekannten ungarischen Landschaftsmaler Endre
Rakospalata, sehr gutes
Hervorzuheben ist das Exlibris des Herrn
Lórinc Szemlér (s. Tauschliste) vom
i von Frecskay hier (S. 121) abgebildet.
*) Berlin W. 15, Pariserstr. 6, Gartenhaus; sehr em-
pfehlenswerter heraldischer Zeichner.
**) Nancy, rue des Tiercelins 5; kein Tausch; gibt es zu
8 Mk. ab.
See" "Kaz
Schweiz:
Schaffhausen: 7 Exlibris, davon 4 sehr gute
Radierungen und 3 Klischeedrucke; von
letzteren ist hier sein Exlibris Karl Bachmann-
Schaffhausen (unten redend: Bach-Mann, oben
Hinweis auf den Drucker und Pressmann:
Philipp Dammkóhler-
Druckergreif) (S. 124) abgedruckt ; besonders die |
3 Radierungen und die 1 Heliogravúre sind
A ET er r T
AO
SZEMLER LÓRIMO
so KÖNYVE.” ->
v. E. v. Frecskay.
Fritz Mock- Basel, ein
neuer geschätzter Exlibriszeichner,*) dessen
gute Leistungen.
Zeichnungen und Farbenkompositionen sehr
I gutes
Exlibris Dr. Titus Meyer und zweierlei O.
Bertschi (Mitglied des Exlibris-Vereins); die
des letzteren: Kontur Zink, Farbplatten eigene
geschickt und gefällig ausgeführt sind :
Holzschnitte nach Anleitung des Künstlers.
Heinrich Müller - Basel (München), H.
Ziegler- Winterthur, Olga Burckhardt-
*) Geborener Böklinger, Württemberg, Inhaber einer
Malschule in Basel, von der Münchener Akademie; Mitglied
des Verbands deutscher Illustratoren.
|
| darstellen.
Muralto-Locarno, Osc. Hirschfeld-St. Gallen
(je 1).
III. Aus Dilettantenkreisen:
Carl Berkhan, Buchhindler, Stuttgart,*)
dessen hübsches, kaum dilettantenhaftes Exlibris
für Sanitätsrat Dr. E. Schickler ich hier (S. 124)
wiedergebe; die Zeichnung soll die verwehrte
Lösung des Rätsels der Natur und des Todes
Arthur von Daum, General-
major z. D., Darmstadt: Sehr gutes rein-
heraldisches Exlibris von Neufville mit Ehe-
| Elpersdorf b. W.
wappen von tadelloser Wappenzeichnung;
Farben - Lithographie. Hermann Becker,
Hauptmann, Passau. F. von Velasco-
Burghausen a. S. (1 alpines); Thomas Wagner,
Maria Wirth,
Konzertsángerin (Musik - Exlibris mit Motiv
(eigenes);
„Orplid das Land“ von Hugo Wolf). Alıda
- hiller- Wien:
Kisskalt- Würzburg; Frau A. Hüttner-
Pirk, Vogtland (eigenes).
Österreich: Hofrat Moritz v. Weitten-
2 Radierungen, die weit über
dem Dilettantismus stehen: Frl.. Alicè Lucie
Blakeley in Worms, englischer Wappenschild
in Rosenkranz über Inschrifttafel und Melodie
„Die Lieb, die vom Zigeuner stammt“; feines
Damen-Exlibris ;
Würzburg:
Autorität in Keramik) Bücherbord mit Fenster-
blick auf ein Giebelfenster des Geburtshauses
und Exlibris August Stoehr-
Über Krügen (der Besitzer ist
Stoehrs in Nürnberg; schr gefälliges und technisch
gutes Blatt.
äusserst gute Radierung mit des Besitzers und
Anton Weimar- Wien, eigene,
Radierers Schloss Hammerriess und Wappen-
Karl Juda- Prag-Weinberge.
IV. Besonders erwähnenswerte Ex-
libris:
Extibris L-E ek A. Caecilie Bronge
prinzessin des Deutschen Reiches und
schilden.
von Preussen, gezeichnet von Georg Otto-
Berlin; Ehewappen, vorn der kronprinzliche
*) Schellingsstr. 15, tauscht Exlibris Dr. Schickler (der
nicht tauscht).
Reichs - Adlerschild, hinten (nicht der nahe-
liegende Ochsenkopf Mecklenburgs, sondern auf
Wunsch der hohen Exlibris-Besitzerin) der alt-
wendische Greif, der (nach Hildebrandt) zu
gleicher Zeit auf alten Siegeln gefúhrt wurde und
zwar abwechselnd mit dem Ochsenkopf; Helm
>
Ai ge Gi
TRES
AER $
` Za
SCH
EA ee ibe
AIN FRU OD: SOWIE
Heinrich bzw. Prinzen Waldemar von
Preussen gemacht worden: Ebenfalls rauten-
fórmig, preussischer Adler mit Ordenskette
unter Krone über Band mit
„Heinrich“ bzw. „Waldemar“. Grund: Ara-
königlicher
besken,
v Wilhelmine Berger-Halle.
mit Decken, gekrónt, Reichsadler als Zimier;
von vornehmer, edler Einfachheit und bester
Zeichnung. Hier auf Beilage abgebildet.
Von dem vom Prinzen Ludwig von
Battenberg gezeichneten Exlibris der Prin-
zessin Heinrich von Preussen, Irene, geborenen
Prinzessin von Hessen und bei Rhein, sind
Parallel-Exlibris für S. K. H. den Prinzen
Exlibris Sr. M. Schiff Preussen, gezeichnet
von Prof. Emil Doepler d. J.-Berlin, das
hier (S. 125) mit Genehmigung Sr. M. des Kaisers
und Königs abgedruckt ist; es zeigt nicht den
Reichsadler der kaiserlichen Marine, sondern,
mit Bezug auf den Namen des Schiffes, den
königlich preussischen Adler mit Szepter und
Krone auf einem Buche; dieses letztere Hin-
AAA) ` ` ` AMT ICO
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| RRONPRINZESSIN
G.OTTO 1006
Bibliothekzeichen I. K. und K. H
der Kronprinzessin des Deutschen Reiches und von Preussen;
gezeichnet 1906 von Georg Otto- Berlin.
Druck y
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«Starke, Königl. Hof. Görlitz.
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Beilage zur Exlibris-Zeltschrift, Jahrgang 1906, No. 3.
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1 und 2: v. M. Kortmann-Berlin.
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weis auf die Schiffsbibliothek; im Hintergrund
Sterne. Ein vornehmes Blatt bester Doepler-
scher Zeichnung. Die Originalauflage, 500
Stück, ist in 5 verschiedenen Farben auf
5 verschiedenen Papiersorten ausgeführt : Weiss
mit Blaudruck, blau mit Blaudruck, grau mit
Gründruck, gelb mit Violettdruck und braun-
grau mit Dunkelgraudruck.
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> D Aa, “7 N = D »,
x GE E E NISSE AIN DANS
v R. Kirchner-Paris.
2 Exlibris der Typographischen Ge-
sellschaft Múnchen; beide gesetzt; Er-
gebnisse des Wettbewerbs 1905 (vgl. den
Fleischmannschen Artikel dieser Nummer);
2 sehr gefällige Blätter mit Drucker an der
Presse, bzw. dem Münchner Kind”.
Exlibris Alfred Jeremias, Dr., Pfarrer,
Universitáts - Professor, Leipzig, zeigt den
v. C. Berkhan-Stuttgart.
Stella-Venedig: 5 Exlibris - Radierungen,
5 andere. Der Fürst Albert v. Monaco
liess sich bei A. Desaide, Paris, 2 Wappen-
Propheten Jeremias, nach
Holzschnitt von C. Streller.
altem Vorbild; |
V. Ausland: |
Aus Belgien liegen Exlibris - Neuheiten
vor: Von Armand Rassenfosse-Lüttich
(feine graziöse Radierung), nacktes Mädchen
vor Bäumen; Exlibris Dora Nyst. Henry
—
NAEX Libris(
&.M.<.
>) 1 OPiS
4 x C
Exlibris machen, das eine mit Schildhalter,
Palais de Monaco; das andere, persönliche,
Rokokoschild, ohne Schildhalter, mit Krone,
Anker und Lorbeerzweig; 2 kleine, feine
v., Prof. E. Doepler d. J.- Berlin.
Meunier- Brüssel, Xavier Havermans-
Brüssel, Flori van Acker- Brügge etc. In
Schweden entstanden wieder einige neue
Exlibris, wenn auch nicht mehr so viele, wie
im ersten Anlauf. In Italien schuf Luigi
Levi, Pseudonym Ulvi Liegi, Florenz,
Exlibris - Radierung Bonamici (Wappen mit
Landschaften; ziemlich unklar); Guido Maria
eine
Stiche. England: Einige neue Exlibris von
C. W. Sherborn, G. W. Eve, W. B. Barrett
und M. Ethel Cassels Gillespy. Amerika:
Miss Clara E. Atwood, Boston (4). Edwin
Davies French-Saranac Lake (1).
In Spanien entsteht wenig Neues mehr
an Exlibris; um so erfreulicher ist es, unseren
Lesern eine neue Glanzleistung unseres Mit-
glieds des Herrn Alexander de Riquer,
Comte de Davalos, in Barcelona, in náchster
Nummer*) vorführen zu können. Dieses für
Noten bestimmte und daher grosse Exlibris
ist von Musik durchdrungen, von der Sebastian
Bach-Melodie bis oben zum Gralsbecher, daher
für Musikalien sehr passend. Zeichnung wie
Radierung sind in der gewohnten Meisterschaft
*) Leider zu dieser No. nicht mehr druckfertig geworden.
126
A. de Riquer’s ausgeführt und das interessante
Blatt wird eine wertvolle Vermehrung unserer
Zeitschrift-Beilagen sein, sowohl als Beweis de
Riquer’scher und spanischer Kunst, als auch
als schönes Beispiel überhaupt ausländischer
Exlibris-Kleinkunst. Die Platte wurde freund-
lichst vom Künstler geliehen, wofür ihm auch
hier gedankt sei.
K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Anhang.
Hubert Wilm-München.
Wieder möchte ich aus der jungen Mann-
schaft der Exlibriszeichner einen herausgreifen
tun haben. Es ist dies Herr Hubert Wilm
in München, der fleissige, begeisterte und
geschickte Mitarbeiter der dem neuzeitlichen
Buchschmuck dienenden, sehr guten Zeit-
906
v. H. Wilm.
schrift „Graphische Künste“ in München und
| der „Münchner Jugendblätter.“
und dem Leserkreise vorstellen, da wir es bei | Geboren zu Kaufbeuren 1887, besuchte
ihm wieder mit einer besonderen Eigenart zu | er die Realschule zu Kempten und die In-
v. H. Wilm. |
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1—3: v. H. Wilm-München.
dustrieschule, um Hochbau-Architekt zu werden,
ging aber 1905, seinem Drange zur Kunst
folgend, auf die Kunstgewerbeschule München
über, auf der er den Unterricht der Professoren
128
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dass der erst 20jiihrige ein noch „Werdender“
' ist, der aber Talent und Eigenart hat und
noch Gutes verspricht. Er hat sich seinen
Formen- und Ideenschatz im eifrigen Studium
M. Dasio und Th. Spiess genoss. Trotz seiner ' der Natur geholt und zeigt eine gute Be-
Jugend hat Wilm schon viel gezeichnet und
vclibris
1900.
E. Wilm.
zwar zur Zufriedenheit seiner Lehrer und der
Besitzer graphischer Arbeiten von ihm.
Münchner Allgemeine Zeitung und die Augs-
burger Abendzeitung lobten seine Manier, und
ein Teil der hier abgebildeten Exlibris recht-
fertigt dieses Lob. Dass da und dort manches
noch besser oder schöner sein könnte oder
nicht jedermanns Geschmack entspricht, dürfte
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handlung der Strichmanier in strenger Linie;
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v. H. Wilm.
durch Feinheit und Be-
wegung der Linie zu wirken.
sein Streben ist,
Die hier abgedruckten Exlibris lassen er-
kennen, dass man den jungen, strebsamen
Künstler als Exlibriszeichner ruhig empfehlen
kann; während bei den Exlibris von Velasco
und Ralt m. E. die Umrahmungen das Bild
nicht Wunder nehmen, wenn man bedenkt, | zu schwer belasten, sind die Exlibris Mauer-
meyer, Breg, Graf und Storch recht gut und
gefállig; auch das alt-Núrnberger Stadtbild des
Exlibris Otto Riedle ist — bis auf das zu jetzt-
zeitlich-lange Kanonenrohr — recht gelungen.
Ansprechend und gut gezeichnet ist auch
das Exlibris für Rich. Müller, einen jungen
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129
gewaltig, und manchmal frágt man sich ver-
wundert: Kann und darf man denn heut-
zutage rein alles auf einem Bibliothekzeichen
anbringen? Früher hatte man, mit Recht. mehr
persönliche Bezugnahmen und den Zweck des
Blattes schärfer im Auge, während man heute,
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Litteraturfreund und Dichter, dem ausser der
Anspielung auf den Namen auch cin Volks-
lied zeichnerisch gewidmet und das ebenso
originell wie gemütvoll erdacht ist.
Vergleicht man freilich unsre alten Ex-
libris strengerer Observanz und diese moder-
ist der Unterschied
nen Exlibrismotive, so
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. Wilm.
ein Künstler dem anderen und der ganzen
modernen Richtung folgend, mehr dekorativ
durch allgemeine Bildchen, Symboliken und
Allegorien zu wirken sucht, was manchmal
zu dem Ergebnis führt, dass das betreffende
Blatt so ziemlich eben cher alles Andere als
gerade ein Bibliothekzeichen ist. Wilm ist
thekzeichen zu liefern und den Urzweck der | gebildeten Exlibris von H Wilm erwähne ich,
dass nach seiner von mir unbeeinflussten
Idee das Motto „Helm und Feder“ zur
Darstellung kam, im Gegensatz zu meinem
Exlibris nicht ganz aus dem Auge zu ver-
lieren. Seine Exlibris beweisen auch ent-
im Allgemeinen bestrebt, reinpersönliche Biblio- Zu meinem eigenen, auch hier (S. 131) ab-
|
schieden, dass er zeichnen kann, Sinn für |
v. H. Wilm.
dekorative Anordnung hat und selbst ge- | W. Geiger'schen Exlibris „Schwert und Feder.“
mässigt apart ist; es liegt also an den Auftrag- | Der Feder sollen hier nach Wilms Meinung
gebern, sich sinnvolle Exlibris zu bestellen; | blühende Rosen entströmen (— schmeichel-
eine gefällige Ausführung wird unser Zeichner | haft, ob aber zutreffend?)
schon besorgen. Zum Schlusse sei bemerkt, dass Herr H.
Wilm (München, Öttingenstrasse 23) seine
Exlibris nicht tauscht, dass diese aber
in Littauers Kunstsalon, München, Odeons-
platz 2, für je 60 Pf. zu haben sind. Seine
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Exlibris - Originalfederzeichnungen
sind mässig.
K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Willi Geigers
„Römische Exlibris“.
Willi Geiger ist den Exlibrissammlern und
-Freunden längst bekannt und vertraut. Es
ist daher nicht nötig, ihn noch besonders vor-
zustellen, umsoweniger, als in der Exlibris-
zeitschrift schon verschiedentlich ausführlich
über ihn geschrieben worden ist, so in Bd.
XIII, Heft 3 von Erich Haarmann und, im
Nachtrag zu dieser Arbeit, von Herrn K. E.
Grafen zu Leiningen-Westerburg; ausserdem
von dem letztgenannten Verfasser nochmals
in Heft 4 des XV. Bds. anlässlich des Er-
scheinens des 1. Bandes des Geigerschen
Exlibriswerks. Auch Abbildungen Geiger’scher
Bibliothekzeichen finden sich wiederholt in
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dieser Zeitschrift, so Bd. XIII, S. 126— 131,
Bd. XIV, S- CSS und. 184, Be. Xy, 3.183
und Ba. AVI, 2 27.
Exlibris,“
dürfte aber doch manchem Kopfzerbrechen
Die Bezeichnung „Römische
verursachen. Ich beeile mich daher, das
„Geheimnis“ zu erklären. Geiger hat nämlich,
wie Herr Graf zu Leiningen-Westerburg in der
oben erwähnten Besprechung des Geiger’schen
Exlibriswerkes bereits mitgeteilt hat, im Jahre
1905 als Schüler der Münchener Kunstakademie
(Klasse Stuck) den Schackpreis und den Staats-
preis (je 3000 Mark) zu einem zweijährigen
Aufenthalt in Italien und Spanien erhalten.
Er brachte deshalb zunächst den vergangenen
Winter (1905/06) in Italien, d. h. in Rom
zu, und die dort entstandenen Exlibris sind,
es, die mit dem Titel dieser Abhandlung
gemeint sind und von denen hier ein Weniges
die Rede sein soll.
Schon öfters ist, auch von unbedingten
Freunden Geigers, der Wunsch ausgesprochen
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es möchte dem Künstler bald
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worden, ge-
lingen, aus dem Gischt und Uberschwang
seiner heissen Jugend sich zur „Klärung“
durchzuringen. Wer nun etwa (was immer-
hin nahe liegt) gehofft hat, dass diese
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Klárung durch den Aufenthalt in Rom und
den táglichen, intimen Verkehr mit der Antike
und der Renaissance wenn nicht vollzogen,
so doch wenigstens eingeleitet werde, der wird
wohl nicht wenig úber die Exlibris erstaunt
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sein, die Geiger im Angesichte des Kollosseums
und der Peterskirche gezeichnet hat; denn
selbst das schärfste Mikroskop dürfte in diesen
Blättern
im landfäufigen Sinne des Wortes entdecken.
nichts von italienischen Einflüssen
—
133
Manche werden dies sonderbar, vielleicht sogar
bedauerlich finden; wer aber den Wert eigen-
artiger Kúnstlerprofile zu schätzen weiss, der
wird sich nur aufrichtig darüber freuen können;
denn ein Künstler, der in dem, allen schwachen
und schwankenden Begabungen so überaus
gefährlichen Italien nicht nur er selbst bleibt,
sondern diese seine höchst persönliche Art
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er mir einmal schrieb, in Rom doch profitiert:
Ein Gefühl für grosse Verhältnisse und, was
besonders interessant ist, Verständnis für die
Schönheit des Barockstils! Im Sinne
der Preisstifter mag dieses Resultat nun freilich
gerade nicht sein. Sicherlich aber hat es zeit-
symptomatische Bedeutung und ist noch oben-
Argument gegen
drein ein neues, kräftiges
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noch Steigert (und zwar von innen heraus,
| den immer noch beliebten Nonsens, junge
deutsche Künstler, gleichviel, welchen Sinnes
nicht etwa durch äussere Reizmittel), der
muss doch auf alle Fälle wirklich ein Eigener
und Ganzer sein. Und auch der Vorwurf
des Origin ellseinwollens um jeden Preis muss
angesichts dieser glänzenden ,,Belastungsprobe“
wohl für immer verstummen. Aber beinahe
hätte ich vergessen: Etwas hat Geiger, wie
ultra montes zu schicken,
sie dort etwas irgendwie Förderliches lernen
könnten.
Über das Wesen der Geiger’schen Schwarz-
Weiss-Kunst im Allgemeinen und seiner Biblio-
thekzeichen im Besonderen kann man z. Z.
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sie sind,
als ob
kaum etwas sagen, das nicht schon irgendwo
ausgesprochen worden wäre. Man weiss, dass man
es hier mit konzentrierten Fixationen wunder-
lich-bizarrer Phantasien, Träume und Gesichte
zu tun hat, deren Wurzel zumeist die Erotik ist.
Anders als sonst in Menschenköpfen, malt
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sich in diesem Kopf die Welt, und zwar nicht
nur die sichtbare,
sinnliche.
die über-
Und so verrät denn Geiger oft
in seinen Exlibris das Unsagbare über den
Exlibrisbesitzer, nicht
Worten „erklären“ oder analysieren
sondern auch
Dinge, die sich mit
lassen,
134
die man niemals begreifen wird, wenn man
sie nicht fühlt. Zuweilen allerdings ver-
schmäht auch Geiger leichter verständlichere
Kombinationen nicht, die sogar in einzelnen
Fällen die Eigenschaften ,,redender“ Exlibris
besitzen mögen. Im eminenten Sinne charak-
z
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teristisch aber werden für ihn immer die (wie
ich sie nennen möchte) „Blitzlichtaufnahmen“
von Empfindungen oder Gesichten bleiben.
Und die von Geiger besonders bevorzugten,
übermässig grellen Kontraste zwischen Licht
und Schatten lassen sich dann, wenn man
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will, zwanglos als Wirkungen des eben er-
wähnten, künstlerischen „Verfahrens“ Geigers
erklären.
Bemerkenswert ist, dass die sog. „Band-
rolle“, die früher ein fast nie fehlendes Re-
quisit auf den Bibliothekzeichen Geigers war,
in neuerer Zeit immer mehr durch lose, ver-
streute Papierblätter abgelöst wird, die zu-
weilen wie ein weisses Meer (Geiger liebt ja
bekanntlich von jeher Häufungen und Deh-
nungen als Verstärkungsmittel des künstlerischen
Ausdrucks) den Boden bedecken und ge-
wissermassen das Buch in seinem „Urzustand“
repräsentieren.
Die in Rom während der Monate No-
vember bis Februar gezeichneten Exlibris sind,
nach Massgabe des mir vorliegenden Materials,
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| in alphabetischer Anordnung die folgenden:
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14.
I5.
16.
. Hilda und Hermann Bergemann,
Waldemar Bonsels,
Richard Braungart,
Sofie Briegleg,
Freie Vereinigung Münchener Kunst-
studierender,
Georg Geiger,
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pS]
¡Tea 10 ES mf nE fa dipara
. Gustav Lehmann,
. Martha Lehmann,
. Dr. med. Ludw. Alb. Marius,
Maximilian K. Rohe,
. Richard Scheid,
Ernst Schick,
Viktor Schick,
Weissgerber,
Dr. Georg Jakob Wolf,
Walther Zimmermann.
Hier abgebildet sind die Nummern: 3, 4,
Br Sy DIE ad CS
Von diesen ı6 Blättern
Wissens nur ein einziges (W. Zimmermann;
wird meines
siehe Tauschverkehr in Heft ı des laufenden
Jahrgangs) getauscht; alle übrigen (auch das
Marius und Georg Geiger, für den Kunst-
händler Zimmermann oder für den Verfasser
dieser Zeilen, auf dessen Blatt der auf luf-
tigem Federnthron über dem ,,Sternenzelt*
schwebende Mann die freilich oft problema-
tische Herrschaft des Schriftstellers über die
AMIN OLDOM,
WY Mee, Zen Ub fruit yeh
Blatt des Verfassers dieser Zeilen!) sind nur
vom Künstler — Adresse, Landshut i. Nied.
Bay.“ genügt — käuflich zu haben.
Exlibris
Manche sprechen
Eine genauere Analyse dieser
halte ich für überflüssig.
eine, dem Geiibteren ohne Weiteres ver-
ständliche Sprache, wie z. B. die Blätter für
den Dichter Richard Scheid, für die Ärzte
Welt höchst eigenartig und witzig zugleich
Von Blättern giit
weiter oben über die Nichterklärbarkeit durch
Die beiden Bibliothekzeichen
Namen Schick verdienen um ihres
andeutet. anderen das
Worte Gesagte.
mit dem
barockisierenden Stiles willen besondere Be-
achtung, das Blatt für Ernst Schick ausserdem
noch um des Umstandes willen, dass hier
das Gefühl für grosse Verhältnisse, das Geiger
in Rom erwarb, ohne Zweifel bereits Einfluss
gewann.
Die hier aufgeführten Blätter, deren Eigen-
besonders
art von den jungen Künstlern,
Münchens, wahrscheinlich wieder ebenso
eifrig (und gedankenlos!) nachgeahmt werden
Arbeiten
Geigers der Fall war, sind sämtliche in dem
wird, wie dies bei den früheren
2. Bande des Geigerschen Exlibriswerkes ent-
Band, bei Friedrich
Rothbarth in Leipzig*) erschienen und von
Galeriedirektor Arthur Rössler (Wien) heraus-
halten, der, wie der I.
gegeben ist (Preis im Buchhandel 15 Mark).
Ausser den Exlibris ist, was interessieren
dürfte, in Rom noch eine Folge von 11
(oder 12) Schwarz-Weiss-Blättern erotischen
Karakters „Das gemeinsame Ziel und Anderes“
entstanden, die demnächst in Wien auf Sub-
scription erscheinen wird. Ferner begann der
Künstler in Tunis, wohin er einen kleinen
„Abstecher“ unternommen hatte, einen Zyklus
(20— 30 Blätter)
„Aphorismen“, grotesk-
dekorative Blätter, auf welchen u. a. auch das
Tier — dessen Schilderung Geiger ganz be-
sonderes Vergnügen macht — in allen mög-
lichen Beziehungen zum Menschen dar-
gestellt wird.
Den nächsten Winter wird Geiger wohl
darf die
Serie spanischer (Madrider) Exlibris, die er
in Spanien zubringen. Man auf
voraussichtlich von dort zurückbringen wird,
heute schon gespannt sein. Wahrscheinlich
werden Velasques, Zurbaran und Goya, letzterer
ein Geistesverwandter Geigers, seine Indivi-
dualität ebensowenig aus ihrer eigenwilligen
Balın zu drängen vermögen wie die \Vunder
Roms. Hoffen wirs wenigstens!
München, Juli 1900.
Richard Braungart.
*) Dem Verleger sei an dieser Stelle für die freundliche
Überlassung der Klischees ausdrücklich gedankt.
Exlibris Louis Fernique
von Henry-An dré- Paris*).
„Fiat-lux-hodie-excuditur“.
„Fiat lux“, die ersten Worte der Bibel,
aber auch Worte, die auf Bibeln stehen, die
man Gutenberg’s Statuen in die Hand gab;
denn mit Erfindung der Buchdruckerkunst:
Fiat lux, es werde Licht! Aber hodie, heut-
zutage, ätzt man durch ein Verfahren, das
man in Frankreich Ja Simili“ nennt. Diese
Simili-Gravure ist für sich selbst eine Art
Revolution, die beinahe der Erfindung der
Druck-Buchstaben gleichkommt. Wir geben
uns selbst oft noch nıcht genug Rechenschaft,
was ausserordentlich Wunderbares eine Moment-
photographie ist, die sich in wenigen Stunden
Dank
diesem Wunder werden unsere Enkel in einem
in ein Druckklischee umwandeln lässt.
halben Jahrhundert unsre jetzigen Zeitgenossen
in ihren Taten und ihrem Gebaren gewisser-
massen historisch geworden sehen.
Herr Louis Fernique trägt einen auf dem
Gebiete der Photogravüre allgemein bekannten
Namen; sein Vater Albert Fernique, dem er
im Geschäfte folgte, war eine der solidesten
Stützen dieser Kunstart; auch sein Sohn
bemühte sich, den ihm überkommenen Namen
und Ruf in Ehren zu halten.
Die Simili-Gravure erfordert grosse Ge-
schicklichkeit und eine tiefe Kenntnis der be-
sonderen und vielfachen Techniken, die ein
dünnes Häutchen photographischer Zurichtung
in em daucrhaftes Druck-Klischee übertragen.
Dem Laien erscheint es wie cine Art Zauberei.
Eine ihrer Haupttätigkeiten finden wir bei dem
(S. 130) abgebildeten Exlibris Louis
Fernique allegorisch angedeutet; nämlich die
Lichtwirkung einer Platte über der anderen
mittelst Netzes. Das Bild, bei diesem Exlibris
ein Faust-Gretchen, ist derart wiedergegeben,
hier
dass es so schraffiert, gestreift und geschnitten er-
“) Paris, Faubourg St. Jacques 3; tauscht einige seiner
Exlibris und verkauft sellenere davon zu 20—30 c.
Das
Bild ist reproduziert ohne weitere Mitwirkung
des Zeichners, ohne dass man den Stecher
irgendwie braucht.
Typographie.
Der Schöpfer dieses originellen, noch un-
bekannten Exlibris Herr
Henry-Andre zu Paris; wir finden auch
scheint, dass es reif zum Drucke ist.
Photographie ist hier
ist Berufskinstler,
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139
F in Form von Zweigen bilden — eine
húbsche und gute Idee.
Herr Louis Fernique ist zum Tausch mit
den Lesern dieser Zeitschrift bereit; er wohnt
Paris VI, rue de Fleurus 31.% —
Vorstehenden, mir aus Paris zugesandten
Artikel habe ich aus der franzósischen Sprache
in die deutsche úbersetzt und bringe hier das sehr
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v. Henry — André, Paris.
hier seine Manier zum Ausdruck gebracht:
Die Anfangsbuchstaben des Besitzers, ein L
und ein F, umrahmen die Zeichnung; die her-
kömmlichsten Eigentumsbezeichnungen werden
an Stelle von Wappen stets Initialen sein.
Die der Zeichnung zu Grunde liegende Idee
besagt, dass die Photogravüre stets durch die
Sonne hervorgebracht wird, daher die stilisierte
Sonnenblume, sowie durch elektrische Glüh-
lampen, die hier die Früchte des Buchstabens
originelle Blatt als Probe französischer, speciell
Henry-André'scher Exlibris-Kleinkunst. Dieser
Künstler hat, nach meiner Sammlung, bis jetzt
1901
jetzt besonders aktuelles, das von Edmond
55 Exlibris gezeichnet, darunter ein
Duchesne, damaligen Sekretärs des französischen
Justizministeriums, das Dreifussischen Charakter
trägt und sich nun nach 5 Jahren bewahr-
sehr gesuchte
heitete: Das jetzt in Paris
| Exlibris zeigt die Figur der Zeit, die militärische
Helm- und Federbúsche hinwegmáht; dahinter
die einen Spiegel hochhaltende nackte Wahr-
heit, darüber der Spruch ,,Avec le temps“ =
mit der Zeit, der sich jetzt im Dreifussprozess
erfüllte. Henry Andre schuf 1898 auch ein
interessantes Exlibris für einen Zolaschwärmer,
Herrn M. Volaire, das Zola’s Porträt, beseitet
von der Wahrheit und Gerechtigkeit, und
Strahlen zeigt, zwischen denen die Titel von
Zola’s Werken stehen.
K. E. Graf zu Leiningen -Westerburg.
Exlibris-Ausstellun g
in Budapest.
Im „Kunstgewerblichen Museum“ wurde
am 20. Mai in Anwesenheit des Unterrichts-
ministers Graf Apponyi die, von der Kinder-
schutzliga veranstaltete Exlibris Ausstellung
eröffnet. Das Interesse und Verständnis des
ungarischen Publikums für künstlerisch aus-
geführte Bibliothekzeichen ist in den letzten
Jahren erfreulicherweise gewachsen, und so
darf die Ausstellung kühnlich auf einen be-
deutenden moralischen und materiellen Erfolg
rechnen; die Ausstellung, die mit hingebungs-
vollem Eifer und grosser Sachkenntnis von
Herrn Ernst Barta und Herrn Karl Csányi
arrangiert
umfasst 2000
Exlibris (sowohl alte, als auch ganz moderne),
wurde, mehr als
die einen Wert von über 130,000 Kronen
repräsentieren.
Ein schöne, meistens aus alten Blättern
bestehende Sammlung ist die der Fr. Gräfin
Coudenhove-Preuner. Bemerkenswerte Samm-
lungen sind noch ausgestellt von: Baron J. v.
Weissenbach, M. G. Dirner, Arnold Priiner,
Zoltan Speidl u. n. v. A. Original-Exlibris-
Barta, Karl
K. E. Graf zu
15 Stück seiner
Von den Gra-
Zeichnungen sind von Ernst
Csanyi und Tibor Bottlik.
Leiningen-Westerburg hat
eigenen Exlibris ausgestellt.
140 —
phikern und Zeichnern, deren Werke in der
Ausstellung zu sehen sind, nennen wir die
Auslánder Rops, Simpson, Héroux, Triado,
Closs und die ungarischen Künstler P Jávor,
H. Csányi, E. Barta, A. Katz, A. Nagy,
M. Vadász und Mosonyi-Pfeiffer. Mit Rúck-
sicht auf das rege Interesse des Publikums
besteht der Plan, einen Verein der Exlibris-
Der Präsident wird
Baron Leopold v. Edelsheim-Gyulai sein.
Gg. Edm. Singer.
Freunde zu gründen.
Anhang.
Zu Vorstehendem trage ich noch Folgen-
des nach:
Das Komitee der Ausstellung bestand aus
den Herren Kustos Karl Csanyi und Maler
Ernst Barta. Der Katalog trägt als Kopf die
Reproduktion des englischen Exlibris W. H.
Downing von Gordon Craig, das auch unter
den Abbildungen des Katalogs wiederkehrt;
ferner sind noch die Exlibris Jenö Goldberger
v. Ernst Barta, Iluska Csanyi und Ilus Hauer
v. Karl Csanyi, Freiherr v. Lipperheidesche
Büchersammlung v. Karl Rickelt-München und
Exlibris Ellen Terry(-London, fälschlich als
amerikanisch bezeichnet) v. Gordon Craig
Eine Ofen-Pester deutsche
Zeitungsnotiz v. 22. 5. 1906 rühmt die Schön-
wiedergegeben.
heit vieler der ausgestellten Bibliothekzeichen
und sagt u. A. „Das sind mehr als blosse
Signaturen, die die Zusammengehörigkeit der
Bibliothek
zeichnen, das sind kleine Kunstwerke, in einem
Bücher einer äusserlich kenn-
glücklichen Moment hingeworfen, Zeichen voller
Originalität, die einen in ihrem symbolischen
Ausdruck, die anderen in rein dekorativer Wir-
kung, in denen sich ein Stückchen von der
Seele, dem individuellen Empfinden des Be-
sitzers wiederspiegelt.“
Nach dem Katalog in dem alle aus-
gestellten Exlibris mit grossem Fleiss mühe-
|
|
voll einzeln mit Besitzernamen zumeist auch
mit dem des Künstlers angeführt sind, ist nur
ein kleiner Teil der Exlibris alt; einige wenige
entstammen dem 16. Jahrhundert, ein Teil
dem 17., 135
wiegende Rest sind moderne Bibliothekzeichen
aus Ungarn, Österreich, dem Deutschen Reich,
Frankreich, Holland, Schweiz, Spanien, Russ-
land, England und Amerika. Die deutschen
Exlibris sind am zahlreichsten vertreten; sehr
In
England und Amerika
ein andrer dem der über-
viel Gutes, aber nicht immer das Beste.
der
kamen einige Irrtümer vor.
Zuteilung zu
Druckfehler in
der Schreibweise deutscher Namen sind wie
stets in allen ausländischen Katalogen, auch
hier wiederholt zu finden.
K.E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Exlibris-Wettbewerb der
Typographischen Gesellschaft
München.
Der in Heft ı dieses Jahrgangs erwähnte
Wettbewerb der Typographischen Gesellschaft
München zur Erlangung eines guten typo-
die Gesellschafts-
in der Zwischenzeit
graphischen Exlibris für
bibliothek
worden.
ist erledigt
Er hatte ein sehr erfreuliches Er-
gebnis; denn er zeitigte nicht weniger als
79 Entwürfe von 23 Teilnehmern, sicher eine
respektable Arbeit für die Herren Preisrichter.
Bei der grossen Zahl der eingegangenen Ar-
Leiten ist es erklärlich, dass viele derselben
das gesteckte Ziel nicht völlig erreichten -und
mehr oder weniger Mängel und Schwächen
aufwiesen. Dagegen befanden sich aber viele
gute Entwürfe darunter, welche einer Buch-
drucker - Bibliothek nicht
sondern derselben auch zur Zierde gereichen.
nur entsprechen,
Es muss zugegeben werden, dass die Aufgabe,
welche dieser Wettbewerb
setzer stellte, keineswegs eine leichte war;
an die Akzidenz-
141
denn sie waren damit vor ein ihnen bisher
noch unbekanntes Arbeitsfeld gestellt; dass
der Wettbewerb aber mit Freuden aufgenommen
wurde, zeigt neben der grossen Zahl der ein-
Die fünf
besten Arbeiten wurden mit Preisen bedacht,
gelangten Arbeiten ihre Erledigung.
welche die folgenden Herren Akzidenzsetzer
erhielten: ı. Karl Bollmann (Franz’sche Hof-
buchdruckerei G. Emil Mayer), dessen Ent-
wurf „Suum cuique“ als die höchst bewertete
Arbeit aus dem Wettbewerb hervorging und
allen Anforderungen, die an ein für eine
Buchdrucker - Bibliothek
zu stellen
bestimmtes Exlibris
sind, entspricht; 2. Fritz Bauer
(Bayerische Druckerei und Verlagsanstalt);
3. Friedrich Sommer (Bayerische Druckerei
und Verlagsanstalt); 4. Josef Markert (Verlags-
anstalt vorm. Manz); 5. Joseph Lidl (Buch-
druckerei Gerber). Ausserdem erhielten lobende
Erwähnungen mit kleiner
Geldprämie die
Herren: Paul Wassmann (Bayer. Druckerei
und Verlagsanstalt), Johannes Kohlmann (Buch-
und Kunstdruckerei Bruckmann), Adolf Walden-
mair (Manz), Carl Vogl und Gustav Händler
Buchdruckerei F. X. Seitz), Josef Bleiberg
(Iranz’sche Hofbuchdruckerei G. Em. Mayr).
Die beiden mit den zwei ersten Preisen be-
dachten Arbeiten wurden in den Druckereien,
in denen die Preisträger konditionieren, für
Der Wettbewerb
den Beweis erbracht, dass das Material
die Gesellschaft ausgeführt.
hat
des Buchdruckes sehr wohl zur Herstellung
von Exlibris geeignet ist, die weit besser als
manche
verunglückten und
klischierten Bibliothekzeichen der neueren Zeit
gezeichneten
sind, und dass für den kunstverständigen und
kunstgewerblich arbeitenden Buchdrucker auf
diesem Gebiete noch ein Platz zu erringen
Grafen
K. E. zu Leiningen-Westerburg ausgeführt
ist, wie es schon früher von Herrn
worden ist.
Die Arbeiten dieses Wettbewerbes werden
dem Verbande der Deutschen Typographischen
Gesellschaften als Rundsendung überwiesen
werden, sodass auch die übrigen deutschen
typographischen
haben,
und zu besprechen, was jedenfalls zur Förde-
Vereinigungen Gelegenheit
die Entwürfe zu sehen, zu studieren
rung der Exlibrissitte in Buchdruckerkreisen
beitragen dürfte.
Franz Fleischmann.
Druekersünden.
Ein Exlibris-Sammelwesen von so hoher
Bedeutung in kultureller Hinsicht, wie wir es
heute Dank der Erfindung der mechanischen
Reproduktionsverfahren besitzen, wäre ohne
Der
altehrwürdige Holzschnitt, wie der königliche
diese schlechterdings unmöglich gewesen.
Kupferstich wären weder quantitativ noch
qualitativ im Stande gewesen, den Anforder-
ungen der heutigen Zeit zu entsprechen.
Erst mit Hilfe der Photographie und den von
ihr aus entwickelten Verfahren der Autotypie,
Licht-
druck und der Heliogravüre gelang es, frisch
Strichätzung, Photolithographie, dem
pulsierendes Leben in die einige Zeit stag-
nierende Verwendung von Bibliothekzeichen
zu bringen. Dass trotz der Vollendung dieser
heute noch
Blätter
gestellt werden, kann der Sammler fast täglich
modernen Reproduktionsmittel
technisch schlecht ausgeführte her-
in den eingehenden Austausch-Sendungen fest-
stellen und die stehenden Bemerkungen in
der Tauschrubrik unserer Exlibris-Zeitschrift:
»ochund verbeten“ oder „Auf Minderwertiges
wird nicht reagiert“ haben ihre volle Be-
rechtigung. Es soll in diesem Aufsatz an der
Hand einiger Beispiele nachgewiesen werden,
wie übelberatene Besteller für die Sünden
minderwertiger Plattenhersteller und Drucker
büssen müssen. So mancher Künstler ist
gewiss schon unangenehm berührt worden,
wenn er die gänzlich unzweckmässige Wieder-
142
ee EE E a e e e e EE
seines Entwurfs zu Gesicht bekam.
Meistens beruhen diese Überraschungen in
zu kleiner Reproduktion, in schlechtem Druck
oder
gabe
verunglückter Zusammenstellung von
Farbe und Papier. Es empfiehlt sich daher in
allen Fällen, dass der Künstler dem Auftrag-
geber mit Anweisungen für den Druck an die
Hand geht, Probeandrucke verlangt, und even-
tuell, wo es angängig ist und es sich um teure
Verfahren handelt, den Druck überwacht.
Bei den vollkommenen Arbeitsmethoden,
mit denen heute unsere modernen Ätz-
anstalten arbeiten, kommen ja schlecht aus-
geführte Klischees nur selten vor; nichts desto-
weniger ist besonders bei Autotypien darauf
zu achten, dass auf dem vom Ätzer zu
liefernden Andruck alle Partieen den Ton-
werten des Originals entsprechend ausgeätzt
sind. Gleichzeitig hat der Besteller bei einem
guten Abzug vom Atzer eine Handhabe, was
er vom Drucker bei Rücksichtnahme auf den
zu verwendenden Papierstoff verlangen kann.
Rauhe Papiere eignen sich für autotypische
Wiedergabe nicht gut; der Druck wird immer
erscheinen. Hoch-
obgleich
stumpf auf denselben
glänzende Kunstdruckpapiere, für
autotypischen Druck am besten verwendbar,
sind wieder sehr empfindlich und werden
bald unsauber und unansehnlich. Am Besten
sind scharf satinierte holzfreie Druckpapiere,
die in den verschiedensten Tönungen zu haben
sind. Auf Japanpapier kommen zarte auto-
typische Ätzungen sehr gut zur Geltung.
Büttenpapiere in allen Tönungen erhöhen die
Reize von Strichätzungen und Holzschnitten,
sie lassen sich infolge ihrer Weichheit vor-
trefflich
gut an.
verdrucken und nehmen die Farbe
Leider findet man gerade unter den
Exlibris auf Búttenpapier schlecht gedruckte
Exemplare, ein Fehler der nur dem Drucker
zur Last fallen kann, indem er bei der Zu-
richtung zum Druck nicht mit der nötigen:
Umsicht verfuhr, die Kanten des Bildes zu
scharf drucken und die Mitte, besonders
schwere Partien, nicht voll ausdrucken. liess.
Recht unangenehm wegen ihres unsauberen
Aussehens berühren die auf der Rückseite
Sie
Folgen zu dünn verwendeter oder schlechter
Farbe.
Papieren neigen zum Abziehen.
abgezogenen Drucke. sind meist die
Besonders Autotypien auf glatten
Vermeiden
lässt sich dieser Übelstand durch Verwendung
einer starken Druckfarbe und durch Ein-
schiessen der Drucke mit Makulatur oder
Seidenpapier während des Druckes, auch
können sich die frischen Drucke bei diesem
Verfahren weniger leicht verwischen und besser
trocknen.
Ein besonderes Kapitel bildet die Wahl
der Farbe beim Druck von Exlibris. Falsche
Zusammenstellungen von Druck- und Papier-
farbe ergeben die schreiendsten Dissonanzen.
Man vermeide helle Farben, wie helles gelb,
rosa,
blau oder grün auf weissem Papier,
wähle dagegen immer in derselben Farbe
getönte Papiere und man wird sicher sein,
Bei der Wahl
der Farbe spricht auch das Bild selbst mit.
gute Wirkungen zu erreichen.
Man kann das eine vielleicht braun auf rot
getöntem Papier drucken, während man bei
anderen Farben-
Ein
immer
dem zweiten von einer
zusammenstellung mehr befriedigt wird.
verständnisvoller Drucker wird hier
das richtige finden. Vor allem lasse man sich
vom Drucker nicht mit der noch vielfach
verbreiteten Ansicht kommen, dass zum Druck
von Exlibris jeder in der Druckerei vorhandene
Abfallstreifen von Papier gut sei, sondern
dringe auf Verwendung eines Stoffes, der sich
der Vorstellung anpasst, die man sich von
dem fertigen Drucke im Geiste gemacht hat.
Über die Verwendung gummierten Papieres
für Exlibris ist schon öfter geschrieben worden.
Ich bin der Meinung, das solches für Exlibris,
die für den Tauschverkehr bestimmt sind, ver-
Durch die im Auf-
mieden werden sollte.
143
tragen des Gummis begründete Neigung des
Papiers zum Rollen verlieren die Drucke an
gutem Aussehen. Es empfiehlt sich daher,
nach dem Druck der Auflage nur die zum
Einkleben bestimmten Blätter gummieren zu
lassen.
Nach meinen Beobachtungen kommen die
bezeichneten Mängel in der technischen Her-
stellung nur bei solchen Blättern vor, die der
Buchdruck- oder Steindruckpresse ihr Dasein
Bei Radie-
rungen ist man durchweg an gute Ausführung
Es
haben,
verdanken. Kupferstichen und
gewöhnt. mag dies seinen Grund mit
darin dass letztere Verfahren, weil
rein manuell betrieben, weit liebevolleres Ein-
gehen auf die Sache zur Bedingung machen.
Bei ge-
kommenen Stahldrucken habe ich in keinem
den in letzter Zeit aus Schweden
Falle Mängel in der technischen Herstellung
Die Blättchen
machen dem Sammler immer Vergnügen.
Ein Kunstwerk,
libris, ist erst vollendet, wenn in allen Phasen
finden können. sauberen
in diesem Falle ein Ex-
seines Werdens auf gediegene Durchführung
Bedacht genommen wird. Muinderwertiges
verdirbt uns und Anderen die Freude am
Sammeln.
Berlin. Albin Weber.
Zum Exlibris-Tausch.
Eine Plauderei vom rechtlichen Standpunkt aus.
Wenn ich weiss, Jemand bat ein eigenes
ob der Inhaber
ihm
Exlibris, aber nicht weiss,
seines tauscht oder überhaupt abgibt,
nun das Meinige aber doch unverlangt sende
und um Tausch bitte, darauf aber weder
Rücksendung des Meinigen noch das erbetere
fremde Exlibris erhalte, so kann ich gar nichts
kränken darf mich
machen. Nicht einmal
das. Meine Sendung war eine unverlangte,
der Empfänger hatte gar nicht nötig, darauf
zu reagieren.
so wäre es nur eine Liebenswürdigkeit ge-
wesen, die ganz in seinem Ermessen stand.
Der Fall ist nun ein anderer, wenn ich
in einer Tauschliste die Adresse eines Ex-
Der Betreffende hat bei
die Klausel
„Schund verbeten“ oder „nur gegen Gleich-
libris-Besitzers lese.
seiner Tauschofferte allerdings
wertiges“. Ich kann mir nun überlegen, was
ich tun soll. Schliesslich werden die meisten
aber doch senden, da wohl Keiner sein eigenes
Blatt für „Schund“ hält!
auf eine solche erbetene Sendung (aller-
Kommt aber nun
dings mit Klausel) auch nichts, so muss ich
mich auch wieder zufrieden geben und oben-
drein noch sagen: „Dein Exlibris ist Schund“.
Allerdings sind das Meinungs- und Geschmacks-
sachen. Ich selbst habe schon oft gerade von
solchen Adressen, die sich Schund verbitten,
ganz erbärmliche Sachen erhalten. Mit einem
Wort: Zu machen ist auch in diesem 2. Falle
nichts!
Nun aber kommt die Hauptsache, gegen
die ich überhaupt die Feder ergreife.
Ist in der Tauschliste bei dem Namen
der Adressaten keine Rlausel, also einfach
der Wunsch zu tauschen ausgedrückt,
und ich sende vertrauensvoll mein Blatt ab,
so habe ich unbedingt das Recht, Ersatz
zu empfangen resp. zu beanspruchen.
Durch die Angabe seiner Adresse in der
Tausch
ohneallen Vorbehaltaufgefordert. Sendet
er nicht, so fällt seine Handlung unter Vor-
spiegelung falscher Tatsachen — oder ein-
Tauschliste hat er öffentlich zum
fachen Betrug! Dieser ist strafbar!
Es wird nun natürlich keinem Sammler ein-
Der Wert an sich
ist ja zu gering, nach Umständen würde der
Beklagte einfach
fallen, Klage zu erheben.
erklären, er habe keine
Sendung erhalten, was ihm zu glauben wäre,
da es ja vorkommen kann. Die Klage wäre
also gleich hinfällig. Dagegen gibt es nun
144
Hätte er mir seines gesandt, | eine sichere Hilfe, diesen modernen Exlibris-
Schindern das Handwerk zu legen, und zwar
durch sie selbst. Es ist ja bestimmt anzu-
nehmen, dass sie die Nichteinhaltung des
Tausches nicht einzeln, sondern im Grossen
betreiben. Teilt nun jeder Geschädigte die
Namen derer mit, die ihm nicht das offerierte
Tauschblatt geliefert haben, so wird sich bald
zeigen, wieviel der Betreffende hinter-
gangen hat.
Als Angabestelle der unredlichen Sammler
denke ich mir die Exlibris- Zeitschrift. So
gut die Zeitschrift Raum für die Tauschliste
hat,
sogenannte „schwarze Liste“.
wird sie auch Raum haben für eine
In diese
sollen alle Namen aufgenommen werden, die
von mindestens 5 Geschädigten genannt werden.
Hat einer 5 Sendungen nicht erwidert, so
kann man ruhig sein, dass er es absichtlich
| tut und von einem „verloren durch die Post“
keine Rede sein kann!
Ich selbst kann schon mit einer netten An-
zahl solcher billigen „Exlibris-Freunde“ dienen.
Freuen würde es mich, aus dem Kreise
der Sammler, Meinungen zu hören.
Fritz Hoffmeister
Kgl. Hofkunsthändler.
Stuttgart.
Verschiedenes.
I. Nach dem Auktionskatalog von C. G.
Boerner der Sammlung Becher, 1906, S. 21.,
No. 71, befindet sich in einem S. Hieronymus,
Leben der Altväter, 1497, folgendes hand-
schriftliches Exlibris:
„Dieses Buch gehört —-
Hoer Büchlein wass ich dir sagen,
Wann einer kommt und will dich hinwegtragen,
So sag lass mich liegen in guter Ruh,
Ich gehóre der ersame Maria anna Millerin zu,
Wohnhaftig zu Oberachen.
Geschrieben von Mir Johannes elter den
30. April 1797.“
II. Im schön Werke:
Manuel historiqueetbibliographique
ausgestatteten
de l’amateur de reliures, par L. Gruel
(Paris), II. Bd. 1905 befindet sich S. 127 die
Abbildung des Exlibris von Ludwig Perczl,
Abt zu Benedictbeuern, des 16. Jahr-
hunderts; ebenso S. 128 129 die Re-
produktion eines schönen Ledereinbands dieses
—
berühmten Benediktinerstifts in Oberbayern.
Die auf dem Einband befindldlichen Wappen-
schilde: 2 gekreuzte Abtsstäbe mit den Buch-
staben „B. P.“ und die Inschrift auf dem
Exlibris verführten den Verfasser, hier einen
mönchischen relieur == Buchbinder ,,Benedict
Peir“ zu „entdecken,“ während er augen -
scheinlich von dem altbekannten altbayrischen
Kloster — dessen alte schreibweise „Benedictn
Peyrn,“ war —- noch keine Kenntniss hatte!
III Die „Leipziger Nachrichten“
vom 13. 7. 1906 schreiben: „Pariser Salon
1906. Von der Societe des arlistes francais
ist dem Leipziger Graphiker Bruno Heroux
für seine in der Abteilung für Gravure und
Lithographie ausgestellten Arbeiten die „Mention
Honorable“ zuerteilt worden, als eine der
wenigen Auszeichnungen, dienach Deutsch-
land gekommen sind. Um so verwunder-
licher muss es erscheinen, dass unter den von
der 3. deutschen Kunstgewerbeausstellung ın
Dresden, auf der Heroux in der Abteilung
„Leipziger Buchgewerbekiinstler* sehr umfang-
reich vertreten ist, an Leipziger Künstler in
reichlichen Massen zuerkannten Auszeich-
nungen der Name dieses Künstlers nicht zu
finden war.“ Hierzu ist zu bemerken dass
man den „Leipziger Nachrichten“ für diese
Fesstellung und Mitteilung dankbar sein muss,
— dass man Heroux zur Pariser eklatanten
Auszeichnung gratulieren kann und dass —
man in Paris augenscheinlich bessere Augen
und richtigeres Urteil zu haben scheint als
in Dresden. cfr.
den alten Spruch vom
Propheten und dem Vaterland!
145
bg
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IV. Eine originelle Beilage brachte „Mode
und Haus“ in XXII, No. 8 vom 18 1. 1906
(Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 35.
Heft 25 Pf.); hier finden sich zwei kolorierte
Stickmuster für 2 Exlibris, das eine recht
hübsch und Grün,
ranken, das andere zu farbig in Grün, Rosa,
in Lila, Braun Blumen-
Braun und Lila, Globus und Bücher; ohne
Zeichnernamen. Für unsere Leserinen füge
bei:
Seide mit gespaltener Piloflossseide in Stiel-
ich hier den Text „Die auf weisser
und Plattstichstickerei auszuführenden, durch
Namenseinfügung (des Besitzers) zu vervoll-
ständigenden Originale, deren auf litho-
graphischem Wege in verkleinertem
Masstab Nachbil-
dungen dem praktischen Zweck dienen, er-
herzustellende
geben, in einem Rahmen gefasst, einen vor-
nehmen Wandschmuck für Studierzimmer‘ (?)
u. s.
w. Die Idee ıst jedenfalls ebenso un-
gewöhnlich wie neu. Ob die Sache „vornehm“
ausfällt und nicht — reichlich dilettantenhaft
und unkúnstlerisch, überlasse ich unseren
Damen zur Entscheidung. Ich für meine
Person finde es —
Yo
alle Plagiat-Exlibris aufzudecken und fest-
grausam.
Da es angebracht erscheint, allmählich
zunageln, so seien hier heute wieder 2 ge-
nannt, die genaue Kopien nach Zeichnungen
von Julius Diez-München sind:
Exlibris Gustaf Sandstedt, F,
Stockholm, 1904, Schiff, Schild, Seepferdchen,
Exlibris des Korvetten-
Kapitäns Richard Hildebrandt, Berlin 1899,
nur mit dem anderen Namen; an Stelle des
Zahnarzt,
genau nach dem
Künstlermonogramms ,,J. D.“ sind 2 Striche
angebracht.
Exlibris Frantz Howitz, Kopenhagen, genau
1889:
1905 kopiert; altertümliche Waage, oben mit
nach dem Bilde „Die grosse Wag“,
Stundenglas, unten Künstlerwappen und
grüssender Mann; vordere Schale mit Ur-
kunde und Siegel, hintere mit Menschen.
— 1406 —
VI. Aus Wien stammt folgender kleine
Bericht:
„Frl. Ross in Wien hielt jüngst in einem
dortigen Mädchenlyceum einen (freigewählten)
Vortrag über Exlibris; ihr Bruder, unser
Mitglied, Herr Albert Ross stellte ihr dabei
eine Auswahl von etwa 150 Blättern, davon
die Hälfte Damen - Exlibris,
Der Vortrag erweckte ein derartiges Interesse,
festgesetzte Zeitdauer
zur Verfügung.
dass die ursprünglich
Besonders war das
junge Damen im Alter
15—17 Jahren, denen das Thema etwas
völlig Neues bot, über die Fülle von Ideen und
Formen erstaunt, die sich auf dem immerhin
beschränkten Gebiet offenbarte. Auch die meist
den jungen Zuhörerinnen noch unbekannten
weit überschritten wurde.
Auditorium, von
Reproduktionsverfahren wurden besprochen,
und wirkte der Vortrag ebenso belehrend,
wie anregend.“
VII Im Mai 1906 war das Exlibris
H. Thimig-Wien, Original-Radierung von
William Unger, ,,meisterhafte Arbeit des
grossen Künstlers, nicht im Handel“, zu
10 Kronen verkäuflich.
VIII.
wird die Mitteilung interessieren, dass nach
Unsere österreichischen Mitglieder
ınir zugegangener Nachricht die Universitäts-
Bibliothek zu Uppsala,
reich an namentlich österreichischen Super-
Exlibris ist; jedenfalls infolge des 30 jährigen
Krieges.
IX. Professor Dr. E. C. van Leersum in
Schweden, sehr
Leiden, Holland, hat sich ein originelles
Schrift- Exlibris in Schwarzdruck mit roten
Initialen machen lassen, das einem alten
gleichartigen Bald*)schen Exlibris in alter
angelsächsischer Schrift nachgebildet ist; der
Text lautet:
„E. C. van Leersum habet hunc librum.
Hic precor assidue cunctis in nomine Christi,
*) The leech book of Bald, Angl. Sak. Ms.; J. F. Payne,
Fitz Patrick, Lectures, Oxford 1904.
Quod nullus tollat hunc librum perfidus a me,
Nec vi, nec furto, nec quodam famine falso,
Cur? Quia nulla mihi tam cara est optima gara
Quam cari libri.“
Also ein lateinischer Wunsch, dem Be-
sitzer sein geliebtes Buch weder durch Raub
noch Diebstahl zu entfremden.
X. Bei dem jüngsten Erdbeben 1906 in
San Francisco in Amerika ist nach der T.R.
vom 8. 5. 1906, No. 212, I. S. 8, die be-
rühmte Sutro-Bibliothek, die mit verbrannt
sein sollte, gerettet worden; es ist dies die
klassifizierte Abteilung, die aus 75 000 Bänden
besteht, worunter sich die 4 ersten Ausgaben
der Werke Shakespeares, eine nahezu voll-
ständige Ausgabe der Werke Ben Johnsons
und schöne Gutenberg-, Caxton-, Aldine- und
Elzevier-Stücke befinden.
Das Exlibris dieser Bibliothek ist im
II. Jahrgang unserer Exlibris-Zeitschrift No. 1,
S. 18 abgebildet; da aber Jahrgang I. und Il.
in den wenigsten Händen unserer heutigen
Mitglieder sein werden, so bilde ich das Blatt
hier noch einmal ab und entnehme dem
dortigen Texte Der aus dem
Rheinland gebürtige Bergwerksbesitzer Adolf
Sutro in San Francisco schuf eine streng-
wissenschaftliche Bibliothek, die 1891
250000 Bände zählte; Sutro studierte die
Einrichtung einer Bibliothek zu Halle a. S.;
das Gebäude auf Sutro-Hill bei San Francisco
dessen Mittelraum der
grosse Lesesaal mit Oberlicht bildet, alles
feuerfest, Bücherborde, Fussböden aus durch-
brochenen Eisenplatten.
folgendes:
etwa
hat 10 Stockwerke,
Das hier wiedergegebene Exlibris ist mehr
interessant als schön; hergestellt ist diese
steife Zeichnung in London etwa 1890; es
zeigt die Lage der Sutroschen Besitzungen
am stilen Ozean mit Bahnzug und Viadukt:
der hackende Bergmann deutet darauf hin,
dass der Deutsche Adolf Sutro die berühmten
Comstockminen durch einen gewaltigen Tunnel
der bergmaennischen Ausnútzung erschlossen
und dadurch den Grund zu seinem Reichtum
gelegt hat. Der Spruch „Labor omnia vincit“
(-Arbeit überwindet Alles) ist in diesem Falle
besonders charakteristisch.
XI. Nach dem bei Ferdinand Enke, Stuttgart,
im April 1906 erschienenden (Preis: 1 Mk.
50 Pf.) „Katalog zur Ausstellung der Ge-
schichte der Medizin in Kunst und
Kunsthandwerk“, eröffnet am ı. März 1906
—D
ay Y SAN
147
|
| v
| 2 2 mía x £ z N E ER
: - SUTRO LI
die Bibliothekzeichen von Basil. und Hier.
Besler 15 . ., Joh. und Phil. Heinr. Boecler
ES 4 Polyc. y Boñaño 16... 2 Joh. Heinr.
Burckhard 1715, Chr. Andr. Cothenius
ty » Job: Nep- emie 17 +, Joh Aug:
Heinsius 17 . „ 2 S. Kercher etwa 1560,
Thom. und Friedr. Lauth 18 .., 2 Diethelm
Lavater 17 — „ Wolfe. Bazius ES. Kent,
Lode 193-4. Job. Eer ali 168 5 ER
ER «+ Joh.. Reis -1756; Joh. Jos.
V.
Mückey
BRARY, -
i CALIFORNIA. .. 48)
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TAS = = UA > h A a WP RES `
D A EN s~ ve Af Ka, DIES
Ge (Set ` d D ` A N
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im Kaiserin-Friedrichshaus zu Berlin, waren
in Gruppe II. „Graphische Künste“ auch
Exlibris von 3 Ausstellern vorgeführt:
No. 205: 72 Exlibris von 62 Ärzten in
Mappe, ausgestellt vom Landgerichtsrat Dr.
R. Beringuier-Berlin.
No. 206: Ein Exlibris aus einer angel-
sächsischen Handschrift (s. oben unter IX.),
ausgestellt vom Professor van Leersum
Leiden,
No. 207—284: Äerzte-Exlibris aus der
Exlibris - Sammlung des Grafen Wilczek in
Wien, ausgesucht von Dr. Karl Mandl-Wien;
in
77 Exlibris vom 16.— 10. Jahrhundert, darunter | Exemplare hätte vermehren lassen.
Reuss 1779, © Chr: Jak. Treu von. etwa
1760 u. a.
XII. Die Münchener Freie Studenten-
schaft, Alpine Abteilung, hat 14.— 20. Juli
im Parterresaal des Münchener Kunstvereins
eine Ausstellung alpiner Exlibris abge-
halten, die einen hübschen Überblick über
diese Sparte von Bibliothekzeichen brachte.
Aus den Exlibris-Sammlungen des Herrn Georg
Mader - Augsburg und der meinigen waren
290 nur alpine Exlibris des In- und Aus-
lands ausgestellt, eine Zahl, die sich durch
Nachsuchen noch um viele
Zu be-
eingehenderes
dauern war bei dieser Ausstellung, dass eben
nur die „Bildchen“ ausgestellt waren, ohne
Wichtigkeit ! die
Zeichnernamen mit angegeben Die
Münchner Neusten Nachrichten No. 334 vom
19. Juli
erkennend über
dass — eine grosse —
waren.
kurz und an-
Unter
den gewählten Motiven dieser alpinen Exlibris
1906 berichteten
diese Ausstellung.
sah man alpine Landschaften und Fernblicke,
einzelne Berge, Täler, Schnee und Gletscher,
Gipfel und alpines Rüstzeug, wie Eispickel,
Seil, Rucksack, Berghut, Steigeisen, Schnee-
schuhe, Bergstock u. s. w.
XIII. In der Caecilie- und Oscar Graf-
(München) - Ausstellung bei Fritz Gurlitt-
No. 41—43 die drei
Graf’schen schönen Exlibris-Radierungen: Akt,
Wolfgang Gurlitt und Manfred Gurlitt aus-
gestellt.
Berlin waren unter
X1V. Die Kommission für modernes Kunst-
gewerbe in Salzburg hatte in ihrer April-
Ausstellung ‚Moderne Künstlergraphik“ in
Exlibris
Max Klinger-Leipzig (1), Otto Greiner-
Rom (1), E. Berger-München (4), Hans
Volkert-München (11) ausgestellt.
der Staatsgewerbeschule auch von
XV. Auf der Sezessions- Frühjahrs-
Ausstellung München waren 4 Exlibris-
Radierungen von Alois Kolb- Magdeburg und
ı Exlibris, Originalreiberdruck von Fritz Scholl-
München ausgestellt.
XVI
unser Mitglied, in Barcelona hatte auf der
Herr Alexander de Riquer,
Sommer-Ausstellung der „Schönen Künste“
Madrid 15
Radierungen ausgestellt, einige koloriert: Die
Exlibris XIII.
Spanien, 2 eigene, Carmen S. de T., J. Cabot,
Luis M. Febrer, E. Gabot, Gulardo, V. Oliva,
Miquel, Casellas, J. Monsalvatje, M. Flückiger,
J. R. A, F. Hinrat. Er bekam den I. Preis
(I. Medaille) der Sektion: Radierkunst.
in seiner trefflichen Exlibris-
des Königs Alfonso
von
148
XVIT. Bei Gutekunst, Stuttgart, kam in
der Auktion vom 28. 3. bis 1. 6. 06 unter
No. 421 auch eine kleine Exlibris-Sammlung
von 323 Stück zur Versteigerung, die einige
gute Stücke enthielt, den Preis von 255 Mark
erzielte und an einen Münchner Händler
überging.
XVIII. Bei Paul et Fils et Guillaume,
Paris, war am 15. Juni 06 wieder eine Exlibris-
Auktion der Sammlung „M. H.“ von London.
Der Katalog enthielt
13 Abbildungen, letzteren die
No. 104 Joh. Mich. v. Loén 17.., 75 Mich.
Barth 1614, 85 Kloster
Andechs deutsch waren. No. 105 mit Ab-
bildung Braunschweig-Lüneburg ist kein Ex-
224 Nummern und
von welch
von Harmating
libris, sondern nur ein Wappenblatt, ebenso
höchstwahrscheinlich auch die Titelabbildung
No. 48 „légation de France à Gênes“ (fran-.
zösische Gesandtschaft Unter
den 49 deutschen Einzelnummern waren u. A.
No. 73 Hild. Brandenburg c. 1470, 74 Anton
Bischof von Eichstätt 1534; 75 Mich. Barth
von Harmating 1614; 76 2 Bayern von 1618
und 1746; 81 Peter Vok von Rosenberg von
R. Sadeler 1609 u. a, darunter eine ganze
Reihe von Exlibris mit Bibliothek-Innenraum-
No. 85, Kloster Andechs
erzielte den geradezu komischen
in Genua).
Darstellungen.
(W. 46)
Preis von 30 fres.
XIX. Exlibris-Auktion der Sammlung
Julian Marshall (+). Die Londoner „Times“
6. o6 berichten darüber: 4 tagige
Versteigerung; etwa 60000 Stiick englischer
vom I.
und amerikanischer Exlibris einschliesslich
Dubletten. Ertrag: 2844 l. 7 s. 6 p. Die
Sammlung soll bez. Wert im Range der
Franks - Exlibris - Sammlung des britischen
Museums gestanden haben und die beste
gewesen sein, die bisher zur Versteigerung
kam. Man erwartete eine geringere Ein-
nahme, doch wurden die Preise durch einige
nach England besonders gekommene Ameri-
kaner in die Höhe getrieben. Auch „The
Connoisseur“, London XV. 59, Juli 1906,
berichtet darüber, mit 9 Abbildungen alter
englischer, meist unschöner, aber seltener
Exlibris. Von
Samuel Pepys von R. White nach Kneller
(Deutscher): 200 Mk., ein gleiches vor dem
Motto: 220 Mk.; 320 Sherborn- Exlibris
1900 Mk: or Sherborn-Exlibris: 275 Mk.;
367 French-Exlibris: 820 Mark; 222 French-
Exlibris: 480 Mk.; 25 Spenceley - Exlibris:
200 Mk.; 83 Eve-Exlibris: 220 Mk.
Mr. Baillie und Mrs. Merrill aus Amerika und
Mr, Ellis (Händler) -London waren die Haupt-
Einzelpreisen interessieren:
——
149
—
für 12 Mk.
einschliesslich Druck.
Autotypieklischees von 5—40 Mk.
Kupferstiche und Ra-
derungen von 060— 200 Mk.
XXI. Am 27. Juli 1906 starb zu München
der Oberinspektor Ludwig August Reuling,
der derjenige war, der für unsere Bibliothek-
zeichen den Ausdruck „Bucheignerzeichen“
am Ende der goer Jahre des 19. Jahrhunderts
erdachte und auf einem seiner Porträt-Exlibris
zum ersten Mal anwandte.
_K.E. Graf zu Leiningen - Westerburg.
káufer; ferner steigerten noch Gambier-Howe `
(Brit. Museum), C. Massey, C. Johnson, Thorp etc.
Nach dem Kataloge, in dem die Preise
eingetragen waren, erwáhne ich hier noch
folgende Preise:
No. 194: 4 Coke-Exlibris: 100 Mk.
» 361: Fullerton: roo Mk.
» 389: Anonym (Gore, von Mich. Burg-
berg): 145 Mk.
» 502: H. T. Hunter (2): 155 Mk.
» 718: Wm. Penn (3) 1703: 150 Mk.
» 974: Lady Windham (3): 140 Mk.
» 980: 79 Exlibris von Besitzern aus kónig-
lichem Blut: 130 Mk.
» 1022: 40 H. S. Marks-Exlibris: So Mk.
Von Búchern: v. Heinemann, Wolfen-
büttler Exlibris - Sammlung und 2 andere:
5 Mk.: Warnecke, Exlibris des 15. und 16.
Jahrh. nebst Kissels Exlibris und 12 anderen:
9 Mk. etc.
XX. Nicht uninteressant sind die Preise,
die
bookplates: Cost of having them made“ in
in einem kleinen Artikel „Designs for
„Ihe Evening sun“, XX. 36, New-York, vom
‚Ist Carl
27. April 1906, für Herstellung von Exlibris |
in Amerika angegeben sind: Zeichnung von `
(ich gebe die Dollars in Mark umgerechnet): `
80—400 Mk., je nach dem Namen des
Künstlers; Zinkklischee von 3 Mk. an, grosse
| Universal-Exlibris
Litteratur.
I. Ich möchte auch an dieser Stelle auf
die „Monatshefte für graphisches Kunst-
gewerbe“, Carl Fleming-Glogau (!/, jährlich
6 Mk.) hinweisen, die im 4. Jahrgang er-
scheinen und von Albert Knab herausgegeben
werden, der als Graphiker und als Exlibris-
zeichner vorteilhaft bekannt ist. Schriftleiter
Mathies-Berlin, In den 5 Heften
des IV. Bands sind folgende Exlibris ab-
gebildet: 2. Heft: 3 Exlibris Chr. Mangold,
Grete Schatt und Marie- Leo
von Bernhard
Valentiner
Wenig-Hanau; 3. Heft:
Fidus, Exlibris Prof.
Max Seliger-Leipzig und Frida Seliger von
Max Seliger; 8. Heft: Exlibris Guido Brettauer
Der
Hauptinhalt der gut gedruckten Monatshefte
besteht Ab-
bildungen von Mustern gutmoderner Plakate,
von
von Fritz Burger-Mühlefeld, München.
zum überwiegenden Teil aus
Zierannoncen, Buch-
Kalenderblättern, Titelblättern,
Studien und Proben aus Fachschulen (z. B.
Blumenstilisicrungen ,
einbiinden ,
B. Wenig-Hanau), Einzelkunstblättern, Zier-,
Kopf- und Randleisten, Vorsatzpapieren, Satz-
entwürfen, Briefköpfen, Fest-, Eintritts-, Re-
klame-, Geschäfts- und Speisekarten. In den
wahrhaft interessanten und unendlich viel-
seitigen Heften finden wir Arbeiten ausser
von den schon Genannten noch von H. Vogeler-
Worpswede, J. Diez - München, Hel. Varges-
Juist, G. Tippel-, Ed. Liesen-, G. Fischer-
W. Belling-Berlin, W. Krause-Breslau, Wilh.
Steinhausen-Frankfurt a. Main, Hans Unger-
Dresden, Ad. Osc. Hoffmann-, M. Eckardt-,
W. Leistikow-, E. Wendtlandt-Berlin, G. Berger-
Ge
verstanden, diese Publikation zu einer höchst
Friedenau u. Der Herausgeber hat es
eigenartigen Kunstzeitschrift zu gestalten, die
für Künstler, Kunstgewerbler und Graphiker,
150
für Kunstdruckereien und Verleger eine reich-
haltige Fundgrube bildet und cine Fülle von
Anregungen und brauchbaren Beispielen bietet.
Il. In der für Fachleute sehr interessanten
Jahrespublikation des Vereins „Zum Kleeblatt“
in Hannover, „Heraldische Mitteilungen“
AVIL 4. S. 27
Freiherrn Alexander von Dachenhausen
über „Mr. John Vinycomb, ein englischer
Heraldiker“ Abbildungen 4
gezeichneten heraldischen englischen Exlibris.
Der der eine Menge
Exlibris schuf (in meiner Sammlung sind deren
mit von gut-
bekannte Ire, schon
83 verschiedene Stück) ist einer der wenigen
heraldischen Zeichner Englands, der den un-
schönen steifen, allgemein üblichen modernen
englischen Wappenstil vermeidet und sich an
alte gute englische Vorbilder hält.
III. Die „Illustrierte Elsássische Rund-
schau“ bringt in ihrem VIII. Jahrgang ein
Sattlerheft, Adrien
Moureau, attaché au cabinet des éstampes
dessen Artikel von
de la bibliotheque nationale in Paris in fran-
zösicher Sprache geschrieben, mit zahlreichen
Abbildungen illustriert ist: darunter finden
sich auch die Exlibris P. B(ucher), Hugo
Haus, F. Dollinger, Jan Freiherr Wendelstadt.
Es mutet sonderbar an, dass diese, man
französische
kann wohl
sagen, im deutschen
Strassburg erscheinende Zeitschrift den ur-
deutschen Künstler Sattler,
rein deutsch zeichnet, in französischer Sprache
der auch so
findet sich ein Artikel des '
behandelt. Dass es auch deutsch geht,
beweist der Umstand, dass nach dem fran-
zösischen „Essay“ auch ein Deutscher zu
Wort kommt: Dr. Edgar Alfred Regener in
Wilmersdorf, der ebenfalls Sattler bespricht.
Eigentümlich macht sich auch, dass das von
Sattler trefflich illustrierte Gedicht dieses Heftes
„Les secours des morts, légende alsacienne“
von Georges Spetz so merkwürdig französisch-
deutsch beginnt:
„Au chateau d’Osthausen, dans la plaine
alsacienne
Habitait Nicolas Zorn de Bulach seig-
neur etc.
Man achte auf das unterstrichene Deutsche
im französischen Text. Dass der französische
Titel dieser in deutscher Stadt erscheinenden
Zeitschrift
deutsch ist, ist unbedingt unrichtig und das
vorn französisch und hinten
Umgckehrte das allein richtige.
IV.
libris“,
Academie des beaux arts, in Lüttich; Verlag
„Les dessinateurs belges d’Ex-
von Sander- Pierron, Professor der
von Xavier Havermans in Brüssel, rue des
comédiens 12. 200 nummerierte Exemplare,
16 Seiten Text, 44 Exlibris- Abbildungen;
. Subskriptionspreis: 3 fr. 50 c.
Das billige und hübsche Heft gibt einen
guten Einblick in die jetzige belgische Exlibris-
kleinkunst; quantitativ ist sie nicht bedeutend,
doch finden wir erste Künstler beteiligt, so
Armand Rassenfosse mit 6, A. Donnay mit 9,
An Zeichnernamen
seien noch genannt: Henry Meunier (3),
Louis Titz (5), Marius Renard (4), Privat
Livemont (2), Ferd. G. Lemmers (2), Gust.
Max Stevens (2), Flor. van Acker (2), Willaert,
Herm. Teirlinck, R. Wytsmann, J. de Rudder,
Marie Molitor,
mans (je 1).
Fernand Khnopfl mit 1.
P. Abatucci, Xavier Haver-
Das nackte Weibliche trifft
man mehrfach an; gut und flott gezeichnet
- sind die Exlibris von Rassenfosse, Donnay
und Lemmers; einiges Unbedeutende ist auch
— 151
. dabei.
einzelnen Künstler. Eine hübsche Vermehrung
einer Exlibris-Fachbibliothek.
Der Text bespricht kurz und gut die
V. Die polnische Zeitschrift „Poradnik
Graficzny“, Krakau, 1906, I. 2., bringt S. 9
einen kurzen Artikel „Exlibrisy Rosyjskie“
(Russische Exlibris) mit den 3 Abbildungen V.
Loboykoff von K. A. Szomoff, Wilh. Weissen-
berger von R. Sarrin und D. v. Filosofow
von E. de Lancerey.
VI. Eine in Deutschland wenig oder nicht
bekannte französische Zeitschrift enthält seit
Zeit
worauf hier hingewiesen sei.
einiger auch Exlibris - Abhandlungen,
Der Titel lautet:
„Bulletin de la société archéologique
historique et artistique: Le Vieux Papier“;
Jahresabonnement 12 fres.; alle 2 Monat
I Heft; Adresse: M. Henry Vivarez, Paris
VIII., rue de Berne 12.
Mai
illustrierten Artikeln über alte
vom I.
Heft VIL No. 36,
enthält
1906
neben
Spielkarten, Silhouetten, französische Papier-
und Pergamentmarken, Briefpoststempel und
dem Versuch einer Post-Bibliographie 3 Artikel
über Exlibris: Liste burgundischer Exlibris
von Leon Quantin (A, B ı Abt.), Manuskript-
Exlibris von A. Mantouchet und Freimaurer-
und cabalistische Exlibris (Schluss) von A.
Quenaidit, dieses mit Exlibris - Abbildungen.
1. Loge de la Trinité unitaire O.de Dunckerque,
gestochen von Goillardon e. 1840, 2. Rene
Philipon Jean Tabris, bekannter Cabalist der
Jetztzeit, 3. Stanislas de Guaita, bekannter
Okkultist (F 1897) mit schlechter Reproduktion
der Felicien Rops’schen Radierung: Nacktes
Weib mit Helm, Schwert und abgeschlagenem
Kopf, — die auch zum Exlibris Dr. J. Escoubes
von Revellat, Paris, nach F. Rops — benützt
wurde, 4. und 5. 2 Exlibris James Murray,
Glasgow, 1 ohne Zeichnername, 1 von John
Vinycomb-Belfast, 6. Joh. Boynicic, Agram,
gezeichnet von seiner Tochter.
VII. „L’arte decorativa moderna“
(rivista di architettura e di decorazione della
casa e della via), II. 9. (Via Badoni 2 e
Carlo Alberto 33, Turin, Italien; Heft: 2 lire)
veróffentlicht Zeichnungen von Antonio Ru-
bino in Mailand, darunter 11 Exlibris dieses
beachtenswerten modernen italienischen Künst-
11 Blátter gut
ausgeführt; die Motive sind freilich wohl nicht
lers. Zeichnerisch sind alle
nach Jedermanns Geschmack; denn allein 9
davon zeigen zeichnerische Spielereien mit
Totenschädeln, welch erstere, wenn auch flott
entworfen, sowohl nicht gerade sehr ansprechend
als auch meist unverständlich wirken und als
„Zeichen einer Bibliothek“ kaum am
Platze sind. So viele Philosophen und Todes-
verächter als es nach Tod-,„geschmückten“
(?) Exlibris auch in Deutschland geben soll,
existieren, meiner Überzeugung nach, gar
nicht! Die teils unästhetische, teils unkünst-
lerische oftmalige Darstellung grinsender Toten-
schädel oder hüpfender Skelette ist oft -—
ein recht müssiges Kokettieren mit Todes-
verachtung, die wohl oft jämmerlich zusammen-
bricht, wenn endlich der bespöttelte Sensen-
mann im Ernste erscheint und antritt!
VIII. „La Chronique médicale“, Paris,
rue de Poissy 9 (Direktor Dr. Cabanes) be-
ginnt in ihrem Heft XIII. No. 13 vom 1. Juli
1906 (1 Heft:
„Les Exlibris de medecins“, aus der Feder
I franc) eine Artikel-Seric:
des bekannten französischen Exlibriszeichners
Henry André, die Sammlern von Exlibris-
Litteratur oder Ärzte-Exlibris empfohlen sei.
12 Abbildungen
Mediziner - Exlibris
zunächst nur französischer
sind den kurzen Be-
sprechungen beigegeben.
IX. Dodd, Mead & Co. in New-York
im April 1906 einen (bereits ver-
gaben
griffenen) Katalog von 40 Seiten über „Book-
plates“ heraus, der 16 englische Exlibris,
1 deutsches (Christian Iuncker) und 1 fran-
zösisches in Abbildung enthält. Die Preise
sind,
kostet
35 Dollars
wie vieles in Amerika, „grossartig“‘; so
Hildebrand Brandenburg, c. 1470,
140 Mk.; Veit Jakob Holz-
1580, von Jost Amman ı8 Dollars
schuher,
72 Mk.; herzoglich bayerische Bibliothek,
1618,
selige J. C. Feuerlein (Wert: c. 50 Pfennig!)
1 Dollar = 4 Mk.; Rud. Benkard von W.
Behrens 25 cents; Julius Vogel von Max
Klinger 30 Dollars = 120 Mk.; Sir Fred
Leighton von R. A. Bell
= 30 Mk, 1 3 Dollars == 12 Mk:
Wm. 65 Dollars
= 260 Mk., Ths. Penn 25 Dollars = 100 Mk.
C. 10 Dollars = 40 Mk.; der gute
r zu 7,50 Dollars
zu
Penn (von Pennsylvania)
Gibt es selbst in Amerika wirklich Leute, die
derartige Preise zahlen? Der Preisliste geht
eine kurze historisch -stilistische Betrachtung
der Bibliothekzeichen vorher; vertreten sind
der Reihe nach England, Amerika, Deutsch-
land, Frankreich.
X. Neu angezeigt ist vom Verlag Friedrich
Rothbarth- Leipzig: Exlibris-Werk Willi
Geiger, II. Band; am Schlusse des Prospekts
heisst es: „Eine Häufung von Exlibris:Auf-
trágen gibt W. Geiger die Veranlassung, in
meinem Verlage bereits heute die Vorbereitung
eines dritten Bandes seines Exlibriswerks
Ein Zeichen,
I. Band viel begehrt wurde und gut ging.
Der II. Band (der u. A. auch wieder eine
Radierung enthält) kostet bis 15. Juli in der
Subskription wieder 10 Mk.; nach Erscheinen
t5 Mk.
des II. Bandes sah, ist wieder eigenartig und
anzukündigen.“ — dass der
Preis: Was ich bisher von Blättern
interessant; in der Zeichnung sind Fortschritte
festzustellen, die auf Geigers !/,jáhrigen Auf-
enthalt in Rom aber
auch zeigen, dass trotz Rom Geigers besonderer
Stil unbeeinflusst blieb.
AI John Vinycomb, Riverside, Holy-
wood, Belfast, Irland (s. oben unter II.) ver-
sendet einen Prospekt über „Fifty book-
plates (Exlibris) seiner Hand.
zurückzuführen sind,
Nur 300
ca
' diese
SH
to
nummerierte, signierte Exemplare; 50 Exlibris;
Preis: 5 shilling postfrei.
XII. Ben. Linnig, Bibliothéques et
Exlibris de bibliophiles belges aux
17., 18. et 19. siecles; Verlag H. Daragon,
rue Duperré 30, Paris IX.; 189 Seiten, 77
Textabbildungen, 3 Neudrucke von alten
Kupferplatten und ı Farbensteindruck; 525
15 auf holländischem,
10 auf Japan-Papier), Text in französischer
Preis: 20 frcs. (bzw. 30 und 40 fr.)
Exemplare (davon
Sprache.
Der
Maler-Radierer,
ein bekannter belgischer
Bibliophile und Exlibris-
sammler in Antwerpen, hat mit diesem fleissig
Verfasser,
gearbeiteten Buche eine Lücke ausgefüllt;
denn über belgische alte Exlibris gab es bis
Da das
zusammen
jetzt noch kein grósseres Werk.
Material Sorgfalt
getragen und verarbeitet ist, Druck und Illu-
mit grosser
stration auch durchaus zu loben sind, so kann
neuste Exlibris- Publikation Sammlern
warm empfohlen werden. In Fachbibliotheken
Exlibris-Litteratur
fehlen.
Herr Linnig hat sich die Sache nicht
leicht gemacht; denn er giebt nicht nur die zahl-
von sollte es keinenfalls
reichen alten belgischen Exlibris in Abbildung
und Begleittext, sondern fügte auch biogra-
phische Daten über die Person und Notizen
über den Inhalt der Bibliotheken, Auktions-
w. bei, was ein bedeutendes
Zunächst behandelt
er die in Betracht kommenden belgischen
Exlibris -Stecher, Louis Jos. Fruytiers
(+ 1782), Jean Bapt. Berterham (t nach
1736), Jacques Harrewyn (+ nach 1720),
Francois Harrewyn (j nach 1733), Jean Bapt.
Harrewyn (+ nach 1768), Ant. Alex. Jos.
Cardon (+ 1822), Anton Cardon, le jeune,
C 1813), Charles Onghena (+ 1886, Em.
Jean Nepom. de Ghendt (+ 1815), Ant.
Optebeeck (+ 1759), P. J. Tardieu (ohne
Daten). Dann folgt die Aufzáhlung der bel-
Kataloge u. s.
Quellenstudium bedingte.
wie
gischen Bibliophilen und Exlibrisherren nach
den Städten Antwerpen (hier Exlibris
Tucher), Brüssel, Mecheln, Gent (hier die
van Hulthem’schen Exlibris), Löwen, Temise,
Lüttich, Namur, Bailleul, St. Trond.
Mehrere Exlibris
schmücken das Buch, darunter das farbige
Wappen-Exlibris der Marie von Österreich,
Statt-
halterin der Niederlande, geboren zu Brüssel
1503, + 1558, Schwester Karl's V. Die Mehr-
zahl der abgebildeten Exlibris sind Wappen-
2
ganzseitige grosse
Königin von Ungarn und Böbmen,
Exlibris von grösserer oder geringerer Steif-
heit, dem Stile ihrer Zeit entsprechend; doch
finden sich auch einige stilistisch gute Wappen-
zeichnungen; ein feiner und geschmackvoller
Stich ist das Exlibris des C. Fr. de Nelis, letzten
Bischofs von Antwerpen, gezeichnet von J. B.
Piauger, gestochen von P. E. Tardieu, das
neben dem Wappenschild die Figuren der
Religion und Weisheit -- Kreuzträgerin bzw.
Eine Liste der
Stecher und Bibliophilen, sowie ein Namens-
‚Minerva — mit Putten zeigt.
register und ein Verzeichnis der Devisen und
Inschriften erleichtern die Benützung des
Werkes. Ein in Deutschland — jedenfalls
Leipzig — entstandenes Exlibris, das dem
Jean Francois van de Velde, Präsidenten des
grossen Collegs der Universität Löwen gehörte,
ist von der alten Originalplatte abgedruckt.
Vollständig ist die gegebene Liste alter
belgischer Exlibris nicht; denn es fehlen —
nach meiner Sammlung — noch so manche,
so z. B. die 2 Porträt-Exlibris des Herzogs
Engelbert von Arenberg (f 1820), das grosse
Wappen - Exlibris Wilhelm van Hamme,
Patricier zu Brüssel, apostolischer Protonotar
und Kanonikus zu Antwerpen von 1059;
J. B. Vierlinck, Pastor zu Moorscele, West-
flandern, von P. J. F. Tiberghien, Rokoko-
schild mit Gartengeräten; Graf von Hemricourt
de Grumme, nach dem Fosoul'schen Exlibris;
Vallis S. Lamberti, ad fluvium Elpram, Bene-
153
diktinerstift der Diöcese Cambrai, Flandern
1779, Dr.
Joh. Bapt. Nieles, Antwerpen, von L. Fruytiers,
Wappen; Jak. Theod. Wellems,
von L. Fruytiers,
Wappen von Engeln gehalten;
Antwerpen
Monogramm in Rokoko-
schild; Chevalier Verannemann, Brügge, von
N. Heylbroock, Brügge, Wappen: Moncheau,
Präsident der Rechnungskammer Brügge, von
N. Heylbrouck, Wappen; de St. Hilaire de
Cruyninghe, N. Hevlbruck, Wappen:
Jean Franc. Foppens aus Brüssel, Kanonikus
von
zu Mecheln, Engel mit Wappen; Marquis Jos.
Max de Bethune, Tourney, von Delcourt fils
in Tourney, Wappen; Jean Guillon, Brügge,
Schild mit Krone; van der Hernm de Nieder-
stein, Vleys, mit Wappen; de la bibliotheque
de Louis Hocquant, droguiste in Mons, Me-
daille, 1677;
von F. Pilsen und eine Reihe anderer. Vom
Exlibris Theodore de Jonghe (S. 118) giebt
es nach meiner Sammlung 12 Varietäten, von
2
anonyme Wappen - Exlibris
dem von Egide Corn. de Jonghe (S. 117)
deren 3.; das IV. Exlibris C. van Hulthem's
S. 138) von Ch. Onghena-Gent, nach einer
Medaille von Braemt-Gent, existiert in 2
Stichvarietiiten mit zweierlei Fruchtumrah-
mungen. — Die Umschlagszeichnung rührt
von A. Robida-Vesinet, Frankreich, her.
K.E.Graf zu Leiningen -Westerburg.
Anhang.
Als die früheren, „Schweizerischen Blätter
für Exlibris-Sammler* vor einiger Zeit mit
ihrem III. Jahrgang eingingen, bedauerte dies
nicht bloss die heimische schweizerische Ex-
librisgemeinde, sondern alle Exlibrissammler und
-Freunde, die jene Zeitschrift bezogen, und
das war auch ausserhalb der Schweiz eine
Nunmehr ist zu unsrer
die Zeitschrift
neuerstanden, ohne Anlehnung an einen Ver-
ganz stattliche Reihe.
allgemeinen Freude schöne
ein, etwas erweitert, mit dem neuen Titel
„Buchkunst, Zeitschrift für Exlibris-
Sammler und Bücherfreunde“.
gleicher Güte des Drucks und sehr guter
Die in
Ausstattung sich darbietende Publikation —
wird heraus-
nun Jahrgang IV, No. ı —
gegeben von Fritz Amberger, vorm. Dav.
Bürkli - Zürich,
L.Gerster- Kappelen als Schriftleiter; letzterer
als Verleger, und Pfarrer
ist der Verfasser des stattlichen Werkes über
die Schweizer Bibliothekzcichen; Ersterer war
bereits — reichlich opfermütiger — Verleger der
ersten schweizer Zeitschrift. — Das Abonne-
ment beträgt für's Jahr für die Schweiz 12
fr. 50 c.; fürs Ausland 15 francs (zu adres-
sieren: Fritz Amberger, Zürich I, Sihlhof-
strasse 12). Die Abonnenten der „Buch-
kunst“ erhalten als Gratisbeilage in laufenden
Fortsetzungen den II. Band des Gerster’schen
Spezialwerks „Die schweizerischen Bibliothek-
zeichen (Exlibris“); die
noch nicht beigegebenen Bogen werden nach-
den ersten Heften
geliefert.
Der Inhalt von IV. ı ist folgender: An
Wilhelm Rinck
von Baldenstein, Bischof von Basel und seine
Sikkinger Blätter; Alois Kolb.
Blätter. Max
Basler Holzschneider
(v. C. Fr. Schulz-Euler).
kunst.
die alten und neuen Leser.
Adrian Zingg
und seine Bucherer, der
Neue Wege. Buch-
Adolf Sulzberger, hohe Preise.
neue Kunstgewerbe-Museum in Zürich. Inter-
nationaler Verband für Buchkunst.
Tafeln. Neue
Litteratur. Genealogische
Schweizer Exlibris. Tauschliste (47 Adressen). ` gegen diejenigen von Mitgliedern des Exlibris-
finden
drucke, 1 Kupferstich, 2
An Illustrationen sich 21 Klischee-
sehr gute Stahlstich-
drucke, 1 Lithographic, 1 Farbenlithographic.
Die Melırzahl sind Wiedergaben alter Blätter,
unter denen manch gute Komposition oder
Rarität das Auge erfreut; doch wird auch die
moderne Richtung berücksichtigt werden, da
dies nun einmal ein Gebot objektiver Bericht-
154
und Exlibriskünstler `
Das `
Exlibris- :
- Herr
Im Grossen und Ganzen
werden die alten Exlibris ja immer die in-
erstattung ist.
doch muss man bei
aller Anerkennung alter Meister und Blätter
teressanteren bleiben,
auch der jungen, derjenigen unsrer Zeit gerecht
werden. An altem Material ist jadieSchweiz noch
überreich, und so begrüsst man das Wieder-
aufleben der beliebt gewesenen Zeitschrift,
auf historischer-, kunsthisorischer- und wissen-
schaftlicher Grundlage freudigst, zumal ja ein
Mitarbeiter
vorhanden ist, denen wir noch eine Gefolg-
Anzuraten ist, dass
jeder Verfasser eines Artikels diesen auch
mit seinem Namen offen zeichnet; man setzt
tätiger Stamm bewähıter alter
schaft neuer wünschen.
sich doch manchmal gern mit dem Einen
oder Anderen in Verbindung oder Gedanken-
austausch. S. 29 sind einige Druckfehler:
Comte Emile de Baden statt richtig Budan;
Schlosser statt richtig Schlossar. Willi Geiger
ist kein „Schweizer Künstler“ (soll vielleicht
„Exlibris-Künstler“ heissen?), sondern aus
Landshut in Niederbayern (von wo auch Josef
Sattler stammt). Wir rufen der alten und neuen
s Will-
ihr einen noch
Schwesterzeitschrift ein erneuertes
kommen“ zu und wünschen
grösseren Besitzstand an Abonnenten als zuvor.
Wert ist es diese gediegene, kunsthistorisch
sehr interessante Publikation entschieden.
K.E. Graf zu Leiningen-Westerburg.
Tauschverkehr.!)
Zum Austausch ihrer eigenen Bibliothekzeichen
Vereins sind bereit:
Adolf Beschoren, Buchhändler,
Dresden A. Eliasplatz 2, III. (v. R.
Gerstäcker-Chemnitz).*)
1) Für diese Rubrik übernehmen weder der Verein noch
die Redaktion und Expedition irgend welche Verantwortung.
*) Auf Wunsch der Betreffenden mitgeteilt von K. E. Graf
, zu Leiningen-Westerburg.
Frl.
Frl.
Frau
SC 155 Zu
Alice Lucie Blakeley, Worms,
(Radier. v. M. v. Weittenhiller-Wien).*)
Minna Blanckertz, Düsseldorf,
Bahnstrasse 29 (tauscht ihre Exlibris:
1. Katzenhaus, v. Frl. A. Simons-
Fidus,
Klischeedruck, nur gegen Besseres; 3.ihre
London, Klischeedruck; 2. v.
Exlibrisradierung „Die Freude“ v. Fr.
Stassen, nur gegen erstklassige Radier.
und Exlibris v. Orlik, Sattler; 4. Ex-
librisradierungen ihrer Schwester Hella,
v. M. Weber: sog. Schund bleibt un-
erwidert).*)
Lyda Epstein, Berlin, Klopstock-
strasse 51 (3 Exlibris von Herm. Struck-
Berlin, 2 Original-Radier. und 1 Klischee-
druck, nur gegen Gleichwertiges.)*)
Herr Joh. Nep. Eser, Privatier, Buchloe
Frau
Frl.
(3 Exlibris von B. Wenig und 1 von
R. Schiestl; gegen Künstlerisches).*)
A. Fähndrich, Friedelhausen,
Post Lollar, Hessen (Radier. v. H. Volkert
nur gegen Besseres)*).
18,:-I,
drucke von der alten Platte des Ex-
Graz, Steyermark (gibt Neu-
libris des Erzherzogs Anton Viktor von
Österreich, Monogramm E A in Lorbeer-
kranz, Stich, und solche des Exlibris
Chr. Jos. de Pauli v. 1699, Stich, —
nur gegen Besseres).*)
Herr Julius Goldmann, Comenius, Karls-
Herr
bad, Böhmen (tauscht ab Ende Sep-
tember neben seinem Maltz-Klischee-
Druck auch sein neues Exlibris nach |
Marillier, Radierung von Jean Kauffman-
Luzern, gegen Radierungen der Blätter
moderner guter Graphik).*)
Graf, Hohen-
zollernstrasse 46, II (neues v. H. Wilm)
sammelt keine Dillettanten - Exlibris).*)
Louis München,
|
Wilma von Friedrich, Grabenstrasse
Herr
Herr
Fr. A.
Herr
Frau
Herr
Herr
Herr
Herr
Herr
Herr.
Karl F. Gronemann, 412 Porter-
Avenue, Elgin, Ill, V. St. A. (deutsch;
v. ihm).*)
Hans Häring, Bremen, Hohenlohe-
strasse 38 (v. A. Meyerhofer).*)
Hüttner, Rittergut Pirk, sächs. Vogt-
land (v. ihr).*)
Hohneck, Dresden-A,
Schlossstrasse 36 (2 verschied. Exlibris
Hans
v. G. Hohneck und Osk. Roick gegen
gute und grössere Klischeedrucke; giebt
evtl. mehrere für 1 Radierung).*)
Kauffmann, Mannheim B 6, 28.*)
Fritz Keller, Ingenieur, Zürich V,
Streulistrasse 2 (v. A. Meyerhofer).*)
Bernhard Krey,
strasse 30 (v.
Leipzig, Breite-
A. Seckelmann-Leipzig,
nur gegen Radier. oder Holzschnitt).*)
F. Krische,
Schinnerer).*)
Erlangen, (Radir. v.
Karl Kunze, Architekt, Dresden N.,
Königsbrückerstrasse 72 (2 Exlibris von
A. Meyerhofer; „Schund“ höfl. ver-
beten).*)
Dr. Küffner, Ludwigshafen a. Rh,
Hohenzollernstrasse 108, I (tauscht nur
gegen Besseres das v. ihm gestiftete Ex-
libris des Korps Guestphalia-München;
I. nun erschöpfte Auflage zählte 258
Stück, von denen 158 in den Tausch
kamen; II. nunmehrige und letzte Auf-
lage 100; Platte durch Feuer zerstört).*)
Dr. jur. Bela Lang, Ofen-Pest V,
Arany Janos utca ı Ungarn (v. Rich.
Geiger-Rakospalota).*)
Herr Dr. Robert Lang, Bibliothekar, Schaff-
hausen, Schweiz (1 neue Radier.,
2 verschied. Klischeedrucke, alle 3 von
Ph. Dammkohler;
Gleichwertiges).*)
beides nur gegen
Ê
Herr Dr. R. Leonhard, München, Ain- | Herr Richard Steudel,
Frau
Herr
Herr
150
müllerstrasse 13,11. (v. J. J. Vrieslander).*) |
Dr. Emma Moser, zur Alpenrose,
Schaffhausen (Radier. v. Ph. Damm-
kóhler-Schafihausen, nur gegen Besseres).*)
Ludwig Regnat, Múnchen, Metz-
strasse 6, I (v. L. M. Rheude).*)
Carl Rinck,
Schöneberg-Berlin
Buchdruckereifaktor
W., Bahn -
strasse 43 (2 Exlibris nach eigenen
Entwürfen: No. ı in 2 Grössen (Zeich-
nung vom Besitzer, No. 2 ın 2 ver-
schiedenen Farbenstellungen (Iypo-
graphie vom Besitzer), in chromo-
typographischer Druckausführung).*)
Herr Wilhelm Scheerer, Lehrer, Sachsen-
Herr
Herr
Herr
Frau
hausen b. Frankfurt a. Main, Bruch-
strasse 15, Radierung von Ph. Damm-
köhler - Schaffhausen, (Bibelspruch v.
Siemann).*)
Arthur Schulz, wohnt nicht mehr
Ofen-Pest, sondern: Agram, Mihano- `
Herr
viceva ulica 30, Kroatien, Österreich
(tauscht).*)
Ernst Schulz, Potsdamerstrasse 43.
Grosslichterfelde-Berlin (v. Ernst
Strach-Berlin).*)
Georg Edm. Singer, Ofen-Pest VI,
Andrassy-ut 122, Ungarn (tauscht 8 Ex-
libris: 1.) v. A. Lakatos, 1905, 2.) v.
H. Mosonyi-Pfeiffer, 1902, 3.) v. Emil
Sarkadi, 1900, 4.) v. Bela Szentgyörgyi,
1905, 5.) v. M. Vesztroczy für A. Vag,
1902, 6.) v. Elek Falus fiir J. Wiesner,
1005, 7.) v. Emil Sarkadi für H L.
Vag, 1900; 8.) v. Emil Sarkadı für Dr.
Gescheit 10906; alles Klischeedrucke;
tauscht allgemein; giebt fúr 1 Radierung
3—44 verschiedene Klischee-Exlibris).*)
Marie Stern,
Berlin W., Taubenstrasse 44—45 (Ra-
H. Volkert,
Gleichwertiges).*)
derung von nur gegen
ab Ende September: |
Kaufmann und
Direktor, Meerfeldt-
strasse 4a tauscht gegen gleichwertiges
1.) Gust. Stotz,
2 farb. Klischee, 2.) A. Vol-
mar, Mannheim, Original-Lithographie
a) 6 farbig auf China-Papier, b) schwarz
auf Japan-Papier,
Mannheim,
in liberalster Weise:
Berlin,
3.) Radierung nach
nach einem Entwurf-von A. Volmar, mit
Portrait, aus dem Anfang des 17. Jahr-
hunderts.*)
Horst Stobbe,
nover,
Herr Buchhändler, Han,
Hildesheimerstrasse 233 c. II.
(v. Karl Fincke-Königsberg i. Pr.).*)
Stürken, Wandsbeck bei
Hamburg, (v. E.
Fr. Emmy
Claudiusstrasse 47
Zimmermann).*)
Herr Dr. Lórinc Szemler, Ofen-Pest VI,
Sziv utca 13, II. 18, Ungarn (v. Endre
von Frecskay in Szolnok).*)
Erich Trummler, Zittau, Frauen-
torstrasse 15, II (v. Fr. Gertr. Hoff-
mann-Zittau).*)
Franz Weber, Ried, Oberösterreich
(v. Maler Dr. Rud. Junk-Wien).*)
Anton Weimar, Schloss Hammer-
riess, Post Losenstein, Ob.-Österreich
(eig. Radier., nur wieder gegen Radier.).*)
Dora Wolbrandt, Krefeld, Stecken-
dorferstrasse 73 (v. Peter Wolbrandt-
Krefeld).*)
P. Wolbrandt, Krefeld,
Steckendorferstrasse 73 (tauscht s. eig.
Herr
Herr
Frl.
Herr Peter
und 3 von ihm gez.)*)
Hildegard Wolbrandt, Hamburg,
Brahmsallee 26, II (v. P. Wolbrandt).*)
Herr Ingenieur Zarth, Düsseldorf, Rethel-
Fr.
strasse 61 (tauscht das von seinem
Bruder Hans Zarth-München gez. Ex-
libris Bertha Zarth.)*)
Herr Ludwig Fischer, Frankfurt a. Main
Mendelssohnstrasse 73, II tauscht sein
eignes Exlibris von Rose Eisner.
HerrWillibald Krain,BreslauV, Gräbschner-
Herr
Herr
Herr Albert Ross, Wien I, 1
strasse 68 (tauscht Exlibris für Dr.
Ludwig Ebstein.)
Dr. Leo Lippmann, Assessor, Ham-
burg, ab 1. Oct. Isestrasse 143 tauscht:
I.) eigenes (v. Ivo Puhonny, Baden-Baden)
2.) Exlibris Rudolf Schóning (von O.
Schwindrazheim, Hamburg), in wenigen
3. Ex-
libris Ferdinand Rosenstern (von Alice
Exemplaren gegen Besseres,
Heymann, Hamburg).
Oskar
Wien 1V., Grosse Neugasse 18 tauscht:
Leuschner, Buchhändler,
1. Radier. von Br. Heroux - Leipzig,
2. 33 HI ” 9 ”
3. Radier. v. Alois Kolb- Magdeburg
(alpines Blatt), 4. Radier. v. Alois
Kolb-Magdeburg (Mann auf Buch).
5.—7. Heliograviiren (3) (Th. Crampe-
Berlin), 8. Heliogravüre (Anklam-Berlin),
Q. (Ed.
10. Lithogr. in zwei Farben (Ed. Liesen-
Berlin), 11. Lithogr. v. Jul. Böhm-Wien,
Zweifarb. Autotypie (Alois Kolb-
Magdeburg), 13. Zinkdruck (nach altem
Blatt, „Die darstellend),
14. Zinkdruck v. Hans Schulze-Berlin,
Steinradier. Liesen - Berlin),
ES
Philosophie“
a—e in verschiedenen Grössen und
Klischeesveränderungen, 15/16. 2 Zink-
drucke (R. Schima- Wien), 17/18. 2
Zinkdrucke (Th.
19/20. 2 Heliogravuren v. Br. Heroux-
Leipzig. 21. Kolb, Dr. Gust. Leuschner,
Radier. (Rich. Wagner-Blatt), 22. Kolb,
Elisabeth Leuschner, Radier. (Schubert-
Blatt).
Ausnahmsfällen getauscht. 23. Kolb, Dr.
21 und 22 werden nur in
Anton Leuschner, Radierung, 24.Stassen,
Neugebauer (Kupferdr.)
selbst-
gezeichnete Exlibris, sowie sein eigenes
strasse 2I, tauscht mehrere
(Holzschnitt von Frl. Marianne Stein-
Crampe - Berlin),
Rotenturm- |
Herr
Herr
berger, Wien) Gutes. Kann
auch mit Künstlerplakaten als Gegen-
gegen
sendung dienen, besitzt jedoch keine
Plakatsammlung. — Adressen und
Dublettentausch. —
Oskar Siegl, Teplitz, (Böhmen)
Zeidlerstrasse 2, tauscht: 1.) Radierung
von Rich. Teschner, Prag 1905, 2.) Hie-
von 100 Vorzugsdrucke, gross, auf
Büttenpapier, 3.) Autotypie nach No. 1,
4.) Kupferätzung von Al. Kolb, 1906.
5.) Klischeedruck von F. G. Krombholz,
1906, 6.) Klischeedruck vom
für Flora Siegl, 1900.
selben
Ivan Freiherr v. Weissenbach,
Nagyatad (Somogy), Ungarn, tauscht
heraldische Exlibris,
Exlibris:
1.) Eigenes von H. Mosonyi Pfeiffer (t)
2) m »
prem, 3.) Eigenes
von nun an nur
giebt im Tausch folgende
Alexander Nagy, Ves-
A. Rheude.
(heraldisch - farbig), 4.) Eigenes
L. Rheude (heraldisch) Klischee.
von
von
Herr Aug. F. Ammann, Seeburg bei Kreuz-
lingen, Schweiz, ab ı. November
1900: 74 Leinpfad, HamburgXX,,
tauscht folgende eigene Exlibris von:
I.) A. Sulzberger, Zürich, nach dem
Orig.-Exlibris seines Vorfahren H. J.
Ammann, gen. Thalwyler Schärer 1386
bis 1658, gez., Chromotypie in 7 Farben
(herald.), 2.) Prof. Ad. M. Hildebrandt-
Berlin, Heliogravüre (herald.), 3.) Lor.
Rheude-Roda, Autotypie 4 Farbendruck
(herald.),
und Steindruck (herald. in der Art der
4.) Demselben, Lithographie
Wappen der Züricher Wappenrolle von
ca. 1320), 5.) Otto Ubbelohde-Goss-
felden, Orig.-Radierung „Der einsame
Schiffer“, 0.) Demselben, Orig.-Radier.,
„Vergangenheit und Gegenwart“, 7.) Prof.
Ad. M. Hildebrandt, Stahlätzung (land-
schaftl.: Tower von London und Gross-
múnster Zúrich), 8.) Kais. Rat E. Krahl-
Wien, Stahlstichdruck (herald. und land-
schaftl.) in Vorbereitung, 9.) Lor. Rheude,
158
Stahlstichdruck und Farbendruck, (herald. `
landschaftlich in
10.) Helene Dahm - Zürich - München,
und Vorbereitung,
Orig.-Radierung (landschaftl.) in Vor-
bereitung, die Exlibris
Gattin anderer Angehörigen:
11.) Emma Amman von O. Ubbelohde,
Zinkätzung, 12.) Max Specht und Molly
S. geb. Ad. M.
Hildebrandt, Zinkätzung, 13.) Henriette
Ammann, von W. Ehringhausen-München,
ferner seiner
und
Ammann, von Prof.
Zinkätzung u. Tonplattendruck, 14.) Andre
Ammann, von demselben, dasselbe —
Tauscht allgemein, erwartet aber, dass
Tauschsendungen mit ungefähr gleich-
wertigem erwidert oder aber gleich
zurückgeschickt werden.
Herr Georg Starke, Königl. Hofl., Görlitz,
Salomonstr. 39; Doppeladler 3 Grössen
(gez. Prof. Ad. M. Hildebrandt)
Distelmotiv (gez. v. demselben), Epheu-
blatt 3 Varianten (gez. v. Joh. Hilde-
brandt), Frau Hildegard Starke, 2 farbig
C. A. Starke),
Margarethe Starke (gez. v. demselben).
Viele Dubletten. Blätter
in der Sammlung vorhanden,
V.
Varitäten (gez. v.
die bereits
werden
dankend zurückgegeben.
C. J. Antweiler, Carl-
strasse 12, von Hans Wildermann,
München/Kalk bei Cóln a. Rh., Licht-
druck, Triptychon, nur gegen gleich-
Herr Aachen,
wertige, künstlerische Blätter.
Herr Dr. Waehmer, Berlin S.W., Linden-
strasse 18/19 tauscht seine neue Exlibris-
Bernard Schumacher-
Radierung von
Bremen gegen Radierungen.
Nicht zu tauschen wünscht und lässt
Tauschsendungen unerwidert:
Miss M. Burta Brittan, C./O. Mr. Vail,
1900 Green Street, San Franzisco,
Calif., V. St. A., kann, wegen Verlusts
ihrer Sammlung und ihres Exlibris, vor-
erst nicht mehr Exlibris tauschen.
Weitere Anmeldungen für diese Rubrik
werden von der Redaktion oder von Herrn K.
E. Graf zu Leiningen-Westerburg, München,
Rambergstrasse 3, gern enlgegengenommen und
gelangen kostenlos zum Abdruck.
Briefkasten.
Herrn C. S. Berlin. Sie haben vollständig
recht, dass ein längstersehntes, oft schon ver-
langtes Generalregister der sämtlichen in den
bisher erschienenen 15 Bänden unserer Zeit-
schrift aufgeführten Exlibris sowohl nach den
Künstlern wie nach den Namen der Besitzer
geordnet sehr willkommen wäre, und sowohl für
Sammler wie für die Kunsthistoriker wertvoll sein
würde. Es ist dies aber enorm umfangreiche
Arbeit, die allerdings durch vorgedruckte Zettel
auf denen jedes Exlibris schablonenmässig ver-
zeichnet wird, sehr erleichtert würde. Vielleicht
findet sich ein eifriges Mitglied, welches sich
der Mühe unterzieht; der Verein wird sicher
die Bemühungen durch Lieferung der Katalog-
zettel unterstützen.
Inhalt.
Neue Mitglieder. — Adressen-Anderungen. —
Verstorben. — Exlibris Schenk, von e. 1530. (Mit
Beilage.) — Exlibris Pronner. (Mit 2 Beilagen und
Abbildung.) — Neue Exlibris. (Mit 2 Beilagen
und 13 Abbildungen.) — Anhang: Hubert Wilm-
München. (Mit 10 Abildungen.) — Willi Geigers
„Römische Exlibris“ (Mit 8 Abbildungen.) —
Exlibris Louis Fernique. (Mit Abbildung.) —
Exlibris-Ausstellung in Budapest. — Anhang. —
Exlibris - Wettbewerb der Typographischen Ge-
sellschaft München. — Druckersünden. — Zum
Exlibris-Tausch. — Verschiedenes. (Mit Abbildung.)
Litteratur. Anhang. — Tauschverkehr. —
Briefkasten. —
Mit 5 Beilagen.
Verantwortlicher Herausgeber: Dr. Hans Brendicke, Berlin W. 30, Winterfeldtstrasse 24.
Selbst-Verlag des „Exlibris-Vereins‘‘ zu Berlin.
Druck und auftragsweiser Verlag von C. A. Starke, Königl. Hofl., Görlitz, Salomonstr. 39, a. d. Berlinerstr.
Noch vor Ausgabe des vorliegenden Heftes unserer Zeit-
schrift erreicht uns die Trauerkunde, dall unser Ehrenmitglied, Herr
Karl Emich
Graf zu Leiningen - Westerburg
am 28. September im kräftigsten Mannesalter verschieden ist.
Wir vermógen den schweren Verlust den unser Verein,
dessen eifrigster Fórderer er war, den die gesamte Wissenschaft
erlitten hat noch nicht zu fassen und geben schmerzbewegt unseren
Mitgliedern diese Nachricht.
Eine Würdigung der hohen Verdienste des Entschlafenen
behalten wir uns für die nächte Nummer unserer Zeitschrift vor.
Berlin und Görlitz, den 5. Oktober 1906,
Der Vorstand des Exlibris-Vereins zu Berlin
E. Doepler, Carl G. F. Langenscheidt, Georg Starke,
Professor. Verlagsbuchhändler. Kgl. Hoflieferant.
Mel u mpr Mesenbach Rı*farth& 00 Berlin
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für
Bibliothekzeichen — Bücherkunde
und Gelehrtengeschichte,
Organ des von Friedrich Warnecke begründeten Exlibris-Vereins
zu Berlin.
XVI. Berlin, SE N 4.
Der jährliche Preis der „Exlibris-Zeitschrift‘‘ beträgt 12 Mark, für Nichtmitglieder 15 Mark. — Anzeigen für
die „Exlibris-Zeitschrift‘‘ werden von C. A.Starke, Kgl. Hofl., Görlitz, Salomonstr. 39, entgegengenommen.
Karl Emich Graf zu Leiningen-Westerburg.
In der vorigen Nummer dieses Blattes konnten wir unseren Lesern nur
ganz kurz die so überaus traurige Nachricht von dem schweren Verlust mit-
teilen, den der Exlibris-Verein durch das Hinscheiden seines hochverehrten
Ehrenmitgliedes, des Grafen Karl Emich zu Leiningen-Wester-
burg, erlitten hat. Wir dürfen überzeugt sein, dass alle unsere Leser
schmerzbewegt den innigsten Anteil an diesem Todesfall genommen haben.
War doch der Verewigte seit langen Jahren die eigentliche Seele und Trieb-
kraft des Exlibris-Vereins; seine begeisterte Liebe zur Sache warb unermüdlich
neue Scharen von Mitgliedern, scine rastlose Arbeitsfreudigkeit schaflte immer
wieder frischen und interessanten Stoff für unsere Zeitschrift herbei, er ver-
stand es, die seltensten Schätze der Vergangenheit ans Licht zu ziehen und
— 160 —
mit dem sicheren Verstándnis des Kenners zu beurteilen. Nicht minder ist es
ihm zu danken, dass die moderne Exlibris-Kunst in den letzten Jahren
einen so bedeutenden Aufschwung genommen hat. Durch eine umfangreiche
Korrespondenz mit Bücherfreunden und Gelehrten wie durch eine lange Reihe
von frisch und überzeugend geschriebenen Abhandlungen in wissenschaftlichen
Zeitschriften und Tagesblättern warb er der Exlibris-Sache fortwährend neue
Freunde und Förderer; er bewog die grossen Meister der Jetztzeit, ihren Stift in
den Dienst der Exlibris-Kleinkunst zu stellen, er zog aber auch — und dies muss
als ein besonderes Verdienst hervorgehoben werden — manchen bescheidenen
jungen Künstler aus der Verborgenheit hervor, indem er ihm lohnende Auf-
träge verschaffte und ihm mit Rat und Tat fördernd zur Seite stand. Was
Graf Karl Emich auf dem Gebiete der Bücherkunde, des Wappenwesens und
verwandter Zweige geleistet hat, ist schon anderweit anerkannt und gewürdigt
worden; an dieser Stelle möge ihm nur für das, was er uns, der deutschen
Exlibris-Gemeinde, aus der Fülle seines Wissens und seiner Begeisterung dar-
geboten hat, der wärmste Dank gezollt werden, zugleich mit dem Ausdruck
der tiefsten Trauer über den Verlust dieses uns hochbedeutenden Mannes.
Werfen wir noch einen kurzen Blick auf die Lebensschicksale des Ver-
ewigten. Graf Karl Emich, dem uralten Dynastengeschlecht der Grafen zu
Westerburg-Leiningen entsprossen, wurde am 15. September 1856 zu Bamberg
geboren. Er erwählte den militärischen Beruf und trat am 7. Juli 1873 in
das 14. Husaren-Regiment in Kassel ein, dessen Adjutant er wurde Von
1880 bis 1883 war er persönlicher Adjutant des Erbgrossherzogs von Sachsen-
Weimar-Eisenach und hatte nun in Weimar vielfach Gelegenheit mit Künstlern
in Berührung zu kommen. Hier entwickelte sich bei ihm dann allmälig die ihm an-
geborene Licbe zur Kunst und er nahm jede Gelegenheit wahr, seine Kennt-
nisse auf den einschlägigen Gebieten zu erweitern. Im Jahre 1888 wurde er
Brigade-Adjutant der 11. Kavallerie-Brigade in Breslau. Hier nahm er 1890
den Abschied, um nach München überzusiedeln und fortan ausschliesslich
seinen künstlerischen Neigungen zu leben an der Seite seiner am 17. Mai
1890 ihm vermählten gleichgesinnten Gattin Magdalene geb. Rogalla v. Bieber-
stein. Eine besondere Freude wurde ihm 1873 zuteil, als es ihm gelang, die
alte Stammburg sciner Väter, Neu-Leiningen, zu erwerben und damit einen
— 161 --
lange gehegten Wunsch erfüllt zu sehen. Die Stadt Neu-Leiningen ernannte
ihn zu ihrem Ehrenbürger.
Zahlreiche Ehrungen von wissenschaftlicher Seite wurden dem Grafen zuteil, er
war Ehrenpräsident bzw. Ehrenmitglied, unter anderen, des Historischen Vereins der
Pfalz, des Exlibris-Vercins zu Berlin, der English Exlibris-society, des „Herold“, der
Schweizerischen Heraldischen Gesellschaft, des ,,Kleeblatt zu Hannover u. v.a.
Unter seinen zahlreichen literarischen Arbeiten sei hier besonders er-
wáhnt das 190I erschienene, hervorragende Werk „Deutsche und öster-
reichische Bibliothekzeichen. Fin Handbuch für Sammler und Kunstfreunde‘,
in welchem der Verfasser die Ergebnisse langjährigen Fleisses darbot. Seine
einzigartige Sammlung, welche später dem Germanischen Museum in Nürnberg
einverleibt und dadurch Gemeingut aller Kunstfreunde werden soll, sichert
dem Grafen Karl Emich für alle Zeit das dankbare Andenken des deutschen
Volkes; — im Exlibris-Verein wird sein Name unvergesslich bleiben.
137. Sitzung desExlibris-Vereins
vom 7. Mai 1900.
Vorsitzender: Herr Prof. Emil Doepler d. J.
Der Vorsitzende Herr Professor E.
Doepler d. J. legt die eingelaufenen auslän-
dischen Exlibris-Zeitschriften vor.
Unser Schatzmeister, Herr Hoflieferant
Starke aus Görlitz, erstattet sodann den
Kassenbericht für das Jahr 1905. Aus dem-
selben geht hervor, dass Einnahme und Aus-
gabe mit etwa M. 7000 ungefähr balanzieren.
Einer geringen Mehrausgabe stcht ein erheb-
liches Guthaben an Aussenständen entgegen.
Der Verein hat auch im letzten Jahre an
Mitgliederzahl und demgemäss an Einnahme
erheblich zugenommen. Als bemerkenswert
teilt Herr Starke noch mit, dass die Korre-
spondenz des Vereins so gewachsen ist, dass
Ad. M. Hildebrandt.
im letzten Jahre das Portobuch 1679 schrift-
liche Ausgänge und 978.18 M. Portokosten
nachweist.
Der Vorsitzende dankte hierauf dem
Schatzmeister für die Sorgsamkeit seiner Amts-
führung.
Herr Langenscheidt legt hierauf ım
Auftrage des Herrn Grafen zu Leiningen-
Westerburg zu München folgende Druck-
sachen vor:
Zentralblatt für Papierverarbeitungsindustrie
V. No. ı5 mit einem Exlibris-Artikel
von O. Schmidt.
Journal für Buchdruckerkunst, Jhrg. 73 No. 9
mit einem Exlbris-Artikel des Herrn
Grafen zu Leiningen - Westerburg.
Frankfurter Kunstverein, Broschüre „Über
moderne Exlibris“ von Carl Fr. Schulz-
Euler, Mai 1905.
Ausserdem das wundervolle Heft
Graphische Künste. I. Heft 4 mit einem
prachtvoll illustrierten Artikel von Franz
Fleischmann und Otto Obermeierschen
Exlibris
una
XV. Heft
einem Artikel von Maja Torsten-Worms.
Kunstgewerbe - Blatt. 12 mit
Herr Dr. Wähmer berichtete über die
Vereinssammlung, deren Zustand nach wie vor
ein höchst unerfreulicher ist. Trotz des vor
einigen Jahren veröffentlichten Aufrufs ist der
Zugang ein äusserst geringer. Die Sammlung
stellt sich als eine wahllose Anhäufung von
meist geringwertigen Blättern dar, unter denen
die verhältnismässig guten Exlibris verschwin-
den. Herr Dr. Wähmer schlug infolgedessen
vor, die Sammlung zugunsten des Vereins in-
nerhalb desselben zu versteigern. Ausgenom-
men von dieser Massnahme sollen diejenigen
Blätter sein, die zu Zwecken der Wander-
ausstellung gestiftet sind und sich garnicht in
Verwahrung des Vereins, sondern in der des
befinden.
auch künftig zu Ausstellungszwecken verwendet
Buchgewerbevereins Diese sollen
werden. Dic Anwesenden waren im Prinzip
mit dem Antrag cinverstanden; jedoch wurde
mit Rücksicht auf die nicht unwesentliche
Bedeutung der Frage die cndgiltige Abstim-
mung bis zur nächsten Sitzung ausgesetzt, um
auch den heute nicht anwesenden Mitgliedern
Gelegenheit zu geben, sich Sache
Zur ZU
äussern. Denjenigen Mitgliedern, welche in
den letzten drei Jahren Stiftungen für die
soll frei-
Zeit
den
Vereinssammlung haben,
Blätter
Schreiben
gemacht
stehen, die betreffenden in der
bis 1. April 1907 durch
C.
berg, Bahnstrasse 29/30 zurückzufordern.
an
neuen Verweser Langenscheidt, Schöne-
Herr Professor Hildebrandt legt cine
Sammlung von 130 Stück von ıhm gezeich-
neter Exlibris vor, welche aber leider nicht
ein vollständiges Bild seines Wirkens geben,
162
| da noch etwa 20 Stück seiner Blätter fehlen.
Bedauerlicherweise sind diese fehlenden Blätter
Herr Prof.
Hildebrandt verteilt sodann sein neuestes Blatt
auch nicht mehr aufzutreiben.
für Salmuth.
Schliesslich legt Herr Regierungsrat von
Zur Westen eine Sammlung Festkarten und
Diplome von Menzel, Hosemann, Burger u. a.,
sowie sehr schöne farbige Lithographien von
Hosemann vor. Ein Exemplar der seltenen
Randzeichnungen zu Goethes Balladen und
Romanzen von Eugen Neureuther (Cotta 1829)
erregte allseitiges Interesse.
Nach Schluss des offiziellen Teiles er-
öffnet der Vorsitzende das Stiftungsfest und
verliest die eingelaufenen Telegramme und
sonstigen Glückwünsche, von welchen die
unseres Herrn Grafen
Ehrenmitgliedes zu
Leiningen -Westerburg in München und des
österreichischen Exlibris - Vereins besonders
waren. Die traditionelle
Fröhlichkeit hielt die Mitglieder und Gäste
wieder wie gewöhnlich lange beisammen und
herzlich gehalten
erst am frühen Morgen fand unser Stiftungs-
fest sein immer noch zu frühes Ende.
Der Schriftführer:
Carl G. F. Langenscheidt.
138. Sitzung des Exlibris-Vereins
vom 8. Oktober 1906.
Der Herr Emil
Doepler d. J. macht der Versammlung Mit-
Vorsitzende, Professor
teilung von dem Ableben unseres Ehrenmit-
gliedes, des Kgl. preussischen Rittmeisters a. D.
Herrn Karl Emich Graf zu Leiningen -Wester-
In
führt der Herr Vorsitzende aus, wie ihm der
burg. tiefbewegten herzlichen Worten
Verstorbene, mit dem er seit langen Jahren
in täglichen schriftlichen Verkehr gestanden
habe, ans Herz gewachsen sei, welche Leere
das
plötzliche Ausbleiben seiner täglichen
Briefe, des gewohnten Aussprechens hinter-
lassen habe. Es sei ihm erst spät vergönnt
gewesen, den Verblichenen von Angesicht zu
Angesicht kennen zu lernen, bei seinem letzten
Besuche in diesem Herbste sei er leider bei
erkrankten Freunde nicht mehr
Leider die
Nachricht von dem am 28. September er-
dem schwer
vorgelassen worden. hätte er
folgten Hinscheiden des unvergesslichen Mannes
erst am 2. Oktober erhalten, darauf habe er
sofort veranlasst, dass dem Dahingeschiedenen
ein letzter Gruss des Vereins auf das Grab
Der Witwe sel
schreiben des Vereins zugegangen.
gelegt wurde. ein Beileids-
Der Vorsitzende würdigt sodann noch die
besonderen Verdienste des Verstorbenen um
den Verein. Er rühmt seine ausserordentliche
Arbeitskraft, seine Gründlichkeit, seinen nie er-
Er erinnert
Artikel
über alte Exlibris und seine fruchtbare
lahmender Eifer für die Zeitschrift.
an die wissenschaftlich bedeutenden
lite-
rarische Tátigkeit. Besonders wertvoll fúr den
Verein sei die seltene Gabe gewesen, dem
Verein stets neue Mitglieder zuzuführen; wer
die Schwierigkeit hierbei kenne, werde seine
Tatkraft besonders bewundern. Eine kleine
Genugtuung sei es, dass es dem Verein vergönnt
war, ihm noch im letzten Jahre gelegentlich
des
Stiftung eines von Bastanier radierten Exlibris
der Zuführung 400. Mitgliedes durch
eine besondere Freude zu machen. Zum Schluss
führt der Vorsitzende an, dass der Verstorbene
in stillem Wirken und Werben für junge
Künstler unendlich viel geleistet habe, dass
er es verstanden habe, manchem durch seinen
Einfluss und seine Verwendung eine Stellung
zu verschaffen, welche dem sonst Unbekannten
Bahn
schreiten. Die unauslöschliche Dankbarkeit und
ermöglichte, seine eigene weiter zu
dauernde Verehrung unserer Aller sei ihm gewiss.
Die Versammlung ehrt darauf das An-
denken ihres Ehrenmitgliedes durch Erheben
von den Sitzen.
Um
schrift ein dauerndes Denkmal zu setzen, wird
dem Verstorbenen in unserer Zeit-
beschlossen, in der náchsten Nummer ausser
einer eingehenden Lebensbeschreibung sein
Porträt in würdiger Form zu bringen.
Es werden sodann eine Anzahl auf das
Ableben des Herrn Grafen bezügliche Zei-
tungsartikel und Beileidsschreiben verlesen.
Der Vorsitzende beantragt nunmehr eine
durchgreifende Neugestaltung der Zeitschrift
und begründet diesen Antrag dadurch, dass
den Tod
ningen-Westerburg, welcher bisher die Zeit-
durch des Herrn Grafen zu Lei-
schrift fast ganz allein geleitet habe, eine voll-
ständig veränderte Sachlage geschaffen sei.
Herr
schlägt
Regierungsrat von Zur Westen
vor, eine Kommission zu wählen,
welche über die zukünftige Gestaltung der
Zeitschrift beraten und dem Plenum thre Vor-
schläge unterbreiten solle.
Der Antrag wird angenommen und es
werden in die Kommission die Herren
Professor Emil Doepler d. J., Berlin,
Landgerichtsrat Dr. Beringuier, Berlin,
Regierungsrat von Zur Westen, Berlin,
Königl. Hoflieferant G. Starke, Görlitz,
Verlagsbuchhändler C. Langenscheidt,
Schöneberg
gewählt.
Herr Verlagsbuchhändler Franke, welcher
seinen Wohnsitz aus Düsseldorf wieder hier-
her verlegt hat, teilt über unsere Wander-
ausstellung mit, dass sie 3 Jahre lang in
zahlreichen Städten Deutschlands, zuletzt in
Gera, ausgestellt worden sei und in der
nächsten Sitzung dem Verein vorgelegt werden
solle.
Diese Sammlung soll weiterhin zur Ver-
fügung des Vereins gehalten werden.
Zur Vorlage bringen:
Professor E. Doepler d. J.: Die in der
Zwischenzeit eingelaufenen ausländischen Ex-
libris-Zeitschriften.
Hildebrandt:
fúr Gaston
Professor Zwei heral-
dische Blätter
Conrad von Brauchitsch.
Dr.
Eine Anzahl neuer Eingänge für seine Samm-
de Chaulin und
Landgerichtsrat Beringuier:
lung und das Septemberheft 1906 des Deut-
schen Buch- und Steindrucker mit einem
reich illustrierten Artikel über Carl Zander.
Georg Otto: Eine Radierung von
seiner Hand für Schwabach-Märzdorf; zwei
nicht ausgeführte Entwürfe für die Frau
Kronprinzessin und ein ausgeführtes Exlibris
für dieselbe in heraldischer Darstellung mit der
Unterschrift: Cecilie, Kronprinzessin.
Georg Wagner:
für Frida Grob.
Fine eigene Radierung
Zur
der
Regicrungsrat Westen:
Drei
und zwar I.
von
der seltenen Exlibris Kaiserin
das Blatt von Doepler ge-
zeichnet für die Korporation Berliner Buch-
händler für deren Hochzeitsgeschenk an die
damalige Prinzessin Friedrich Wilhelm: 2. cin
späteres vom ersten frei kopiertes, fast gar-
Blatt der Unterschrift
Prinzessin Wilhelm von
Blatt mit
ähnlicher Darstellung von Georg Otto mit der
Viktoria
nicht bekannte: mit
Augusta Victoria
hthograplnertes
Preussen; 3. ein
Unterschrift Augusta Kaiserin und
Königin.
C. Langenscheidt verliest ein Schrei-
ben der Frau Dr. Elisabeth Schelling-Kornel,
Kuhn
dieselbe das Ableben unseres Miteliedes, ihres
ech, in Fehertemplon, in welchem
Sohnes mitteilt, und verteilt im Auftrage der
Frau Schelling eine Anzalıl Exlibris derselben
sowie Ihres Mannes und ihrer Tochter, sämt-
lich gezeichnet von Tibor von Bottlik.
Der Schriftführer :
Carl G. F. Langenscheidt.
164
|
Dem Exlibris-Verein sind als
ferner beigetreten:
Eingeführt durch Herrn W. von Zur Westen:
Herr Walter
Charlottenburg, Bleibtreustrasse 12.
Herr Dr. Robert E. Schmidt, Elberfeld,
Siegesallee 11.
Mitglieder
Heinemann, Kaufmann,
Herr Rittmeister a. D. Ernst v. Tiedemann,
Frankfurt a. Main, Feuerbachstrasse 38
Herr Johann Nepomuk Eser, Buchloe in 1
Bayern.
Melchior
b. Basel.
Herr Dr. Hanns Sachs, Berlin W., Kur-
fürstendamm 247.
Herr Partmann, Klingental
Föingeführt durch Herrn Professor E. Doepler:
Frau Ada Jacoby, Berlin W., Uhland-
strasse 173.
Eingeführt durch Herrn Dr. H. Brendicke:
Herr Dr. Otto Götz, prakt. Arzt, München,
Bayerstrasse 4, II.
löingeführt durch Herrn Oberleutnant Pflüger:
Miss Kuhn, London, 5 Fairhazel Mansions,
Fairhazel Gardens N. W.
Herr Fr. Otto Vollbehr, Berlin W.
Halensee, Kurfürstendamm 130.
Eingeführt durch Herrn Carl Fr. Schulz- Euler:
Herr Dr. Dumstrey, Osterode.
Eingeführt durch Herrn Georg Starke:
Herr Bonhoff,
Tübingen, Hölderlinstrasse 21.
Herr Adolf Conrad,
b. Frankfurt a. M.
Fräulein Johanne Greff, Frankfurt a. M,
cand. med. Friedrich
Lehrer, Bonames
Eschersheimer Landstr. 64.
Herr Max Hoffmann, cand. jur., Górlitz,
Struvestrasse I 4.
Herr Friedrich Kurz, Buchhändler, Frank-
furt a. M., Rotlintstrasse 41.
Herr Louis Lion, Rothenbaumchaussée 140,
Hamburg.
Herr Dr. med. L. Metzger, Frankfurt
a. M., Leerbachstrasse 19.
Herr O. Retowski, Staatsrat, St. Peters-
burg, Schpolernaja 34 Q 74 (Russland).
Herr Fabrikdirektor Maximilian Rothballer,
Augsburg.
Herr Paul Singer, Architekt, Mannheim,
Meerfeldstrasse 2.
Herr Martin D.Stecher, Chicago, Engraver,
97 Madison St.
Herr Horst Stobbe, Buchhändler, München,
Paul Heysestrasse 20 a part.
Fräulein Luise Stré bel, Ansbach, Karolinen-
strasse 36.
Eingeführt durch Herrn Dr. Dumstrey:
Herr prakt. Arzt Dr. C. Sagert, Kirchen
a. d. Sieg.
Adressen-Änderungen:
Herr Aug. F. Ammann, Hamburg XX,
74 Leinpfad.
Herr Adolf Freiherr Bachofen von Echt sen.,
Wien-Nussdorf, Hackhofergasse 18.
Herr Ferdinand Graf von Brühl, General-
D., Berlin N. W. 4o,
Kronprinzen-Ufer 24.
major Z.
Herr Günther Deneke, Wernigerodea. H.
Nöschenröder-Gartenstrasse 4.
Herr Dr. Dumstrey, Berlin W., Kurfürsten-
damm 144.
Frl. Rose Eisner, Paris, 7 rue de Ville-
just chez Mme. Mège du Malmont.
Herr Carl Ergang, Freiburg 1. Br,
Erwinstrasse 37, II.
Herr Rudolf v. Freymann, St. Peters-
burg, Sapiorny IO.
Herr Dr. med. Friedrich Franz Friedmann,
Berlin, Meinekestrasse 5.
Malla
Gamerschwang, Stuttgart.
Herr Alfred Gever,
Gartenstrasse 6, I.
Frau Kienlin geb. Freiin von
Buchhändler, Jena,
Freifrau von Gise, geb. Prinzessin Hohen-
lohe, Dezember — Mai: München,
Leopoldstrasse 45 — Rest des Jahres:
Traunstein: Villa Kittv.
Herr Paul Goldstein, Berlin, Schwäbische-
Strasse 28, 11.
Herr Moritzvon Gruenewald, Hamburg-
Ohlsdorf, Fuhlesbiittelerstrasse 593.
Herr Heiliger, Rechtsanwalt a. D., Cassel,
Herkulesstrasse 53.
Dr. Rich.
Schoenfeldstrasse 32, Gartenh. rechts ITI.
Herr Hessberg, München,
Freiin Brigitta Hiller von Gaertringen,
Stuttgart, Eugenstrasse 7, II.
Udo Moskau,
Russland , Gnesdnikowsky
Herr Iwask-Issako,
Tverskaja,
Pereulok, Haus Spiridonoff Qu. 27.
Frl. Anne C. Justice, Chicago, Ills. U.S. A.
5061 Washington Avenue.
Herr Bauführer Krähmer, Würzburg,
Weissenburgerstrasse 11, L
Frau Dr. Josefine Lechner, Wien XIX,,
Billrotstrasse 53.
Herr Melchior, Major z. D. und Bezirks-
kommandeur, Offenburg, Baden.
Herr F. Moritz, Berlin N.-W,, Sieg-
mundshof 11.
Herr Fritz Mouths, Prokurist der Firma
Krupp, Essen-Ruhr, Hohenzollern-
Strasse 14.
Herr L. Rautter, Wien I, Biberstrasse 16.
Herr P. P. Riesenfeld, Architekt, München.
Nikolaistrasse 10.
E. Schuch,
Strasse I, II.
Herr Stuttgart, Kepler-
Herr C. F.Schulz-Euler, Frankfurta.M.,
Rossmarkt 1.
Herr Richard Troplowitz, Berlin, Behren-
strasse 47.
Herr R. Warnecke, p. Adr.: Credit Petrolifer
10 Strada Lipseani, Bukarest.
Herr Hauptmann von Zwehl, Inf.-Regt. 63,
Oppeln.
Verzeichnis der Exlibris
des Herrn Karl Lei-
ningen und Westerburg und seiner Frau
Emich Graf zu
Gemahlin Magda geb. Rogalla von
Bieberstein.
In nachstehender Liste habe ich versucht,
die Exlibris des Grafen und seiner Frau Ge-
Die
Arbeit hatte ihre Schwierigkeiten, da dem
mahlin vollzählig zusammenzustellen.
Herrn Grafen eine ganze Anzahl Blätter ge-
widmet wurden, welche er aus verschiedenen
Gründen nicht hat ausführen lasser, und die
166
zum Teil in Vergessenheit geraten sind. Der
Vollständigkeit halber habe ich auch dese
Blätter angeführt.
Die Reihenfolge der Zeichner bis
Baesecke einschliesslich
ningen in dem erweiterten Mitgliederverzeich-
nisse vom Jahre 10060 selbst aufgestellt und |
von mir beibehalten worden.
Die Nummern 58 bis 63 wurden chrono-
logisch hinzugefügt. No. 64 erhielt den letzten
Platz, da es zweifelhaft erscheinen kann, ob
einem nur für ein einziges Buch gedruckten
Exlibris hier eine Stelle gebührt.
Von den wichtigeren nicht ausgeführten
Blättern werden Abbildungen in dieser Nummer
veröffentlicht. Einige Blätter, wie No. Da
das in der Mitgliederliste mit „Unbekannt —
Unbenannt bezeichnete Blatt 34, 14a und 11
ich
deren
habe nicht auftreiben können und ent-
stammt Beschreibung soweit gegeben,
fremden Angaben.
Elsa
ist vom Grafen Lei- |
1. Prof. Adolf M. Hildebrandt-Berlin.
a) 1888.
Grösse 67 X 93 mm.
Inschrift: Karl Emich Graf zu Leiningen-
Westerburg R.-G.
Ausführung: Steindruck, vielfarbig. auf
pergamentartigem Papier.
Darstellung: Ritter in Westerburgischer
Rüstung auf steigendem Pferde in
Nach dem
ältesten Leininger Bild in der Manesse-
Leiningenschen Farben.
Minnesänger- Handschrift in Heidel-
berg.
Abgebildet in Ad. M. Hildebrandt Herald.
Bücherzeichen Band I Taf. II. Verlag
von J. A. Stargardt-Berlin 1892.
Erwähnt: Warnecke 1124.
b) Dasselbe. Grösse 66 X gı mm. Neu-
Prof. Adolf M. Hildebrandt- Berlin.
druck von 1903.
Ausführung: Strichätzung, schwarzer
Druck, altes Papier.
Darstellung: Wie bei ra.
(Dies Blatt ist nach. des Besitzers
Angabe 1888, nach E. L. Z. VII No. 4
pag. 114 und nach Warnecke 1889 ent-
standen.)
1893.
64 X 87 mm.
. Prof. Adolf M. Hildebrandt-Berlin.
Inschrift: Hausarchiv von Karl Emich
Graf zu Leiningen-Westerburg, des
ehem. heil. röm. Reichs Semperfrei.
Ausführung: Schwarzer Steindruck auf
gelblich-weissem Papier.
Darstellung: Vollwappen mit Umrahmung.
Veröffentlicht in Ad. M. Hildebrandt He-
raldische Bücherzeichen II Tafel III.
Berlin J. A. Stargardt 1894.
Erwähnt: E. L. Z. VII No. 4 pag. 115.
1897.
29 X 34 mm.
Inschrift: Hausarchiv des Grafen Karl
Emich zu Leiningen-Westerburg.
Ausführung: Schwarzer Steindruck auf
weissem Papier.
Darstellung: Zweig mit Krone u. Wappen.
Veröffentlicht: Ad. M. Hildebrandt III
1898 Tafel III.
Erwähnt: E. L.Z. XIII, 1 pag. 23.
4. Prof. Adolf M. Hildebrandt-Berlin.
a) 1897. 53 X 73mm mit Rand. Exlibris
K. E. G. z. L.-W. (sogenanntes abge-
kúrztes Exlibris.
Ausfúhrung: Schwarzer Steindruck auf
grauem rauhem Papier.
Darstellung: Leiningenscher Adler und
Westerburger Herzschild.
Veröffentlicht in Ad. M. Hildebrandt III
Tafel III. J. A. Stargardt.
1898.
b) 51 X 80 mm ohne Rand.
wie a. (Gebrauchsausführung).
Berlin.
Ausführung:
grauem Papier verschiedener Tönung.
Abzebildet: E. L. Z. VII. 4. Beilage.
Dasselbe |
Schwarzer Steindruck auf |
5. Prof. Adolf M. Hildebrandt. Berlin. 1897.
Grösse 58 X 78 mm. (abgekürztes Exlibris).
167
Inschrift: M. Gm. z. L. W. gb. R. v. B.
Ausführung: Schwarzer Druck auf fleisch- `
farb. Papier.
Darstellung: Unter Krone und kreuz-
weis gelegtem Bande mit Inschrift
ausser einem Leiningenschen Adler mit
dem Westerburger Schild noch aus
von Biebersteinschen
dem Rogalla
Wappen das Urhorn und Hirschhorn
enthaltend, welche letztere beide der |
Adler in seinen Fängen hält.
Erwähnt: E. L. Z. VII. 4. pag. 119 und |
E. L. Z. XIIL 1. pag. 24.
6. E. Freiherr von Hausen - Pirna.
Inschrift: keine.
Ausführung: Steindruck.
Darstellung: Zwischen Lorbeerzweigen
d. geviertete Wappenschild mit Mittel-
schild unter einer Erlaucht-Grafen-
krone. (Warnecke.)
1888.
Grösse a) 55 X 85 mm b) 50 X 60 mm. |
Warnecke 1122 und E. L. Z.
I. pag. 22.
Erwähnt:
XIII.
7. E. Freiherr von Hausen - Pirna.
Grösse 64 X 86 mm.
Inschrift: Avs Der Buecherey Zu Schloss
Nev-Leyningen - Karl Emich Graf Zv
D. H. R. R.
1880.
Leiningen - Westerburg.
Semperfrey.
Ausführung: Steindruck.
Darstellung: In doppelter Linieneinfas-
sung unter Band mit obiger Inschrift
(2 Zeilen) das gekrónte von Palmen-
zweigen umgebene Wappenschild auf
einer Konsole mit dem Namen in
3 Zeilen. (Warnecke.)
Erwähnt: Warnecke 1123.
8. Ernst Krahl-Wien. 1893. 72 X 94 mın.
Inschrift: Bibliothek-Zeichen von Karl
Emich Graf zu Leiningen -Westerburg
des ehem. heil. r6m. Reichs Semperfrei.
Nach Be-
sitzers im Stile eines herzoglich bay-
Ausführung: Angaben des
rischen Wappens des Virgil Solis ge-
halten. Wappen von zwei behelmten
Löwen flankiert und unten und oben
Spruchband.
Feld ı u. Helm I (Mitte) Westerburg
(gold. Kränze in Rot bzw. Adlerflügel).
Feld 2 u. Helm II (rechts) Leiningen
(silb. Adler in Blau bzw. Lindenbaum).
Feld 3 Laurwig (goldener Löwe mit
silberner Streitaxt in Rot).
Feld 4 u. Helm III (links) Schaumburg
blaues Kreuz in Gold bzw. Pfauschweif).
Herstellung: Zinkätzung. Graugrün auf
weissem Papier, oliv auf gelblichem
Papier, schwarz auf weissem Papier.
Beschrieben: E. L. Z. IV. No. 1. pag. 20
und E, L. Z. XIII. 1. pag. 22.
9. Moritz Edler v. Weittenhiller K. K. Hofrat,
Ritter-
Grösse
Kanzler des hohen deutschen
ordens, Wien. 1899 bzw. 1901.
53 X 73 mm.
Inschrift: Ex Libris des Grafen Karl Emich
zu Leiningen Westerburg (Uberschrift).
Ausführung: Radierung. Bräunlich auf
gelb Kupferdruckpapier, schwarz auf
weissem Papier.
Buch Weiden
Vordergrunde, die Frauentürme von
Darstellung: unter im
München im Hintergrunde.
168
Erwähnt: KR Eë ALL. 1 Dip 24
10. Moritz Edler von Weittenhiller-Wien. 1890.
Grösse 40 X 54 mm.
Inschrift: Villa Magda. -
Ausführung: Radierung. Schwarzer Druck
auf weissem Kupferdruckpapier (Zu-
stand: unvollendet).
Darstellung: Die Villa des Grafen L.-W. |
in Neupasing, darunter ein Blumen-
topf mit der Inschrift „Villa Magda“
und ein freies Feld zum Einschreiben.
Fruit: 2.1.2; RL E Ae, 24
11. Moritz Edler von Weitenhiller-Wien. ca.
1899. Grösse 5y X 51 mm.
Inschrift: ?
Ausführung: Radierung, Druck unbe-
kannt. (Unvollendet.)
Darstellung: Aufgeschlagenes Buch, dar-
über Maiglöckchenzweige.
Peleti ARNE. Es
Erwähnt: pag. 24.
12. Walter Schulte vom Brühl-Wiesbaden.
1895. Grösse 65 X 95 mm.
Inschrift: Ex libris Karl Emich Graf zu
Leiningen-Westerburg München 1895.
Ausführung: Strichätzung, schwarzblauer
Druck auf chamois Papier.
Darstellung: Unter Band mit Namen
Aus-
sicht auf die Burgruine Neuleiningen
in der Pfalz.
Erwähnt: E L, Z. ALL. 1. Pag 23.
13. WalterSchulte vom Brühl-Wiesbaden. 1895.
Grösse 74 X 73 mm.
Ex Libris (in Spruchband.)
Marie Magdalena Gräfin zu Leiningen-
Burgfenster mit Büchern etc.
Inschrift:
Westerburg geborene Rogalla von
Bieberstein.
Ausführung: Strichätzung. Blauer Druck
auf weiss Papier, roter Druck auf
weiss Papier.
Darstellung: Blumenvase, Bücher, ein
Dachshund, Rose, Noten, Guitarre,
Fächer etc. etc. auf einem Tische.
Erwáhnt: E. L. Z. XIII. 1. pag. 24.
Alberic Graf Du Chastel - Spa, Belgien.
1898. Grösse 90 X 63 mm.
Inschrift:
14.
Keine.
Ausführung: Strichätzung in Röthel bzw.
Altgrün. Weisses Papier.
Darstellung: Empire-Vignette mit dem
Westerburger Schild als Hauptstamm-
schild (unter Weglassung des Lei-
ninger Drei-Adler-Schildes).
Abgebildet: E. EL ZS IA. N. T. Pag. 15.
1898.
Grösse 90 X 121 mm. Burg Neuleiningen
1230— 1690 - 1707—1874 Villa Magda
1898.
Inschrift: Ex libris Karl Emich Graf zu
Leiningen -Westerburg.
15. Georg Barloesius - Charlottenburg.
Ausführung: Farbiger Steindruck mit
weissen ausgesparten Lichtern und
— 1069
und blauem Luftton hinter den Ge-
báuden auf graubraun getóntem Papier.
Darstellung: In gotischem Bogen ein
gepanzerter Ritter in der Mitte, dar-
über der Westerburgsche und Lei-
ningensche Wappenschild. Links die
rechts die Villa
Magda in Neu - Pasing.
Ruine Neulingen,
Unten ein
Links
eine stilisierte Linde (Leiningensche
Helmzier).
Spruchband mit dem Namen.
Die Zahlen bedeuten:
I. bei der Burg Neuleiningen:
1230. Erbauung derselben.
1690. Teilweise Zerstórung durch die
(Melac.)
1776. Verlust der Burg für die Familie.
1874. Rückkauf der Burg durch Karl
Emich Graf zu Leiningen -Wester-
burg.
2. bei Villa Magda. (Derzeitiges Heim
des Grafen.)
1898. Erbauung der Villa durch den
Grafen und Benennung nach seiner
Franzosen.
Gemahlin.
Beschrieben und (einfarbig) abgebildet:
E. LD NS Paps TA.
16. Jos. W. Simpson-Edinburg.
a) 1898. Grösse 67 X 100 mm.
Inschrift: Ex Libris Karl Emich Graf zu
Leiningen -Westerburg. A. D. 1898.
Ausführung: Zinkätzung. Schwarzer
Druck, die Namensinschrift rot auf
mattgrünem Papier.
Darstellung: Die heilige Katharina als
Patronin der Litteratur. Darunter das
(nach Prof. A. M. Hildebrandt-Berlin)
abgekürzte Wappen. Rechts und links
von diesem die Namensinschrift.
b) Neudruck 1901. Darstellung etc. wie
oben.
Ausführung: Lila mit grüner Sehrift auf
graumeliertem Papier. Grün mit roter
Schrift auf graumeliertem Papier. Grün
mit violetter Schrift auf graumeliertein
Papier.
Beschrieben und im Original eingeklebt:
E LL I. By pag EE
17. Major E. Bengough-Ricketts- Hollingbourne.
1897. Grósse 88 X 148 mm.
Ben ay
DD
Ne W Se belle
IW
(O)
Gott thut retten. Ex-Libris
Karl Emich Graf zu Leiningen Wester-
Inschrift:
burg.
Ausführung: Zinkätzung. Schwarzer
Druck, weisses Papier.
Auf
unter Spruchband stilisierte Ranken
Darstellung: schwarzem Grunde
mit 4 Blüten. In der Mitte der Ranken
das Leiningen -Westerburger Wappen.
Darunter ein Shakespeare - Hamlet-
Band. Daneben
Landschaft.
rechts und links
Erwáhnt: E. L. Z. IX. I. pag. 16 und
E.L: 2. SE, To Pag; 23;
18. Major E. Bengough-Ricketts-Hollingbourne.
1898. Grósse 66 X 103 mm.
Aufschrift: Gott Thut Retten.
Emich Graf zu Leiningen Westerburg.
Ex Libris.
Rarl
UT LER
er
SE Wës
(TH PI d "ez SS
EU ER
==)
170
Darstellung: Unter einem Spruchbande |
mit dem Leiningschen Wahlspruche
stilisierte Ranken mit 3 Blüten und
3 Blättern. Darin rechts der Leiningen-
Westerburgsche Schild mit Krone.
Unten links eine aus dem Meer auf-
gehende Sonne.
Erwähnt: E. L. Z. IX. 1. pag. 10 und
Rok Le LLL. u 98:23:
Abgebildet in Bengough-Ricketts. Com-
posite Bookplates. pag. 41 bei Edward
Arnold, London 1898.
19. Major E. Bengough-Ricketts-Hollingbourne.
1898. Grósse 70 X 114 mm.
(Auf Fabne) Gott Tut Retten.
(Unten auf Spruchband):
Inschrift:
Rarl Emich
Graf zu Leiningen Westerburg. Ex
Libris.
Ausführung: Strichatzung. Schwarzer
Druck, Japanpapier.
Darstellung: Auf Decke unter Krone der
Westerburger und derLeininger Schild.
Dahinter rechts und links Streitaxt
N
WESTERBURG.
Alo
1
27 1A
und Lanze mit Fahne und Wappen-
spruch. Unter den Wappen der Name
auf Spruchband. Schwarzer Grund.
Erwahat: E. L.Z, IA. tr pag: 16 und
EL de A MIL. 2.798823;
20. Major E. Bengough-Ricketts- Hollingbourne.
1898. Grösse 76 X 106 mm.
Gott Thut Retten. Karl Emich
Graf zu Leiningen-Westerburg. Ex
Libris.
Ausführung:
Inschrift:
Strichätzung. Schwarzer
Druck auf weissem Papier.
Unter Spruchband mit
dem Leiningenschen Wahlspruch ein
Darstellung:
Shakespeare - Buch. Darunter die
Wappen Westerburg u. Leiningen mit
— 171
Helm und Zimier ohne Helmdecken
nach englischer Sitte. Lindenblätter.
, Sonne oben in der Mitte.
Erwähnt: E. L. Z. XIII. 1. pag. 23.
Beschrieben und abgebildet: E. L. Z.
IX. 1 pag. 10.
Abgebildet in Bengough-Ricketts. Com-
posite Bookplates Fol. 19. bei Edward
Arnold, London 1898.
21. Armin Freiherr von Foelkersam-St. Peters-
1899. Grösse 63 X go mm.
Ex Libris, und in die Um-
rahmung des Mittelfeldes hinein kom-
poniert die Buchstaben K. E. L. W.
Ausführung:
burg,
Inschrift:
Strichätzung. Einfarbiger
Druck auf weissem Papier in den
Varietäten: Oliv, dunkelblau, weinrot,
bordeaux, ziegelrot, hellblau.
Beschrieben: E.L.Z. XII. No. 3, pag. 128
und E. L. Z. XIII. 1. pag. 23.
Abgebildet: E.L.Z. XII. No. 3, pag. 129.
22. Armin Freiherr von Foelkersam-St. Peters- |
Grösse 69 X 105 mm.
Ex Lib-ris Karl Emich Graf
zu Leiningen -Westerburg.
burg. 1902.
Inschrift:
Austührung: Strichätzung.
Druck auf Japanpapier.
Darstellung: Eine Burg im altromanischen
Charakter.
Zwischen denselben ein Lindenbaum,
darüber eine Krone. Unter der Burg
die Schilde Westerburg, Leiningen,
Schaumburg und Laurwig. Darunter
der Name.
Beschrieben: E.L.Z. XII. No. 3. pag. 128 |
und E. L. Z. XIII. 1. pag. 24.
Abgebildet: E.L.Z. XII. No. 3. pag. 129. |
23. Armin Freiherr von Foelkersam-St. Peters-
burg. 1903. Grösse 54 X 79 mm.
Inschrift: (oben) Exli-bris (Unterschrift)
Karl Emich Graf zu Leiningen-Wester-
burg.
Schwarzer |
Auf dieser zwei Löwen. |
Ausführung: Strichätzung. Schwarz auf
gelblichem Papier.
Adler
Brustschild unter Krone (abgekürztes
Darstellung: mit Westerburger
E. L.) weiss auf schwarzem Grunde.
Erwáhnt: E. L. Z. XIII. 1. pag. 24 u. 27.
Abgebildet: E. L, Z. XIII. 1. pag. 22.
4. Botho Schmidt-München. 1902. Grösse
83 X 143 mm. l
ift: Ex Libris Karl Emich Graf zu
Leiningen -Westerburg.
td
Inschrift:
Ausführung: Strichätzung. Schwarzer
Druck auf blauem Papier.
Darstellung: Unter den Schilden Wester
burg und Leiningen die Villa Magda
in Neupasing, darunter der Name.
Einfassung: Eichenzweige.
E. L. Z. XIII I. pag. 24.
M. Rheude - Papiermúhle Koda
1899.
Grösse 74 X III mm.
Ex-Lib. Karl Emich Graf zu
Leiningen -Westerburg.
Erwähnt:
bo
5. Lorenz
(frúher Regensburg).
Inschrift:
Ausführung: Strichátzung. Braun auf
gelblichem Papier, dunkelgrün auf
weissem Papier.
Darstellung: In einem Lindenbaume der
Westerburgsche Wappenschild, da-
neben rechts und links unten die
Schilde Leiningen und Laurwig. Dar-
unter der Name.
Erwähnt: E. L. Z. XII. No. I. pag. 21
u. E. L. Z. XIII. 1. pag. 23/24.
Abgebildet: E. L. Z. XII. No. 1. pag. 20.
26. George Otto-Berlin. 1900. Grösse 84X
112 mm.
Inschrift: K. E. Graf zu Leiningen-
Westerburg.
Ausführung: Strichátzung. Rot auf grünem
Papier, grün auf blauem Papier.
Darstellung: An einer stilisierten deut-
schen Eiche aufgehängt den Wester-
burger Kreuz-Schild mit den Lei-
ninger Adlern im Obereck. Feder,
kleines Wappen und ein Blatt mit |
„Exlibris“ deuten auf die Tätigkeit
des Besitzers hin.
Erwähnt: E. L. Z. XIII. 1. pag. 2
und 27.
27. Bernhard Wenig-Hanau. 1901. Grösse
70 X 120 mm.
(Unterschrift) Ex-Libris Karl
Emich Graf zu Leiningen-Westerburg.
Inschrift:
Herstellung: Strichätzung. Brauner Druck
auf gelblichem Papier.
Darstellung: Ein Westerburger Ritter
vor einem Lindenbaum, dem Lei-
Darunter der Name.
Beschrieben und abgebildet: E. L. Z.
XI. 2. pag. 55.
Abgebildet in: Exlibris Bernhard Wenig
Blatt No. 37 bei Fischer u. Franke,
ninger Zimier.
Berlin. 1902.
28. Paul Voigt- Berlin. 1901. Grüsse 84 X
123 mm.
Inschrift: (Überschrift) Karl Emich Graf
zu Leiningen Westerburg (Spruch-
bänder): Gott Thut Retten, Ex Libris.
Ausführung: Strichätzung. Hellblau auf
weissem Papier, schwarz mit bläu-
lichem Ton auf weissem Papier.
Darstellung: Umrahmt von (Leininger)
Linden, unter dem Namen (2 Zeilen)
ein Spruchband mit dem Wappen-
spruch die zwei Hauptwappen Wester-
burg und Leiningen. In dem von
dem oberen durch ein Band mit „Ex
Teile
ein Leuchter und ein aufgeschlagenes
Libris“ geschiedenen unteren
Buch, Feder und Tintenfass.
Beschrieben: E. L. Z. XIII. r. pag. 27.
Abgebildet: E. L. Z. XIII 1. pag. 20. |
Plagiåt: vgl. E. L. Z. XVL 2. pag. 70.
(Exlibris Anna Gräfin zu Buttler
Carl Kraus, Graz).
von
m EE
172 —-
29. Paul Voigt - Berlin. 1904. Grösse des
Originals 110 X 145 mm.
Inschrift :
Emich Graf zu Leiningen -Westerburg.
1904. Gott Thut Retten.
Ausfúhrung: Das Blatt wurde nicht ver-
vielfältigt.
Darstellung: In Umrahmung mit Linden-
Aus der Bücherei von Karl
blättern und Kreuzen. Pergament-
blatt mit prachtvoller Miniaturmalerei
in vielen Farben und Gold. Oben
In der Mitte Voll-
wappen mit dem Westerburger Helm.
links Initiale.
Rechts und links von diesen die Helme
Leiningen und Schaumburg. Darunter
Spruchband und das Westerburger
Siegel.
30. Bruno Héroux - Leipzig. Grösse
03 X 125 mm.
Inschrift: (Auf dem Rücken des Buches)
Ex-Libris, Heraldik. (Auf dem Steine):
Arbeit ist des Lebens Lust und Freude.
(Unterschrift): Aus der Bücherei des
Grafen Karl Emich zu Leiningen-
1902.
Westerburg.
Ausführung: Strichradierung, blauschwarz.
Druck auf Japanpapier.
Darstellung: Männlicher Akt, beide Hände
(Nach Graf L,
sein bestes Exlibris.) Vgl. Erklärung.
Erwähnt: E. L. Z. XIII. 1. pag. 25 und
XII. 3. pag. 147 V. (Erklärung).
Abgebildet: E. L. Z. XIII. 1. pag. 23.
Der Kúnstler selbst gab zu diesem
auf Bücher legend.
Blatte, welches der Besitzer besonders
liebte, folgende Erklárung:
Chronos, der Gott der Zeit, der
Unvergánglichkeit, zieht daher, Do-
kumente, Bücher, Kunstblätter wehen
vor ihm in die dunkle Tiefe: Ver-
gessen und Verderben!
Die
fordert durch entschiedenes Auflegen
kraftvolle männliche Figur
der Hände auf Sammelkásten und Veröffentlicht: E. L. Z. XIII. 1. Beilage.
Werke („Exlibris und Heraldik“) | 32. Hans Volkert-München. 1902. Tonplatten-
Wahrung vor diesem drohenden Unter- grüsse 7 1<142 mm, Bildgrésse 60X13 5 mm.
gang. Die Arbeit, das Verdienst des Inschrift: (Auf dem Lanzenfähnchen):
gelehrten Sammlers, habe ich in die- Ex Libris. (Unterschrift): Karl Emich
sem Blatt besonders auszudrücken Graf zu Leiningen-Westerburg. (Zwei
versucht. Zeilen.)
31. August Stoehr-Würzburg. 1992. Grösse Ausführung: Radierung. Schwarz auf
112 X 150 mm. bläulichem Grund. Japanpapier.
Inschrift: Ex Libris Karl Emich Graf
zu Leiningen -Westerburg. (3 Zeilen.)
(Auf Band): Inter folia fructus.
Darstellung: Ritter mit Lanze u. Schwert,
im Hintergrunde die Burg und Kirche
| Neuleiningen. Helm mit Leininger
| (Linden) und Westerburger (Adlerflug)
Ausführung: Radierung. Grünblau auf
. ` kd Zii | E < o i
bläulichem Grund. Japanpapier. nier. Umrahmung die deutsche
Eiche und Leiningensche Linde.
Darstellung: 2 männliche Aktfiguren in Erwähnt: E.LZ. XII. 1. pag. 24
klassischer Landschaft Weintrauben Veröffentlicht: E. L. Z. XIII. 1. Beilage.
erntend.
Dort Grösse der Tonplatte 83 X 173,
Ervahnts EL- ALU, "Le pag: 24, Bildgrösse wie oben.
33. Richard Grimm-Múnchen (früher Krefeld).
1903. Grösse 33 X 60 mm.
Inschrift: (Monogramm) W.L.
Ausführung: Strichätzung. Dunkelgrün
auf gelblichem Papier.
Darstellung: Monogramm L. W. in mo-
derner Blumenumrahmung, senkrecht
gestrichelter Grund.
E. LL. ALE,
34. Richard Sturtzkopf-Köln.
Erwähnt: 1. pag. 24.
1003. Grosse
64 N 80 mm.
Inschrift: Ex-libris - Karl
zu Leiningen - Westerburg.
Graf
(Name
Emich
3 Zeilen.)
Ausführung: Strichätzung. Brauner Druck
auf weiss Kupferdruckpapier.
Darstellung: Auf einem Buche, welches
die Familiendevise
(Gott Thut Retten)
auf dem Rücken
und auf dem
Deckel das Leiningen-Westerburger |
Wappen trägt, Helm und Schwert.
Beschrieben: E. L. Z. XIII. 3. pag. 170.
Abgebildet: E. L. Z. XIII. 3. pag. 179.
35. Willi Ehringhausen-Múnchen. 1903. Grösse
70 X 116 mm.
Inschrift: Ex Libris Karl Emich Graf
zu Leiningen - Westerburg.
Ausführung: Strichätzung. Dunkelgrún
auf gelblichem Papier.
Darstellung: Partie aus dem Isartal bei
München. Unten ein Buch mit Rosen
und Dornen, das Ganze in Eckmann-
artiger Umrahmung.
Erwähnt: E. L. Z. XII. 1. pag. 24 u. 27.
36. Willi Geiger - München.
05 X 120 mm.
1903. Grösse
Inschrift: K. E. Graf zu Leiningen-
Westerburg. Ex-Libris.
Ausführung: Strichätzung. Schwarzer |
Druck auf Bütten. |
Darstellung: Ritter mit Schwert und
Feder auf einem Buche. Name auf
flatterndem Spruchbande.
a6.
=. Alois
Erwähnt: E.L.Z. XIII. 3. pag. 130/31.
Abgebildet: E. L. Z. XIII. 3. pag. 131.
Balmer - München. 1905. Grösse
54 X 100 mm.
Inschrift: Ex -Libris-C-Emh-Coms-In-
Leiningen -Westerburg - (Unterschrift:
2 Zeilen.)
Ausführung: Strichätzung. Schwarzer
Druck auf gelblichem Papier.
Darstellung: Minnesänger mit Schwert
auf einer Halde lesend, davor grasen-
des Pferd.
und Bogen hängend.
An einem Baume Fiedel
Darunter die
Leiningenschen und Westerburger
Schilde. Darunter die Schrift.
Erwähnt: E. L Z. XV. 1. pag. IQ.
Abgebildet: E. L. Z. XV. 1. pag. 21.
Alexandre de Riquer, Marquis de Bena-
vent, Comte de Davolos-Barcelona.
1903.
Grósse So X 77 mm.
Oskar
Exlibris K. E. Graf zu Lei-
ningen - Westerburg.
Inschrift:
Ausfúhrung: Radierung. Blauschwarzer
Druck auf Japanpapier.
Darstellung: Kopf des Leininger Adlers.
1904.
Roick - Berlin. Grósse
57 X 127 mm.
Inschrift: (Spruchband): Hie gut teutsch
(Unterschrift): Ex-Libris
Karl Emich Graf zu Leiningen - Wester-
burg (3 Zeilen).
Ausführung:
allerwege.
Strichätzung. Braunroter
Druck auf grünem Papier.
Darstellung: Vor einem Eichbaume Lei-
ninger Ritter zwischen den Wester-
burger und Leininger behelmten
Wappen. Darunter in Kartouche der
Name.
Erwähnt: E.L.Z. XIV. 2. pag. 8ı.
Abgebildet: E. L. Z. XIV. 2. pag. 83.
Plagiat: Vgl. E.L.Z. XVI. 2. pag. 7o.
Exlibris Graf zu Stubenberg v. Carl
Kraus, Graz.
40. Heinrich Hinzmann-Hannover, Lehrer fúr | Schild. Seitwärts die Schilde Wester-
den heraldischen Zeichenunterricht an der | burg und Leiningen.
Kunstgewerbeschule zu Hannover. 1903. Erwähnt: E.L.Z. XIV. 4. pag. 194
Grösse 78 X 103 mm. — abgebildet eben dort pag. 195.
Inschrift: (Überschrift): Ex Libris, (Unter-
schrift): Karl Emich Graf zu Lei-
ningen - Westerburg.
43. Julius Maess-Friedenau. 1896. Grösse
70 X 145 mm.
Inschrift: Marie Magdalene Graefin zu
Ausführung: Strichätzune. Schwarzer | EN
S a | Leiningen - Westerburg geborene Ro-
Druck i apier.
ee l galla von Bieberstein. 1896. (o Zeilen.)
Darstellung: Westerburger Stammschild l
als Hauptwappen, links und rechts Ausführung: Farbiger Steindruck. Gelb-
? 3 D x ee Dd, D
die kleinen Schilde Leiningen und lichweisses Papier.
Laurwig. Umrahmung von Linden- Darstellung: Im Oberteil: auf braunem
zweigen. mit Westerburger Kreuzen belegtem
Beschrieben: E. L. Z. XIII. 3. pag. 175. _ Grunde lila Schwertlilien, neben die-
Abgebildet: E. L. Z. XIII. 3. pag. 178. | sem auf weiss der Name. Im Unter-
4 1. Gustav Adolf Closs-Stuttgart. 1904. Grösse | teil: lesende auf Rasen sitzende weib-
72 X 126 mm. 0 liche Figur. Daneben Vollwappen
Inschrift: Ex Libris Karl Emich Graf mit Rogalla von Biebersteinschem
zu Leiningen - Westerburg. (Unter- | Herzschilde. Brauner Grund.
schrift 2 Zeilen.) | Erwähnt: E.L.Z. NIII. 1. pag. 24.
Ausführung: Netzätzung. Schwarzer Druck Nach Angaben des Künstlers sind
auf weissem Papier. nur 50 Exemplare gedruckt worden.
Darstellung: Ritter in Rüstung zu Pferde | Dieselben scheinen nur zu Privat-
mit den Westerburger Kreuzen aul gebrauch verwandt und nicht in den
dem Tartschenschild und den Lei- Tauschverkehr gekommen zu sein.
E EE ee 44. Prof. Wilhelm Behrens-Nürnberg. (Damals
Im Hintergrun ine Burg l- >
gras: -seing g Ner Lehrer an der Kunstgewerbeschule, Kassel.)
leinin z je sie vu - Zer-
gen, Pfalz, wie sie vor der Zer a) 1892. 106 X 167 mm.
gi EE EE | Inschrift: Aus der Búchersammlung Marie
im Jahre 1690 aussah. | 7
Beschrieben und abgebildet: E. L. Z.
XIV. 4. pag. 194.
42. Gustav Adolf Closs-Stuttgart. 1904. Grösse
33 X 101 mm.
Magdalene Gräfin zu Leiningen-
Westerburg geborene Rogalla von
Bieberstein. München 1892.
Ausführung: unbekannt.
Inschrift: (Überschrift): Hie Gut Teutsch Darstellungz Rokoko Unter Braue
Allerwege. (Umschrift): Gott Thut | Grafenkrone Ehewappen, davor Amo-
Retten. (Unterschrift): Ex Libris Karl rette mit Blumen, darunter Inschrift
8 in Kartusche und Putte.
Emich Graf zu Leiningen - Westerburg. ol
Ausführung: Strichätzung. Schwarzer Beschrieben: E. L. Z. Il. 1. pag. 11
Druck auf gelblichem rauhen Papier. | und E. L. Z. NII. 1. pag. 24.
Darstellung: Figur St. Michaels auf dem b) 1892. 82 X 121 mm. Zeichnung wie
Drachen mit dem deutschen Adler- | oben.
Ausführung:
schwarz auf weiss Papier.
Abgebildet: E.L.Z. VIII. No. 2. pag. 52.
45. Eduard Lorenz Meyer-Hamburg. 1895.
Grósse 58 X 135 mm.
Inschrift: Magda Gräfin zu Leiningen-
Westerburg.
Ausführung: Steindruck. Hellgrüner und
dunkelgrüner Druck auf weissem
Papier.
Darstellung: Unter Noten eine Blume,
über dieser auf Spruchband der Name.
Unten die Wappen Leiningen-Wester- `
burg und Rogalla von Bieberstein.
Be Le 2. All r
46. Eduard Lorenz Meyer- Hamburg.
Erwähnt: pag. 24.
Grösse 47 X 03 mm.
Inschrift (oben): Magda Gräfin zu (unten):
Leiningen - Westerburg.
Ausführung: Strichätzung. Dunkelblauer `
Druck auf blauem Papier.
Darstellung: Blume auf dunklem Grunde,
Erwähnt: E. L. Z. XIII 1. pag. 24.
47. Fritz Reiss-Freiburg 1. Br.
87 X 35 mm (Querformat).
Inschrift (oben): Eigenthum (unten): von
Magda Gräfin zu Leiningen-Wester-
burg.
Ausführung: Strichätzung, Schwarzer
Druck, weisses Papier.
Darstellung: Gnom, neben einem Lichte
auf einem alten Folianten sitzend und
eine Feder schnitzend.
48. Calman V. H. de Rozsnyay - Ofen - Pest.
1903. Grösse 85 X 52 mm (Querformat).
Ex Libris Magda Gräfin zu
Leiningen - Westerburg.
Inschrift:
Ausführung: Strichätzung. Blauer Druck
auf gelblichem Papier.
Darstellung:
liche Figur vor einem Buche. Unter |
der Zeichnung Widmung.
Reich geschmückte weib- `
170 —
Orange auf weiss Papier, |
18090. |
1903. Grosse |
|
Erwähnt: E. L. Z. XIII. 3. pag. 176.
Abgebildet: E. L. Z. XIII. 3. pag. 179.
49. Mathilde Ade- München.
100 X 40 mm.
Inschrift: Ex-Libris. Graf Karl Emich
und Gräfin Magda zu Leiningen-
Westerburg. (Auf dem Buche): Ge-
drucktes Wort — Ist Geistes Hort
Halt’s
1902. Grösse
— Drum lass Dir lehren —
Buch in Ehren.
Ausführung: Strichätzung.
Druck. Gelbliches Papier.
Darstellung: Ein Teufel auf einem Tinten-
fasse hat aul ein aufgeschlagenes Buch
mit seiner Feder einen grossen Tinten-
klecks
welche das Buch umkränzen wollten,
Schwarzer
gemacht. Zwei Amoretten,
stehen weinend dabei.
Beschrieben und abgebildet: E. L. Z.
XII. No. 2. pag. 72.
| 50. Prof. Emil Doepler d. J. - Berlin. 1899.
| Grösse 101 X 67 mm. (Querformat.)
| Graf Karl Emich und Gräfin
Magda zu Leiningen -Westerburg.
Inschrift:
Ausführung: Strichätzung: Bronzebraun
auf hellgrün Papier, grün auf hell-
grün Papier, schwarz auf gelblichem
Papier.
Darstellung: Zwei Hauptfamilienschilde,
zwei Schilde der besonderen Seiten-
linien und der Schild der Gräfin, mit
den Unterschriften: Westerburg, Lei-
ningen, Schaumburg, Laurwig, Ro-
galla von Bieberstein.
E. L. Z. XIII. 1. pag. 25
Erwähnt: g
und 20.
Abgebildet: E. L. Z. XIII. 1. pag. 24.
51. Professor Dr. Julius Kurth, Pfarrer, Berlin.
1904. Grösse des Originals 99 X 123 mm.
Inschrift: (Auf den Bücherrücken): Ex
Libris (Unterschrift): K. E Grave zu
Leiningen - Westerburg.
Ausfúhrung: Das Blatt wurde nicht ver-
vielfáltigt.
Darstellung: Ritter auf
schreitendem Pferde úber eine Reihe
Westerburger
Biicher reitend.
rth.
52. Auguste Kichler-Darmstadt, 1903. Grösse
des Originals 93 X 30 mm (Querformat).
Inschrift: Exlibris meis. K. E. Graf zu
Leiningen -Westerburg.
Ausführung: Das Blatt wurde nicht ver-
vielfältigt.
Darstellung: Blume in schwarz und grün
eines W.
1899.
Originals 204 X 280 mm.
ın Form
53. Henry Andre-Paris. Grösse des
Inschrift:
Concordia per arte — Ex
Libris Karl Emich Graf zu Leiningen- |
Westerburg — Nord oder Süd wen
nur die Seele glüht. (sic.) A. D. 1899.
Ausführung: Das Blatt wurde nicht ver- |
vielfáltigt.
Darstellung: In Mäander-förmiger Um-
rahmung unter Krone das Wappen |
177
Westerburg. Hierunter das deutsche
und das französische Künstlerwappen,
umgeben von einem die Initialen
bildenden Bande. Darunter Kartousche
mit Inschrift. In vielen Farben auf
rosa Grund.
54: Ungenannt — Unbekannt.
Es ist mir nicht gelungen dieses Blatt fest-
zustellen.
Elsa Baesecke - Hamburg. Grösse
33: 1905.
des Originals 175 X 243 mm.
Inschrift: Ex Libris Karl Emich Graf
zu Leiningen - Westerburg.
Ausführung: Das Blatt wurde nicht ver-
vielfältigt.
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di N À
Exlibris W
N N
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o. Na S En IE
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Same
N
K.E. Graf 2u Leiningen-Westerburg.
Fahne mit Westerburger
Farben und Leininger Herzschild.
Am Schaft Leyer, Feder und Lorbeer-
Darunter der Name.
1905.
des Originals 194 X 311 mm.
Ex Libris. (Auf dem Weg-
weiser): Neuleiningen - Neupasing.
Uber den Schilden): K. E. — L. W.
N (Unten):
Findst solch ein Buch o Wandrer du,
Darstellung:
kranz.
56. Elsa Baesecke-Hamburg. Grösse
Inschrift:
So heb es auf und mach es zu,
Als Samariter darfst dich zeigen.
Wenn es vom Unbill mal muss leiden.
Schlag ein die Pfade hier benannt
Zu einer Burgen führen sie beide,
Allda trifíst du in grossem Leide
Den, dem der Schatz gebührt
31:
Elsa Bacsecke- Hamburg.
des Originals 222
Dess Namen das (sic!) Schild im
Buche führet
Graf Karl Emich ist er genannt
Auf Leiningen -Westerburg und allweit
wohl bekannt.
Ausführung: Das Blatt wurde nicht ver-
vielfältigt.
Darstellung: Unter der Burg Leiningen
ein Wegweiser. Daneben einige Bücher.
Wine En
Ka SE |
= N
In einem derselben, sowie auf einem
Steine und nocheinmal darunter das
Wappen Westerburg. Rechts und links
neben dem Letzteren die Schilde Lei-
ningen und Laurwig.
1905. Grösse
X 323 mm.
Inschrift: Ex Libris Karl Emich Gf zu
Leiningen -Westerburg.
58. Martin Kortmann-Berlin.
Ausführung: Das Blatt wurde nicht ver-
vielfältigt.
Darstellung: Auf Lindenblatt-förmigem
Grunde Greif und Adler, zwischen
diesen den Schild Westerburg, kreuz-
weise die Schrift.
1903. Grösse
des Originals ca. 200 X 280 mm.
> das)
Hensy= nara, nel j
Inschrift: Ex Libris Karl Emich Graf
z. Leiningen -Westerburg.
Ausführung: Das Blatt wurde nicht ver-
vielfältigt.
Darstellung: In der Supraporta eines
romanischen Tores die Wappen
Westerburg und Leiningen, in den
Ecken oben links und rechts der
Westerburger Adlerflug. In der Durch-
sicht zwischen den Säulen des Tores
== 479
die Ruine Neuleiningen und ein
Unten der Name.
1903. Grösse
des Originals 190 X 272 mm.
Inschrift: (Oben): Ex Libris. (Unten):
Karl Emich Graf zu Leiningen-Wester-
leerer Schild.
59. Martin Kortmann - Berlin.
burg.
Ausfúhrung: Das Blatt wurde nicht ver-
vielfaltigt. Original in vielen Farben.
Darstellung: In romanischer Ranken-
umrahmung ein Lindenbaum (Lei-
ningensches Zimier), daneben die
Schilde Westerburg und Leiningen.
Unten rechts und links neben dem
Namen die Schilde
Schaumburg.
Laurwig und
E \ 7 aca
| ip Deel
E Ue Geint.
E
SG
60. Hans Bastannier - Berlin. 1905. Grösse
71 X 131 mm.
Inschrift: (Unten): Ex Libris K. E. Graf
zu Leiningen -Westerburg. (Unter der `
Platte): Dem Werber von ¿00 Mit-
gliedern in Dankbarkeit gewidmet von
dem Exlibris-Verein zu Berlin 1905.
Ausführung: Radierung. Oliv mit brauner
Umrahmung auf Kupferdruckpapier.
Darstellung: Männlicher Akt,
sammelnd. Umrahmung Blattgewinde.
Ähren
Durch die unter dem eigentlichen
61.
62
Exlibris angebrachte Widmung zieht
sich ein feiner Zweig.
E.L.Z. XVI. 1. pag. 3.
Veröffentlicht: E. L. Z. AVI. 2. pag. 78.
1905. Grösse
Beschrieben:
Franz Buschmeyer-Erfurt.
51 X 149 mm.
Inschrift: Karl Emich Graf zu Leiningen-
Westerburg.
Ausführung: Strichätzung. Schwarzer
Druck auf grünem Papier.
N Yuwariter dat gt ular Feigen
ces von Un bi via must diurno.
LREN dic Pon bierbeuunat,
Ra AS YBurseu flare uw: te gels.
oda lee Gt Dän acvesem rd
AS futnvro,
any Kë Ke NA vo CH ave führt
ur See. we co Sruannt
EE ecu aran 10 e
x NE solia Mutz ano rc ou
5 qe Se wad nach ts a
4
Darstellung: Unter Band mit Namen
vor der Burg Neuleiningen ein Wester-
burger Ritter mit Leininger Fahne.
Schilde Westerburg,
Leiningen und Rogalla von Bieber-
Darunter die
stein.
Erwähnt: E.L.Z. XVI 1. pag. 3.
Hubert Wilm - München. 19006. Grösse
60 X 835 mm.
Inschrift: (Oben): Exlibris (Unterschrift):
Karl Emich Graf zu Leiningen-Wester-
burg.
Ausführung: Strichätzung. Schwarzer
Druck auf gelblichem Papier.
Darstellung: Heim auf Folianten, Tinten-
fass und auf dem Hintergrunde
2 Wappen Leiningen und Westerburg.
63. Marquis de Bayros- München. 1900.
Grösse 82 X 121 mm.
Inschrift: (Unterschrift): Ex Libris Karl
Emich Graf zu Leiningen -Westerburg.
Schwarzer
Ausführung: Strichätzung.
Druck, weisses Papier.
Darstellung: Rokoko. Herr einer Dame
eine Exlibris-Sammlung zeigend. Dar-
unter in Kartusche die Wappen
Westerburg und Leiningen.
64. Typographisches Blatt von der Gesell-
1905.
schaft der Bibliophilen. Grösse
66 X 71 mm.
Inschrift: Gesellschaft der Bibliophilen.
No. 47. Gedruckt für Karl Emich
Graf zu Leiningen -Westerburg.
Ausführung: Satz. Dunkelgrüner Druck
mit rotem Namenseindruck, gelbliches
Papier.
180
Darstellung: Blattranke als Einfassung,
innen Schrift.
Carl G. F. Langenscheidt.
Superexlibris der Bischöfe
von Würzburg.
Dem deutschen „Superexlibris“ ist bisher
von unseren Forschern und Sammlern lange
nicht diejenige Aufmerksamkeit zugewendet
worden, welche sie dem Exlibris in so reichem
Masse zu teil werden liessen und noch lassen,
im Gegensatz zu Frankreich, das eine um-
fangreiche Literatur über den beregten Gegen-
stand besitzt.
Allerdings war in diesem Lande der
Gebrauch des „Superexlibris“ ganz besonders
beliebt, und ist es bis auf den heutigen Tag
geblieben.
Das Sammeln von „Superexlibris“ hat
seine Schwierigkeiten, da sie nicht wie Ex-
libris von den Bänden abgelöst, sondern nur
mit den Einbänden, auf denen sie angebracht
sind, am besten überhaupt mit den ganzen
Büchern aufbewahrt werden können, zudem
in Bibliotheken in den meisten Fällen „fest-
gelegt“ sind. Vor dem Herausschneiden aber
äusserlichen Besitzzeichen aus den
Lederdecken der Einbände zum Zweck des
Sammelns kann nicht genug gewarnt werden,
dieser
denn einmal hat so ein von seinem ursprüng-
lichen Platz entferntes Stück kein Aussehen,
der Einband aber, und damit das Buch selbst
Lieber
zichte man überhaupt auf den Erwerb eines
ist entwertet und zerstört. ver-
solchen „Superexlibris.“
In Deutschland tritt
Bedeutung des ,,Superexlibris“ gegenüber dem
ohne Zweifel die
in das Buch eingeklebten „Exlibris“ zurück;
immerhin aber finden „Superexlibris“ sich in
nicht geringer Zahl in ganz Deutschland, und
der Fall, dass Bücherliebhaber, Klöster, geist-
liche und weltliche Behórden sie zur Sicherung
ihres Bücherbesitzes neben dem „Exlibris“,
oder auch allein, verwendeten, ist ziemlich
häufig. Der Fall aber, dass sich die nahezu —
bis auf eine Ausnahme — ausschliessliche
Anwendung von Superexlibris durch Jahr-
hunderte bei einer Behörde nachweisen lässt,
dürfte ziemlich vereinzelt dastehen.
Die Bischöfe von Würzburg nämlich
haben seit dem Jahre 1409 bis 1800 bei den
Archivalienbänden und Büchern äusserliche
Besitzzeichen verwendet. Dr. Stephan Kekule
von Stradonitz hat in seinem in der „Zeit-
schrift für Bücherfreunde“ 1904/5, Heft 9
veröffentlichten Artikel „Über Superexlibris“
schon eine Auswahl Würzburger Aussen-
bibliothekzeichen aus dem 16. und 17. Jahr-
hundert besprochen und abgebildet, ferner
auf Grund einer mit mir gepflogenen Korre-
spondenz darauf hingewiesen, dass in älterer
Zeit vermutlich Wappen, die mit der Hand
gemalt waren, als Eigentumsbezeichnungen
der Aussenseite der Archivalienbände
aufgeklebt worden wären.
Mit vollem Rechte wurde hierbei die
Ansicht geäussert, dass man diesen gemalten
Wappen die Bezeichnung als „Superexlibris‘
absprechen müsste, wenn sie nur vereinzelt
angewendet worden wären.
Meine Nachforschungen im kgl. Kreis-
archiv Würzburg, für deren liebenswürdige
Unterstützung ich Herrn kgl. Reichsarchivrat
Göbl in Würzburg zu grossem Dank ver-
pflichtet bin, haben aber ergeben, dass dem
nicht so ist, dass vielmehr von jedem Exem-
plar eine ganze Reihe vollständig in Form
und Ausführung gleicher Stücke vorhanden
ist. Alle diese Wappen sind auf den Vorder-
deckeln der Bände oben, nahe dem Rücken,
befestigt.
Das erste Mal tritt ein auf Pergament
gemaltes, auf Archivalienbiinden aufgeklebtes
Wappen unter der Regierung des Bischofs
181 —
Johann von Egloffstein auf, der 1400— 1411
auf dem Bischofstuhl zu Würzburg sass.
Es ist ein gevierter, unten abgerundeter
Schild (Abbild. I) der im 2. und 3. Feld den
Egloffsteinschen Wolfskopf, im 1. das Zeichen
der geistlichen Herrschaft, im roten Feld den
silbernen Rechen, im 4. das Sinnbild der
weltlichen Herrschaft, das in rot weiss ge-
vierte Fähnlein auf blauem Felde zeigt.
Unsere Nachbildung ist nach einer genauen
Kopie des best erhaltenen Originales gefertigt,
das sich auf einem Schuldbuch [Liber debi-
torum domini de Egloffstein], befindet.
Eglofisteins Nachfolger, Johann von Brunn
der I411-—1440 regierte, setzte die von
seinem Vorgänger begonnene Sitte fort. In
Form, Grösse und Ausstattung dem vor-
beschriebenen gleich, finden sich auch von
diesem Superexlibris eine Reihe von Exem-
plaren auf Schuldbúchern, (K. K. A, liber
debitorum Johanni de Brunn) mit der einzigen
Änderung, dass sie statt dem Egloffsteinwappen .
dasjenige Brunns, die Angel, im 2. und
3. Felde führen. (Abbild. II).
Aus der kurzen Regierung Sigismunds
von Sachsen (T440—1443) konnte ich kein
Superexlibris nachweisen, dagegen fanden sich
von seinem Nachfolger, Gottfried Schenk
von Limburg, dessen Regierung von
1443—1455 dauerte, wiederum mehrere mit
solchen gemalten Wappen versehene Bände,
von denen ich das auf einem Lehensbuch des
Hochstiftes Würzburg (K. K. A., Lib. divers.
form. ga) befindliche abbilde. (Abbild. III).
Der Verfertiger hat sich in Form und
Grösse nach den schon vorhandenen Vor-
bildern aus der Zeit der früheren Regenten
gerichtet, jedoch eine andere Einteilung des
Schildes insofern vorgenommen, als er in
Feld ı und 3 den Rechen bez. die Fahne,
in 2 die Limburgschen Kolben, in 4 die
Aus der
Regierungsperiode von Gottfrieds Nachfolger
Limburgschen Spitzen unterbrachte.
Johann von Grumbach, bilde ich ein,
diesmal auf Papier gemaltes Superexlibris
(Tafel I) ab.
und trägt über dem Schildhaupt die Bezeichnung
Es ist etwas grösser gehalten,
„Bischof Johans von Grumbach“. Das Original
befindet sich in einem Bande Kaiser]. Land-
gerichtsprotokolle [K. K. A. Standbuch 547] von
dessen Aussenseite es gelegentlich einer Reparatur
des Bandes entfernt und auf die Innenseite
des Deckels geklebt wurde.
Der Schild ist geviertet, und
1. Felde den Rechen,
Grumbachsche „Möhrlein“, im 4.
zeigt im
das
im 2. und 3.
die Fahne.
Unter Rudolf von Scherenberg, der
Grumbach nachfolgte, und von 1400--1495
regierte, wird die bisher beliebte einfache
s
Wappenform verlassen.
Gleich aus dem Jahre seines Regierungs-
antrittes findet sich ein auf Pergament gemaltes,
nun aber mit Helm, Helmzier und Decken
versehenes Wappen einem Bande (K. K. A.
Lehensgeschichte des Hochstifts Würzburg
No. 24) aufgeklebt. (Tafel II).
Mit der gleichen Zeichnung versehene
Bände sind aus den späteren Regierungs-
Der
Feld den Rechen,
jahren Rudolfs noch mehrere erhalten.
gevierte Schild zeigt im 1.
2.
Schere, im 4. die Falıne.
im 2. und Scherenbergs Wappen, die
Auf Scherenberg folgte Lcrenz von Bibra,
der von 1495 bis 1519 den Bischofsstuhl zierte.
Bei Reihe Folio-Bänden
wieder das Wappen, auf Pergament gemalt,
einer von ist
aber nicht nur in der unter
aufgeklebt,
Scherenberg beliebten reicheren Ausstattung,
sondern auch noch in der früheren einfachen
Form. Man: schien aber später mit diesem
durch Zeichnung hergestellten Superexlibris
nicht mehr zufrieden, denn es ist ein weiteres
aufgeklebtes Superexlibris in einer Reihe von
182
|
trägt eine äusserst reiche Zeichnung:
Zwischen 2 Pfeilern stehen auf grünem Grunde
es
3 Schilde, der (herald.) rechte zeigt den
Frankenrechen, der linke die Fahne, der
mittlere unter die beiden gestellte das
Bibrasche Wappentier, den aufrecht stehenden
Biber.
Helme mit Zimier und Helmdecken, zwischen
Die beiden oberen Wappen tragen
ihnen schwebt der zum Bibrawappen gehörige
Helm (Tafel II).
Das Original unserer Abbildung befindet sich
mit Zimier und Decken.
auf einem Bande Reichstagsakten von 1518.
Unter Bibra begegnen wir ausserdem zum
ersten Mal einem Superexlibris ın der sonst
allgemein üblichen technischen Ausführung.
Auf einem mit prächtigen Ornamenten in
Blinddruck
bande befindet sich in der oberen Hälfte der ge-
verzierten weissen Schweinsleder-
vierte Schild, ebenfalls in Blinddruck, eingepresst.
Die Zeichnung gleicht dem oben erwähnten,
einfachen, gemalten und aufgeklebten Wappen*).
Unter Bibras
Thüngen (1519—1540) benützte man noch
Nachfolger Conrad von
einmal gemalte Superexlibris und zwar teil-
weise den Holzstock, welchen Bibra hatte
herstellen lassen, nur mit der Änderung, dass
Bibras Wappen und Helmzier entfernt, und
dafür Thüngens Schild und Helmzier ein-
gesetzt wurde (Tafel II) (K. K. A. Reichs-
tagsakten VII).
falls von einem Holzstock gedruckt, ein Wappen-
Ausserdem findet sich, gleich-
_ schild, geviertet mit dem Rechen im 1., dem
Thüngenschen Wappen im 2. und 3. und
= der Fahne im 4. Felde, mit 3 Helmen, Zimier
Exemplaren vorhanden, bei dessen Herstellung .
Auf
bemalt,
bediente.
bunt
man sich des Holzschnittes
Pergament gedruckt und
und Helmdecken, mehrmals verwendet, von
denen ein Blatt die handschriftlich beigefügte
Jahreszahl 1519 trägt. (Tafel II). (K. K. A.
Lehensbücher des Hochstifts Würzburg 38).
Thüngen war der letzte Bischof, unter dessen
Herrschaft und auf-
graphisch hergestellte
geklebte Superexlibris Verwendung fanden.
*) Siche auch Exl.-Zeitschrift I. Jahrg. S. 10 und 11.
Fúr seinen Nachfolger, Conrad von Bibra
der nur 4 Jahre, von 1540—1544 regierte,
konnte ich keinen Nachweis finden, dass er
ein Superexlibris in Gebrauch hatte, erst unter
Melchior Zobel, der 1544—1558 in Würz-
burg herrschte und Friedrich von Wirsberg,
der ihm in der Regierung folgte und bis
finden
sich zahlreiche Bände mit aufgepressten, in
1573 den Bischofsstuhl inne hatte,
der Ausstattung einander ziemlich ähnlichen
Wappen.
Es soll dabei nicht
dass die aus Metall geschnittenen Stempel
unerwähnt bleiben,
öfters ohne Rücksicht auf schon vorhandene
ornamentale Blindpressungen den Einbänden
nachträglich aufgepresst, und dass diese Pressun-
gen dann zur besseren Deutlichkeit und Ver-
schönung bunt mit der Hand koloriert wurden.
Die höchste Prachtentfaltung erreichen die
Würzburger Superexlibris unter der Herrschaft
des gewaltigen Julius Echter von Mespelbrunn
der 1573 — 10617 mit fester Hand das Bistum
Würzburg regierte.
Dass Julius übrigens schon vor seiner
Wahl
dachte, das Familien-Wappen zur Sicherung
zum daran
Bischof von Würzburg
beweist ein
Foliant aus dem Jahr 1570 in der kgl.
Universitätsbibliothek,*) dessen Einband es in
schönen Renaissanceformen zeigt, während auf
seiner Bücher zu verwenden,
dem Titelblatt des Buches noch die handschrift-
liche Bezeichnung „Julius Echter a Mespelbron,
Decanus Wirceb. Canonicus Mogunt. M. D.
LXX angebracht ist.
Julius Echter von Mespelbrunn war zeit-
lebens ein Bibliophile im besten Sinne des
Wortes und hat als
Residenz auf dem Marienberg eine bänder-
Landesfürst in seiner
reiche und kostbare Hofbibliothek gesammelt,
für welche er auch ein äusserst prächtiges
*) Für die Unterstützung meiner Forschungen bin ich den
Herren Oberbibliothekar Bibliotheksekretär
Dr. Handwerker zu grossem Danke verpflichtet.
Dr. Kerler und
Ein Schild
in der bekannten Vierteilung (1. Feld der
Superexlibris ausführen liess.*)
Rechen, 2. und 3. das Wappen der Echter,
4. die Fahne) mit 3 Helmen den zugehörigen
Zierden sowie reichen Helmdecken, ist von
einem rechteckigen Rahmen umschlossen, der
in den 4 Ecken die direkten Ahnenwappen
Echter,
Adelsheim (Vater und Mutter), unten rechts
Julius Echters rechts oben links
Habern, links Rüdt von Collenberg (väter-
liche und mútterliche Grossmutter) zeigt; oben
und unten zwischen den Ahnenwappen sind
Kartuschen mit Engelsköpfen, umgeben von
Früchten bezw. Vögeln, an den Seiten
Nischen mit den Figuren der Fides (rechts)
und der Justitia (links) angeordnet. Sowohl
Wappen wie sämtliches Beiwerk ist bunt
gemalt.
Ausserdem tragen die Bände seiner Hof-
bibliothek auf dem Schnitt in Goldbuchstaben
eingeschlagen die Bezeichnung: Julius dei
gracia Episcopus Wirceburgiae ac Franconiae
orientalis Oben am Schnitt steht der
Buchtitel, (Bei dem
mir zu Händen liegenden Exemplar 1580). Der
dux.
unten die Jahreszahl.
grösste Teil dieser so kostbar ausgestatteten,
auch inhaltlich nicht unbedeutencen Bibliothek
kam nach Schweden.**)
Gustav Adolf von Schweden erstürmte am
18. Oktober 1631
und úberwies durch Schenkungsurkunde vom
6. November 1631 die erbeutete Hofbibliothek
der Universität Upsala. Auf dem Transport —
das Schloss M arienberg
die Bücher erreichten ihren Bestimmungsort
erst nach 5 Jahren — mögen manche ver-
loren und abhanden gekommen sein, wodurch
es sich erklärt, dass Julius-Bände manchmal
im Handel auftauchen; einen Teil der Bücher
erhielt übrigens Königin Christina von Schweden
Privatbibliothek, ihrer
für ihre die sie bei
*) Otto Handwerker, Geschichte der Würzburger Univer-
sitätsbibliothek bis zur Siicularisation, S. ro.
**) Handwerker a. a. O. S. 20 fl.
ins Ausland mitnahm, andere
die Hände
Einige wenige befinden sich noch
Abdankung
kamen in der heimkehrenden
Generale.
in Würzburg, im Kgl. Krcisarchiv, in der
Universitätsbibliothek,
des historischen und des fränkischen Kunst-
in den Sammlungen
und Altertumsvereins, sowie in Würzburger
Privatbesitz.
Zeit
des grossen Julius, «den gevierten Schild mit
Ein zweites Superexlibris aus der
3 Helmen, Zimier und Helmdecken zeigend,
kommt öfter auf Bänden des Kgl. Kreis-
archivs vor. Das dritte Juliusexlibris, gleich-
falls auf Bänden des Kreisarchivs, besitzt
wiederum grössere Prachtentfaltung. Ein mit
Bändern umschlungener runder Lorbeerkranz
4
umschliesst drei Schilde; das mittlere untere
mit den schon erwähnten Ahnenwappen
ist das der Echter, rechts bezw. links darüber
befindet sich das der geistlichen und welt-
lichen Herrschaft. 3 Helme mit Zimier und
reichen Decken füllen das Runde des Kranzes
fast vollständig aus.
Ein viertes Superexlibris in Blindpressung
stellt die von einem prachtvollen ornamentalen
Rahmen umgebene stehende Figur des hei-
der
an-
ligen Kilian dar, unter dessen Füssen
oevierte Schild des Fürstbischofs Julius
gebracht ist.
Gleichfalls
entstanden
der Herrschaft Julius
sind zwei Superexlibris,
unter
Echters
deren sich das Domkapitel für seine Bücher
bedient
Bei dem ersten umschliesst ein ovaler Lorbeer-
und gebundenen Archivalien hat.
kranz, welcher oben durch fliegendes Band-
werk, unten durch Fruchtgehänge zu einem
Rechteck ergänzt wird, das Wappen mit Helm,
Zimier und prunkenden Helmdecken. Dieses
weisst den „Rechen“, das Symbol des geist-
Durch
und Blinddruck vom Superexlibris getrennt,
lichen Regimentes auf. ein Stabwerk
findet sich bei dem mir vorliegenden Bande
die Jahreszahl 1588.
184
Das
reichen
zweite besteht aus einer ziemlich
Spätrenaissancekartusche, in deren
ovalem Spiegel der Frankenrechen steht.
Von diesem Superexlibris hat sich der
Originalmessingstempel in den Sammlungen
des historischen Vereins zu Würzburg erhalten.
Er muss um 1600 entstanden sein, denn
die früheste Anwendung konnte ich auf einem
Schweinslederbande konstatieren, dessen Inhalt
1001 gedruckt wurde.
Schon oftmals war in diesen Zeilen von
den beiden Wappenbildern, Rechen und Fahne -
des Bistums Würzburg und Herzogtums Franken
die Rede.
selben an das geistliche und weltliche Regiment
Da über die richtige Zuteilung der-
immer noch Irrungen unterlaufen, sei hier auf
die Siegel des Domkapitels hingewiesen, die
bis in das 15. Jahrhundert hinauf allein den
Rechen führen; nur das jeweilige fürstliche
Wappen vereinte den Rechen und die Fahne,
wodurch der Fürst als der Repräsentant der
geistlichen und weltlichen Regierung erscheint.
Die Tatsache, dass das Domkapitel sich auf den
während seiner Zwischenregierungen geprägten
1754 1779
und 1795, die stets die Bezeichnung tragen
„Sede nur des Rechens
und niemals der Fahne bedient, ist wohl eben-
Múnzen in den Jahren 1749,
vacante“, immer
falls ein untrúglicher Beweis, dass die letztere
ausschliesslich vom Bischof als weltlicher
Regent, als Herzog in Franken geführt wurde.*)
Der Würzburger Geschichtsschreiber Lorenz
Fries erwähnt übrigens in seiner etwa 1550
„Hohen bei Be-
schreibung einer Münze, die der Ritterschafts-
verfassten Registratur“
hauptmann Georg Graf von Henneberg unter
der Regierung des Bischofs Johann von Brunn
1432 schlagen liess: „uf der ain Seiten stund
des Stiftes Wapen, nemlich der reche“; ferner
bei einer Münze des Stiftspflegers Albrecht
Grafen von Wertheim 1434 „die waren ge-
2
Dr.
Würzburg. Rechts- und Gerichtswesen.
Mag. Lorenz Fries zum fränkisch-
S. 42 u. ff.
Rockinger,
I
1400-1411
I
1411-1440
IV
1455 -1466
I
1443 - 1455
Superexlibris der Bischöfe von Würzburg
nach den Originalen gez. von August Stöhr-Würzburg.
À : Druck von C. A. Starke, Königl. Hofl., Görlitz. Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906. No. 4.
gen
mus
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1519-1540
1495 - 1519
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1495-1519
Superexlibris der Bischöfe von Würzburg
nach den Originalen gez. von August Stöhr-Würzburg.
Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906, No. 4.
Druck von C. A. Starke, Kónigl. Hofl., Görlitz.
prágt mit dem schilte und panier des herzog-
thums zu Franken“ endlich bei einer Münze
Rudolfs von Scherenberg von 1647 „was des
herzogthums fendlein.“
Endlich sei noch auf eine bei Dr.
Rockinger*) wiedergegebene und auch im
Archiv des historischen Vereins von Unter-
franken, Band 21, Heft 3, S. 231 abgebildete
eigenhändige Randzeichnung des Geschichts-
schreibers Lorenz Fries hingewiesen, die den
Schild mit dem Panier darstellt mit der bei-
gefügten ebenfalls handschriftlichen Erklärung:
„Herzogthums zu Franken Wapen das Panir“.
Die Stadt Würzburg führt seit Mitte des
16. Jahrhunderts ebenfalls die Fahne, und
zwar rot gold geviert im schwarzen Feld.
Ein Jahr nach des grossen Julius Tode
Zeit,
3ojährige Krieg, dessen Schrecken Würzburg,
begann Deutschlands schlimmste der
wieschon erwähnt 1031, inganzer Furchtbarkeit
kennen lernen sollte.
Julius hatte bekanntlich die Würzburger
Johann Gott-
fried von Aschhausen, der seit 1609 Bischof
Universität ins Leben gerufen.
von Bamberg war, folgte Julius 10617 auf
dem Würzburger Bischofssitz und vereinigte
beide Bistümer für die Zeit seiner Re-
gierung bis 1622. Die Anlage und Mehrung
Universitätsbibliothek
der in Würzburg selbst
einer liess er sich,
studiert hatte, be-
So
grosser
sonders angelegen sein. wurde in den
Jahren Teil
literarischen Nachlasses des Augsburger und
1610—1022 ein des
Eichstedter Domherren Johann Georg von
Werdenstein und eine umfangreiche Bibliothek
des Johann Baptist Welser in Augsburg an-
gekauft. Die bekannten Werdensteinschen
Exlibris finden sich daher in grosser Zahl in
der Würzburger Universitätsbibliothek.**) Es
*) a. a. O. S. 30 ff.
**) Die Bibliothek gibt selbstverstiindlich keines der in den
Biichern eingeklebten Werdensteinexlibris ab, Anfragen sind daher
zwecklos.
ist begreiflich, dass man für diese schon ge-
bundenen Bücher von der nachträglichen
Aufprägung eines Superexlibris Abstand nahm
und sich mit den handschriftlichen Bezeich-
nungen: Bibliotheca Academica Herbipolensis
oder ex bibliotheca Academica Herbipolensis,
bei mehreren mit der Beifügung Godefridiana,
genügen liess.*) Dass aber Aschhausen den-
noch ein Superexlibris hatte anfertigen lassen,
beweist ein Band im Kgl. Kreisarchiv Würz-
burg. Bei Entwurf der Zeichnung dazu hat
wohl eines der schönen Superexlibris Julius
Echters zum Vorbild gedient. Wir erblicken
den von einem ovalen Lorbeerkranz um-
rahmten gleichfalls ovalen Schild, der geviertet,
im 1. und 3. Feld das Wappen des Bistums
Bamberg, im 2. und 4. Rechen und Fahne
des
Franken,
Würzburg und Herzogtums
das Asch-
hausensche Geschlechtswappen, nämlich
Rad Über dem
die Mitra, welche rechts von den Helmen
Bistums
auf einem Herzschild,
das
zeigt. ovalen Schild steht
mit Zimier des Bistums Würzburg bezw. Bam-
berg, links Aschhausens bezw. des Herzogtums
Franken, sowie von Schwert und Krummstab
flankiert ist.
Die
werden von einer Art männlichen Caryatiden
äussersten Helme rechts und links
getragen. Dem Lorbeerkranz sind 4 Ahnen-
wappen eingefügt, nämlich Aschhausen oben
rechts, links Zobel, als des Bischofs Vater
und Mutter, unten rechts Ehrenberg, links
Bibra, als väterliche und miitterliche Gross-
muútter.
Es darf uns nicht Wunder nehmen, wenn
wir von 1622 an eine klaffende Lücke in der
Serie der Würzburger Superexlibris finden.
Aschhausens Nachfolger Philipp Adolf von
1623—1631 hatte mit Hexen-
Ehrenberg
prozessen, denen sein eigener Neffe zum Opfer
fiel, so viel zu tun, dass er sich mit idealen
*, Handwerker, a. a. o S. 18 ff.
wie Anlage und Förderung von
Dingen,
Bibliotheken, nicht abgeben konnte.
Die schwedische Invasion ging natürlich
auch an der Universitätsbibliothek nicht spur-
los vorüber, ihre Verluste dürften sogar recht
beträchtliche gewesen sein. Die Lage der
Universität nach dem Abzug der Schweden
war eine äusserst traurige, ein Zustand, der
noch lange anhielt, und den in erster Linie
die Bibliothek verspürte, da Anschaffungen zu
den Seltenheiten gehörten. So finden sich von
1670 bis zum Ende des Jahrhunderts über-
haupt keine Ausgaben für Bücher in den
Universitätsrechnungen, wenn man auch 1671
den Notar der Anstalt beauftragte, die Bib-
liothek zu ordnen und aufzunehmen. Bezeich-
nend für die Verborgenheit, in der die kleine
Büchersammlung jener Zeit ihr stilles Dasein
der
Blainville, der in
fristete, ıst die Tatsache, dass scharf-
sichtige Beobachter H. v.
den Maitagen 1705 in Würzburg weilte, von
der Existenz einer Universitätsbibliothek keine
Kunde erhielt und sich über den vermeint-
lichen Mangel einer solchen bass verwunderte.*)
Aus diesen Gründen konnte ich in den
Beständen der Universität und auch des
Kreisarchivs von den Bischöfen Franz von Hatz-
feld (1031—1042), Johann Philipp von Schön-
born 1042—1073, Johann Hartmann von
Rosenbach (1073—1075), Peter Philipp von
Dernbach 10675— 1083, Conrad Wilhelm von
Wernau 1083—84 und Johann Gottfried von
Guttenberg 1084 — 10698, keine Superexlibris
finden und es dürfte wohl auch ausgeschlossen
sein, dass diese Regenten für ihren Privat-
gebrauch oder das Archiv ein solches geführt
haben.
1699 kam Johann Philipp von Greiffen-
klau auf den Stuhl des Bistums Würzburg
und Herzogtums Franken. Er besass reiche
Bildung und literarische Neigungen, die
*, Handwerker a. a. o. S. 50.
186
natúrlich einer Mehrung der Bibliothek sehr
zu statten kamen. So erwarb er die um-
fängliche Bibliothek des Salentin
Faust von Stromberg, um sie mit Büchern
Johann
der eignen Bibliothek der Universitátssamm-
lung als Geschenk zu überweisen.
Der Fürst hatte sich von Johann Salver
ein schönes Exlibris stechen lassen, das er den
geschenkten Bänden einkleben liess, nicht um
Besitz
vielmehr den kommenden Geschlechtern seine
damit seinen zu kennzeichnen, als
Schenkung in dauernder Erinnerung zu-er-
halten. Diejenigen Bände, welche ein Super-
dürften
Privatbibliothek
Mir sind von Superexlibris des
exlibris auf den Einbänden haben,
wohl aus seiner eigenen
stammen.
Fürsten 2 bekannt geworden, von denen das
eine den gevierten Schild mit 3 Helmen,
umgeben von einem ovalen Lorbeerkranz,
bringt. Um letzteren ist ein Band geschlungen,
das folgende Inschrift besitzt: „Insigne. Rev:
dissimi ac celsm. (reverendissimi ac celsissimi)-
S. R. I (Sacri Romani imperii) Principis, ac
Domini. D.(omini) Joannis. Philippi. Episcopi.
Herbip.(olensis) Franciae. or(ientalis) dux OI
Das zweite zeigt den gevierten Schild mit
3 Helmen samt Zubehör, Schwert und Krumm-
stab in ovaler Linienfassung.
Greiffenklaus Nachfolger, Johann Philipp
Franz von Schönborn (1719 — 1724), führte
cbenfalls ein Superexlibris, wie einige im Be-
sitze der Universität befindliche Bände beweisen.
In einer ovalen Barokkartusche befinden sich
vor einem mit der Herzogskrone überhöhten
Hermelin 4 Schilde. Über dem vielgeteilten
Schönbornschen Schilde stehen noch das ein-
fache Schönbornsche Wappen, der Löwe auf
dem Dreiberg, rechts bzw. links die Schilde
des geistlichen und weltlichen Regiments des
Eine Umschrift
besagt: Johannes Philippus Franciscus D. G.
S. R. I. Herb. F. O. dux.
Präp. Mog. (Praepositus Moguntinus).
Fürst- Bistums Würzburg.
Princ. Episc.
=> 187 ==
In die
Franz's fällt die Herstellung eines äusserst
Regierungszeit Johann Philipp
interessanten ` Superexlibris. Es ist auf rotes
Glanzsaffianleder mit Gold, wie ich vermute
mit einzelnen Stempeln, gepresst, und wurde
bei den Folio-Bänden, für welche es bestimmt
war, auf dem Vorderdeckel eingesetzt.
Den Mittelpunkt der von 2 Linien und
einer aus kleinen Dreiecken gebildeten Bor-
düre rechteckig umrahmten Pressung bildet
ein ovaler Schild mit dem Rechen als Wappen-
bild, Helm, Helmzier und ornamentalen Decken;
unter ihm, und durch Bänder mit ihm ver-
knüpft befinden sich 2 Kartuschen, welche
die Wappen des Dompropstes (Fuchs) und des
Domdekans (Hutten) enthalten.
Um diese Wappengruppe legen sich 2
durch eine Schleife verbundene Äste, auf
denen die Wappen sämtlicher Mitglieder des
Domkapitels verteilt sind. Unten, rechts und
links der Schleife steht die Jahreszahl 17 — 22.
Wir haben es hier also wieder mit einem
ausgesprochenen Superexlibris des Domkapitels |
des Bistums Würzburg zu tun.
Schönborns Nachfolger, Christoph Franz
von Hutten, (1724—1729) hat gleichfalls ein
Superexlibris geführt, das in ovalem Linien-
rahmen den dreifach behelmten und von
Helmdecken umgebenen gevierten Wappen-
schild zeigt.
Auffallender Weise dachte erst Aschhausen
daran, die äusseren Symbole seiner geistlichen
und weltlichen Macht, Krummstab und Schwert,
dem Wappen auf seinem Superexlibris bei-
zufügen.
Seine Nachfolger, die sich eines solchen
bedienen, haben diesen Brauch nicht mehr
ausser Acht gelassen.
Die Superexlibris der auf Hutten folgenden
Bischöfe machen auf besondere künstlerische
Bedeutung keinen Anspruch mehr.
einfache Wappen, mit Hermelin, Krone, Schwert
und Krummstab, in Gold auf nun meist farbige
Es sınd.
d. h. braune, grüne oder rote Lederdecken,
die sonst nur noch wenige oder auch gar
Der Voll-
ständigkeit wegen seien sie hier noch ge-
keine Verzierung haben, gepresst.
nannt. Karl Friedrich von Schönborn 1729 bis
1746 führte das Schönbornsche Wappen mit
Krone in einfacher Barocker Umrahmung.
Aus Anselm Franz von Ingelheims kurzer
Regierung (1740—1749) fand ich kein Super-
Aber der Nachfolger Carl Philipp
von Greiffenklau 1749— 1754 benutzte wieder
exlibris.
ein solches mit seinem Wappen, ebenso Adam
Friedrich von Seinsheim, der seit 1755 Bischof
von Würzburg, von 1757 an auch von Bam-
berg war, und in beiden Bistümern bis 1779
regierte.
Sein Superexlibris zeigt den aus Bamberg
und Würzburg gevierten Schild mit dem
Familienwappen der Seinsheim als Herzschild.
Fast das gleiche Superexlibris, nur mit
verändertem Herzschild, liess Franz Ludwig
von Erthal der 1779—1795 Bischof von
Bamberg und Würzburg war, verwenden.
Karl
Würzburgs letzter Fürstbischof, der seit 1795
Georg von Fechenbach endlich,
den Stuhl inne hatte, benutzte ein Super-
exlibris, das den aus Rechen, dem Familien-
wappen und der Fahne gevierten Schild zeigt.
Am 22. November 1802 wurde das Fürst-
bistum Würzburg durch Pfalzbayern occupiert,
das die Übernahme der Regierung sofort
offiziell verkündete.
Die Geschichte der Würzburger
bischöfe ist zu Ende,
Fürst-
und mit ihr schliesst
auch das Kapitel ihrer Superexlibris.
Nicht Dokumente persönlichen Bücher-
besitzes der einzelnen Bischöfe, sind diese
| Superexlibris in der Periode bis zu Julius
Echter in erster Linie Kennzeichen der bischöf-
lichen Verwaltungstätigkeit; ihre Fundstelle ist
daher das ehemalige bischöfliche Archiv, das
nun einen Hauptbestandteil des Kgl. Kreis-
archivs in Würzburg bildet, und heute noch
von denselben Räumen in der ehemaligen
fürstbischöflichen Residenz beherbergt wird,
die bei deren Erbauung zum Archiv bestimmt
wurden.
Nach der Gründung der Universität fliesst
dic Hauptquelle in der Bibliothek derselben.
Wiederum — mit geringen Ausnahmen —- sind
die Superexlibris nicht persönliche Besitz-
zeichen der Bischöfe, sondern vielmehr Denk-
mäler des lebhaften Interesses und der per-
sönlichen Förderung, welche die Bischöfe
ihrer Universitätsbibliothek angedeihen liessen.
Die Kgl. Universitätsbibliothek des 19. Jahr-
188
hunderts hat eine zeitlane das Wappen ihres
oO
Stifters, des Fürstbischofs Julius Echter, als
Superexlibris auf dem Rücken der neu er-
worbenen Bücher geführt, ein Brauch, der
aber heute nicht mehr geübt wird.
August Stoehr, Würzburg.
Ein Supralibros des Breslauer
Rats vom Jahre 1585.
Das Schlesische Museum für Kunstgewerbe
und Altertümer in Breslau bewahrt
seinen Schätzen einen in verschiedenen Be-
ziehungen
libros-Stempel des Rates der Stadt Breslau auf. |
Dank dem freundlichen Entgegenkommen
des ersten Museumsdirektors, Herrn Professor
Dr. Masner, durfte ich von diesem Stempel
ein Klischee in natürlicher Grösse anfertigen
lassen, dessen Abdruck anbei erfolgt.
Der Stempel besteht aus einer mm
14
des Bildes. stellt
Wappen dar, das der Stadt im Jahre 1530
Letzteres das Breslauer
von Kaiser Karl dem Fünften verliehen worden `
ist, umgeben von der Inschrift:
SENATVS POPVLVSOVE
WRATISLAVIENSIS: MDLNXXV
unter |
höchst interessanten alten Supra- |
Um die Inschrift zieht sich ein Kranz von
zwanzig Wappen, zwischen welchen Lorbeer-
zweige sichtbar werden.
Auffallender Weise findet sich auf der
Platte die Jahreszahl wiederholt, und zwar in
ganz kleinen arabischen Ziffern unterhalb des
Der Zweck der Wiederholung
Dieselbe Eigentümlichkeit
Stadtwappens.
ist mir nicht klar.
findet sich auch auf Münzen der Stadt Breslau,
die aus ungefähr gleicher Zeit stammen, so
z. B.
Jahre 1612, der diese Zahl sogar dreimal auf-
auf einem Doppeldukaten aus dem
weist.
Das unterste Wappen des Wappenkranzes
ist der zweiköpfige deutsche Reichsadler, úber
dem die Kaiserkrone schwebt, die wegen
Raummangels ihren Platz in der Umschnft-
zeile gefunden hat.
Die übrigen Wappen sind die Wappen der
Breslauer Ratsherren und Schöffen des Jahres
1585, was nicht nur aus den Wappenbildern
selbst hervorgeht, sondern auch noch durch
die Anfangsbuchstaben der Namen bestätigt
wird, die über jedem Wappenschilde ange-
bracht sind.
Ganz oben befindet sich das Wappen des
Ratspräses oder Seniors Nicolaus Rhediger.
Er gehört einer berühmten alten Breslauer
Patrizierfamilie an, aus der u. a. auch der
Begründer der Breslauer Stadtbibliothek stammt.
Das Wappenschild, ein Reh auf einem Drei-
berg, bildet eine Anspielung auf die erste
Silbe des Familiennamens.
An dieses Wappen schliessen sich rechts
die Wappenschilder folgender Ratsherren und
| Schöffen an:
starken, eirunden Bronzeplatte von der Grösse
Abraham Jenckwitz,
Johannes (Hans) Bucher,
Johannes (Hans) Sadewitz,
Kilian Utmann,
Friedrich Schmidt,
Nicolaus Reichel,
Caspar Fröhlich,
Sebastian Vogt,
Michael Neidaw.
Auf der linken Seite befinden sich dagegen die
Wappenschilder der Ratsherren und Schöffen:
Jacob Schachmann,
Heinrich Kromeier,
David Koesler,
Johannes (Hans) Benisch,
Israel Reichel,
Adam Rhediger,
Daniel Schilling und
Erasmus Miller.
Die Wappen von Bucher, Vogt, Schachmann
und Kromeier sind als redende zu bezeichnen,
da die in ihnen dargestellten Bilder einer
Buche, eines Vogts, eines Schachbretts und
einer Kráhe Beziehung zu dem Namen des
Besitzers haben. Hans Sadewitz, Hans Be-
Michael Neidaw. die nicht dem
Patriziate angehörten, sondern aus den Zünften
nisch und
hervorgegangen waren, führen statt eines eigent-
lichen Wappens eine Hausmarke oder ein
Monogramm im Schilde.
Der letzte Wappenschild auf der linken
Seite ist leer; er sollte offenbar später noch
nachgestochen werden, ebenso wie die zuge-
hörigen Anfangsbuchstaben des Namens, für
die zwei quadratische Flächen über dem Schilde
in der Ebene der Druckfläche stehen gelassen sind.
Diese Tatsache gestattet zwei Rückschlüsse:
Da die Wahl der Ratsherren und Schöffen
für das Jahr 1585 in Breslau nach Ausweis |
des sogenannten Ratskataloges am 60. März
1585 erfolgt ist, und bei dieser Wahl sämt-
liche Ratsherren und Schöffen des Jahres 1584
wiedergewählt wurden, zu welchen als ein-
ziger homo novus Andreas Schubert als Ersatz
für Melchior Arnold, der am 19. September
1584 gestorben war, hinzutrat, so muss der
Stempel vor dem 6. März 1585
gestochen
worden sein, da sonst auf ihm auch das
Wappen des an diesem Tage gewählten
Schöffen dargestellt wäre.
189 -—
Und ferner
Stempel unvollendet geblieben ist, wohl mit
darf man daraus, dass der
Recht schliessen, dass er niemals in Gebrauch
Wie
Direktoren der Breslauer Stadtbibliothek
Stadtarchivs, Herren
Dr. Hippe und Dr. Wendt, bestätigt wurde,
findet weder in der Stadt-
bibliothek Stadtarchiv ein Abdruck
Abdrücke
ähnlicher Wappenstempel häufig auf und in
genommen worden ist. mir von den
und
des Breslauer den
sich tatsächlich
noch im
des Stempels, trotzdem anderer
den Büchern, Akten usw. jener beiden Insti-
tute vorkommen.
Die Gründe, aus welchen der Stempel
unvollendet geblieben ist und keine Verwen-
Viel-
leicht erregte die vom Stempelschneider ge-
dung gefunden hat, sind nicht bekannt.
wählte Reihenfolge der Wappen Anstoss, weil
sie nicht der Rangfolge der Ratsherren ent-
spricht. Vielleicht trug man Bedenken, den
Stempel in Gebrauch zu nehmen, weil der
ständige, mindestens alljährlich einmal statt-
findende Wechsel in der Besetzung der Rats-
stellen auch alljährlich die Anfertigung eines
neuen Stempels mit neuen Wappen bedingt
Grund hat
Erachtens die meiste Wahrscheinlichkeit für
haben würde. Dieser meines
sich. Wie sich aus dem Ratskatalog ergibt,
sind von den aufgeführten 18 Ratsherren und
Schöffen Johannes Sadewitz am 3. April 1585
und Michacl Neidaw am 19. März 1585 ge-
storben. Der Stempel entsprach also schon
14 Tage nach der Ratswahl nicht mehr den
tatsächlichen Verhältnissen,
Endlich aber ıst es noch möglich, wenn
auch unwahrscheinlich, dass die Person des
Stempelschneiders Schuld daran ist, dass der
Stempel unvollendet blieb. Dieser Stempel-
schneider ist uns bekannt, da er am senk-
rechten Rande der Stempelplatte folgende ver-
tiefte zweizeilige Inschrift angebracht hat:
BLASIVS . EBISCH - FECIT:
IN BRESLAW: 1.5.8.5:
190
Die einzigen Nachrichten, die ich über den, | Stempel angegeben ist, und es wäre immer-
in seiner Kunst zweifellos besonders tüchtigen
Meister bis jetzt erhalten habe, bestehen in
zwei Eintragungen der Kirchenbücher der
Maria-Magdalenenkirche zu Breslau.
Nach dem Totenbuche dieser Kirche starb
„Blasius Ebisch, Form- und Wappenschneider“
hin denkbar, dass eine langwierige Krankheit,
die schliesslich zu dem frühen Tode des
Meisters führte, die Veranlassung dazu war,
dass der Stempel nicht fertig gestellt wurde.
Letzterer ist ohne Frage ein tüchtiges
Werk,
das ähnlichen Arbeiten jener Zeit
am 29. April 1587 im Alter von 38 Jahren,
heiratete seine
1592
Form- und Wapenschneider Augustin Frebel,
Oswald Frebel
und nach dem Traubuche
Wittwe Anna am 8. September den
den Sohn des Gúrtlers zu
Jung Bunzlau in Böhmen.
Ebisch
Jahre nach dem Datum, das auf unserem
Blasıus starb also schon zwei
würdig an die Seite gestellt werden kann.
Wenig charakteristisch ist die Darstellung des
Kopfes Johannes des Täufers auf der Schüssel
in der Mitte des Schildes, und noch weniger
der Kopf des
Johannes im vierten Wappenfelde und auf
Die über diesem befindliche
Krone ist, wohl in Anlehnung an ähnliche
gelungen ist Evangelisten
dem Helme.
Vorbilder, zu gross ausgefallen. Im Ubrigen
aber bekundet der Stempel nicht nur vor-
zügliches handwerksmässiges Können, sondern
auch guten Geschmack in der Zeichnung und
sichere Berherrschung der Formen.
Eine eigenartige Anerkennung fand der
Stempel dadurch, dass er 62 Jahre später
Vorbild für
Stempel benutzt wurde,
als einen neuen Superlibros-
der sich von dem
alten im Wesentlichen nur durch die Weg-
lassung des äusseren Wappenkranzes unter-
scheidet. Der neue Stempel ist zwar nicht
mehr vorhanden, aber ein Abdruck desselben
befindet sich auf dem Deckel des oben er-
wähnten Ratskataloges, und ein zweiter be-
findet sich in meinem Besitz, und zwar auf
einem Mappendeckel in Aktenformat, den ich
vor einigen Jahren durch Zufall aus dem
Nachlasse eines Breslauer Rektors erwarb.
Der Deckel ist aussen mit pergamentähnlichem,
gelblichweissem Papier beklebt und trägt oben
in vergoldeten Buchstaben die eingepresste,
zweizeilige Inschrift
Stein und Nagel Amts
Rechnung,
während unten die Jahreszahl 1728 und da-
rüber der Wappenstempel in Gold eingedruckt
sind. Letzterer ist seinem Vorbilde so getreu
nachgebildet, dass der Formschneider sogar
die Kaiserkrone zwischen den Worten popu-
lusque und Wratislavieusis wieder angebracht
hat, trotzdem der Doppeladler, zu dem sie
gehört, in Wegfall gekommen, und die Krone
Gerade
das Vorhandensein der letzteren beweist aber
damit bedeutungslos geworden ist.
zur Evidenz, dass der Stempel des Blasius
Ebisch dem Verfertiger des jüngeren Stempels
als Vorlage gedient hat. — In diesem ist
die Jahreszahl 1585 sowohl in der Umschrift, |
als auch dicht unterhalb des Wappens durch
die Jahreszahl 1047 ersetzt Bei der Zahl
unter dem Wappen stehen noch die Buch-
A A E a ZZ NO A IS en En
IQI -—-
staben H-R, offenbar die Anfangsbuchstaben
vom Namen des Stempelschneiders.
Wie aus der Jahreszahl 1728 auf dem
mir gehörigen Aktendeckel hervorgeht, ist der
jüngere Stempel länger als 80 Jahre in Be-
nutzung gewesen, während sein interessanteres
Vorbild überhaupt nicht zur Verwendung ge-
kommen ist.
Drängt sich da nicht unwillkürlich der
Gedanke auf, dass nicht nur die Bücher,
sondern auch die Bücherstempel ihre Schick-
sale haben?
Breslau.
Julius Nathansohn,
Magistrats-Baurat.
Ein unbekanntes Exlibris des
Klosters St. Veit an der Rott.
Ein Exlibris des ehemaligen Benediktiner-
stiftes St. Veit an der Rott!) ist bereits als
Eigentum der Eisenhardtschen Sammlung bei
F. Warnecke?) erwähnt. Es stammt, wie wir
aus der Umschrift und der Jahreszahl — 1721 —
erfahren, aus der Regierungszeit des Abtes
Gregorius II. Kirmayer (1721 — 1704).
Ein zweites bisher unbekanntes St. Veiter
Bibliothekzeichen wurde neuestens in einer
Gesamtausgabe der Werke des Dominikaners
Das Kloster
y Das
auf dem
Johannes Dedinger ?) gefunden.
erwarb dessen Schriften im Jahre 1677.
entnehmen wir dem Vermerke
unteren Rande unseres Exlibris. Der in der
Inschrift genannte Abt Gregorius ist dem-
2) Graf Dietmar von Dornberg hatte 1030 zu Eisenbach
ein Benediktinerkloster errichtet. Erzbischof Adalbert von
Salzburg verlegte dieses 1171 auf den 1!/, Stunden südlich ge-
legenen St. Veitsberg unweit des heutigen Marktfleckens Neu-
markt an der Rott im Bezirksanıt Mühldorf des Kreises Ober-
bayern. Das Kloster wurde 1803 aufgehoben. Kalender für
katholische Christen auf das Jahr 1882. XLII. Jhrgg. Sulzbach
i. d. Oberpfalz. S. 41—50.
2) S., 218.
3) Dedinger Joannes, cin deutscher Dominikaner, trat zu
Wien in den Orden und war Mitte des 17. Jahrhunderts als
Praedicator generalis berühmt.
nach der erste dieses Namens unter den St.
Veiter Das
zeigt auch sein persönliches Wappen, das Ein-
Prälaten. linke Wappenschild
horn (Unicornis), das Symbol der Jungfräu-
Schild
Klosterwappen, einen Fichtenbaum (Veichten-
Bis
(117I — 1207) hatte nämlich jeder Abt sein
Heinrich 1.
wählte den Fichtenbaum als Klosterwappen,
lichkeit; im rechten sehen wir das
baum). zur Regierung Heinrichs I.
eigenes Klosterwappen geführt;
diesen behielten alle seine Nachfolger bei und
nahmen dann noch ein besonderes Wappen
hinzu.) Über den beiden Wappenschildern
erblicken wir die Inful und den Hirtenstab
des Abtes, als solcher kenntlich und von dem
bischöflichen
der Krümme herabhängende Fahne. Die Inful
unterschieden durch die unter
ist geschmückt mit dem Bilde des Kloster-
Er steht
in einem von Flammen umzüngelten Kessel.
patrons, des heiligen Vitus (Veit).
Nach der Legende liess Kaiser Diokletian den
standhaften christlichen Jüngling in siedendes
Pech werfen, aus dem jedoch Vitus neuge-
stärkt hervorging.5)
Das Original unseres Exlibris ist 16,6 cm
lang und 12,9 cm breit.
Ob St. Veit schon früher Bibliothekzeichen
besass, oder ob ein solches unter Abt Gre-
wird
Am 13. Ok-
tober 1639 zerstörte der Blitz beinahe das
ganze Kloster; auch die bedeutende Bibliothek
wurde ein Raub der Flammen.
grorius I. zum ersten Male erscheint,
sıch wohl nie feststellen lassen.
Ebensowenig
war es bisher möglich — trotz eifrigsten Be-
mühens — zu erfahren, ob später ausser den
beiden nunmehr bekannten ein Exlibris auch
unter anderen Äbten vorhanden war, wie denn
über das Schicksal der St. Veiter Kloster-
bibliothek nach der Säkularisation nichts weiter
feststeht, als dass sie der Kgl. Hof- und Staats-
bibliothek
in München nicht einverleibt ist.
4) Kalender ctc. S. 44.
“) Wetzer und Welte’s Kirchenlexikon. XII. Bd. Sp. 1021.
So fehlt eben deshalb dort die Gesamtausgabe
der Werke Dedingers.
Wir möchten nun unser Exlibris das erste
Mal nicht zum Abdruck bringen, ohne die
Veröffentlichung mit einigen Nachrichten über
den Mann zu begleiten, dessen Namen es
trägt.
Gregorius
Münchner, wurde am 12. März 1653, gerade
an dem Tage, an dem er das vierzigste Le-
bensjahr vollendete, durch einstimmige Wahl
von seinen Mitbrüdern zur abteilichen Würde
erhoben. Vorher war er einige Zeit Prior
des Klosters gewesen und darnach von seinem
Obern zum Pfarrvikar in Vilsbiburg®) bestellt
worden.
Bei
Gregorius die Verhältnisse des Stiftes in trost-
losem Zustande.
Übernahme seiner Regierung fand
Von gewaltigen Schicksals-
schlägen war es unter
Maurus I. Fröschl
worden.
seinem Vorgänger
(1633 — 1053) getroffen
Krieg und Teuerung suchten das
Land schwer heim. Als 1034 die Pest alle
Klosterbrüder bis auf den Abt dahinraffte,
war er genötigt, grosse Opfer zu bringen, um
1639 brannte
fast das ganze Kloster nieder und der Neu-
wieder Priester zu gewinnen.
bau machte die Aufnahme vieler tausend
Gulden notwendig. Zu allem Unglück ver-
siegte bald auch noch eine der besten Ein-
1045
feindlichen Truppen die Weinberge und Háuser
des Stiftes in Osterreich. Zwei Jahre später
musste der Abt ‘2000 fl. zu den ungeheuren
1048
plünderten die Schweden das Kloster und die
nahmequellen; denn zerstörten die
Kriegskontributionen beisteuern und
Kirche gänzlich aus.
All diese Schäden gutzumachen, das war
eine schwere Aufgabe für den neuen Prälaten;
Bald schmückten das
Gotteshaus wieder die prächtigsten Altäre, in
er wurde ihr gerecht.
6) Ein Marktflecken im Kreise Niederbayern, ungefähr
5 Stunden südöstlich von Landshut gelegen.
I. Wöstermayr, ein geborner
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GREGORIUS D:G: ABBAS
MONASTERII S.VITI
CIS ROTHAM.
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Ein unbekanntes Exlibris des Klosters St. Veit an der Rott.
Druck von C A. Starke, Königl. Hofl., Görlitz. Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906, No. 4.
der er einen Marmorboden
legen und kunstvoll gefertigte eisenbeschlagene
Sakristei liess
Schränke unterbringen, die er mit priester-
lichen Gewändern bester und feinster Arbeit
füllte.
und für dessen Sicherheit mehr denn vorher
Das Klosterarchiv ward neu geordnet
gesorgt. Nicht geringen Zuwachs erfuhr auch
die Bibliothek.
Stifte zahlreiche neue Mitglieder zuzuführen,
Sein Hauptbestreben, dem
sah er von bestem Erfolge gekrönt; aber er
gab sich damit nicht zufrieden sein Kloster
zu bevölkern, er war nicht minder darauf be-
dacht, seinen jungen Klerikern eine gediegene
wissenschaftliche Bildung zu verschaffen und
scheute für diesen Zweck keine Kosten. Trotz-
dem gelang es ihm in kurzer Zeit die ge-
waltige Schuldenlast zum grössten Teile zu
tilgen.
Für diese seine Verdienste erntet Grego-
rius das höchste Lob des Geschichtschreibers
von St. Veit.) Er rühmt an ihm seine öko-
nomische Sparsamkeit, seinen Eifer und seine
Umsicht, die Reife seines Urteils, seine Kennt-
Gre-
gorius, ein unerschrockener Verteidiger der
nisse und seine Liebe zur Wissenschaft.
Rechte seines Klosters, erfreute sich aber
nicht minder des höchsten Ansehens bei
Kurfürst Ferdinand Maria und den bayerischen
Ständen.
1069 auf der Landtagsversammlung zu München
Dies zeigte sich besonders, als er
erschien.
Fast 34 Jahre war Gregorius I., der 44.
Abt
starb er an
in der Reihe der St. Veiter Prälaten,
1686
Altersschwäche kurz vor Vollendung
Über 55 Jahre hatte er
dem Orden angehört und mehr als 54 Jahre
ewesen. Am 5. März
vi
seines
74. Lebensjahres.
war er Priester gewesen.°) Seine letzte Ruhe-
0:8: Gë
(Im Pfarr-
7) Compendium historiae monasterii S. Viti.
P. N. Benedicti anno MDCCLVIII conscriptum.
archiv von St. Veit.)
8) Diese Angabe des Compendiums scheint nicht richtig zu
sein, da er dann mit 19 Jahren bereits dic Priesterweihe em-
pfangen hätte.
státte fand er in der St. Maria-Loretfokapelle.
Sein Wappen zeigt uns, wie schon er-
wähnt, das Einhorn, das Emblem die aus den
Wolken hervorbrechende Sonne; das Lemma
lautet: Post nubila splendent.
Im Jubeljahr des Klosters 1730”) wurden
seiner Regierung folgende Verse gewidmet:
Tristia Phoebaeae flamma, post nubila
splendent,
Lumine delectant, quidquid in orbe, suo;
En similis surgit post tristia nubila Phoebus,
Luce sua fractos exhilarans animos.
Wann der Himmel überzogen
Mit den schwartzen trauer Kleyd/
Ist doch d’Sonn nit weg geflogen/
Hat sich nit entfehrnet weit/
Man darff dannoch nit verzagen
Wann der Himmel finster schon/
Dann /wie thuet das Sprichwort sagen/
Auf die Wolcken folgt die Sonn:
Ob zu Mauri Zeit sich neiget
Alles schon zur Traurigkeit/
Secht! Gregori sich drauf zeiget
Mit dem Glantz der Wissenheit.
München.
Karl Guggenberger,
Religionslehrer am Kgl. Theresien-Gymnasium.
Fritz Mock.
Im Anschlusse an die kurze Notiz in
Heft 3, 1906 unserer Zeitschrift möchte ich
näher mit diesem neuen
Exlibris - Künstler bekannt Fritz
Mock, geb. 1867 kam 1885 an die Akademie
die Leser etwas
machen.
nach München und arbeitete hier zuerst
längere Zeit unter Heinz Heim, dem leider
so früh verstorbenen Darmstädter Künstler.
Schon
Akademie beschäftigte sich Mock sehr viel
während seines Aufenthaltes an der
% Höchst- Löblich- angestelltes Jubel- und Dank - Fest,
Anno 1730. Landshut. S. 284.
— 194 — i
mit Illpstrieren, einer seiner Lieblings-
beschäftigungen von jeher; hatte er doch,
im Alter von 16 Jahren seine ersten Illu-
strationen für eine Gedichtsammlung geliefert.
Lenbach
und
In München wurde er auch mit
bekannt, verkehrte viel bei ihm, malte
dann längere Zeit unter seiner Leitung haupt-
sächlich Porträtstudien. Seine Arbeiten blieben
nicht unbeachtet und bald beriefen ihn einige
Br.,
grössere Aufträge erhielt. So
Kunstfreunde nach Freiburg 1. wo er
verschiedene
wurde Mock weiteren Kreisen bekannt und
kam dann nach Basel, wo er ein so reiches |
Feld für seine Kunst vorfand, dass er seine :
ursprüngliche Absicht, nach München zurück-
zukehren, nicht mehr zur Ausführung brachte.
On revient toujours a ses premiers amours,
Mock. Die
aufträge, sowie die von ihm ins Leben ge-
— auch zahlreichen Porträt-
rufene Malschule hatten ihn dem Illustrations-
fach etwas entfremdet, aber namentlich in den
letzten Jahren wandte er sich seiner ehemaligen
Lieblingsbeschäftigung wieder in ausgedehn- `
terem Masse zu.
Als Beispiel Mock’scher Kunst möge das
| in der Beilage wiedergegebene Blatt des
ı Schreibers dieser Zeilen dienen, welches in
seiner vortrefflichen Durchführung und monu-
mentalen Einfachheit als Besitzerzeichen eines
Apothekers kaum der Erklärung bedarf. Her-
noch das Exlibris Bertschi
(Buchdrucker) ein Mädchen darstellend, welches *
vorzuheben sind
von einem Holzzstocke Abzüge nimmt, und
das Blatt Buri (Kaufmann), welches einen
Kaufherrn, den Merkurstab in der Hand und
sich auf Büchern stützend aufweist. *
Diese wenigen Blätter allein sichern Mock
einen ersten Platz in der grossen Reihe un-
serer Exlibris-Zeichner, — möge er seine
geübte Hand noch recht oft in den Dienst
unserer schönen Kunst stellen.
Rich. Doetsch-Benziger.
Basel.
Exlibris Max Pesl*)
gezeichnet von Alexander Rot haug.
Im 15. Jahrgang der Zeitschrift war mein
Exlibris fúr Orientalia, gezeichnet von Alexan-
Reihe
Werken und Werkchen, besonders auch auf
Er illustrierte eine ganze von
der Rothaug, abgebildet. Bald nach dem
Erscheinen jenes Heftes erhielt ich von dem-
gewerblichem Gebicte. Seine Entwürfe sind | selben Künstler noch eine Zeichnung für ein
Geschichts-Exlibris, Ein herrliches Blatt. In
der Mitte sitzt Klio, die Muse der Geschichts-
schreibung, in der Linken hält sie die Tafel,
Rechten den Griffel.
sieht sie einem Kampfe zu, der im Hinter-
einfach und klar durchgeführt, immer in enger
Verbindung mit dem gegebenen Thema, ohne
sich jedoch ängstlich an dasselbe anzulehnen.
in der Aufmerksam
Exlibris - Kleinkunst
sich Mock erst seit etwa einem Jahre, und |
In unserer betätigt
grunde um den Besitz einer Brücke tobt.
schuf in dieser Zeit etwa zehn Blätter, die
Rechts und links von diesem Hauptbilde sind
sich alle durch ihre prägnante Beziehung zum
Die Mock’schen
libris sind alle breit und voll angelegt, und
Besitzer auszeichnen.
der kleine Raum ist vortrefflich ausgefüllt,
ohne jedoch überladen zu erscheinen. Bei
den meisten Blättchen bekundet sich auch
eine Vorliebe für zarte Farben, die in feiner
Harmonie aneinander gesetzt sind, und ausser-
ordentlich vornehm wirken.
Ex- |
in den Leisten die Vertreterinnen der Macht
und des Rechtes mit ihren Abzeichen, wie
Schwert, Schild und Wage. Unten als Ab-
schluss eine Sphinx, umgeben von einer
Schlange, dem Sinnbild der Ewigkeit.
Das nächste Blatt, grau in grau gemalt,
das mir der Künstler widmete, ist für Werke
*) Wird nicht getauscht.
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EXILORIS FIAXIESE
der Philosophie bestimmt. Eine hehre Frauen-
gestalt auf einem steinernen Sitze, schreibt
In
mit der sie sich auf einen Globus
ihre Beobachtungen nieder. ihrer linken
Hand,
stützt, hält sie einen Spiegel, da Selbstbeob-
eine der ersten
achtung Forderungen der
Philosophie ist. Im Hintergrunde liegt eine
Spbinx mit einem Totenschädel in den Pranken;
dahinter dehnt sicn der gestirnte Himmel aus,
den ein Regenbogen durchzieht.
Von seiner hochpoetischen Seite zeigt sich
Rothaug im Exlibris für Litteratur. Ein welt-
fernes Plätzchen im deutschen Walde ist der
Aufenthalt der
klaren Quelle; die Finger ihrer linken Hand
Poesie; sie ruht an einer
spielen in der Lyra, ein Schwan lauscht dem
Saitenspiel. Unten im dunklen Teich blühen
Wasserrosen; alles ist so still und ruhig und
doch so hoheitsvoll, wie nur echte Dichtung ist.
Auch diese neuen drei Exlibris verwende
ich im Kupferstich des trefflichen D. Speier,
eines Schülers von Peter Halm.
München.
Max Pesl.
Ein neues Exlibris von Klemens
Kissel.
Vor uns liegt ein Exemplar des durch
Herrn Clemens
Exlibris
Vereins Ingelheim.
Kissel- Mainz ausgeführten
des neu gegründeten historischen
Dasselbe symbolisiert die Geschichte der
beiden in Rheinhessen — zwischen Bingen
linken Rheinufer
fast miteinander
Nieder- Ober-
Ingelheim, deren reiche Geschichte eine ge-
und Mainz auf dem
prächtig gelegenen, örtlich
verbundenen Städtchen und
meinsame genannt werden kann, in alter Zeit
waren beide nur unter dem Namen ,,Ingel-
heim“ bekannt, der Sage nach der Geburtsort
Karls des Grossen. Die Pfalz dieses grossen
196
- —
Kaisers — nach einer Abbildung in Seb.
Münster’s Cosmographia dargestellt -— von der
Reste noch in Nieder-Ingelheim vorhanden
sind, bildet den Untergrund zu dem Buch-
zeichen, das von der prächtigen, im romani-
schen Stile gehaltenen, St. Wigbert gewidmeten
Kirche in Ober-Ingelheim nebst ihrer alten
ES AN
romantischen Burgmauer-Umrahmung gekrónt
wird. Eine romanische Säule in der Mitte
trennt die beiden Städtewappen (links Nieder-,
rechts Ober-Ingelheim). Der Anordnung der
Seitenwappen liegt, entsprechend der geschicht-
lichen Entwickelung beider Städte folgende
Idee zugrunde:
Kurpfalz (Reichsgeschichte) gegenüber:
von Bolanden (Lehensträger des Reiches, Dy-
nastie: Kämmerer von Mainz).
Frankreich (Landesgeschichte) gegenüber:
von Ingelheim (Veräusserung des adeligen
Lehnsbesitzes durch die franz. Republik, Weg-
zug der v. ].).
Grossherzogtum Hessen (Neuzeit) gegen-
úber: v. Erlanger (blúhender Ingelheimer Adel,
eifrige Förderer des Vereins).
Die Idee des Exlibris stammt von den
Herren Wilh. Jung und A. Saalwächter, beide
Mitglieder des Vereins.
Berlin.
Dr. H. Brendicke.
Neue Exlibris.
Der Graphiker Felix Maltz in Char-
lottenburg, der Zeichner des Exlibris für Julius
Goldmann-Karlsbad, stellt sich unserer
kleinen Gemeinschaft als ein junger Künstler
vor, der an Herrn Dr. Levinstein-Berlin einen
feinsinnigen Förderer fand. Maltz hat auch für
Herrn Viktor Singer-Karlsbad ein hübsches
Exlibris
tauscht wird.
Herr J. Goldmann ist
betreibt seit vielen Jahren in seinen Musse-
stunden Kunststudien,
gezeichnet, das auf Wunsch ge-
Kaufmann und
Seine Sammlungen
befinden sich in der Privatwohnung Wildpark-
Aich bei Karlsbad und beziehen sich meist
auf moderne Graphik.
Das Exlibris bringt einen trefflichen Ge-
danken zum Ausdruck. Minerva gilt dem
Zeichner wie dem Besitzer als Inbegriff alles
Schönen, Guten und Wahren. Auf hohem
Sockel erhebt sich ihr Standbild. Vor diesem
sinken alle mit dem jungen Griechen be-
wundernd .aufs Knie. Die Durchführung ist,
wie der Besitzer selber sagt, nicht ganz ein-
wandfrei.
Unser eifriges und seit 1902 in unserer
Exlibris-Gemeinde besonders tätiges Mitglied
Alexandre de Riquer, Marquis de Bena-
vent, Comte de Davolos in Barcelona,
der nicht nur in Spanien die Exlibrissache
mit Ernst und Eifer fördert, sondern auch
für die deutschen Länder einschliesslich Öster-
reich und der Schweiz seine Tätigkeit ein-
setzte, hat uns sein neuestes Exlibris inganzer
Auflagezur Verfügung gestellt. Wir reihen
bei Devnent & Giesecke in Leipzig
mustergiltig hergestellten Kupferdruck in die
„Musik-Exlibris“ ein. Das Exlibris stellt
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eine Frauengestalt am Klavier dar, umgeben
von musizierenden Engeln, betenden und
singenden Gestalten, in trefllicher Gruppierung
und ist für den kunstsinnigen Forscher und
Förderer aller künstlerischen Bestrebungen
Herr F. Hinrat bestimmt.
Von H. Laudahn, Inhaber einer Gravier-
anstalt, die sich besonders mit der Herstellung
von Platten und Stempeln für Bucheinbände
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Exlibris F. Lliurat
Radierung von A. de Riquer, Barcelona.
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beschäftigt, sowie von Stich- und Reliefplatten
für Monogramm-Prägungen, Berlin SW. 12,
Kochstr. 68, von dem wir bereits das Exlibris
des Herrn Paul Czihatzki, Prokuristen der
Kgl. Hotbuchhandlung E. S. Mittler & Sohn
kennen gelernt haben, bringen wir heut 2
weitere, recht gefällige und ansprechende
Exlibris. 1. Das Exlibris für Max Ehrich,
einen Alpinisten, dessen Reiseutensilien (Feld-
flasche, Tabakspfeife und Beutel, Messer und
Becher) in friedlichem Stillleben bei einander
lagern. 2. Ein Exlibris fürJohannesSeidel,
mit biirgerlichem Wappen in der unteren Rand-
leiste und dem dichtumwölkten Alpengipfel,
der sicherlich auch auf touristische Neigungen
schliessen lässt; eine andere Ausführung mit
blauem Hintergrunde wirkt intensiver auf den
Beschauer.
„Aus der Bücherei des Klosters Beuer-
berg“ bei München, einer ehemaligen Propste),
mit etwas prononciert hervortretendem Bild-
stöckl im Vordergrund, ist ein Exlibris von
Fräulein Josephine Bogner in München,
Schwindstrasse 3 gezeichnet, einer Schülerin
von Nockher.
Für die Benediktiner-Abtei auf dem Nonn-
berg in Salzburg (Monasterium S. Erentrudis
in Monte Manialium Salisb.) hat Herr Her-
mann Freiherr Reichlin von Mel-
degg ein zierliches Exlibris geschaffen. Der
Hirtenstab und die Krone, welche auf dem-
selben angebracht sind, wurden den Originalen
genau nachgebildet, welche die Abtissin bei
feierlichen Gelegenheiten in der Hand führt
bezw. auf dem Kopfe trägst. Das Wappen
wird seit undenklichen Zeiten von dem Kloster
Hinter
dem Schilde erscheint in senkrechter Stellung
so geführt, wie es hier abgebildet ist.
das Pedum mit dem abflatternden Velum.
Das Kloster tauscht keine Exlibris.
Das letzte der neu erschienenen Exlibris
Ludwig Ebstein in
gehört Herrn Dr.
Stettin (Luisenstr. 3) und ist gezeichnet von
I
!
|
Herrn Willibald Krain, Kunstmaler in
Breslau (Gräbschenerstrasse 68). Ein nackter,
etwas trostlos blickender Knabe spielt, auf
Walde sitzend, die
Thema,
dessen Zusammenhang mit der Tätigkeit des
dem Brunnenrande im
Geige. Ein sehr nachdenkliches
Besitzers wir uns nicht reimen können. Ein
Schmetterling lauscht den soeben verklungenen
Tönen und lenkt die Aufmerksamkeit des
jungen Künstlers vom Spiel auf sich ab.
Dr. H. Brendicke.
Kleinere Mitteilungen.
Wiederkommen bringt Freud.
In der deutschen Rundschau 1900, Bd. 120,
S. 294, teilt Gertrud Storm ein Gedicht ihres
Vaters mit, das er in einer alten Ausgabe von
Hebels
Titelblatt geschrieben hatte.
Allemannischen Gedichten auf das
Es lautet:
„Wiederkommen bringt Freud“ —
So schrieb in längst erblühtem Mai,
Du kannst es lesen, es steht dabei,
Eine Braut ihrem Bräutigam.
Die Braut nicht wurde sein Weib —
Er hat gelebt, ein einsamer Mann.
Aus seinem Nachlass kaufte ich dann
Das Buch mit dem hoffenden Wort.
Nun geb ichs dir, mein Kind —
Es trägt dies Blatt ein Menschengeschick;
Wir aber hoffen noch auf Glück —
Ja, Wiederkommen bringt Freud.
Über diesem Gedicht stand ein Frauenname
und unter dem Datum, 22. Mai 1857, von
derselben Handschrift ,,Wiederkommen bringt
Freud“. Das Dichters
dieser Einzeichnung der Besitzerin ein ganzes
Auge des hat aus
Menschenschicksal herausgelesen, seine Tochter
hat die Geschichte dann noch weiter ausge-
schmückt: es war ein Geburtstagsgeschenk an
den Bräutigam, aber der Tod riss die Braut
vom Herzen des Geliebten!
Der Dichter hat ja in seiner Weise recht;
die Bienen
Blumen Honig zu saugen, aber wır prosaischen
Alltagsmenschen werden es nicht leicht glauben,
dass eine Braut ihrem Liebsten, und dazu im
Mai, solch einen nüchternen, einseitigen Spruch
zum Geburtstage eingeschrieben habe,
wenn wir einige Kenntnis von Exlibris und
Bucheignerinschriften haben, so werden wir
erst recht denken, dass die Inschrift mit dem
einsamen Mann nichts zu tun hatte, sondern
einfach die Devise der Besitzerin ist, die sie
in all ihre Bücher einzuschreiben pflegte zum
Datun des
Wiederkommen
Einkaufs; sie meinte wohl das
der verliehenen Bücher, das
Freude bringt. Es wäre hübsch, wenn einer
der Leser dieser Zeitschrift dieselben Worte
in einem andern Buche gefunden hätte.
IL Noll.
Redaktionelle Mitteilungen.
e The Journal of the
Exlibris Society (vol. AVI,
SNE Januar 1900)
enthält: Notes
E of the month. Bps. bv Andrew
EEA
Wou Lang.
TES, ` -r t g "ar +
SERIE stralian bp. by Carnegy John-
Notes on an earlv Aus-
éi
son. A noteworthy sale of bps. Wallace bp.
Bp. of the earl of Durham. New bp. by Miss
G. Cassels Gillupy. Exchanges. A list of
Chippendale bps. not included in the cata-
logue of the Franks collection compiled by
Frederic Cattle. (Broadley—-R. Lord Clive.)
e Das Februar-Heft (1906, vol. NVI,
enthält: Notes
The
C. Glynn Grylls. Cole bp. List of festoon plates
Editorial notes. of
part 2)
the month. bps. of Grylls by arched
compiled by J. F. Verster (Knox Andrew —
200
Th. Esq. Litton). General-Index, 15. Mitglieder-
Liste. Titel und Inhalt.
e Das März-April-Heft (1906, vol.
| XVI, part. 3/4) enthält: Official notices. Notes
verstehen aus den unscheinbarsten
of the month. The bps. of Wadham College
‚ In Oxford by J. Henderson Smith. English
Royal Heraldry. A list of Chippendale bps.
not included in the catalogue of the Franks
' collection compiled by Frederic Cattle (Clough —
und
o bps.
Dawson). Plates for identification. Bp. of
Mr. H. Plowmann. The bps. of the late Mr.
Julian Marshall by W. Bolton. Sale of bps.
The Marshall sale. Bp. for the Thomas Green-
wood library for librarians. The Lyon office,
New bp. (H. A. Bryden).
Mai-Heft (1906, vol.
5) enthält:
Edinburgh.
e Das XVI,
part. Notes of the month. Cana-
dian bps. Chippendale bps. Irish bps. in
order of counties compiled by William Chamney,
(Abell — Biggs). New
List of Festoon plates compiled by
On general exchanges.
J. F. Verster (Livingstone — Maior). Suggestions
for a bp. New bp. by Miss Mary C. Lawson.
e Das Juni-Heft (1906, vol. XVI,
part. 0) enthält: Notes of the month. Ex-
hibition 1906. After the sale. Letter. Mr.
Julian Marshalls bps. New bps. (Alfred Molony).
Sale of the bps. of the
late Mr. Julian Marshall. New bps. by Mr.
Ernest Hill. A list of
Chippendale bps. not included in the cata-
Bp. idenufication.
Sir Richard Tangye.
logue of the Franks collection (P. Donne—
Ph. Eyre). Ernst Paulus.
e Das Juli-Heft (1906, XVI,
part. 7, Ausstellungs-Heft 1906) enthált: Notes
Exhibition 1906 (List of ex-
vol.
of the month.
hibitors and exhibits).
W. P. Barrel. New bps. (Dr. T. N. Brush-
field). New bps. by Mrs. P. Swinnerton
Hughes. Bps. designed by Mrs. Jane E. Cook-
Wantage.
16 Bps. designed by
15 Bps. designed, engraved and
printed by Charles E. Dawson, 88 Chancery
Lane.
e Inhalt der „Archives de la société
des collectionneurs d’Exlibris et de |
XIII, 1.
(Janvier 1906): Compte rendu de la Reunion
reliures historiques“ Paris
du 31. Decembre 1905. Quelques Exlibris
Tournaisiens. Trois générations de bibliophiles `
Liste
sommaire pour servir a l’etude des Exlibris
dans la famille Morand de Jouffrey.
Lorrains. Questions. Ventes de Novembre.
Liste des membres de la societé en janvier
1906.
e Inhalt der XIII, 2.
(Février 1906): Compte rendu de la réunion
du 28. janvier 1900.
(25. mars 1906). Officiers bibliophiles: 10. De
„Archives“
Demande. Invitation.
Calviére, 11. de Champagne, 12. de Faudoas,
13. Fagnier de Vienne, 14. de Faultrier de
Corvol par A. de Remacle. Deux nouveaux
exlibris. Pierre Merlot, graveur a St.-Omer
(1713 — 1782) Liste
sommaire pour servir á l’etude des Exlibris
par Justin de Pas.
Lorrains. Guillaume Smits Recollets d'Anvers
(1704 — 1770).
e Inhalt der „Archives“ XIII, 3 (Mars
Question. Réponses.
1906): Compte rendu de la reunion du
25 février 1906. Demande. Exlibris du
baron Grandjean d'Alteville. Exlibris
Belland. Exlibris et armoiries Craissin par
Justin de Pas. A propos de !’Exlibris
Claude-Louis Gabriel a Metz, par A.de Remacle.
Liste sommaire pour servir á l’etude des Ex-
Exlibris de Mme Claret de
Fleurien par Ed. Engelmann. Le marquis de
J. de
Questions. Reponses. Bibliographie.
e Inhalt der XIII, 4
(Avril 1906): Compte rendu de la réunion
du 25 mars 1900.
Nicolas Mainfroy, abbe de St.-Bertin (1604
libris Lorrains.
Brosse-Montendre par la Chartrie.
„Archives“
Marque de reliure de
de
de `
—1611) par Justin de Pas. Les marques
des de Mathan et Douésy par R. de,
Brebisson. L'exlibris de M. du Péron par |
Henri de le Perricre.
Recti-
Com-
servir a l’etude des Exlibris Lorrains.
fication. Un autre exlibris de Gantés.
munication. Questions. Reponses.
e Inhalt der „Archives“ XIII, 5. (Mai
1900): du
29 avril 1906. Liste sommaire pour servir
Compte rendu de la reunion
à Pétude des Exlibris Lorrains. La donation
et Pexlibris Morel de Thoisy par baron du
Roure de Paulin. Echos des ventes. Ex-
libris de M. Paul Bellon. Demande. Biblio-
theques et exlibris d’amateurs belges, par
Dr. L. Bouland. Question.
position d'exlibris du cercle philatélique.
e Inhalt der XIII, 6.
(Juin 1906): Compte rendu de la reunion du
Reponses. L’ex-
„Archives“
27 mai 1906. Remarque. Exlibris de Belland.
Exlibiis de H. Hippolyte Verly, par Dr. L.
Bouland. Exlibris le Bourguignon de Bla-
mont et du Perre, par R. de Brebisson.
Cazenove. Deux exlibris Laonnais famille
Danye, par Vicomte de Hennezel d’Ormois.
Liste sommaire pour servir a l’etude des Ex-
libris Lorrains. Questions. Reponses. Biblio-
graphie.
e Inhalt der „Archives“ XIII, 7.
(Juillet 1906): Compte rendu de la séance
Echos des ventes. Les
(Mr. de Ca-
biron, Calvisson, Baron de Castille, Caylar)
du 24 juin 1906.
bibliophiles du Bas-Languedoc.
par Prosper Falgairolle. Liste sommaire pour
Exlibris
A propos
Re-
servir a Petude des Exlibris Lorrains.
de relieurs par Ed. Engelmann.
Errata.
d’une rectification. Questions.
ponses. Bibliographie.
e Inhalt
(Aoüt 1906):
gord par A. Dujarric-Descombes.
XIII 8.
Les anciens Exlibris de Peri-
der „Archives“
Sur un ex-
libris Maconnique par Dr. Marc Haven. Liste
sommaire pour servir A l’etude des Exlibris
Lorrains. Les bibliophiles du Bas-Languedoc
(Cazenove)
libris
par Prosper Falgairolle.
Ed.
Super-
revolutionnaire par Engelmann.
Liste sommaire pour | Questions.
to
o Revista Ibericade Exlibris III, 1 |
enthalt: Einband der Adresse des Dragoner-
Regiments Numancia an S. M. den deutschen
Kaiser, v.
R.
Ein Exlibris von Yoya?. v.
Alf.
PG:
Exlibris Car-
Moderne Ex-
libris, Exlibris
Gallardo.
Munoz.
v. Miquel y Planas.
Mexikanische Exlibris.
dinal Boxadors, v. J. de Janer.
libris. v. L. M* Folch y Torres.
und Buch („Sonets d,uns y altres), v. R. Miquel
Tauschliste.
y Planas. Varia.
Tauschverkehr.
Zum Austausch ihrer eigenen Bibliothekzeichen
gegen diejenigen von Mitgliedern des Exlibris-
Vereins sind bereit:
Herr O. Bertschi, Basel, Petersgasse 4o.
| Exlibris v. C. Roschet-Basel ;
Heliogravure; (Steingletscher am Susten-
und Un,
Porträt des Malers; wird nur ganz aus-
Neues
pass zwischen Bern mit
nahmsweise gegen Besseres abgegeben.
Blascheck,
Pieveringerstrasse 52
Frau Marie
ihre Ra-
„Richard
nur gegen
tauscht
dierung von Alf. Cossmann
Wagner“ Auflage 100 St.,
Leste Radierungen.
Herr Dr. Georg Burchard, Heidelberg,
M. R. Cordola, Korporations-Ex- |
Uber Kunst `
Wien XIX 5,
Klosestrasse 10 tauscht seine folgenden `
Exlibris: 1. Exhbris von Fritz Held-
1897, Klischeedruck in div.
Zweifarbendiuck von Hans
Karlsruhe,
Farben. 2.
Pieper- Darmstadt, 1901. 3. Grosser
Holzschnitt nach Michael Wohlgemuth,
1439, eigener Handdruck auf altem |
Papier in numerierten Exemplaren (nur '
gegen alte oder besonders wertvolle).
4. Photolithographie von Hans Pieper-
Darmstadt, 1902, getönt. 5. Zinkätzung
von George Poppe-Karlsruhe, 1905, in
div. Farben. 6. Grosse Radierung von
tv
George Poppe-Karlsruhe, 1905, in div.
Farbtönen.
Hiervon eine beschränkte Anzahl num-
merierter Vorzugsdrucke auf Japan und
vom Künstler signiert, und eine kleine
Zahl
papier
wenige Probedrucke von der Hand des
Künstlers. (5. und 6. siehe Exlibris-
Zeitschrift Jahrgang XV, Heft 3.) 7. Zink-
ätzung hiervon in zwei Grössen auf imitiert
auf englischem, steifem Karton-
in Luxusformat, sowie einige
und echt Bütten in verschiedenen Farben
und auf verschiedenfarbigem Papier.
NB. Von 4., 5. und 7. je 10 Probe-
drucke. Dublettentausch in jeder Höhe.
Kauf und Tausch alter Exlibris.
Dr. M. Bühler geb. Flückiger, Villa
Madrisa,
von B. Héroux und A. de Riquer gegen
Exlibris,
Federzeichnung von R. Fretz in Kupfer-
Frau
Bern, tauscht ihre Exlibris
Gleichwertiges, zwei eigene
druckmanier vervielfältigt, gegen Gutes.
Verbittet sicn Zusendung von Minder-
wertigem.
Carl Claudius,
Kopenhagen,
Herr Carit Etlarsvej
Musik - Exlibris
Kunstmaler R. Callmander-Schweden.
Rich.
Sommergasse 38
3»
vom
Herr Doetsch-Benziger, Basel,
tauscht nur gegen
durchaus Gleichwertiges: 1 Radierung von
Bruno Héroux, 1 Original-Lithographie v.
Herald. Blatt in Farben
v. O. Hupp-Schleissheim, dasselbe auch
Br. Héroux, 1
in Stahlgravüre, 1 farb. Blatt von F. Mock-
Blatt von Lor, M, Rheude in
Klischeedruck Für
vorherige schriftliche
Verständigung bezgl. des Wertes der zu
tauschenden Blätter erwünscht.
auch alte Exlibris.
Herr Dr. Paul Ebers, Sanatorıum Dr. Ebers,
N Baden-Baden. 1.
Basel, ı
und Stahlgravüre.
ist
den Tausch
Sammelt
Zeichnung von Her-
~o mann Ebers, München. 2. Zeichnung
von Ernst Zimmermann, München -Rom Koenig - Fachsenfeld (1902) — Format
3. Radierung von Hans am Ende, Worps- 13/19 cm. -— Zweifarbige Zinkographie
wede. Tauscht allgemein. No. 3 nur nach einer Zeichnung von Hermann Pleueı,
gegen beste Radierungen oder sonstige Stuttgart,a)schwarz,b)rot, c)grün,d)braun,
künstlerische Blätter.
nahezu vergriffen. 4) Dorfbibliothek
Herr E. Fickert, Wien 18, ı Standgasse Fachsenfeld 1899, Zinkographie nach
5) Fachsenfelder Bibliothek des Frhrn.
tauscht: Dr. med Max Zarfl, Bertha | einer Zeichnung von Richard Herdtle,
X Hassack, beide von Bertha Hassack, Stuttgart, a) auf weissem Papier, b) auf
7 Linz, nur gegen musikalische. | grauem Papier, c) auf braunem Papier.
|
Herr Paul Goldstein, Berlin W. 30,
Be tauscht allgemein sein Exlibris, aus- ` Wilhelm von Koenig 1793 — 1879,
He geführt vom Architekten Max Goldstein, Portrait nach einem Aquarell aus den
z Breslau. dreissiger Jahren. Autotypie. 6) Frhr.
> ` A Ferdinand von Koenig-Fachsenfeld 1834
Herr Paul V. Graupe, Bonn, Colmant £ 3
bis 1900, Autotypie nach einer Zeichnung
von Richard Herdtle, Stuttgart. *7) Frei-
strasse 2 tauscht sein von Bruno Zenner-
X Steglitz gez. Exlibris. Sammelt ferner
alte Blätter, Radierungen etc. Kauf-
frau Anna von Koenig-Fachsenfeld, geb.
we
y
angebote erwiinscht. Freiin von Roeder 1903, Originalholz-
“Herr Richard Grimm, Kunstmaler, Leipzig, schnitt von Fritz Lang, Stuttgart, a) auf
Oserstrasse 5 B. leig.) weissem Papier, b) auf braunem Papier,
Herr J.C. Aufder Heide, Sive Heydahrens
Ko. .Dahme, Amsterdam, Prinsengracht
267, Holland (Neues farb. und Klischee-
Exlibris v. Joh. Visser).
c) auf grauem Papier. *8) Freiherrlich
von Koenig’sche Majorats-Bibliothek zu
Fachsenfeld 1903, Autotypie nach einer
Zeichnung des Frhrn. Alex. von Dachen-
Fr. Agnes Kalb, Koburg, Alexandrinen- hausen in Bruessel, a) Format I, b) For-
strasse 12 (Rad. von E. Rádlin, gegen mat II, c) Format IH. *g) Freiherrlich
gleichwertiges; auch auf Japan und von Koenig’sche Majorats - Bibliothek,
Chinapapier vorrätig). | Autotypie nach einer anderen Zeichnung
Herr Dr. Klüber,K. Assistenzarzt, Erlangen,
Maximilianplatz 2 tauscht sein 6. neues
Blatt von Hubert Wilm, München, gegen
Gleichwertiges.
Herr Baron Franz Koenig, Schloss Fachsen-
feld, Ob.-Amt Aalen, Würtemberg:
1) Frhr. Franz Koenig-Fachsenfeld 1898
-- Bücherecke — Autotypie nach einer `
nicht mehr verfügbaren Radierung von Felix
Hollenberg, Stuttgart, nahezu vergriffen.
2) Frhr. Franz Koenig-Fachsenfeld 1899 —
Lesendes Mädchen — Zweifarbige Zinko-
graphie nach einer Zeichnung von Her-
mann Pleuer, Stuttgart a) roter Druck,
b) grüner Druck. *3) Frhr. Franz
des Frhrn. Alex. von Dachenhausen.
*10) Reinhard von Koenig-Fachsenfeld
1903 und *11) Oli von Koenig-Fachsen-
feld 1903, 2 Dreifarbige Originalholz-
schnitte auf Japanpapier von Fritz Lang,
Stuttgart. 12) Aus der Sammlung des
Prhrn. Franz von Koenig-Fachsenfeld
1898, Autotypie nach einer italienischen
Handzeichnung aus dem 17. Jahrhundert.
* 13) Exlibris des Freiherrn Franz Koenig-
lachsenfeld, Autotypie nach einer Zeich-
nung von Baurat André Lambert in
* Die mit einem Stern versehenen Exlibris Ziffer 3) 7) 8)
9) 10) 11) 13 werden nur gegen gleichwertige gute Stücke ab-
gegeben.
Stuttgart, das Innere der Fachsenfelder
Bibliothek darstellend,
b) Format II.
a) Format I,
Herr Franz Kröner, München, Spitzweg-
/
N /
N
x
Herr
Her
Herr
strasse 4 tauscht sein eigenes von Hans
Zarth, Zinkdruck nach
€
„Zlatarog“ 1
R. Baumbach
H. Zarth
Marie Freimel, Zinkdruck auf weiss und
neues v. für
rosa Bütten. Nur durch Kröner zu er-
halten.
Friedr. Kurz,
Frankfurt a. Main, Rotlintstrasse 41
tauscht 3 Exlibris: 1. Rudolf Bosselt,
Düsseldorf 1896. 2. Fritz Boehle, Kunst-
maler, Frankfurt a. Main, gezeichnet
3. Exlibris des $ Geh. Rat Prof.
Giessen.
Buchhandlungsgehülfe,
1906.
Riegel, Zeichner unbekannt,
(circa 100 Stück).
Frankfurt a. M,,
Friedrichstrasse 45 (Tuschzeichnung von
Willy Lampe,
Jacob Happ, nur gegen Besseres!).
O. J.
Bergen, Norwegen, 3 Harald Haar-
Larsen, Bankfuldmaegtig,
fangersgade, tauscht folgende Exlibris:
4 v.
Joseph W. Simpson, Edinburgh; 1 Porträt-
Exlibris v. Olav Rusti,
Brynjulf Larsson, Kristiania, Radierung:
In Porträt-Exlibris:
In memoriam v. Olav Rusti,
verfertigt. — Die beiden letzteren zum
2 v. Gerhard Munthe, Kristiania;
Bergen; ı v.
und ı
memorlam,
Bergen,
Andenken an seine verstorbene Gattin,
Bolette C. Pavels-
Larsen, verfertigt, nur gegen Radierungen
oder Exlibris von Schriftstellern. Bittet
des
die Schriftstellerin
bei Sendungen stets um Angabe
Künstlers.
Herr H. Laudahn, Berlin, Kochstrasse 68
Frau
tauscht die von ihm gezeichneten Exlibris
Johannes Seidel, einfarbig und zweifarbig
und Max Ehrich.
Gräfin
burg,
zu Leiningen-Wester-
München, Rambergstrasse 3
204
——
tauscht folgende Exlıbris ihres verstor-
benen Gatten und ihre Eigenen von:
ı) Prof. Ad. M. Hildebrandt, Berlin (3);
2) Ernst Krahl, Wien; 3) E. B. Ricketts,
4) Botho Schmidt,
München; 5) Lorenz M. Rheude, Papier-
Roda; 6) Bernhard Wenig,
München; 7) Paul Voigt, Berlin;
8) Richard Grimm, München; 9) Richard
Sturtzkopf, Köln; ı0) Willi Geiger,
München; 11) Alois Balmer, München;
12) Oscar Roick, Berlin; 13) Gustav
Adolf Closs, Stuttgart (2): 14) Julius
Maess, Friedenau; 15) Prof. Wilhelm
Behrens, Niirnberg; 16) Eduard L. Lorenz-
17) Fritz Reiss,
Freiburg 1. Br.; 18) Prof. Emil Doepler,
Berlin; 19) Jos. W. Simpson, Edinburg;
20) Hubert Wilm, Miinchen; 21) Armin
Freiherr von Foelkersam, St, Petersburg.
de Bayros; 23) Franz
Buschmever, Erfurt. — 24) Bruno Héroux,
Leipzig; 25) August Stoehr, Würzburg;
26) Hans Volkert, München; 27) Hans
Bastanier, Berlin. — No. ı bis 23 nur
gegen Gutes und No. 24 bis 27 nur
gegen Radierungen.
Hollingbourne;
mühle
Meyer, Hamburg;
22)
Marquis
Herr Rich. Liebernickel, Postrat, Brom-
Herr
berg (v. Karl Friedr. Schlie-Rostock).
Georg Mader, Augsburg, F. 407
tauscht nur gute Blätter alpiner Art nach
vorheriger brieflicher Anfrage, darunter
ein farbiges Blatt von R. Schiestl.
Herr Dr. med. L. Metzger, Frankfurta. M,
Leerbachstrasse 9, Zweifarbenlithographie
von H. Wetzel, Frankfurt a M. 1905.
Herr Jorge Monsalvatje, San Pablo, 25, 1
tauscht 2 Ra-
dierungen Triadö, Renart; 3 Klischees
Renart —
Figueras, Spanien,
2 Moyà — 2 Brunet —
150 Dubletten
von A. de Riquer, Héroux, Vogeler,
Weitenhiller, Kolb, Cosmann, Bastanier,
5 Diverses; radierte
u
> Fr.
Go De
Herr
Herr
Herr
Herr
Herr
Herr
Elsa Scheper, Waldhausen vor Han- |
Stassen, Ade, Orlik, Stoehr, Mayr.
Dubletten etc.
Sattler,
dierungen.
3000
Erbittet Klinger, Greiner,
Heroux, Vogeler, Kolb, Ra-
Julius Nathansohn, Magistrats-Baurat,
Breslau XVIII, Kaiser-Wilhelm-Strasse
167, 1 tauscht seine Radierung von Alois
Kolb gegen Gleichwertiges.
Gorlitz,
Leipzigerstrasse (v. Prof. Ad. M. Hilde-
brandt).
Oberleutnant
Landgerichtsrat Neitsch,
Pflüger, Chemnitz,
Weststrasse 17 tauscht: a) Kossuth, Wies- `
baden „Mars“ in Lichtdruck; bl Olshausen-
Schönberger, Berlin, ,,Pfliigender Bauer“
in Heliograviire.
Albert Wien, I.
strasse 21 tauscht: 1. Maria Ross, Wien,
Ross, Rotenturm-
von ihm, Klischeedruck; 2. Loewy, Wien, `
von ihm, Klischeedruck; 3. Hans Maus, `
Passau, von ihm, Klischeedruck; 4. Sein `
Eigenes, von Marianne Steinberger, Wien
1906, Holzschnitt; 5. Oberlehrer Blum, |
Frankfurt a. M. (einige nummerierte Photo-
graviiren nach abgeschliffener Platte,
nur gegen Bestes), Dubletten- und
Adressentausch.
J. J. Scháublin, Basel, Richen-
strasse 6, eigenes und Marie Lucie Aliota,
beide Burkhard Mangold - Basel,
Originallithographie.
von
nover, Brunestr. 13 (v. Frl. Leni Matthaei,
Hannover).
Carl Fr. Schulz-Euler, Verlagsbuch-
händler, Frankfurt a. M., Rossmarkt 1
teilt
sendungen minderwertiger Exlibris nicht
hierdurch mit, dass er auf Zu-
mehr reagiert.
Exlibris nicht. I. ı farbiger Original-
holzschnitt von Max Bucherer; Il. 2 Curi-
ositáten - Exlibris von J. J. Vrieslander;
Ill. 1 desgleichen Willi
von Geiger;
WI
|
i
Herr
Herr
IV. 2 Exlibris-Fachliteratur-Exlibris von
Willi Geiger; V.
Alíred Soder.
libris (14) sind, in einem Bande in Original-
1 Originalradierung von
Seine sámtlichen Ex-
drucken vereinigt, als Privatdruck in ganz
kleiner Auflage von 5o Exemplaren er-
schienen und von ihm käuflich zu be-
ziehen zum Preise von M. 25.— in einer
gediegenen Ausstattung und originellem
Halb-Pergament-Einbande.
Ch. Seitz, Mannheim, 6 farb. Litho-
graphieen auf Chinapapier.
Paul Singer, Architekt, Mannheim;
Meerfeldstrasse 2a (v. Stotz- Stuttgart -
Berlin’.
Herr Horst Stobbe, Buchhändler, München,
Herr
Paul Hevsestrasse 20a (v. Karl Fincke,
Prise E
Königsberg‘.
Gust. Stotz, Berlin, ein zweifarbiger
Klischeedruck.
Fräulein Becky Struck, Grunewald- Berlin,
Humboldtstrasse 13, tauscht 3 Onig.-
Rad. v. Hermann Struck, 1 Strichátzung
Gleich-
v. Georg Struck, nur gegen
wertiges.
Luise Ströbel, Ansbach-Bayern, Karolinen-
Auch tauscht er folgende `
Heır
strasse 36 tauscht 2 Exlibris, lithographiert
von E. L. Popp-München und Dubletten.
Friedr. Berthold Sutter, cand. philos.
Heidelberg, Schlossberg 17, II bittet
die durch längere Auslandsreise und
anderweitige Arbeitsüberhäufung hervor-
gerufene Verzögerung seiner Antwort-
sendungen zu entschuldigen.
Vauscht folgende Blatter: 1) eigenes
von FrausM. Sutter (Pforzheim) besserer
Zweifarbendruck ; 2) eigenes von K. Nevian,
Leipzig, Klischeedruck; 3) Turnerschaft
Guibellinia - Heidelberg von K. Nevian,
Leipzig, Klischeedruck; 4) Apotheker
B. Sutter, Pforzheim, heraldisches Blatt.
Originallithographie von
H. Dykerhoff
(Pforzheim) nur 200 nummerierte Exem-
plare.
Herr Dr. Waehmer, Berlin S.W., Linden-
strasse 18/19, tauscht nur noch alte Ex-
libris, moderne Radierungen und ähnliches.
Herr Hans Zarth, Kunstmaler, München,
Nymphenburgerstrasse 217 IV, eigenes
Exlibris, Zinkdruck
2 versch. farb. Ausführungen, ausserdem
neues auf Japan,
7 andere von ihm gezeichnete Exlibris.
Nicht mehr zu tauschen wünschen und
lassen Tauschsendungen unerwidert:
Freiherr von Foelkersam, St. Peters-
burg, schenkte seine Exlibris-Sammluny
ca. 3000 gute Blatter, nach Künstlern
a und in Abteilungen
nach Staaten geteilt, der Petersburger
Akademie der Künste.
Freiherr von Foelkersam tauscht dem-
zufolge nicht mehr,
Herr Bezirks-
Melchior, Major z. D. und
kommandeur, Offenburg, Baden tauscht
200)
nur alte Blatter und lässt Zusendungen
moderner Blätter unerwidert.
Herr Willibald Kraın, Breslau V, Gräbsch-
nerstrasse 68, II.
Frl.
Emmy Schumacher, z Z. Ober-
salzberg.
Herr Moritz von Gruenewaldt, Ham-
burg, Fuhlsbüttelerstrasse 593 wünscht
nicht mehr allgemein zu tauschen und
lässt nicht konvenierende unbeantwortet.
Carl Ergang, Freiburg 1. Br., Er-
winstrasse 37, H.
Herr
Seit mehreren Monaten sind an meine rómische
(Baron de Mathies,
Carpegna, 19 via Staderari) eine Anzahl
Adresse Palazzo
von Exlibris geschickt worden, für welche |
ich mein eigenes Exlibris nicht als Gegen-
|
Ich möchte
nun nicht, dass mir solches als Un-
höflichkeit und
bringe deshalb zur Kenntnis, dass ich
gabe zurückgeschickt habe.
ausgelegt werde
wahrscheinlich einige Jahre von Europa
abwesend sein werde. Aus diesem Grunde
muss ich vorläufig auf jeden Tausch-
verkehr verzichten. Ergebenst
Monsignor Dr. v. Mathies,
Päpstl. Geheimkämmerer
z. Z. Cincinnati, Ohio.
Die Mitglieder des Exlibris-Vereins
werden gebeten, Adressenänderungen
stets sofort unserem Schatzmeister,
Königl. Hoflieferant Georg Starke,
Görlitz, Salomonstrasse 39, mitteilen
zu wollen; für die durch Unterlassung
dieser Anzeige entstehenden Verluste
von Nummern der Zeitschrift kann
der Verein nichtaufkommen.
Die nächsten Sitzungen des Vereins finden statt:
Montag, den 11. März
= » 8. April
im Restaurant Ernst Voges, Nollendorf-Platz 9,
Berlin, abends 8 Uhr.
Inhalt.
Karl Emich Graf zu Leiningen-Westerburg. —
137. und 138. Sitzung des Exlibris-Vereins. — Neue
Mitglieder. — Adressen-Anderungen. — Verzeichnis
der Exlibris des Herrn Karl Emich Graf zu Lei-
ningen und Westerburg und seiner Frau Gemablin
Magda geb. Rogalla von Bieberstein. (Mit 11 Ab-
bildungen. ı — Superexlibris der Bischöfe von Wiirz-
burg. (Mit 2 Beilagen.) — Ein Suprolibros des Bres-
lauer Rats vom Jahre 1585. (Mit Abbildung.) — Ein
unbekanntes Exlibris des Klosters St. Veit an der
. Rott. (Mit Beilage.) — Fritz Mock. (Mit Beilage.)
Exlibris von Max Pesl. (Mit 3 Abbildungen.) —
Ein neues Exlibris von Klemens Kissel. — (Mit
Abbildung.) — Neue Exlibris. (Mit Beilage und
5 Abbildungen.) — Kleinere Mitteilungen. — Re-
daktionelle Mitteilungen. — Tauschverkehr.
` Mit 5 Beilagen.
Verantwortlicher Herausgeber: Dr. Hans Brendicke, Berlin W. 30, Winterfeldtstrasse 24.
Selbst-Verlag des , Exlibris-Vereins'" zu Berlin.
Druck und auftragsweiser Verlag von C. A Starke, Königl. Hofl., Görlitz, Salomonstr. 39, a. d. Berlinerstr.
Inhalts-Verzeichnis zum XVI. Jahrgang.
Brendicke, Dr. H. (Berlin). Ein neues Exlibris von Klemens Kissel .
— Neue Exlibris . de
Brettauer, Valerie (Paris), Alberto Martini u Be ee
Braungart, Richard (München), W. Geigers römische Exlibris
Doetsch-Benziger, Richard (Basel), Fritz Mock e
Fleischmann, Franz (München), Exlibris-Wettbewerb der corral Ci
— Exlibris - Wettbewerb
ARERR SCIES Karl (München). Ein e Exlibris des ER St. Veit
a. Rott Be ee e
Hoffmeister, Fritz (Stuttgart). Zum Exlibris-Tausch
Iwask-Issako, Udo (Moskau). Russische Nachrichten SEENEN
Langenscheidt, Carl G. F. (Berlin). Verzeichnis der Exlibris des Herrn
K. E. Grafen zu Leiningen-Westerburg
Leiningen-Westerburg, Karl Emich Graf zu (München)
— Nachruf für August v. Eisenhart
— Redendes Exlibris Krazer, von 1580 .
)
— Exlibris Dornsperg . in $ E A
— Nachtrag zu H. G. Ströhls Signum bibliothecae
— Eingesandt
— Exlibris-Litteratur 1905
— Exlibris Schenk von 1530
~~ Exlibris Pronner (vergl. A. Stöhr) .
— Hubert Wilm (München) .
— Exlibris Louis Fernique er
-- Nachtrag zur Exlibris- Ausstellung in ae ’
— 3; zu den Schweizerischen Blättern
Leiningen-Westerburg, Dr. Wilhelm, Graf zu (München). Einige Exlibris von Helene
Möller ie ae ee ne o
Nathansohn, Julius (Breslau). Ein Supralibros des Breslauer Rates vom
Jahre 1585 et IA
Pesl, Max (München). Exlibris Max Pes! von Alexander Rothaug .
Seite
190
197
94
131
193
141
48
IQI
143
16
166
6
9
IO
19
OI
99
112
113
126
138
140
153
ISS
104
Seite
Singer, G. E., Exlibris-Ausstellung in Budapest 140
Stöhr, August (Würzburg). Gegen Anonymität 60
— Brunner und Neubronner he 2 73
Ströhl, H. G. (Wien). Signum bibliothecae 12
Uhlich, William (Chemnitz). Kinder-Exlibris . 93
Weber, Albin (Berlin). Druckersünden . 142
Literatur: Zeitschriften Be A ee ee et 56
Dritte Publikation der österreichischen Exlibris-Gesellschaft 57
Emil Graf Budan, Bibliographie des Exlibris 37
Book of bookplates . 59
Connoisseur-London 59
Journal fúr Buchdruckerkunst 102
Zeitschrift für Bücherfreunde . 102
Bucherer Max (Basel), Exlibriswerk 103
Schweizer Archiv fúr Heraldik 104
Revista Iberica de Exlibris C a ot. oh, oe 105
L. Gruel, Manuel historique et bibliographique . 145
Monatshefte fiir graphisches Kunstgewerbe 149
Illustrierte Elsässische Rundschau 150
Les dessinateurs belges d’Exlibris 150
L’arte decorative moderne 157
Exlibris-Werk Willi Geiger 20 nn 152
Ben. Linnig, Bibliotheques et Exlibris de bibliotheques belges . 152
Ausland: Schweiz . . . . . en nn... 53,90, 99, 104, 116, 121, 153
Spanien 41, 105, 125
Italien 54
Frankreich .
Belgien . 125
Russland A ee ee 46, 54
England ee e A 54 OL TOS; 125
Amerika e, 42, 55, 60, Q1, 125
Schweden
Neue Exlibris . 20, 78, 114
Verschiedenes 49, 95, 144
Plagiate . 50, 97, 145
Universal-Exlibris ; 49, 06
Ausstellungen `... 52, 97, 140, 147, 148
Versteigerungen 53, 99, 148
Katalogpreise . 97, T5I
Vorträge l 5I, 103,
Zeitschriften- Rundschau 99
Redaktionelle Mitteilungen 62, 200
Kleinere Mitteilungen 199
Nachruf für August v. Eisenhart (+ 21. 12. 1905)
— Frh. v. Lichtenstern (+ 9. 4. 1906) ur
Todesanzeige für K. E. Grafen zu Leiningen (+ 28. 9. 1906)
.— für denselben (von Prof. Ad. M. Hildebrandt)
Anfrage
Briefkasten
Tauschverkehr
Neue Mitglieder .
Adressenveränderungen ac & A A EE
130. Sitzung des Exlibris-Vereins (13. It. 1905) .
131. a va E (I1. 12. 1905) .
132, 5 5 S (8. 1. 1906)
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134: 5 S a (12. 3. 1906)
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137: = d e (8. 10. 1906)
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Seite
6
98
Beilage
63. 100, 154,
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159
63
158
1061
162
Verzeichnis der Abbildungen des XVI. Jahrganges.
Besitzer des Bibliothekzeichens:
Dr. Ed. Aigner .
Alma Tadema Sir Lamentos
Anonymon
Anonyma. . . .
Beuerberg Kloster .
G. Bisey
Rich. Braungart
Joseph Breg
Sophie Briegleb . E
Breslau, Supralibros des Seen
lauer Kates .
Brunner
Karl Bachmann
Cecilie, Kronprinzessin des deut-
schen Reiches und von Preussen
Siegbert Cohn
Friedrich Cramer . .
Gertrud und Wilhelm Diech |
Richard Doetsch-Benziger .
Richard Doetsch-Benziger .
Margarethe Doren
Joh. Caspar Dornsperg
Joh. Caspar Dornsperg
Dr. jur. Joh. Caspar Dornsperger
Konrad Dreher . T
Dr. Paul Ebers- Baden-Baden
Dr. Ludwig Ebstein
Max Ehrlich
August von Eisenhart
Eugen Engler
Adolph Ernst
Louis Fernique .
Emmy Federer .
Graf Hubert de la Fontaine in
Baden
Wanda Frischen
Georg Geiger
Gera Prämonstratenser _Stift
Julius Gessert
Frau J. Gilmer
Verfertiger:
Fr. Olga Gilles
Mr. J. Elmsly Inglis
Th. Ethofer
H. Lindloff
Frl. Jos. Bogner
H. Zarth
Willi Geiger
Hubert Wilm
Willi Geiger
—
Ph. Dammköhler
G. Otto
Fidus
E. Zimmermann
Meinh. Jacoby
L. M. Rheude
F. Mock-Basel
G. Doren
Ernst Zimmermann
H. Ebers
Willibald Krain
H. Laudahn
Anton Seitz
E. L. L. Meyer
O. Ubbelohde
Henry André
G. Jilowsky
—
E. Schäfer
Willi Geiger
F. Willmann
Frl.
G. Schroedter
Jahr:
Entstehungs-
| 1906
1905
1906
1906
1905
vor 1619
1600
1905
1906
1895
1905
1906
1906
Seite:
88
55
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20
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139
34
18
29
134
14
28
37
(Beilage)
(Beilage)
(Beilage)
Besitzer des Bibliothekzeichens:
Heinrich Gilles. .
J. Goldmann - Karlsbad
Georges Goury
Louis Graf...
Wolfgang Gwärlich
Robert Heermann .
Erich Heermann
Gustav Heine
Oscar Heinrich .
Clemens Heiss Dr.
Paul Henscher . .
Robert Heuser (2 Stück)
Histor. Verein Ingelheim.
Leonhard Kalb
Friedrich Kauffmann
Fritz Klee (2 Stück)
v. Kohlhagen (Bamberg) .
Friedrich König .
Walther Keller
Auguste Kichler
Martin Kortmann
Krazer, Raphael v. Tee
Konrad Kuhn . . .
Karl Kunze (2 Stück)
Willy Lampe e
O. L. Larsen in Bergen
Martha Lehmann
Martha Lehmann
K. E. Graf zu EE -Wester-
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F. Lliurat A e
K. A. R. Frh. v. Lichtenstern
Dr. Camillo List in Wien (2 St.)
Elise Lucas
Richard Lüders .
Fritz Martini
Heinrich Mauermayer
Verfertiger:
Fr. Olga Gilles
F. Maltz
R. Kirchner
Hubert Wilm
E. Heermann
E. Heermann
Hubert Wilm
Georg Wagner
Fritz Arbeit
C. Schwalbach
E. Zimmermann
Klemens Kissel
R. Linnemann
Georg Tobler
Fritz Klee
G. A. Closs
B. Wenig
W. Planck
Aug. Kichler
Martin Kortmann
C. Schwalbach
A. Meyrhofer
Jakob Happ
Brynjulf Larssen
Willi Geiger
E. Zimmermann
Franz Buschmever
M. v. Weittenhiller-
Wien
E. Bengough- Ricketts
Derselbe
Derselbe
P. Voigt- Berlin
J. Kurth- Berlin
A. Kichler-Darmstadt
H. André-Paris
E. Baesccke- Hamburg
Dieselbe
Dieselbe
Hubert Wilm
Hanns Bastanier
A. de Riquer
Max Gube
G. Lucas
Fr. Arbeit
E. Zimmermann
H. Wilm
|
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1906
1530
1905
1905
1905
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1905
1905
1003
18909
1807
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Seite:
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78,79
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(Beilage)
(Beilage)
(Beilage)
(Beilage)
(Beilage)
(Beilage)
Besitzer des Bibliothckzeichens:
Meckelnbörger, Vereen der,
Hannover
Meyersches Familien: -Wappen
Alois Mitterwieser
St. Michael
Alfred Möller Dr.
Helene Möller
Richard Müller .
Freie Ver. Münchener Kunst:
studierender
Daniel Neubronner (2 Stück)
Heinrich Frh. v. Pechmann
v. Pechmann
Bernhard Peitl, Prälat Probst von
Heinrich Frh.
Klosterneuburg. .
Max Pesl (3 Exlibris) .
Franz Graf Pocci (2 Stück)
S. M. Schiff Preussen
Pronner von Aichpichl
Wilhelm Pronner
Pronner von Aichpichl
Arnold Pruner
Georg Rall
Ludwig Regnat .
Otto Rieder .
Carl Röger
Maximilian Rohe
Martha Schaller
Schenk, Altbayern .
Richard Scheid .
Ernst Schick
I. Schickler Dr.
Lydia Schmidtborn
Otto Schneider .
Carl Schwalbach
Frau Dr. Schwarze
Johannes Seidel .
Oskar Siegl
Philipp Strasser ın Se
Philipp Strasser in Salzburg
Becky Struck
Library Sutro
Lórinc Szemler .
Techniker -Verband Bay geben
Techniker-Zeitung
Werner Uhlich .
Lotte Uhlich
Heinrich Veit
St. Veit an der Rott
Ferd. v. Velasco
Haus Wesenheim .
D . . . . . e . d . . . e . . . . .
Verfertiger:
H. Hinzmann
E. L. L. Meyer
B. Wenig
G. A. Closs
Helene Möller
Helene Möller
Hubert Wilm
Willi Geiger
H. Frh. v. Imhoff
E. Loesch
A. Rothaug
E. Doepler d. J.
—
L. Kozma
Hubert Wilm
L. M. Rheude
Hubert Wilm
C. Schwalbach
Willi Geiger
E. Schäfer
Hans Burgkmaier
Willi Geiger
Willi Geiger
C. Berkhan
K. Willner
H. Zarth
C. Schwalbach
Wilhelmine Berger
H. Laudahn-Berlin
R. Teschner
Georg Struck
E. v. Frecskay
J. Weinheimer
J. Weinheimer
Frl. Gertrud Caspari
Dieselbe
G. Croy
(Klosterexlibris)
H. Wilm
W. Witting
Entstehungs-
jahr:
1905
1903
1906
1906
I5..
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16.
1906
1906
1905
1905
1530
1905
1906
1906 `
1900
1902
1905
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Seite :
117
40
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92
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(Beilage)
15
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114/115 (2 Beil.)
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25
25
93
94
35
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126
29
(Beilage)
Besitzer des Biblivthekzeichens :
Ascan Westermann
Karl Wilke
Hubert Wilm . . .. .
Walther und Ina Wittig .
Würzburg, Supralibros
Bischöfe .
Bertha Zarth .
Ernst Zimmermann
Walther Zimmermann
Emma Zimmermann .
Walther Zimmermann
Verfertiger:
L. Keller
Helene Möller
H. Wilm
W. Wittig
Aug. Stöhr
Hans Zarth
W. Geiger
W. Geiger
A. Offterdinger
Ernst Zimmermann
Entstehungs-
jahr:
TON.
Seite
(Beilage)
(2 Beil.)
(Beilage)
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Verzeichnis der Mitglieder
des
Exlibris-Vereins zu Berlin
(gegründet am 14. Mai 1891.)
Festgestellt im Februar 1907.
Begründer:
Friedrich Warnecke + 25. 11. 1894.
Frühere Ehrenmitglieder:
Heinrich Lempertz sen. (31. 7. 1894, Ehrenmitglied seit 1896.) + 7. 2. 1898.
Karl Emich Graf zu Leiningen-Westerburg, kgl. preuss. Rittmeister a. D.
(1891, Ehrenmitglied seit 12. 12. 1898.) f 28. 9. 1900.
Ehrenmitglied:
Emil Doepler d J., Professor, Berlin W., Dörnbergstrasse 2. (3. II. 91.)
Vorstand:
Vorsitzender: v. Zur Westen, Walter, Regierungsrat, Berlin W. 35,
Schöneberger Ufer 36c, Herausgeber der Veröffentlichungen des Vereins. (9. 4. 00.)
Schriftführer: Waehmer, Dr. med. Arzt, Berlin SW., Lindenstrasse 18/19,
vom 15. 3. 07 ab: W. 30, Motzstrasse 83 p. (25. 10. 04.)
Schatzmeister (treasurer, trésorier): Starke, Georg, Kgl. Hoflieferant,
Besitzer der Firma C. A. Starke, Graphische Kunst- Anstalt, Buch- und Kunst-
Verlag, Görlitz, Salomonstrasse 39. (2. 6. QI.)
Alle auf die Veröffentlichungen des Vereins und sonstige Vereinsangelegenheiten
bezüglichen Zuschriften sind an den Vorsitzenden, Regierungsrat von Zur Westen
zu richten, mit Ausnahme derjenigen, die sich auf Tauschverkehr beziehen oder
Adressenveränderungen enthalten und an den Schatzmeister, Hoflieferant Georg
Starke zu richten sind.
Die mit * bezeichneten Mitglieder sind bereit, ihre Exlibris allgemein oder unter den etwa angegebenen Bedingungen
zu tauschen.
(Willing to exchange. — Disposes A échanger.)
Die mit ,,0** bezeichneten Mitglieder wünschen nicht zu tauschen und werden Tauschsendungen weder beantworten,
noch zurücksenden. (Not willing to exchange. — Pas disposés A échanger.)
ic in Klammern beigesetzten Ziffern bezeichnen das Datum des Eintritts in den Verein.
Su
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Ihre Majestat die Kaiserin und Königin haben Allergnädigst einen Beitrag
zu genehmigen geruht.
Mitglieder:
Herzogliche Landesbibliothek in Altenburg. (13. 12. gr.)
Verein „Herold“ in Berlin W., Schillstrasse 3, Il. (16. 6. gı.)
Bibliothek des Königl. Kunstgewerbe - Museums in Berlin SW. ı2, Prinz
Albrechtstr. 7. (25. 4. 93.)
Deutscher Graveur-Verein (Adresse: Carl Reinhold, Berlin NW., Mittel-
strasse 49. (8. 2. 02)
Museum of fine arts (Library), Boston, Mass, V. St. Amerika. (1898.)
Königlich Belgische Bibliothek, Brüssel, Belgien. (8. 4. 95.)
K. u. K. Universitátsbibliothek in Czernowitz, Bukowina, Österreich.
(28. 10. gt.)
Großherzogliche Hofbibliothek in Darmstadt. (26. 11. 91.)
Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek in Donaueschingen. (2. 9. 92.)
Königl. Kunst-Gewerbe-Bibliothek (Professor E. Kumsch), Dresden, Antons-
platz 1. (4. 2. 1901.)
Stadtbibliothek in Frankfurt a. M. (8. 3. 93.)
Freiherrl. Karl von Rothschildsche Öffentliche Bibliothek, Frankfurt a.M.,
Untermainquai 15. (14. 6. 97.)
Kunstgewerbe -Verein Halle a. S. (E. von Brauchitsch, Architektur-Photograph,
Berlin W., Pallasstrasse 12.) (12. 11. 1000.)
Museum fir Kunst und Gewerbe zu Hamburg, Steintorplatz. (17. 3. 94.)
Staatsarchiv zu Hamburg. (1890.)
Landständische Bibliothek in Kassel. (4. 7. 93.)
Stiftsbibliothek (P. Sebastian Meyer) Kremsmünster, Oberösterreich. (26. 6. gr.)
Bibliothek des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler, Leipzig, Buch-
hándlerhaus. (14. 11. 93.)
Typographische Gesellschaft, Leipzig (Vorsitzender H. Schwarz, Leipzig-
Reudnitz, Stiftsstrasse 0, III). (12. 2. 1900.)
Deutsches Buchgewerbemuseum, Leipzig. (17. I. OL.)
Universitätsbibliothek, Leipzig, (Exlibris-Abteilung: Dr. Rugenstein). (11. 12. 04.)
Städtisches Museum zu Magdeburg (Direktor Dr. Th. Volbehr). (8. 10. 1900.)
Kurlándische Gesellschaft fúr Literatur und Kunst, Sektion fúr Genealogie,
Heraldik und Sphragistik, in Mitau (Kurland), Russland. (17. 2. 94).
Königlich Bayrische Hof- und Staatsbibliothek in München, Ludwigstrasse
(10. 3. 92.)
Königlich Bayrisches Kupferstich- Kabinet in München, Barerstrasse.
(5. 12. 95.)
Königliche Kunstgewerbeschule, München, Luisenstrasse. (8. 2. 02.)
The Grolier-Club zu New-York, V. St. Amerika. (16. 5. 94.)
50.
51.
52.
SECH
59.
60.
— III —
Germanisches Nationalmuseum in Núrnberg. (14. 6. 92.)
Cistercienserstifts Bibliothek Stams, zu Händen Sr. Hochehrwürden Herrn
Pater Robert Reisch, Post Stams i. Tirol. (12. 5. 06.)
Kaiserliche Universitáts- und Landesbibliothek, Strassburg i. Elsass.
(12. II. QI.)
Großherzoglich Sächsisches Museum zu Weimar. (14. 10. 95.)
Fürstlich Stolbergische Bibliothek, Wernigerode a. Harz. (16. 5. 93.)
Österreichische Exlibris- Gesellschaft (Karl Andorfer) Wien VII/2, Sieben-
sterngasse 44. (9. 3. 03.)
Stadtbibliothek Zürich (Dr. Herm. Escher, ı. Bibliothekar), Zürich, Schweiz.
(7- 9. 90.)
Abel, Max, Bankier, Leutnant a. D., Berlin W., Hitzigstrasse 10. (24. 5. 91.)
Abel, Gutsbesitzer, Alt-Sührkow bei Teterow, Mecklenburg. (24. 5. 04.)
Achelis, Johann, Senator, Bremen. (18. 6. 91.)
Adamus, Fräulein Rosa, Montpreis, Unter-Steiermark, Österreich.
Ade, Fräulein Mathilde, Kunstmalerin, München, Nymphenburgerstr. 100.
(19. 2. 06.)
Ahlborn, Otto C, Hildesheim, Hinterer Brühl 4. (26. 5. 04.)
Albert, Fräulein Clara, Frankfurt a. Main, Feldbergstrasse 47. (2. 1. 03.)
Aman, Fräulein Anna, Livorno, 35 via Roma, Italien. (8. 9. 04.)
Amberger, Fritz, Buchdruckereibesitzer, Zürich, Sihlhofstrasse 12, Schweiz.
(7. 9. 90.)
Ammann, August F. Hamburg XX, Leinpfad 74. (26. 9. 05).
Anderle, Franz, beh. aut. Zivil- Ingenieur, Wien II, Kaiser Josefstrasse 35.
Osterreich. (21. 1. 04.)
Andorfer, Karl, Privatier, Wien VII/2, Siebensterngasse 44, Österreich. (8. 2. 02.)
Antweiler, C., Aachen, Kaiserallee 120. (3. II. 05.)
Aria, Michael, Wassiljewsky Ostrow, 6-te Linie 17, Qu. 10, St. Petersburg,
Russland. (9. 2. 03.)
Armstrong, James T., Moorgate Station Chambers, London E. C., England.
(13. I. 02.)
Auer von Herrenkirchen, Kurt, Hauptmann im grossen Generalstab, Berlin W.,
Bayreutherstrasse 38. (7. 5. 00).
Auf der Heide, J. C., Sive Heydahrens Duhme, Amsterdam, Prinsengracht 267,
Holland. (5. 7. 06.)
Auf der Mauer, Frau Marie Elisabeth, geb. von Segesser, Brunnen, Schwyz,
Schweiz. (12. 11. 00.)
Aufrecht, Dr., Geh. Sanitätsrat, Oberarzt am Altstädter Krankenhaus, Magdeburg,
Kaiserstrasse 57. (12. IO. 03.)
August, Arthur, Berlin S. 59, Schinkestr. 10, I. (18. 4. 06.)
Bacher, Paul, Wien I, Dorotheergasse 11, Osterreich. (8. 5. 05.)
Bachofen von Echt, Adolf, Freiherr, Wien-Nussdorf, Österreich, Hackhofer-
gasse 18. (8. 6.91.)
Bagel, Frau Helene, Düsseldorf, Humboldstrasse. (24. 2. O4.)
60.
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60.
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Bastanier, Hanns, Bildhauer und Radierer, Berlin NW., Alt-Moabit No. 14 II.
(4. 12. et
Bayersdörffer, W. F., Kassierer der First, National Bank of Sheveport Louisiana,
V. St. A. (7. 6. 06.)
Becher, Med. U.-Dr. C., Karlsbad, Mühlbadgasse, „Goldener Schlüssel“, Böhmen,
Österreich. (13. 2. 93.)
Begeer, Carel S. A. Direktor der kgl. Utrechtschen Fabrik van Zilverwerken,
Utrecht, Oudegracht E. 17, Holland. (22. 1. 05.)
Behr, Friedrich, Leutnant a. D, München, Nordendstrasse 5/0 r. (12. 1. 03.)
Benfey, Frau Else, geb. Benfey, Hannover, Arnswaldtstrasse 3. (9. 7. 04.)
Benkard, Rudolf, 39 Boulevard de la Chapelle, Paris ro, Frankreich. (10. 1. 92.)
Bergstróm, Sigrid Frl, Stockholm, Riksbankens Sedeltryckerei. (19. 1. 06.)
Béringuier, Richard, Dr. jur., Landgerichtsrat, Rittmeister der Reserve des
Brandenburg. Train-Bataillons Nr. 3. Berlin W. 62, Nettelbeckstrasse 21.
(2. 6. 91.)
Berkhan, Karl, Verlagsbuchhändler, Stuttgart, Schellingstr. 15. (13. 1. 05.)
Berrsche, A., Kaufmann und Oberleutnant d. L. 1, Hóchsta. M. (7. 5. 1900.)
Bertling, Richard, Buchhändler, Dresden, Viktoriastrasse 6. (24. 10. QI.)
Bertschi-Riese, Otto, Inhaber der Buchdruckerei Bertschi, Basel, Petersgasse 40,
Schweiz. (18. 10. 05.)
Bethmann, Frau Baronin von, Frankfurt a. M., Friedberger Landstr. 8. (13. 8. 92.)
Bial, Adolf, Buchhändler, Breslau-Kleinburg, Eichen-Allee. (12. 5. 03.)
Bienert, Theodor, Kommerzienrat, Dresden-Plauen. (5. 10. OI.)
Biese, Karl, Maler und Kunststeinzeichner, Karlsruhe, Westendstr. 26, Baden.
(7. 2. 04.)
Birkner, Ernst, Buchdruckereibesitzer, Pforzheim. (10. 2. 02.)
Blanke, Johannes, Verlagsbuchhändler, Konstanz, Baden. (3. 11. 1900.)
Blanckertz, Fräulein Minna, Düsseldorf, Bahnstrasse 29. (8. 11. 02.)
Blaschek, Frau Marie, Wien XIX 5, Sieveringerstrasse 52, Österreich. (6. 2. 04.)
Bleistein, Rudolf, Kunstverglasungen, Berlin W. 35, Genthinerstrasse 3.
(12. 10. 03.)
Blendermann, Otto, Architekt, Bremen, Sögestrasse 16, I. (11. 3. O1.)
Bock, Theodor, Hamburg, Deichstrasse 29. (31. 1. 06.)
Bögh, Frau Theodora, Kopenhagen V, Lindevej 3, Dänemark. (16. 9. 05.)
Böhm, Gottfried, Ritter von, Kgl. Ministerialrat, Reichsherold und Vorstand des
Geheimen Haus- und Staatsarchivs, München, Thierschstrassc 49, I.
(16. 3. 93.)
Boes, Arthur, Kaufmann, Hamburg-Hamm, Mittelstrasse 20. (13. 7. 04.)
Boetticher, Dr. med. Walter von, Bautzen. (28. 2. 92.)
Bonhoff, Friedrich, cand. med. Tübingen, Hölderlinstrasse 21. (30. 10. 06.)
Bormann, Gustav, Bankvorsteher, Görlitz, Theodor Körnerstrasse 1. (16. 12. 05.)
Bose, Bodo von, Oberleutnant im Infanterie- Regiment Graf Bose, Altona a. d
Elbe, Allee 97 b. (9. 2. 03.)
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Bose, Frau Cäcilie von, Hamburg-Winterhude, Marie-Luisenstrasse 39.
(16. 12. 05.)
Bottlik, Frau Margit von, Fehertemplom, Ungarn. (5. 1. 06.)
Bourcart, P. A, Gebweiler, Elsass. (14. 1. 06.) a
Bramberger, Hans, Volksschullehrer, Wien, VIII. 1, Kochgasse 13. (15. 4. 01.)
Brandstetter, Walther G., Leipzig, Stephanstrasse 20. (8. 11. 02.)
Bratring, P., Stadtbaurat, Charlottenburg, Westend, Ahorn-Allee 17. (20. 3. 94.)
Braunschweiger, Alfred, Würzburg, Reibeltgasse 1*/,. (15. 5. 05.)
Brayne, David Mac, Auchenteil Helensburgh, Glasgow, England.
(10. 2. OI.)
Brendicke, Hans, Dr. phil, Berlin W. 30, Winterfeldstrasse 24, Gartenhaus I,
Redakteur der Vereinszeitschrift.
Brettauer, Frau Valerie, Paris, 58. rue Pierre Charon, Frankreich. (11. 1. 98.)
Brieger -Wasservogel, Lothar, Herausgeber der „Klassiker der Natur-
wissenschaften“, Charlottenburg, Grolmanstr. 21. (29. 7. 04.)
Brittan, Miss Burta, Irnitoale Alameda County, California, V. St. Amerika.
(5. 10. OI.)
Brockelmann, Frau Konsul Margarete, geb. Spinner, Rostock i. M., John
Brinkmanstrasse 7. (30. 10. 04.)
Bruck, Frl. Frieda, Berlin NW. 15, Fasanenstr. 61. (28. 6. 05.)
Brühl, Ferdinand, Graf von, Generalmajor z. D., Berlin NW. 40, Kronprinzen-
Ufer 24. (3. II. ot)
Bühler, M., Frau Dr., Bern, Schwarzthorstrasse 38. (27. II. 1900.)
Burchard, Georg, Dr. phil, Rentner, Heidelberg, Baden, Klosestrasse 10.
(7. 2. 02.)
Burckhard, Dr. Georg, Privatdozent, Wúrzburg, Markt 13, Ecke Schönbornstr.
(8. 12. OT.)
Burnham, Mrs, Katharine French, P. O. Box 45, Sucasa, Orange, V. St,
Amerika. (5. 10. Or.)
Busse, Frau Dr. Karl, Friedrichshagen bei Berlin, Waldowstr. 4. (9. 2. 03.)
Buttler, Otto Graf von, Freiherr auf Brandenfels, K. u. K. Kämmerer und Haupt-
mann, Graz, Karmeliterplatz, 1, Osterreich. (16. 2. 95.)
Carlshausen, Lothar Buderus von, Rittmeister und Eskadron-Chef im
Dragoner-Regt. König No. 26, Stuttgart, Seestrasse 10. (8. 3. 97.)
Chamberlayne, Miss Emma C, London SW., Chesham Place 1, Belgravia,
England. (8. 4. 94.)
Claudius, Fabrikbesitzer, Malmö, Schweden. (4. 2. OI.)
Clauß, Josef Mar. Ben., Stadtbibliothekar und Archivar, Schlettstadt Unter-
Elsass. (14. 5. 00.)
Cohn, Siegbert, Berlin W. 35, Potsdamerstrasse 118b. (14. 12. 05.)
Conrad, Adolf, Lehrer, Bonames b. Frankfurt a. M. (8. 1. 07.)
Conrotte, Manuel, Abogado, Madrid, calle de genova 6, Spanien. (10. 5. 02.)
Coudenhove, Frau Gräfin Ernestine, geb. Gräfin Breunner, Zseliz, Barser
Comitat, Ungarn. (10. 3. 94.)
122.
123.
12d
125.
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132.
133.
134.
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145.
146.
147.
140.
140.
150.
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Cramer, Frau Clementine, Frankfurt a. M., Fellner-Strasse 7, II. (12. 10. 03.)
Cramer, Frau Frieda, Köln a. Rh., Kardinalstrasse 2. (2. 12. 05.)
Dassel, Otto von, Major, Döbeln Sa., Friedrichstrasse 12. (9. 3. 03.)
Daum, Arfhur von, Generalmajor z. D, Darmstadt, Heidelbergerstrasse 9}/,.
(7. 6. 91.)
Delion, Fritz, Kanzleirat im Reichs- Postamt, Charlottenburg bei Berlin,
Wallstrasse 23. (II. I. 97.)
Deneke, Günther, cand. phil, Wernigerode a. H. Noschenröder-Gartenstr. 4.
(2. 12, OS.)
Deneke, Walther, Magdeburg, Alter Markt 20—21. (17. 12. 04.)
Dillmann, Eduard, K. K. Landgerichtsrat, St. Pölten b. Wien, Nieder-
Österreich, Hammerweg 10. (I. 5. 1900.)
Dirner, Dr. Gustav A. Professor, Arzt, Direktor der Hebammenschule, Buda-
pest IV, Kigyóter 1. II. 12, Ungarn. (8. 3. 02.)
Dixson, Zella Allen, Professor, A. M., University of Chicago, Chicago, Ill, V. St.
Amerika. (10. I. 03.)
Doepler, Emil, vergl. ı.
Doetsch-Benziger, Richard, Apotheker, Basel, Sommergasse 38. (28. 6. 05.)
Dor, M. Pierre, Marseille, Bouches-du-Rhöne, 3 rue d’Arcole, Frankreich.
(13. 1. 95.) |
Droste zu Vischering von Nesselrode-Reichenstein, Maria Theresia
Gräfin, auf Schloss Herten, Westfalen. (4. 8. 93.)
Dürr, Alphons, Dr. phil., Verlagsbuchhändler, Rittmeister der Landwehr, Leipzig-
Connewitz. (15. 4. O1.)
Dumstrey, Dr, Berlin W. Kurfürstendamm 144. (12. 9. 06.)
Eberlein, Elise, geb. Naegele, Frau Major, Karlsruhe, Baden, Stefanienstr. 90.
(18. 1. O4.)
Ebers, Dr., Sanatorium Ebers, Baden-Baden. (5. 1. 06.)
Ehrhardt, Gustav, Ingenieur, Berlin N. 39, Föhrerstrasse 9. (22. 12. 04.)
Eisenmann, Dr. Oskar, Museumsdirektor, Kassel, Nahlstrasse. (11. 10. 93.)
Eisner, Frl. Rose, Kunstmalerin, München, Adalbertstrasse No. 49. (7. 7. 06.)
Elfeldt, Fabrikbesitzer, Bremen, Bismarckstrasse 95. (21. 3. 06.)
Elwood, George May, Box 124, Rochester, New-York, V. St. Amerika.
(13. 1. 96.)
Emich, Gustav Ritter von, K. u. K. Hofrat und Truchsess Sr. M. Budapest VIII,
Noranszky utcza 16, Ungarn. (2. 4. 1900.)
Engel-Reimers, Frau A, Hamburg-Uhlenhorst 21, Marienterrasse 8.
(13. 1. 96.)
Epstein, Lyda, Frau, Berlin, Klopstockstrasse 51. (9. 7. 00.)
Eser, Johann Nepomuk, Buchloe i. Bayern. (18. 1. 07.)
Erdmann-Jesnitzer, Frl. Alice, Bremen, Contrescarpe 126. (6. 4. 03.)
Erxleben, Julius, Berlin W., Friedrichstr. 81. (11. 5. 03.)
Ethofer, Com. Theo., akademischer Maler, Salzburg, Karolinenplatz No. 4,
Österreich. (18. 10. 05.)
TOI.
102.
103.
104.
166.
— VI —
Exner, Ferdinand, Graveur und Zeichner, Breslau, Lehmdamm 37a III.
(10. 2. 1900.)
Faehndrich, A. Frau, geb. Freiin von Nordeck-Rabenau, Friedelhausen, Post
Lollar, Hessen. (21. 7. 06.)
Feddersen, Frau Mieze, Hanau, Augustastr. 30. (3. 2. O5.)
Felix, Dr. J., Universitätsprofessor, Leipzig, Gellertstrasse 3. (26. 12. 04.)
Felsing, Wilhelm, Hofkunstkupferdrucker, Berlin SW., Schónebergerstr. 8.
(II. 9. 99.)
Fincken, H. Mr. James, 804 Walnutstreet, Philadelphia, Pa, V. St. A.
(17. 3. 06.)
Fischer, Erich, Organist, Kopenhagen, Sortedams Dossering 89, Dänemark.
(3. 3. 06.)
Flechtheim, Alfred, Düsseldorf, Graf Adolfstrasse 60/62. (26. 4. 05)
Fleischmann, Franz, Buchdruckereifaktor, München 23, Beichstrasse 8, I.
(20. 4. 99.)
Flersheim, Martin, Kaufmann, Frankfurt a. M., Mendelssohnstrasse 78.
(8. 3. 97.)
Foelkersam, Armin Freiherr von, Konservator der kais. Eremitage, St. Peters-
burg, Panteleimonskaja 13, Russland. (8. 10. 1900.)
Formstecher, Armand, Berlin S. O. 16, Osnalion Haus. (10. 8. 03.)
Fraprie, F. R, 39 Addington Road, Brooklin, Mass., V. St. Amerika. (6. 7. 04.)
French, Edwin D., Saranac Lake, N. Y., V. St. Amerika. (10. 6. 95.)
Freudenberg, Dr. jur, Julius, Kaufmann, Berlin N. W., Lessingstr. 35, II.
(II. II. O3.)
Freyer, Wilhelm, Jena, St. Jakobsstrasse 35, II. (31. 12. 05.)
Freymann, R. von, Staatsrat, St. Petersburg, Sapiorny Io, Russland. (18. 8. 04.)
Friedeburg, von, Major, Freiburg i. Breisgau. (28. 12. 05.)
Friedmann, Arthur, Fabrikant, Sternberg, Mähren, Österreich. (19. 4. 04.)
Friedmann, Dr. med., Friedrich Franz, Berlin, Meinekestr. 5. (19. 12. 04.)
Friedmann, Wilhelm, Bankier, Hamburg, Mittelweg 49. (10. 6. 04.)
Fugger-Babenhausen, Karl, Fürst, Augsburg, Fuggerhaus. (8. 4. 95.)
Galbreath, Donald L, München, Türkenstrasse 6. (5. 2. 04.)
Geduly, Fräulein Eugenie, Pressburg, Stefanienstr. 6a, Ungarn. (12. 6. 05.)
Geering, Adolf, Buchhändler, Basel, Bäumleingasse 10, Schweiz. (15. 6. 94.)
Geyer, Alfred, Buchhändler, Jena, Gartenstrasse 6, I. (4. 8. 04.)
Ginskey, Hermine, Maffersdorf bei Reichenberg i. Böhmen, Österreich.
(9. 10. 03.)
Gise, Freifrau von, geb. Prinzessin zu Hohenlohe, München, Leopoldstr. 45,
vom Dezember — Mai, bis Ende des Jahres Traunstein Villa Kitty. (27. 1. 04.)
Goldmann, Julius, Aich „Wildpark“, Karlsbad, Böhmen, Osterreich. (0. 10. 05.)
Goldschmidt, Max, Mannheim, P. 7, 21. (9. 3. 03.)
Goldschmiedt, Fräulein Guida, Prag, Salmgasse ı, Böhmen, Österreich.
(12. 10. 03.) `
Goldstein, Paul, Berlin, Schwäbischstrasse 28, II. (10. 5. 06.)
183.
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188.
1809.
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201.
202.
203.
204.
205.
2006.
207.
208.
200.
184.
— VII —
Goury, Georges, Dr. jur, avocat à la cour d'appel, Nancy (Frankreich), rue
des Tiercelins 5. (5. 10. OI.)
Götz, Otto, Dr., prakt. Arzt, München, Bayerstrasse 4. (28. 9. 06.)
Grab, Emanuel, K. K. Kommerzialrat, Prag, Pflastergasse 2, Böhmen, Österreich.
(8. 3. 02.)
Grab, Hugo, Dr., Gross-Industrieller, Prag, Böhmen, Österreich. (12. 10. 03.)
Graeser, Fr. W., Kunsthändler, Wien IV, 2, Belvederegasse 30, Österreich.
(7. 12. 03.)
Graevenitz, Frau Hermine von, geb. Freiin von Ow-Wachendorf, Stuttgart,
Kriegsbergstrasse 13a. (10. 2. O2.)
Graf, Louis, München, Hohenzollernstr. 46, II. (12. 1. 03.)
Greeff, Frl. Johanne, Frankfurt a. Main, Eschersheimer Landstrasse 64.
(29. 11. 06.)
Grellet, Jean, Basel, Gerberstrasse 40, Schweiz. (26. II. 94.)
Grevel, Hermann, Buchhändler, 33 King Street, Covent Garden, London WC,
England. (13. 3. 94.)
Grönvald, Frederick Christian, Kontorchef, Kopenhagen (Friedrichsberg),
Kongens Tvaervej 8, Dänemark, (13. 1. 96.)
Grolig, Moritz, Dr., Bibliothekar des K. K. Patent-Amtes, Wien XII, Tivoli-
gasse 55, I. (II. 5. 03.)
Grösch, H., Direktor des Kunstindustrie- Museums, Kristiania, Norwegen.
(9. 2. 03.)
Groszheim, C. von, Kgl. Geheimer Baurat, Berlin W. 10, Hildebrandstr. 10.
(15. 3: 94-)
Gruenewaldt, Moritz von, Ingenieur, Hamburg, Ohesdorf, Fuhlesbütteler-
strasse 593, pr. Adr. Herrn Schultz. (11. 2. OI.)
Grunau, Gustav, Dr. phil, Bern, Christoffelgasse 4, Schweiz. (5. Io. OI.)
Guilleaume, Arnold von, Köln a, Rh, Sachsenring 73. (12. 10. 03.)
Gurlitt, Wolfgang, Berlin W. 35, Potsdamerstr. 113, Villa II. (15. 7. 03.)
Hagedorn, A., Dr., Staatssekretär, Staatsarchivar, Hamburg, Harvestehude,
Mittelweg 105. (1890.)
Hahn, Fräulein Fanny, Kötzschenbroda bei Dresden, Hainstrasse 2. (26. 10. 05.)
Hamann, Fräulein Else, Breslau, Hohenzollernstr. 69. (30. 6. 05.)
Hardt, von, Leutnant im Königl. Leib-Garde-Husaren-Regt., Potsdam. (17. 2. 05.)
Harvey, Mrs. Mary E., Blackbrook, Grove, Fareham, Hants, England.
(1:75. 120035)
Has, Wilhelm, Dr. med., Oberarzt im ı. Kurhessischen Feldartillerie-Regt. No. 11,
Fritzlar. (15. 7. 05.)
Hausen, Erich Freiherr von, Major z. D, Kleinstruppen bei Pirna, Kónigr.
Sachsen. (12. 3. 92.)
Hauten, Albert van, Pfleger des Germanischen National-Museums, Bonn am
Rhein, Mozartstrasse 21. (13. 7. 94.)
Heiberg, Finn, cand. pharm., Kristiania, Norwegen, Parkveien 15, III.
(17. 3. 04.)
* 210.
211.
212.
2.73:
214.
210.
217:
218.
* 2109.
* 220.
221;
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Heiden, Theodor, k. b. Hofgoldschmied, München, Odeonsplatz. (20. 4. 99.)
Heiliger, Sp., Rechtsanwalt a. D., Cassel, Herkulesstrasse 53, I. (25. 7. 06.)
Heinemann, Walter, Kaufmann, Charlottenburg, Bleibtreustr. 12. (15. 11. 06.)
Helm, Paul, Hamburg, Rothenbaum-Chaussee 137. (11. 5. 03.)
Henzler, Edle von Lehnensburg, geb. Freiin von Grossschedel, Pauline von,
München, Georgenstrasse 28, I. (II. 2. 95.)
Hessberg, Richard, Dr. med, München, Schoenfeldstr. 32, Gartenhaus
rechts, III. (11. 3. 00.)
Heuser, Robert F., Köln a. Rh., Neumarkt 8. (29. II. O5.)
Hiddemann, Benno, Dr., Düsseldorf, Goethestrasse 2. (2
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3. II. 1900.)
Hiersemann, Karl W., Buchhändler, Leipzig, Konigsstrasse 3. (20. 3. 94.)
Hildebrandt, Adolf M., Herzoglich Sachsen-Altenburgischer Professor, Berlin W. 62,
Schillstrasse 3, II. (2. 8. 91.)
Hiller von Gaertringen, Brigitta Freiin, Stuttgart, Eugenstrasse 7. (7. 12.02.)
Hipwell, Percy, London S. W., 6. Telford- Avenue, Streatham, England.
(19. 2 06.)
Hitl, Georg, Fabrikbesitzer, Schrobenhausen, Bayern. (9. II. 03.)
Hövel, Franz Freiherr von, Königl. Preuss. Hauptmann a. D., Kassel, Terrasse 22.
(3. 3. 92.)
Hoffmeister, Fritz, Hofkunsthändler, Stuttgart, Marienstrasse 12. (13. 10.04.)
Hoffmann, Denis, Architekt, Hamburg, Hohe Bleichen 8—10, I. (31. 1. 06.)
Hoffmann, Max, cand. jur, Görlitz, Struvestrasse 14. (22. 11. 06.)
Hofman, Charles von, London, W., 16 Grossvenor Street, England. (21. 12.92.)
Hohneck, Hans, Dresden, Schlossstrasse 36. (24. 5. 06.)
How, Miss Sara Kent, P. O. Millburn, Wyoming, New-Jersey, V. St.
Amerika. (7. 9. 90.)
Hünnekes, Gerd, Apotheker und Chemiker, Berlin N. 58, Danzigerstr. 17, I.
(10. I. 03.)
Hütterott, Georg Ritter von, Konsul, Triest. (11. 9. 99)
Húttner, A., Frau, Rittergut Pirk, sächs. Vogtland. (11. 3. 00.)
Hulbe, Georg, Kgl. Hoflieterant, Ledertechniker, Hamburg, Lindenstr. 47/48.
(12. 6. QI.)
Hupp, Otto, Kunstmaler, Schleissheim bei München. (13. 1. 95.)
Hutten-Czapski, Bogdan, Graf von, Majoratsherr auf Smogulec, Mitglied des
Herrenhauses, Kgl. Schlosshauptmann, Berlin W., Hohenzollernstrasse 2, I.
(I. 9. 92.)
Jacoby, Frau Ada, Berlin W., Uhlandstrasse 175. (18. 1. 07.)
Jaensch, Emil, Buchhändler (i. Fa. von Zahn A Jaensch, Buchhandlung, Dresden,
Waisenhausscrasse 10), Blasewitz-Dresden, Schillerplatz 7, II. (20. 1. 04.)
Ingelheim, Philipp Rudolf Graf zu, Echter genannt von und zu Mespelbrunn,
Herr auf Schloss Mespelbrunn i. Spessart, Augsburg, Kaiserplatz S/o.
(28. 12. O4.)
Iwask-Issako, Udo, Gutsbesitzer, Moskau, Tverskaja Gnesdnikowsky Perenlok,
Haus Spiridoff, Q. No. 27. (IO. 3. 02.)
202.
204.
ei, NE a
. Jüdell, Frau Justizrat Anna, Hannover, Schillerstr. 33. (9. 2. 03.)
. Junge, H., Buchdruckereibesitzer, Erlangen, Bruckerstrasse 8/10. (8. 10. 04.)
. Junger, Frau Josephine, Kaufmannsgattin, Salzburg, Makartplatz 6, II.
Österreich. (11. I. 04.)
Justice, Frl. Anne C, Chicago Ills. U.S. A. 566, 1., Washington Av. (10. 5. 06.)
Kabisch, Otto, Ober-Postassistent, Berlin W. 35, Körnerstrasse 14. (15. 8. 06.)
Kainz, Hans, Beamter der k. k. priv. allgemeinen Verkehrsbank, Wien IX,
Elisabethpromenade 43. (15. 12. 04.)
Kalb, Leonhard, Frankfurt a. M., Trutz 47. (8. 1. 06.)
Kamlah, Kurt, Regierungsrat, Oberkassel-Düsseldorf, Kaiser Friedrich-
Ring 3. (20. 10. O4.) |
Kaysel, Otto, Rechtsanwalt, Ludwigslust, Mecklenburg. (12. 10. 03.)
Kekule von Stradonitz, Stephan, Dr. jur. et phil, fúrstlich Schaumburg- .
Lippischer Kammerherr, Gross-Lichterfelde, Marienstrasse 16. (8. 11. 97.)
Kerling, J. B.J, Haag=-S'Gravenhage, 134 Tollensstraat, Holland. (8. 11. 04.)
Kettler, Friedrich von, Hauptmann und Batterie-Chef im Niedersächsischen
Feld-Artillerie-Regiment No. 40, Wolfenbúttel, Neuer Weg 65. (23. 2. 95.)
Kienlin, Frau Malla geb. Freiin Rassler v. Gamerschwang, Stuttgart. (13.8. 04.)
Kiewy, Hermann, Kaufmann, Hamburg, Gr. Burstah 12—14. (11. 3. O1.)
Kirby, C. (Mr.) Valentine, Professor, 1455 Emerson, Colo., Denver U. St. A.
(26. 7. 06.)
Kitzel, Fräulein Elisabeth, Görlitz, Elisabethstrasse 32. (24. 12. 05.)
Klasing, Magdalene, geb. Quentell, Frau Kommerzienrat, Bielefeld. (19. 1. 01.)
Klasing, Frau Hedwig, Leipzig, Kreuzstrasse 3b. (9. 1. 06.)
Kleemann, Gustav, Ingenieur, Hamburg 21, Uhlenhorst, Fährstrasse 3. (11.2.01.)
Kleemann, Otto, Kaufmann, Kassel, Grosse Rosenstrasse 7. (15. 2. 92.)
Klüber, Joseph, Dr., Assistenzarzt an der Kreis-Irrenanstalt, Erlangen,
Maximiliansplatz 2. (11. 10. O2.)
Kluge, Hermann, Prof. Dr, Geheimer Hofrat, Bibliothekar Sr. Hoheit des
Herzogs Ernst von Sachsen-Altenburg und der herzoglichen Landesbibliothek,
Altenburg, S. A., Schützenstrasse 22. (II. 2. OI.)
Koch, Anton, Mü nchen, Dachauerstrasse 61, I. (22. 12. 05.)
Koch, Fräulein Rosi, Nürnberg, Lorenzerplatz 19. (11. 3. 06.)
Kohlhagen, H. von, Schriftleiter der herald. genealog. Blätter, Bamberg.
(9. 9. 05.)
Köhler, Alfred, Chemnitz, Theunertstrasse 8. (25. I. 05.)
König, Friedrich, Buch- und Kunsthändler, Oldenburg im Grossherzogtum,
Huntestrasse 4. (5. 1. 06.)
König-Fachsenfeld, Freiherr von, Dr. jur, Kammerherr, Legationsrat, Schloss
Fachsenfeld, Ober-Amt Aalen, Württemberg. (9. 2. 03.)
Korndoerfer, Alfred, Apotheker, Augsburg, Haagstrasse 24, I. (2. 8. 05.)
Koetschau, Dr. Karl, Dresden-A., Nürnbergerstrasse 51 I. (5. Io. OT.)
Kortmann, Martin, Maler, Berlin W. 15, Pariserstrasse 6, Gartenhaus IV, S.
(11. 5. 06.)
288.
280.
290.
291.
292.
293.
294.
295.
296.
297.
298.
299.
300.
Krahl, Ernst, Kaiserl. Rat, akad. und k. und k. Hofwappenmaler, Wien III,
Am Heumarkt o, Österreich. (19. 10. 92.)
Krahmer, Wilhelm, Baufúhrer, Würzburg, Weissenburgerstr. 11/1. (9. 3. 02.)
Krasnopolski, Frau Professor Gabriele, Prag, Florenzgasse 15, Böhmen,
Osterreich. (9. 11. 03.)
Kreyenberg, Georg, Verlagsbuchhándler, Berlin W., Mauerstrasse 43/44.
(9. 5. 92.)
Krieg, Dr. med. Robert, Geh. Hofrat, Arzt, Stuttgart, Kónigstrasse 53.
(II. I0. 02.)
Kuhn, Miss, London 5 Fairhazel Mansions, Fairhazel Gardens NW. (12. 11. 06.)
Kronenberger, Heinrich, Architekt, München, Marsstrasse gall. (12. 12. 98.)
Kuranda, Frau Ministerialrat, Wien III, Reisnerstrasse 42, Österreich. (16. 9. 05.)
Kurz, Friedrich, Buchhändler, Frankfurt a. Main, Rotlintstrasse 41. (19. 9. 06.)
Lampe, Willy, Frankfurt a. M., Friedrichstr. 45. (14. 2. 00.)
Landau, Dr. Edwin, Amtsgerichtsrat, Koblenz, Neustadtstrasse 4. (10. II. 04.)
Lang-Puchhof, C. H. von, Hirschberg i. Schl, Kavalierberg 1a. (8. 2. 02.)
Lang, Dr. Robert, Bibliothekar des histor.-antiquar. Vereins, Schaffhausen,
Schweiz. (20. 9. 05.)
Lange, Hermann, Hamburg, Overbeckstrasse 14. (8. 3. 97.)
Langenscheidt, Carl, Verlagsbuchhändler u. Oberleutnant d. R., Berlin-Schöne-
berg, Bahnstrasse 29/30. (9. 12. 95.)
Larsen, O. J., Bankbevollmichtigter, Bergen, Harald Haarfagersgade 3. Norwegen.
(11. 3. OL.)
(II. 3. OL.)
Lechner, Frau Josefine, Dr, Wien XIX, Billrotstrasse 53. (30. 4. 03.)
Lee, Mrs. Georgia M., 18 the Westland, Boston, Mass, V. St. Amerika.
(15. 2. O4.)
Leiningen - Westerburg, Magda, geb. Rogalla v. Bieberstein, München,
Rambergstrasse 3.
Leiningen -Westerburg, Dr. Wilhelm Graf zu, Chemiker, München,
Maximilianstrasse 10 I. (18. 1. 02.)
Leonhard, R., Dr, München, Aumüllerstrasse 13, Il. (28. 7. 06.)
Leuschner, Oskar, Verlagsbuchhándler, Wien V, Margaretenplatz 2, Osterreich.
(6. 12. 02.)
Liesen, Eduard, Maler, Zeichner fúr Kunstgewerbe, Fachlehrer der Handwerker-
schule, Berlin SW., Grossbeerenstr. 38. (II. 12. 00)
Lieven, Fräulein Gerda, Riga, Nikolaistr. 19, Russland. (11. 10. 05.)
Lilien, Ephraim Mose, Kunstmaler, Berlin SW., Grossbeerenstrasse 60.
(14. 7. 05.)
Lind, George J., Rua do Golgotha 121, Oporto, Portugal. (28. 12. 05.)
Lindheimer, Frau Klara, geb. v. Reiche, Frankfurt a M., Vogelweidstr. 20. (16. 2. 92.)
Lion, Louis, Hamburg, Rothenbaumchaussee 146. (21. 12. 06.)
Lippmann, Leo, Dr. jur., Referendar, Hamburg, Brahms-Allee 15. (24. 12. 04.)
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* 302.
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307.
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— XII —
Lorch, Karl, Leipzig-Plagwitz, Forststrasse 3. (6. 12. 02.)
Lorenz-Meyer, Eduard L., Handelsherr, Kontor Hamburg, Glockengiesser-
Wall 25/26, Wohnung: Haus Billhoop, Wentorf, Post Reinbeck bei Hamburg.
(15. 3. 94.)
Loureiro, Adolpho de, Exc., Engenheiro, General, Lissabon, Janellas Verdes 88,
Portugal. (11. 3. OL.)
Mason, jun, H. L. P. O. 431 Wood Street, Pittsburg, Pa, V. St. Amerika.
(I. 10. 03.)
Mathies, Paul, Baron de, Geheimer Kammerherr Sr. Heiligkeit des Papstes, Palazzo
Carpegna, via de Staderari 19, Rom, Italien, gegenwärtig in Amerika.
(5. 12. 03.)
Mauve, Fräulen Margarethe von, Hofdame Ihrer Durchlaucht der Fürstin zu
Waldeck und Pyrmont in Arolsen, Schloss. (9. 3. 03.)
Mayer, Vincent, Privatier, Freiburg 1. B, Hansastrasse 2. (II. I. 97.)
Mecklenburg, Wolfgang, Verlagsbuchhändler, vorm. Richter’scher Verlag, Wilmers-
dorf- Berlin, Landhausstrasse 44. (2. 6. 91.)
Meisenbach, Riffarth & Comp., Kunstanstalt, Berlin-Schóneberg, Haupt-
strasse 8. (10. TO. 02.)
Melchior, Major und Bezirks-Kommandeur im 6. Bad. Inf.-Regt. Kaiser Friedrich III.
Offenburg, Baden. (8. 12. 05.)
Mendelssohn, Walter, Verlagsbuchhändler, Leipzig, Königsstrasse 6. (9. 12. 05.)
Messenger, Miss Maria Gerard, New-York, Chappaqua, Westchester Co.,
V. St. Amerika. (11. 2. 94.)
Metzger, L. Dr. med, Frankfurt a. Main, Leerbachstr. 19. (10. I. 07.)
Meyer, Fraulein Dascha, Lehrerin, Dorpat, Hetzelstrasse 2, Livland, Russland.
(18, Io. 03.)
Meyer, Paul, Handelsherr, Bremen, Bohnenstr. (9. 12. OI.)
Meyer, H., Buchdruckerei, Halberstadt. (13. 12. 05.)
Mitterer, Hans, Baumeister, Traunstein, Mitl. Hofgasse 11, (Bayern.)
(12. 12. O5.)
Mitterwieser, Alois, Kgl. Archivsekretär, Würzburg, Franz-Ludwigstrasse 8, p.
(29. 8. O4.)
Moeder, Marcel, Referendar, Strassburg i. E, St. Urban 17. (21. 8. 03.)
Moeller, Julius, prakt. und Bahnarzt, Rott am Inn. (16. 6. 04.)
Monsalvatje, Joseph, San Petro 577, Figueras, Spanien. (2. 8. 05.)
Monsalvatje, Jorge, Dr, Figueras, S. Pablo, 25, 1% Spanien. (Io. 5. 05.)
Mootz, Georg, kgl. Major, Bremen, Búrgermeister-Smidtstrasse 8. (18. 10. 05.)
Moritz, Friedrich, Kunstmaler, Berlin NW., Siegmundhof No. 11. (9. 3. 02.)
Moritz, Gustav, Buchhändler, Halle a. S., Martinsberg 15. (6. 12. 02.)
Mouths, Fritz, Prokurist der Kruppschen Werke, Essen-Ruhr, Hohenzollernstr 14.
(7. 9. 96.)
Müller, Curt, Architekt, Breslau 8, Klosterstrasse 81. (17. 2. 05.)
Müller, Gustav, Dr. jur, Rheda, im Schlosse, Westfalen. (1. 1. 93.)
Muñoz, Paul Gonzalez, Dr. med, Madrid, Alcala 49, Spanien. (19. 5. 03.)
330.
331.
332.
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350.
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358.
* 359.
+ 302.
363.
364.
305.
— NII —
Murray, James, 246 Whitehill Street, Dennistoun, Glasgow, Schottland.
(II. 9. 99.)
Mylius, A. C., Kaufmann, Hamburg 37, Abteistrasse 12. (8. 2. 98.)
Nathansohn, Julius, Magistrats-Baurat, Breslau XVIII, Kaiser-Wilhelm-Str. 107. I.
(13. 1. 02.)
Neuendorff, Walter, Wiesbaden, Parkhotel. (23. 2. 03.)
Neumann, Otto, Bankier, Rostock. (11. 2. Ot.)
Neumann, Dr. Rudolf, Industrieller, Reichenberg in Böhmen. (12. 2. 00.)
.Odenwald, Adolf, Lithogr. Kunstanstalt, Baden-Baden, Langestrasse 49a.
(7. 11. 04.)
Oelsner, Frau Anna, Justizrátin, Frankfurt a. M., Liebigstrasse 41. (17. 8. 03.)
Ott, Fräulein Christel, Hanau, Grimmstrasse 6. (29. 5. 05.)
Otto, Georg, Maler und Graveur, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 21.
(26. 6. 91.)
Paulus, Ernst, Markneukirchen, Markt 7. (8. 9. 04.)
Perutz, Fritz, Kommerzialrat, Prag, Heinrichsgasse 16. (21. 8. 03.)
Pesl, D., Rechtspraktikant, München II, Lessingstrasse o (10. 5. 02.)
Pfannenstiehl, Fräulein Marie, Hamburg, Holzdamm 10. (1. 11. or.)
Pflüger, Fritz, Oberleutnant im Regiment „Kronprinz“, Chemnitz, Weststrasse 17,
(11. 7. 06.)
Pflümer, Georg, Hameln (Weser), Villa Pflümer. (15. 3. 94.)
Pietz, Adam, Graveur, 1011 Chestnutstr, Room 435, Philadelphia, Pa., V. St.
Amerika. (13. I. 02.)
Pitta, Leopold, Dr. jur, Rima-Szombat, Ungarn. (23. 5. 05.)
Poensgen, Fräulein Martha, Düsseldorf, Oststrasse 21. (12. 3. 00.)
Polano, Dr. Oscar, Würzburg, Pleicherglacis 10, II. (12. 7. 04.)
Portmann, Melchior, Klingenthal b. Basel. (15. 1. 07.)
Posse, Dr. Otto, Oberregierungsrat, Dresden-Blasewitz. (10 10. 94.)
Prager, Adam, Zürich, Universitätsstrasse 23, Schweiz. (24. 4. 05.)
Prüner, Arnold, Budapest VII, Kertesz-utcza 32, Ungam. (8. 2. 03.)
Puig Valle, Eduard, Arenys de Mar, Spanien. (17. 6. 03.)
Quilling, Frau Dr. Toni, Hanau, Neue Anlage 21. (6. 1. 05.)
Quincke, Fräulein Therese, Heidelberg, Hauptstrasse 47. (10. 2. 02.)
Raisin, Friedrich, Advokat, Genf, 8 rue de Senebier, Schweiz. (24. 11. 03)
Ramdohr, Curt, Magdeburg, Kaiser Wilhelmstrasse 2. (9. 11. 05.)
Rath-Merill, Mrs. Mary E., So Winner Avenue, Columbus, Ohio, V. St. Amerika.
(8. 1. 00.)
Rau, Ernst, Kaufmann und Malzfabrikant, Nürnberg, Königstorgraben J.
(20. 6. 06.)
Rauchfuss, Fräulein, Halle a. S., Lafontainestrasse 21, I. (9. 12. oi
Rautter, Ludwig, k. k. Universitätsbuchbinder, Wien I, Biberstrasse 10. (8. 3. 97.)
Réaux, J, Paris, rue de Dames 26, Frankreich. (13. 3. 99.)
Reich, Oscar Milton, Dr., Budapest V, Lipot Eóriet 24. (26. 1. 07.)
Reichard, Adolf, Dr., Frankfurt a. M., Oberlindau 78. (12. 12. 98.)
366.
307.
308.
360.
370.
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SE
— XIV —
Reiling, Frau Hedwig, Mainz. (22. 8. 03.)
Reimers, Johannes W. F, Hamburg, Grosse Bäckerstrasse 14b, II. (8. 2.05.)
Reineke, Frau Dr, Lüneburg, Wandrahmstrasse 8. (9. 12. OI.)
Reinhold, Frau Gertrud, Dresden-Blasewitz, Alemannenallee 6. (12. 2. 06.)
Ressel, Maria, Malerin, Rothenburg a. d. Tauber, Bramenmihle, Bayern.
(10. IT. O5.)
Retowski, ©., Staatsrat, St. Petersburg, Schpalernaja 34 Qu. 74, Russland.
(15. 10. 06.)
Reuter, Carl, Dr. med. Arzt, Bad Ems. (6. 7. 03.)
Rheude, Lorenz M., Kunstmaler, Papiermühle b. Roda, Sachsen - Altenburg.
(9. 2. 03.)
Riem, Frau Hauptmann, Berlin W., Siegmundstrasse 8. (25. I. 07.)
Riesenfeld, E. P.. Architekt, München, Nikolaistrasse ro. (11. 3. 06.)
Rinck, L., Buchdruckereifaktor, Schöneberg- Berlin W., Bahnstrasse 43.
(20. 6. 06.)
Riquer, Alexandre de, Marquis de Benavent, Comte de Davolos, Barcelona,
Freneria 5, Spanien. (10. 5. 02.)
Robert, Edmond des, Nancy, g rue du Faubourg St. Georges, Frankreich.
(12. 12. 98.)
Rody, Georg, Pfarrer und Rektor, Carnap b. Altenessen. (16. 3. 06.)
Romet, Paul, rue du Pont Neuf, Alençon, Orne, Frankreich. (18. I0. O5.)
Romstoeck, Franz Sales, Professor am bischöflichen Lyceum, Eichstätt
in Bayern. (5. II. 91.)
Roscher, Theodor, Rechtsanwalt und Notar, Justizrat Dr. jur, Hannover.
(5. 8. 03.)
Rosen, N., Malmö, Schweden. (6. 5. 03.)
Rosenfeld, Ernst, Kaufmann, Königsberg i. Pr., Altstädter Markt 11. (28. 2. 03.)
Rosenheim, Max, London NW. 68 Belsize Park Gardens, Hampstead, Eng-
land. (26. 10. 04.)
Ross, Albert, Wien I/ı, Rotenturmstrasse 21. (15. I. 05.)
Rothballer, Maxim., Direktor der Neuen Augsburger Kattunfabrik, Augsburg.
(15. 12. 06.)
Rowe, Henry S, 93 Newburry Street, Boston, V. St. Amerika. (13. 1. 96.)
Rubinat, Pau Font de, Advokat, Reus, Spanien. (6. 12. 02.) :
Rüb, W., Zúrich I, Sihlhofstrasse 12. (10. 5. 06.)
Sachs, Hans, Dr., Berlin W., Kurfürstendamm 247. (25. I. 07.)
Saeng, Ludwig jun, Buchhändler, Darmstadt, Kirchstrasse 20. (23. 12. 00.)
Sager, C., Dr., Arzt, Kirchen a. d Sieg. (10. 1. 07.)
Salis, Pietro von, Bildhauer, Zürich, Trittligasse 6 I, Schweiz. (9. 12. OI.)
Sassen, August, Notar, Helmond, Holland. (9. 1. 99.)
Schachian, Julius, Rechtsanwalt, Berlin W., Hinter der katholischen Kirche 1.
(15. 10. 91.)
Schäublein, J. J, Basel, Richenstrasse 6. (3. 7. 06.)
Schieder, Hanns, Fabrikant, Salzburg, Bergstrasse 10, ‘Österreich. (12. 9. 04.)
- 399.
400.
401.
403.
404.
* 405.
400.
407.
408.
409.
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ALO
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414.
415.
416.
a NV u
Schiff, Jenny, Hamburg, Esplanade 37. (8. 2. 98.)
Schimpke, Heinrich, Glas- und Schmelzmaler, Tannenberg, Post Blotten-
dorf, Nordböhmen, Österreich. (5. 11. oi)
Schlippenbach, Albert, Graf von, Leutnant, a. d. Schloss Arendsee bei
Schönermark, Kr. Prenzlau. (31. 5. 94.)
Schmidt, Raymund Rudolf, Dr. phil, Leipzig, Inselstrasse 10, I. (10.7.03.)
Schmidt, Robert E, Dr., Elberfeld, Siegesallee Nr. 11. (26. 11. 06.)
Schmidt-Schroeter, Anton, Tonkúnstler, Hamburg 13, Brahmsallec rt.
(11. IO. O2.)
Schmöle, F., Rentner, wohnt vom 15. Mai bis 15. Oktober Cronberg i. Taunus,
vom 15. Oktober bis 15. Mai Frankfurt a. M., Rheinstrasse 22. (25. 3. 03.)
Schoeller, Frau Guido, Dúren, Rheinland. (9. 2. 02.)
Schreiber, Walther, stud. phil, Esslingen bei Stuttgart, Martinstrasse 23. (22. 4.04.)
Schuch, Emil, Praktikant am kel. bayr. Hüttenwerk, Stuttgart, Kepler-
strasse 1, II. (19. 2. 00.)
Schütte, Frau Tony, Bremen, Parkallee 44a. (12. 1. 06.)
Schulz-Euler, Carl Friedrich, Verlagsbuchhándler (Inhaber der Firma Carl
F. Schulz Verlag, Frankfurt a. M.), Privatwohnung: Frankfurt a. M., Rossmarkt 1.
(15. 12. 03.)
Schulz, Arthur, Agram, Reinergasse No. 6. (16. 10. 06.)
Schüssler, Markus, stadt. Obersekretir, Nürnberg, Mittlere Pirkheimer-
strasse 44, IL. (13. 1. 96.)
Schwarze, Frau Rechtsanwalt, Dr., Halle a. S., Wettinerstrasse 19. (12. 2. 06.)
Seidel, Karl, Verlagsbuchhändler, München, Rómerstrasse 16, II. (18. 7. 05.)
Seyler, Gustav, A., Geheimer Kanzleirat, Bibliothekar im Ministerium für Handel
und Gewerbe, Berlin W., Gneisenaustrasse 90. (24. 5. QI.)
Sherborn, C. W., R. E., London SW., 1 Finborough Road, Kensington, England.
(22. 0. QI.)
Siegl, Oskar, Adjunkt der A. T. E, Teplitz, Zeidlerstrasse 2, Böhmen, Öster-
reich. (20. 5. 05.)
Siemerling, Frau Geheime Medizinalrat, Prof, Kiel, Niemannsweg. (15. 12. 05.)
Singer, Viktor, Hamburg, Königsstrasse 30, II, Vorderhaus. (9. 3. 06.)
Singer, Edmund Georg, Budapest VI, Andrássy uteza 122. (13. 4. 06.)
Singer, Paul, Architekt, Mannheim, Meerfeldstrasse No. 2a, II. (20. 12. 06.)
Sitte, Otto, Optiker, Breslau VII, Sadowastrasse 66. (12. 4. 98.)
Sjogren, Arthur, Kunstmaler, Stockholm, Tomtebogatan 9, Schweden. (22. 3. 05.)
Smidt, Hermann, Dr. med., praktischer Arzt, Bellevue bei Konstanz (Baden).
(13. I. 02.)
Soane, Harry, Engraver, 36 Hanway Strect, Oxford Street, London W.,
England. (11. 2. 95.)
Sobotka, Felix, München, Schackstrasse Glo f. (12. 4. 05.)
Spalteholz, Prof. Dr. W., Leipzig, Plagwitzerstrasse 9. (5. IL. 04)
Springer, Baronin Mizi, Wien XIII, Tivoligasse 73. (1. 10. 03.)
Staat, F., Buchhändler, Strassburg i. Els., Schlossergasse 27. (16. 11. 03.)
O 430.
441.
442.
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444.
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440.
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* 457.
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430.
440.
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= 459.
— XVI —
Stählin, Kurt, Dr. phil., Privatdozent, Oberleutnant a. D., Heidelberg, Weber-
strasse 5. (8. [. 00.)
Starke, Georg, vergl. 4.
Starke, Wilhelm, Referendar, Schweidnitz i. Schl. (24. 12. 04.)
Stecher, Martin D., Engraver, Chikago 97, Madison Street. (8. 9. 06.)
Steiger, Alfons von, Rittmeister und Esk.-Chef im Ulanen-Regt. Nr. 11, Saar-
burg. (5. 7. 93.)
Stein, Konsul, Köln a. Rh., Hohenstaufenring 70. (25. 11. 03.)
Steinhäuser, Dr. med., prakt. Arzt, München, Theresienstrasse 23. (5. 7. 00.)
Stendel, Richard, Direktor, Mannheim, Meerfeldstrasse 4a. (28. 3. 06.)
Stephan, G., Dr, Borna bei Leipzig, Altenburgerstrasse 8. (8. 1. 06.)
Stern, Marie, Frau Bankdirektor, München, Briennerstrasse 9, III. (13. 1. 02.)
Stiebel, Heinrich Eduard, Privatier, Frankfurt a. M., Bockenheimer
Anlage 38, II. (12. 4. 94.) l
Stielly, Karl, Oberleutnant d. R, Wien I, Himmelpfortgasse 14—16, Öster-
reich. (25. II. 03.)
Stobbe, Horst, Buchhändler, München, Paul Hevsestrasse 20a, p. (20. 10.06.)
Stoehr, August, Architekt, Konservator der Kunst- und Altertumssammlungen,
Sekretär am polvtechnischen Zentralverein, Würzburg 1. Bayern. (13. I. 02.)
Stolle, Rudolf, Herzogl. Hofbuchhändler, Bad Harzburg
D?
Villa Ilse. (23. 8. 04.)
Stollreither, W. J, Baden-Baden, Sophienstrasse 16. (2. 12. 05.)
Storck, Dr. Karl, Redakteur des „Türmer“, Friedenau bei Berlin. (5. 3. 1903.)
Strasser, Philipp, Realitätenbesitzer, Salzburg, Rudolfsquai 44, Österreich.
(10. 2. OIL.)
Strauss, Frau Stadtrat Margarete, geb. Hauswaldt, Magdeburg, Grosse
Klosterstrasse 14. (11. 9. 99.)
Strobel, Luise, Frl, Ansbach (Bayern), Karolinenstrasse 36. (I. I. 07.)
Stucken, Eduard, Berlin W., Burggrafenstrasse 2 A. (8. Io. 00.)
Stürken, Frau Emmy, Wandsbeck bei Hamburg, Claudiusstrasse 47. (8. 5. 06.)
Stuers, J. de, Dr. jur, Haag, Noordeinde 124, Holland. (11. 11. or.)
Sturtzkopf, Richard, Architekt, Köln, Neue Mastrichter Strasse 7, II. (8. 3.02.)
Sünner, Paul, cand. med., Kalk bei Köln. (18. 11. 05.)
Sutter, Friedr. Berthold, stud. phil. et jur, Heidelberg, Schlossberg 17.
(25. I. 00.)
Tiedemann, Ernst von, Rittmeister a. D., Frankfurt a. M., Feuerbach-
strasse 38. (18. I. 02.)
Topic, Jaroslaw, Buchhändler, Prag, Ferdinandstrasse 9, Böhmen, Österreich.
(25. I. 06.)
Troplowitz, Richard, Grundstücks- Makler, Berlin W., Behrenstrasse 47.
23... 03.)
Tschirch, Dr. A. Universitätsprofessor, Bern, Schweiz. (12. 12. 98.)
Tullberg, Hasse W., Buchverleger und Buchdrucker, Stockholm, Hamngatan 36,
Schweden. (10. 10. 03.)
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460.
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162.
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483.
484.
485.
= XV =
Uggla, Thorsten, Auditör, Lund, Schweden. (16. 2. 06.)
Uhles, Emil, Geh. Justizrat, Kammergerichtsrat, Berlin W. 10, Tiergartenstrasse 3 a.
(30. 11. 9.4.)
Uhlhorn, Adam Albert, Kaiserlicher Notar, Saarunion i. E. (12. 9. 98.)
Uhlich, William, Prokurist, Chemnitz, Zwickauerstrasse 36. (6. I. 05.)
Unverricht, Frau Professor Meta, Magdeburg-Sudenburg, Leipzigerstrasse 44.
(13. 1. 02.)
Verster, J. F, Kaufmann und Direktor einer A.-G. und Mitglied der Handels-
kammer, Tesselschade Straat 7, Amsterdam. (14. 10. 095.)
Voigt, Paul, Abteilungs-Vorsteher in der Reichsdruckerei, Berlin SW. 47, York-
strasse 75. (13. I. 96.)
Vollbehr, Otto Fr, Berlin W. Halensee, Kurfürstendamm 130. (8. 12. 06.)
Volckamer-Kirchensittenbach, Guido von, München, Barerstrasse 55.
(13. 1. 05.)
Volkmann, Dr. jur., Siegfried von, Regierungsassessor. Liegnitz, Dovestrasse 20, I.
(10. 2. 06.)
Vorstermann van Oijen, Anton Abraham, Direktor und Besitzer eines
genealogisch - heraldischen Archivs, Rijswyck by s’Gravenhage, Holland.
(14. 11. QI.)
Wachtmeister, Gräfin Harriet, Knutstorp, Axelvold, Schweden. (11. 9. 99.)
Waehmer. Siehe No. 3.
Wagner, Aurelie, Frau Präsident, Chemnitz, Justizgebáude. (7. 7. 05.)
Wagner, Georg, Maler und kunstgewerblicher Zeichner, Berlin, Lothringer-
strasse No. 3. (10. II. O4.)
Wagner, Thomas, Gutsbesitzer, Elpersdorf, Post Windsbach, Mittelfranken.
(30. 8. 05.)
Wallmenich, Car! von, Oberst a. D, München, Hessstrasse 10. (13. 4. 96.)
Warncke, Werner, Buchhändler, München, Finkenstrasse 2 (Geschäftsadresse),
Fürstenstrasse 4 IV. (Privatwohnung). (10. 5. 02.)
Warnecke, Ilse, Frau Geheimrat, geb. v. Landwúst, Berlin W. 62., Schillstr. 15.
(1. 12. Oq.)
Warnecke, Reinhard, Direktor, p. Adr.: Credit Petrolifer, 10 Strada Lipscanı
Bukarest, Rumänien. (10. I. 05.)
Wassermann, Dr. Martin, Rechtsanwalt, Hamburg, Heilwigstrasse 12. (10. 3. 02.)
Weber, Albin, Buchdruckereifaktor, Berlin-Schöneberg, Ebersstrasse 57.
(15. 11. 05.)
Weber, Frau Sofie G., Langenselbold bei Hanau. (25. 5. 05.)
Wedekind, Ludwig, Hofrat, Professor Dr. phil, Karlsruhe in Baden. (21. 4.04.)
Wegner, C., Lehrer an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule, Magdeburg,
Brandenburgerstrasse to. (14. 6. 97.)
Weikard, Arthur, in Fa. Haack € Klutti Mainz. (26. 1. 04.)
Weimar, Anton, Winter-Adresse: Wien XIII. 9 Lainzerstrasse 158. Sommer-
Adresse: Schloss Hammerriess, Post Losenstein, Oberösterreich. (4. 3. 05.)
* 180.
488.
180.
* 400.
403.
494
O 495.
O 490.
497:
198.
199.
300.
501.
* 505.
506.
491.
492.
502.
— XVII —
Weinberger, Emil, Generalleutnant z. D., Charlottenburg, Schillerstrasse 127.
(10. 5. 02.) i
Weinwurm, Victor, Prag, Mariengasse 16. (28. 4. 06.)
Weippert, Karl, Architekt, Landsberg a. L., Bayern. (12. 12. 05.)
Weiß, Anton, Mitglied des K. K. Hofopern - Orchesters, Wien III, Geologen-
gasse 5. Österreich (21. 12. 05.) |
Weißenbach, Jvan, Freiherr von, stud. jur., Verwaltungspraktikant Budapest N,
Molnergasse 16 I, Ungarn. Im Sommer in Nagyatad Somogy, Ungarn. (27. 4. 04.)
Weittenhiller, Moriz, Edler von, Hofrat und Kanzler des Deutschen Ritter-
ordens, Wien XIX 1, Hardteasse 11, Österreich. (23. 12. 93.)
Weydenberg, Julius Wirth von, Generalsekretär, Berlin C. 2, Burgstrasse 3.
(25. 3. 05.) .
Whitehaed, Mrs. John, geb. Gräfin Breuner, Fiume, Torpedofabrik, Kroatien,
Österreich. (10. 3. 94.)
Wichowski, Frau Dr. Anna, geb. Tausch v. Glöckelsthurm, Wien, Ottakringer-
strasse 13. (TO. 2. 02.)
Wilczek, Johann Graf, K. u. K. Kämmerer, Wirkl. Geheimrat, Grossgrundbesitzer,
Wien I, Herrengasse 3. (II. 2. 95.)
Wittouck, Georg, Student, Ruysbroeck, Belgien. (8. 12. 03.)
Wolbrandt, Karl, Direktor der Handwerker- und Kunstgewerbeschule, Krefeld,
Steckendorferstrasse 73. (11.1. 08.)
Wolf, J, Oeconom, Nagy-Aläd, (Ungarn). (29. 1. 07.)
Wolseley, The Henorable Lady Frances, Farm House, Glynde, Lewes,
Sussex, England. (1. 2. 02.)
Woy, Miss Leota, 500 Opera House Block, Denver, Colorado, V. St. Amerika.
(4. 5. 04.)
Wright, W. H. K., Public Library, Plymouth, England. (12. 12. 95.)
Wunderlich, Dr. jur. Karl Ludwig, Gerichtsassessor, Schwerin i. M., Elısabeth-
strasse 19, z. Zt. in Güstrow. (8. IL. 02.)
Zahn, John Edward, Kaufmann, Denver, Colo. V. St. Amerika. 033 —- 17 a St.
(10. 2. O2.)
Zanders, Frau Hans, Berg-Gladbach bei Köln. (10. 2. 02.)
Zur Westen, Walter von, Regierungsrat. Siehe No. 2.
Zwehl, Karl Josef von, Hauptmann und Kompagniechef, Oppeln i. Schl,,
Rosenbergerstr. 3. (9. 4. 00.)
Nachtrag.
Während des Druckes beigetreten:
Hess, Gottlob, München, Karlstrasse 7, I. (10. 2. 07.)
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